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Jüdische Wochenschau · 1961-08-29 · 1905 (29.8.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1905 (29.8.1961)
Date
1961-08-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 29 de Agosto de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII, — No. 1905 Musik in Buenos Aires "VERDIS '‘SIMONE BOCCANEGRA'’ IM COLON Die drei „grossen” Verdi- Opern. nämiich seine netzten, „Aida”, „Othello” und der göttliche „Falstaff” stellen alles, was dieser wahrscheinlich grösste italienische Opernkomponist hinterlassen hat, in den Schatten. Unter ihren zahlreichen Vorgängerinnen konnten sich nicht alle auf den Spielplänen halten; viele ielen der Vergessenheit anheim, manche wurden „ausgegraben”, bearbeitet, rnit neuen Texten versehen, um dann wieder in ihren Dornröschenschlaf zurückzufallen. Die Reisseropern „Troubadour”, „Riguletto”, „Macht des Schicksals” und „Maskenball” sind die in Sie zu trän m tvn allen Verwandten, Freunden und Kunden in Argentinien. Südamerika und Israel MIT EINER Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU Bestellungen unter T. E. 82 ■ 2613 89 - 6930 Pueyrredon 2190 I? fast allen Reperioiren auftauchenden Standard-Werke. Weniger bekannt, weil auch weniger theaterwirksam, sind „Siziiianische Vesper”, „Macbeth”, „Don Carlos” und „Simone Boccanegra”, und darum werden säe auch seltener aufgeführt; sie „ziehen” nicht, sie sind keine Kassen-Magneten. Die verwickelte Geschichte des „Dux” von Genova ist schwer auf die Bühne zu bringen. Die Partitur des „Simone” ist ebensosehwer wuchtig und effektvoll zu konzertieren. Wir haben abermals das Glück, zwei ideal aufeinander aogestimmte Künstler sich dieser Aufgaben widmen zu sehen: Fernando Previtali im Orchester und Ernst Poettgen auf der Bühne. Wir brauchen diesen begnadeten Künstlern nicht jedesmal neue Elogen zu machen denn wir sind von ihrer Arbeits-Auffassung und Durchführung von Anfang an ’ est¬ íos iibe zeugt gewesen. Previ’alä führte das prachtvol) klingende Colon-Orchester mit dramatischer Wucht und lyrischer Finesse durch die Fährnisse dei durch ihn interessant gewordenen Musik und war Solisten und — dem von Tullio Boni unübertrefflich einstudierten — Colon-Chor ein grossartiger Dirigent. „Oben”, auf den Brettern tat Pöttgen ein übriges, um dem Publikum die Tragödie glaubhaft und ohne die von ihm verabscheute Gefühls - Duselei nahezuhringen. Sie überzeugte sowohl durch seine einmalige Beherrschung der Bühne und Kenntnis der Ausleuch'ung wie der unter seiner Fühlung entstandenen Bühnenbilder und Kostüme (Paul Walter) das Auditorium. Die neue Schräg-Rampe Poettcens einmalige Kunst in der Handhabung der Ma?se\**zenen und seine individuelle Leitung jedes einzelnen Sängers tat ihr übriges um diese für den Zuhörer problematisch? Oper zu einem Riesenerfolg au machen. „Simone Boccanegra” wurde von Giuseppe Taddei tadellos und gross angelegt gespielt und erstklassig gesungen. Es dürfte die bisher grösste Leistung des weitbekannten Baritons im Colón sein, der uns insbesondere mit einem bei ihm bisher unbekannten und ungeahnt zarten Pianissimo gefangen nahm. „Maria Bo- KEINE FRISTVERLAENGERUNö Die URO teilt mit: Entgegen den in den letzten Tagen veröffentlichten Pressenotizen wird bekannt gegeben, dass die Frist, zur Anmeldung von Entschädigungsansprüchen nach dem Bundesentschädigungsgesetz weder verlängert noch wiedereröffnet ist. Diese Pressenachrichten waren zum Teil unvollständig. Die Verlängerung der Frist bezieht sich lediglich auf solche Anspruchsberechtigte, die infolge ihrer Nationalität, aber nicht aus Gründen der Rasse verfolgt worden sind Die National-Geschädigten müssen ihre Ansprüche, wie es in den Pressenotizen bekannt gegeben wurde, bis zum 31. 