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Jüdische Wochenschau · 1961-08-29 · 1905 (29.8.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1905 (29.8.1961)
Date
1961-08-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Tl und RUN Vtehtadt Salzburg n <t!1 *■ Da,nkbarkei( suitiert ejgeiltliä? a,ei"efLS’: 1'«esse fj g Stints aui.tchen Sfi, p Be«’ohner, «5 s man einen ui mit *r «S r,e. tun :'di’ C-5. WSht “i- ¡¡dizoureer sfl-a. antworte- ' s:-. doch Saison!“ n8, n sch zu einer Juden ein be- T«>1 der Besu- Izburger Fest-; Hans-Jcachim *e nach dem a': .^it dem $ Judentums in uan uis Kultur- :eniands ausge- ,r;T»t auch leildie jüdischen i(zhcr Salzburgs rd der Wiiz ¡a 'gemodelt und -s die Salzburgs (Reichshassen, usw., •esonders jene ii‘. -Autobussen sich noch in mit Stuiienpan haben, gentiich Salzburg liebgewonnen, noch bevor ich es kannte, und gewissermassen aus Bewunderung für Theodor Herzt, dessen Tagebücher ich ats 11jähriges Kind verschlungen und dessen Schritten ich wie < inen Detektivroman gelesen habe, wo geschrieben stand: „IS84 wurde ich Jurist und tiat als unbesoldeter Beamter unter Leitung eines Richters in die Ge/ichtspraxis ein In Salzburg brachte ich einige der gliicklichsten Stunden meines Lebens zu. Ich wäre auch gern in der schönen Stadt geblieben, aber als Jude wäre ich nie zur Stellung eines Richters befördert: worden“. Damals bat mir das so wohlgetan, und ich war Salzburg dankbar, dass Dr. Herz] dort glücklich war. Heute bin ich den Salzburgern und Oesterreichern dankbar, dass sie auch schon damals solche Antisemiten waren, dass ein Mann wie Dr. Herzl als Jude nicht Richter werden konnte. Was wäre das Schicksal' des jüdischen Volkes geworden, wenn die Salzburger und die Oesterreicher damals keine Antisemiten gewesen wären und sie Dr. Herz] zum Richter gemacht hätten! Eine Ausstellung, die wähsieh \’S- , ist IS»* als £. •r* «fler t ¡treuíi* 1 besuchte da, Brü3Vï Sírs¿ der Wg *** 5 isteiil 2)te*sten ‘ ¡stete *SV; 'S»* net wurde, und kam dann als Kriegsmaler zum Genejalstab. Nach dem Umsturz studierte er an de- Prager Meistersehule (bei Prof. Thiele) weiter, während er im Maceabi als Turner und auch sonst in zionistischen Kreisen aktiv tätig war. Nach einer dreijährigen Pri-e durch die Kunstzentren der Weit. Italien, Hol- 1 r-d, Frankreich und Spanien, wunderte er 1923 nach Palästina aus und wohnt seither, seit 38 Jahren, in Jerusalem. Im Jahre nach seine- Ankunft heiratete er Pina Clementine Mayer, aus der „zweiten Alija“ stammend. die ihm eine treue Lebensgefährtin ist. Seine erst; Ausstellung im Bi rnner Künstle: haus 1923 mit ihren 70 Bildern war veilkemm-sn ausverkauft. Blum pflegte, bevor sich in Erez Israel ein Markt für Bilder entwickelte, alle zwei Jnbre eine Ausstellung im Ausland zu veranstalten, so in London. Berlin, Amsterdam. Paris, Prag, Bratislava und später auch in New York und Philadelphia. Etwa 1924 erschien eine Kunstmappe mit zwölf Reproduktionen seiner Bilder, historischer Stätten, in Holland und dann 1955 eine neue Mappe in Jerusalem. Er berciste wiederholt das ganze Land, traf Emir Hussein 1S25 in Akaba, besuchte 1C29 Persien. port aitierte Emir Abdallah und fast alle Oberkcmmissäre der Mandatsverwaltung. 