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Jüdische Wochenschau · 1961-08-18 · 1902 (18.8.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1902 (18.8.1961)
Date
1961-08-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 18 de Agosto de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1902 — 3 Ludendorff - Bewegung verboten Kürzlich sind allen Bundesländern die Institutionen der „Ludendorff-Bewegung” aufgelöst und verboten worden. Pie Polizei nahm im Bundesgebiet zweihundert Hausdurchsuchungen vor. Dabei wurde in allen Ländern umfangreiches Druckmaterial sichergestellt. Die Aktion war nach vorausgegangenen Ermittlungen der Länderverfassungs - Schutzämter von den Innenministern angeordnet worden. Die „Ludendorff-Bewegung” und die ihr angeschlossenen Einrichtungen, wie der Verlag „Hohe Warte”, der „Bund für Gotterkenntnis” und die Zeitschrift „Der Quell”, sind nach Artikel 9 Absatz 2 des Grundgesetzzes als verbotene Organisationen aufgelöst worden. Wie das Innenministerium in Bonn mitteilte, handelt es sich um eine rein polizeiliche Exekutivmassnahme. Nach dem Grundgesetz seien Vereinigungen, die die freiheitliche Ordnung stören, die Verfassung bedrohen und gegen die Völkerverständigung gerichtet seien, verboten. Für di« Auflösung bedürfe es keiner Justizialmassnahm^n, sondern nur des polizeilichen Einschreitens. In der letzten Zeit waren die der „Ludendorff-Bewegung” angeschlossenen Institutionen durch ihre erhöhte Aktivität den Verfassungs - Schutzämtern auf gefallen. Das führte dann zu der Absprache der Länderinnenminister, polizeiliche Schritte vorzubereiten. Die ,Ludendorff-Bewegung’ verfügte über keine Untergliederungen, sondern arbeitete nach einem bestimmten „Stützpunkt - System”. Sie hielt Vortragsabende und ähnliche Veranstaltungen ab. Die „Ludendorff - Bewegung” ist 1925 gegründet worden. Ihr Ziel war die Beseitigung der christlichen Religionen und die Errichtung eines „grossdeutschen, rassereinen, völkischen Reiches mit absolutem Führerprinzip”. Die „Ludendorff- Bewegung”, die nach dem Tod ihres Gründers, des 1937 verstorbenen Generals Ludendorff, von seiner Frau Mathilde weiter geführt wurde, wandte sich in erster Linie an die Jugend. Sie versuchte, „völkisch begeisterungsfähige Jugendliche durch die Veranstaltung von Ferienlagern zu gewinnen.” Mittelpunkt der Bewegung war in letzter Zeit immer stärker der Schwiegersohn von Mathilde Ludendorff, Franz Karg von Bebenburg, geworden, der den Verlag „Hohe Warte” leitete. In diesem Verlag erschienen die Zeitschriften „Der Quell” und „Volkswarte.” Die „Bewegung” galt bei den Verfassungs-Schutzorganen als eine politische Organisation mit verhält- nismässig wenigen Anhän-! gern, dafür aber mit desto I eifrigerer Tätigkeit. Die! Zahl ihrer Mitglieder wird j bis zu 6.000 geschätzt. Die politische Kampforganisa- | tion war der „Bund für | Gotterkenntnis”. Nach den : Beobachtungen der Verfassungs - Schutzämter veranstaltete der „Bund für Wieder ein „Hass* Omnibus” Arlington (Virginia) — Der Bundes-Staatsanwalt von Virginia, William Hassan, gab dem Chef der nordamerikanischen Nazipartei George Rockwell einen „Hass-Omnibus” zurück, nachdem Rockwell beweisen konnte, dass er die in diesem Staat geltenden Vorschriften über amtliche Eintragung von Kraftwagen erfüllt und eine Fahrerlizenz für den Omnibus-Chauffeur erlangt habe. Der Omnibus war behördlich beschlagnahmt und der Chauffeur, der 21jährige Ralph Forbes, zur Zahlung einer Strafe verurteilt worden, weil er keinen Führerscheint des Staates Virginia besass. (ITA) Teppiefahaus - M. Höchberg] > UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Die Wahlen in der Bundesrepublik seien „Lügen- und Scheinwahlen”. Die Bundesrepublik, so wurde von den Anhängern der „Ludendorff-Bewegung” behauptet, werde von „überstaatlichen Mächten” beherrscht. Wenige Stunden nach der Aktion gegen die Ludendorff-Bewegung in Baden- Württemberg hat, wie berichtet wurde, die Sechste Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart einer Anj fechtungsanklage der Be- | wegung entsprochen und angeordnet, dass die beschlagnahmten Gegenstände wieder herausgegeben wür- J den. Sie waren von Krimi- | nalbeamten im Haus des örtlichen Vertrauensmannes des Ludendorff-Freundeskreises in Stuttgart, des Regierungsbaumeisters a.D. und Ehrensenators der Technischen Hochschule Stuttgart, Ludwig Hartmann beschlagnahmt und mit einem Kraftwagen abtransportiert worden. Hartmann beauftragte daraufhin einen LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE 8s. Aires — PUEVRREDON 2190, 1» isq. — T. E. 83-261 6. Elul 5721 18. August 1961! Anwalt, gegen diese Mass- ' nähme Schritte zu unterj nehmen. | Nach dem Beschluss des; Verwaltungsgerichts wird j die Vollziehung der Verfü- I gung des Innenministers ge- : gen die Ludendorff-Bewegung so lange aufgeschoben 1 bis über die Anfechtungsklage gerichtlich entschieden worden ist. Das Land Baden-Württemberg muss die bis jetzt enstandenen Verfahrenskosten tragen. Zur Begründung wurde erklärt, das Innenministerium habe es unterlassen, seine über Nacht getroffene Massnahme zu begründen. I/ / t X Der Party-Gast bemerkt’s erschreckt: Der Sakko sitzt nicht mehr korrekt. Ihm mangelts zu des Trägers Leid, an wahrer Formbeständigkeit, Doch Carlton-Kleidung hier erweckt, Den gegenteiligen Effekt, Denn das war drinnen steckt Verschafft ihr hohe Formerhaltungskraft! — Aha, Sie habens schon entdeckt: Carlton-Kleidung, perfekt durch das was drinnen steckt! 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