12. 1961 anmelden und zw-ar bei dem Servicio Social Internacional Delegación en Argentina. Paseo Colón 255, pl. b., Buenos Aires. ccanegra” fand in der schönen Sopranistin Floriana Cavalli eine szemsen idea le Ausdeuterin, jedoch können wir uns mit der Handhabung ihrer voiien aber j unkontrolierten S’imme! nicht einverstanden er'släj ren. Eine Meisterteistung war die Ve.kürperung des „Gabriel Adorno” durch den uns seit langem im besten Sinne bekannten Tenor Flaviano Labo, der mit Recht ungeheuren Beifall hatte; das gleiche Können wir vom „Fiesco” des -onoren Basses von Plinio Clabassi melden. Die grosse Ueberaschung des Abends war der junge argentinische Bariton Gian-Pi?ro Mastromei, den wir bisher nur in unbedeutenden Rollen hören durften, und der sich mit einer vollwertigen Leistung in die Rolle des .Paolo” gleichberechtigt an die Seite seiner inierna(îona'en Kollegen sang. Tullio Gagiiardo. José Créa und Corrada Malfa bewährten sich in kleinen Partien. Es gab langen und herzlichen Beifall. TILA UND JOHN MONTES Wir verdanken die-'em Künstlerehepaar wie kaum jemand anderem in Buenos Aires die Pflege der Literatur für zwei Klaviere, mit der es sich auch ausserhalb Argentiniens einen se-h>- soliden Namen zu machen wusste. Tm Rahmen des „Ciclo de Solistas y Conjuntos de Cimara Argentincs”. der vom Nationalen Rundfunk in der Auta der Medizinischen Fakultät veranstaltet wird, boten Tila und John Montes ein Programm, welches von der Klassik über die Romantik bis in unsere Tage reicht. Begonnen wurde das Konzert mit Wilhelm Fiiedemann Bachs Sonate in fdur; es folgte die wunderbare Sehubei-t-Phan’asie fmol] opus 103, um dann einen Sprung bis zu Strawinsky zu machen, dessen ausserordentlich schwer zu spielendes „Konzer4 für zwei Klaviere allein” die meisterhafte Technik der Montes aufs neue erwies. Armando Krieger (Schüler der Solisten, denen er dieses Opus gewidmet hat), war mit seiner gewagten 12-Ton - Komposition „lensiones” vertreten. Es folgte das graziöse „Concertino opus 94” (als argentinische Erstaufführung) von Drniitri Shostakowich, und der Spielzettel wurde mit den Kompositionen von Serge Rachmaninoff: „Nacht”, „Liebe” und „Russische Ostern” abgeschlossen. A’s Folge des grossen Beifalls boten Tila und john Montes als Zugaben „Prelude” von Francis Pouienc und zwei Brahms-W Uzer. c-n Der Vatikan half Rem. — Im Sprachrohr italisnisch-m Jesuitenordens, „Civilita Catbolica” fand sich kürzlich ein Aufsatz, in dem die Bemühungen des versti ruenen Papstes, Pius Xll geschildert werden, die slowakischen Juden während des Krieges vor der Deportation in die Vernich urgsla ger der Nazis zu bewahren Das Organ des Vvikans. „Osservatore Romano”, übernahm die Veröffentlichung in einem ganzseitigen Abdruck, Es hricst dort u. a. dass Pius NH den Slowakin hen Gesandten beim Vatikan im Jahre 1942 aufgefordert habe, seiner Regierung zu e kürten, dass der Papst die Rücknahme des schon erlassenen Ausweisungsbefehls verlange, und dass er diese Forderung ein Jahr später erneuert hätte nach : dem 70.000 s'owakis-he Jui den schon deportiert wor- | den waren. Auch im Jahre I 1944 habe er entsrpe.hende : Versucheunternommen! Investitionen in Israel New York. — Die Gruppe von Sam Rothberg hat beschlossen, ihr fnvestiticnskapital in Israel um fünf Millionen Dollar zu erhöhen und später aul 20 Millionen Dollar. Sie will ebenfalls Unternehm 'r der chemischen und Dünremitiel-Industrie errichten Die Industrie hat 3ie Absicht in den nächste,- vier