1S36 malte er im Auftrag des Comiles der tschechoslowakischen katholischen Palästina - Gesellschaft ein grosses Panorama Jerusalems, das in der Rcya’ Academy in London ausgestellt und lobend erwähnt wurde und seither im Brünner Museum hängt. Als Makkabi Instruktor war er während der Verteidigung Jerusalems im . Mischmar Haarn“ (Volksmacht) noch aktiv tätig. Für ein israelisches Museum des Freiheitskampfes hält Blum eine grössere Sammlung von Bildern aus dem Befreiungskrieg als Spende bereit die er dem Andenken seines gefallenen Sohnea Eli gewidmet hat. rend der diesjährigen Festspiele stattfindet, ist vom jüdischen Standpunkt ungeheuer interessant. Jemand, der sich an den S. Fischer- Verlag in der Berliner Bülowstrasse erinnert und etwas von der Atmosphäre des Romanischen Cafés eingeatmet hat, erlebt bei dieser Ausstellung seine eigene Mitvergangenheit. Es ist ein ungeheures Verdienst des S. Fischer - Verlages, diese Schau, die er als „Stefan - Zweig - Gedächtnisausstellung Salzburg 1961“ bezeichnet, veranstaltet zu haben, »ad es ist nur zu wünschen, dass die Ausstellung die Runde aurch verschiedene europäische Hauptstädte machen wird. Eigentlich sind es zwei Ausstellungen. die eine: die S. Fischer-Verlags-Ausstellung „75 Jahre S Fischer- Verlag 188G1961”. Sic ist umfangreich. dass man. wclite man ihr gerecht werden, mehrere Artikel darüber schreiben müsste. Die Verdienste der Familie Bcrman-Fiseher als Verleger sind von so hohem literarischen und kuITirell-ethisehen Wert, dass sie einer besonderen Würdigung bedürfen. Eine eigene Analyse verdient das jüdische Schicksal dieses Verlages. d:r 1935 36 in Berlin von den Nazis aufgelöst wurde. Damals glaubten die Inhaber, wie sehr viele deutsche Juden, die deutsche Hyperpatricten waren, dass Hit- Irr eine vorübergehende deutsche Krankheitserscheinung sei, und sie gingen nach Wien, wo sic den Verlag neu gründeten. Als Hitler in Wien einmarschierte wurden der Verlag und die Bücher vernichtet. Die Inhaber flohen nach S'ockbolm. und dann, im Jahre 1940. begann der S. Fischer- Verlag in New York seine Tätigkeit. Im Herbst 1947 feierte der Verlag in Wien seine Auferstehung, und seit 1950 setzt er in Frankfurt Main seine traditionelle Tätigkeil fert, wobei man ruhig sagen kann, dass die Grenze zwischen Beruf und Berufung beim S. Fischer-Verlag schwer zu ziehen ist. Ein besonderer und sehr eingehender Artikel müsste auch den über, 200 verschiedenen Büchern dieses Verlags gewidmet werden Obzwar ein mit der Materie vertrauter Leser nicht viel Neues eriäbrt, so muss man sich dort beim Durchgehen des Autorenverzeichnisses an den Kcpf fassen und paeen: ,.Wie unglücklich hat Hitler die GEBETBUEGHER jj für die hohen Feiertage 1 mit Uebersctzungen in zwei Bänden. j —O * 1 Neujahrs-Ausgabe | Lamroth Hakol $ 150.— Neujahrs - Gliickwunschkarten 3sprachig. Hebräisch. Spanisch Deutsch, I auch für Luftpost. , Alle Neuerscheinungen AUFBAU - Abonnern: nts und Anzsieen- Annahirteslelle Tuciitnan 413 ■* Corrientes 424 (Hoflok. 5) ™ « Relgrano: Sucre 2990 | X T. E. 32-1366 _ 73-9809 - Z 43-8257 — 43-2480 £ «tu Jj jüdische Geisteswelt gemacht und zu welcher geistigen Armut und Talentlosigkeit. hat er das deutsche Voik degradiert.“ Die zweite Ausstellung ist die Stefan-Zweig-Ausstellung 1881—1942, die in der Residenz in Salzburg stattfindet. Als ihr offizieller Veranstalter figurieren: Silzburger Residenzgalerk und Salzburger Kulturvereinigung unter Mitarbeit der Stefan- Zweig-Gesellschaft“ in Wien und des Museums Carolino Augusteum. Stefan Zweig, riei am 28. November 1881 in Wien geboren wurde, hat sieh in Salzburg im Jahre 1919 niedergelassen und bewohnte dort ein ehemaliges erzbischöfliches Jagdschi issc-hen auf dem Kapuzinerberg. Bis 19?3 lebte er zwar offiziell in Salzburg, da jedoch Salzburg nicht mehr das stide Städtchen war und viele tausende Fremde den Fostspielrummel dort noch vergrösserlen. war Stefan Zweig oft gezwungen, Salzburg zu verlassen und einen sti’len O t aufzusuchen, um in Ruhe arbf iten zu körnen. Es steht ohne Zweifel fest, dass die Salzburger Periode im Leben von Stefan . Zweig seine schaifensreic-hsfe war Zweig kannte seine O.sterreiche»- besser als seine deutschen Freunde vom S. Fischer-Verlag und als 1933 nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland die Bücher jüdischer Autoren öffentlich veVcannf wurden hat Stefan Zweig nicht nur Deutsch, iand, sondern auch Salzburg den Rücken gekehrt und öamP Oesterreich verlassen. Das hinderte jedoch ein Jahr später die Nazis nicht, in seinem Hause eine Haussuchung wegen geschmuggelter Waffen verzunehmen. Ausstellung und Katalog gsbenSebriftan und Fotografien, deren Besitzer der Kindl:r-Verlag in München ist. (Die Bilder stammen rus der bei Xirdler 1961 erschienenen Bildbiografie Stefan Zweigs von Fvidevike M. Zweig). Von 1934—1942 währen die Jahre heimatlosen Wände ns von S'efan Zweig, über London. Süd- Frankreich. die Schweiz New York. New Häven und andere Orte in USA, bis er sich entschiiesst. sich in Brasihen. das ejein Land der Zukunft nannte niederzulassen. Am 22. Februar 1942 besingen seine Frau und er Selbstmord in Pelropc-lis. Interessant, ist sein Abschiedsbrief, in dem ein überschwenglicher Dank an das Gastland Brasdien zum Ausdruck k< mmt. Brasilien eh te Stefan Zweig mit einem Staatsbegräbnis, und man sieht auf dem Bild den Rabbiner urd Kantor am Grabe des Schriftstellers. In Zweigs Abschiedsbrief ist nicht einmal eine Andeutung über sein Judentum verbanden, aber wer ihn kannte, weiss, dass er ein s’olzer Jude war in seinem Sinne, wem auch kein nationaler Jude. Er sagt er scheide aus dem Lehen, weil er ein allzu Ungeduldiger war, aber er hatte oft in Diskussionen mit Zionisten diese als die Ungeduldiger bezeichnet. Hätte er die Ungeduld der Zioivsten geteilt, wie reicher wäre durch ihn das jüdische Volk geworden! Mit diesen wehmütigen Gedanken wandert man durch diese Ausstellung, für die allein sich schon eine Reise nach Salzburg lohnte. JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM MACHSO¬ RIM. (span- Uebersetzg.) LUACH 5722, Neujahrs- Glück wunschkarten G. KAPLANSKY CORRIENTES 2883 T. E. 87-8753 Bi. naventurados, los nue innen. Novela de Yael Dayan. Editorial Candeiabro Buenos Aires. Der Verlag Candeiabro bringt unter seinem Leiter D \ Asher Mibashan als letzte Neuerscheinung ein neues Buch der bekannten israelischen Schriftstellerin Yael Da.van. deren erster Roman „Ich schlief mit meinem Gewehr“ ein Bestseller geworden ist. Auch ihr neues Buch „Das Recht auf Furcht” spielt in Israel und schildert farbenreich und interessant das Leben der Kinder in einem Dorf nahe der Grenze. Sein Thema ist der Lebenslauf eines israelischen Kindes, eines Sabra, von der Kindheit his zur Reife zum Manne und Vater. Die Verfasserin arbeitet den krassen Gegensatz zu den Galutjuden heraus, die in ihren Ursprungsländern ständig in Furcht vor ihrer Umwelt gelebt haben, während in Israel