Jahren in den USA Aktien im Werte von 40 Millionen Dollar aufzulegen Pfadfinder aus aller Welt in Haifa Haifa. — Auf dem Karmel fanden sich in dem grossen Jamboree - Lager der Pfadfinder tausende Jungen und Mädchen aus ganz Israel ein Das Pfadtinder-Camp wurde u. a. mit Feuerlöschgeräten und einem Not - Krankenhaus ausgestattet. Der Präsident der Zcfim- Bewcgung, der Geneialdirektor des Erziehungsmi- ZEcmsfenkongress in Chile Santiago de Chile. — Der 41. Kongress der Zionistischen Föderation Chiles, dem sämtliche Parteien und Organisationen angehören eröffnete seine Tagung mit einem grossen Festakt. Der Präsident der Föderation Israel Pollak. Israel-Botschafter Doron und Dr. Israel Goldstein, der eigens aus New York gekommen war um der Eröffnung der Einheits- Kampagne beizuwohnen, traten bei dieser Gelegenheit als Redner auf. (ITA) , nisteriums Dr. Rinoth begrüsste di? 5.000 Zofim aus dem Tn- und Auslande in hebräisch, englisch und in französisch. Danach erfolgte eine Begrüssung in arabischer Sprache. Dann ging inmitten des ausgedehnten Geländes auf dem Tausende der verschiedenen Zofimgrucpen anfgestellt waren unter Trommelwirbel die Frhne am Mast hoch. Die Gruppe au.« Tel Aviv morste einen Flaggengruss. Unter den Teilnehmern waren auch GOO Angehörige der Minderheiten Araber und Drusen. Christen und Meslems. Am Jamboree nahm auch ein lOjähriges Mädchen aus Alaska teil. Scfcolemi Alejem auf Russisch London. — Der 6 Panü der Werk? von Scholerc A lechem wurde jetzt ir russischer Sprache herausgegeben, wie die Folk stimme“ aus Warschau be richtet. Diaser Band enthält viQr Romane und all« Theaterstücke des berühmten Schrifstellers sewi« seine Briefe an Tolsioy Gorki. Tschechow und Bia lik. Die Auflage heiiäg' 225.000 Exemplare. (ITA) «TniiU» Wre liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonntag, den 10 Sept 1981 Montag, den 11. September Dienstag, den 12. Mittwoch, den 13. „ Sonnabend, den 16. Dienstag, den 19. Mittwoch, den 20. Sonntag, den 24, „ Montag den 25. Dienstag, den 26 „ Sonnabend, den 30. Sonntag, den t. Oktober Montag den 2. Oktober Dienstag, den 3 Oktober Sonnabend den 7 Oktober Sonnabend d*r. 2. Dezember Sonntag, den?. „ Montag, aen 4. Sonnabend der 9. Sonntag len 10. Sonntag, den 10 Dezember Sonnabend, 2. Januar 1962 Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April ■r Donnerstag, den 19. April i Freitag, den 20. April i Sonabend, den 21. April 3 Mittwoch, den 25. April 1 Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mai Erew Rosch Haschanah 1. Tag Rosch Haschanah 2. Tag Rosch Haschanah Zorn Gedalja Schabbat Schüwa Erew Vom Hä Kippurim Kol Nidre Yom Ha-Kippurim Erew Sukkot 1. Tag Sukkot 2. Tag Sukkot Schabbat Chol Hamoed Hoschana Rabba Schemini Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Erew Chanuka 1, Tag Chanuka 2. Tag Chanuka Schabbat Charuka 8. Tag Cüanuka — Sot Chanuka Fasten Assara betewet Sehabbat Schira — Chamischa assai bischwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schusehan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Chol hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut armizwaii-Mr Israels: Neue £inw ander er Neue Siedlun Neues leben mit neuer ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA IMDA PRO ISRAEL. COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39, T.E. 47-3820 Mild saemtliche Sekretariate der an geschlossenen Organisationen und Gemeinde E iifuifHiiiHiRiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiimHifiiiiiHtiiiiriiiiamufimtiiiiiimiimi (EimiiiiKiüiimiiiiiimtiij ¿lüSfh,-

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