die Kinder frei von diesen Furchtkomplexen vor einer andersartigen Mehrheit aufwachsen. Das Problem ist, ob der Sabra Furcht haben muss und vor wem? Der Heid ist ein kleiner Junge, der mit seinen Kameraden die gewagtesten Streiche ausführ;. um zu beweisen, dass die Kinder keine Angst haben im Gegensatz zu den eingewanderten Juden, die sieh noch immer nicht von diesem Komplex befielen konnten. Die Sehildirungen dieser kindlichen Spie’e und das Leben in dem Grenzdorf, sowie die Naturbeschreibungen sind in einem flüssigen Stil geschrieben und lassen uns das Leben und Treiben dieser Kinder miterleben, die im Heldentum ihr Ideal sehen und auch bereit sind, ihr VaterLnd mit ihrem Leben zu verteidigen. Interessant ist besonders der Werdegang der Hauptperson der Handlung, denn als dieser Junge zum Mann herangewachsen ist und sieht, wie sein eigenes Kind ähnliche Jugendstreiche wie er selbst vollführt, fängt er zu zittern an und lernt Furcht kennen. Dieser schroffe Unterschied der inneren Wandlung entbehrt nicht der dichterischen Gestaltungskraft. Auch enthält das Buch viele packende Beschreibungen dos neuen Lebens im jüdischen Heimatland, dis durch die rea istische Schreibweise der Verfasserin den Leser beeindrucken. Auch die Charakterisierung der eingewandsrten Juden, die in Israel zu neuen, freien Menschen geworden sind, sich jedoch noch immer nicht von dem geistigen Einfluss der Ga- Int befreien konnten, wie z. B. der fromme russisch Jude, der den jungen Sabr: in die Synagoge mitnimm und in die geistige Sphär» des religiösen Judentum.- einführen will, wie dei Kampf des Vaters mit die ’ sem einstigen Rabbiner um das Kind, zeigt uns eine: der vielen Probleme, di< heute die Menschen in Isra el zu bewältigen haben. Das Buch ist ungekiin sielt, ohne jedes Pathos ge schrieben. Es hat auch hie’ einen durchschlagenden Er folg errungen und ist gan; besonders unserer Jugenc zu empfehlen, die darau; das Leben in Israel kennenlernen kann. Yael Dayan hat auch die Buch in englischer Sprache verfasst, obwohl sie als Sabra das Hebräische als Muttersprache spricht. Aber wie sie in ihrem Vorwort zugibt, erscheint ihr die be bräische Sprache nicht ausdrucksvoll genug, was hier eine gewiss? Protestaktion in der jüdischen Presse hervorgerufen hat. Die spanische Uebersetzung gibt auch eine Uebersetzung der hebräischen Namen. was viel zum Verständnis des nicht j '-dischen Lesers beiträgt. Die Umschlagszeichnung wurde wieder geschmackvoll von dem Graphiker und Zeichner Walter Wind ausgeführt. -:o: — Juden, Christen und Deutsche: Referate einer Sendereihe. Kreuz Verlag, Stuttgart 1931. HEBREO SIN MAESTRO por AHARÖN ROSEN necesito fm.s.) T32£ .216 harina nap .2 1 1 tza->ij * * T ke-maj barato *PH .2 17 pan sabaticc nan .212 zol ia-lä T ~ con DX .2 IS vela ai .213 im ner todavía, más 37 .2 19 torta nais? .214 od r/-eá T er, total ‘pan paa .220 mañana ana .215 b'saj-ha-kot ma-jar T ▼ roni] '2K .nina n^n .nn?pt2?3 rrr.ün nx t]*? enu imir. ,min- V - T - T T ans/'n-nnnxy *73ri-ä|p3 wmx- «n’pna nnafem ,nns^a xa T pn:T » t : * aian dx .nmaxa t t ,na7 T * ■pan' -poa =omxi ,nnst2?aa n'pins nnai^m T T : ■ - T; t:*-: na:n TT “ *pna *• T naian dx T “ *?.s nnriKb» nnrin V T T V V ♦ - - - 1*7 ET A? ET ,“7 ET .n1? & ,3^ ,*7 r- T •' I T . - 7 fx fx ,7 px *r7 fx px ,7 ]'x ,r.S7ninx rxi W nv an?: - - - . . ..... 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