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Jüdische Wochenschau · 1961-08-08 · 1900 (8.8.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1900 (8.8.1961)
Date
1961-08-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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und Wnwobene Thora lRl tiDALJAHU iicksal Ïe^ fif l «W aïe fur Arme ,ZUrurt. und '«an (t v' ™ "«ms äie Thora an. Ra* >st soea_Gebiet vtr. rtM- bis der Gebetbuch rd inssen » « über die rhoi'a ,.Acb ’■ Der Kaw enieniüschem Worten stark ebräiscb. .und niom .Zadok )Vor<e: be rote Tbcmt noch aus -s Scbriftgernd bat eine reiche Gesich. Es ist ebene heilige sie nur noch era Zeiten i und Wun- ' geschahen. 34’, vor vierzig eine Bande 1er in die ich die heinofh andere befanden. Geld aus den stehlen und Wage, die ne von den sr heim Schon hat- 1 an sich ge a hatten sie hriilen ent- Gewänder idef. als sie i „Achmer" wurden sie Füssen ge lähmt, konnten sieh nicht vom Fleck rühren und auch nicht um Hilfe rufen, denn ebenso gelähmt wie ihre Glieder war ihre Stimme. Die Raubevermochten keinen Ton aus ihren Kehlen hervorzupressen. Erst gegen Morgen kam der Schamasch und sah sieh voller Staunen und Entsetzen in der Betstube um. die einen so seltsamen Anblick bot. Da geschah wiederum ein Wunder. Denn obwohl die Räuber sich immer noch nicht bewegen konnten. war ihnen plötzlich die Sprache wiedergegeben und sie fieten den Schamasch an. er solle für sie zu Gott, beten, dass Er den Fluch ven ihren neh mc. sie aber ge'obten dafür nie mehr in jüdischen Gotteshäusern oder bei Juden zu stehlen. De - Schamasch wälliuhr ihrer B;tte, Gott erhörte ihn, der Fluch wich von den Räubern. Sie gaben ihre Beute zurück und flohen in panisch?;- Angst von dem heiligen Ort. Sie wol en noch Wunder de- Thora .,Achmer” hören? V,or etwa zwanzig Jahren, an einem Wintertag. da gingen so schwere Sturzregen auf die Heimatstadt des Raw nieder, dass hunderte Häuser zusammenfielen und viele arabische und jüdisch" Famrien ohne Obdach blieben. Auch das Haus des Rabbi Sachria stürzte ein. Nur die Ostward .und e'n Stückchen Dach darüber, wo der. Schrein mit der Thora stand blieben unversehrt ,ind die rote Rol'e völlig un'aeschädigt. Ja der greise Raw hat viel?, viele wunderliche Gesehirhten über die uralte Thcra zu berichten, die oben nur durch Wunder so viele Zeiten und schwere Stunden vergleich;:)), ist es, infolge von Krisen und schwierigen Bedingungen, heute nicht mehr so unternehmend und wagelustig wie in seiner Frühzeit. Die Vorstellungen ' zeichnen sichdurch ihre künstlerische Unverfälschtheit und professionelle Vollendung aus. aber in den letzten -Jahren sind die forteehriV.icher und original israelischen Stücke, die früher die Grundlage des Spielplans bildeten, von der i Bühne verschwunden. Die Aufgabe, diese Art von Schauspi.-.en darzustellen, haben in der letzten Zeit neue, junge Truppen übernommen. die ir Israel aus dem Ilodm schiessen. Sie erinnern rin wenig an das Kammertneater zur Zeit seiner Gründung. Heute finden die meisten Vorstellungen des: Kammertheaters ln seinem Saal in der Nechmanistrass-e in Tel Aviv sta*t der Raum für 650 Zuschauer hat. Doch bald wirf dieser Saal nur noch für experimentelle Aufführungen benutzt werden. Der neue Saal wird mit der Aufführung des ersten Stiiex.es des bekannten hebräischen Dichters Na than Alterman, der viele der bekanntesten Dramen der Weltliteratur ins He bräische übersetzt hat, eingeweiht werden Das Kammertheater hal in den siebzehn Jahren seines Bestehens etwa hundert Schauspiele, darunter die besten der Weltliteratur (Shakespeare, Ben Jonson Moliere, losen, Gogol, Shaw Brecht, Anouilh, Priestley u a.) »ufgeführt. überdauern und bis zum heutigen Tage erhalten bleiben konnte. Es war genau vor elf Jahren, da drang zum frommen Babbi die Kunde, von noch einem grossen Wunder. das Gott geschehen liess, um s-?ine bedrängten jüdischen Kinder im Jemen zu retten. Dem Rabbi kam Obren, dass der Allmächtige, so wie es in den Büchern geschrieben steht, grosse Adler gesebk-kf habe, damit sie die Söhne und Töch er Israels auf ihren Schwingen nach Zion tragen. Da machte sich der fromm? Mann mit seinen Lieben auf den Weg. Vor allem verpackte er die Thora ..Achmer” sorgfältig in Docken und die gestickten Verhänge des Bet Haknesset. nahm alle Schriften und heiligen Bücher zusammen, dann schnürte er noch ein Ranzer aus einigen Sachen seiner armseligen Habe, kauf e ein Eselspaar und brach auf nach Aden, der Stadt. Tag und Nacht wandere emit seiner Famili?; bis er in die Stadt kam, wo die grossen ..Adler” warteten. Er kam nach Israel, und. das erste was der fromme Mann tat. als er seiren Fuss auf die verheissene Erde setzte: er streckte sieh, auf den Boden hin. breitete seine Arm.' aus, als wolle er die ganze Erde von Zion umfassen und küsste die Erde: Die Familie des Raw Schalom Raohria wurde ins Dorf Acideser in der Nähe von Lud 'überführt. Hier lebte sie einige Jahr, und seine Wohnstube war wieder zugleich ein Bet Haknesset, das tausende Juden aus dem Jemen anzog. Auch viele Alteingesessene, die noch einst in ihrer ersten Heimat von der wunderbaren Thora ..Aebmer” gehört hatten, kamen in den ersten Wochen nach der Ankunft des greisen Raw. um die Thora wiederzusehen und vojihr zu beten und Almosen’ für Arme zu spenden. Aber auch hier noch kam die uralte Thora nicht zur Ruhe Es geschah etwa vor zwei J.ah -en, da fie] im Bet Haknesset des Dorfes Achiescr eine Naftalampe auf den Boden, und es entstand em Brand. Rasch verbreiteten sieh die Flummen in der, engen Stube, die Bezüge des . heiligen Schreins brannten lichterloh, bald auch der Schrein. Zwei Thorarollen verkohlten gänzlich, nur „Achmer” — die „Rote Thora” — blieb unversehrt, bloss ihr Gewand wurde ein Opfer der Flammen. Die Juden der Ortschaft trauerten tief um den kostbaren Verlust. Sie zerrissen ihre Kleider und sassen „Scbiwa”. Doch sobald die Trauer vorüber war, begannen sie ihre Freude darüber zu bekunden, dass die Thora „Achmer” erhalten bHeb. Die Familie des Raw Sehalom bestellte neu« goldene Beschläge für ihr Gewand, und die betenden frommen Frauen Hessen im Gotteshaus ihre schönsten gestickten Tücher zurück, damit daraus ein neues Kleid für die Rolle hergestellt werde. Vor kurzem übersiedelte die Familie des Raw in einen Schikun, gegenüber wurde die Thora in einem Zimmer 3x3 Meter untergebracht. Ein alter Schrank vom Trödelmarkt. ein klappriger Tisch, zwei Bänke — das ist die ganze Einrichtung des Gotteshauses. Der Schrein wurde mit den Musik in Buenos Aires ‘■•TURANDOT*" I'M COLON Giacomo Puccini hat innerhalb. seiner quantitativ nicht zu verachtenden Opern Produktion zwei wirklich wertvolle Werke geschaffen: Die reizende Buffc- Oper “G'jnni Schieehi“ und das M;u‘'hensp:el „TuraDdol,'', Kerne dieser beiden Opern ist so populär geworden wie jene anderen, die durchweg in die „Schmachtfetzen - Musik” cinzureihen sind und in allen Opsrnnäusern der Welt auiiührungsmässig an erster Stelle au! den Spielplänen stehe). Kein Kompiim-tn. fiif das internationale Opernpublikum Die Fabel ven der chinesischen Prinzessin Turandot die allen ihren Bewe bem drei Fragen vorlegt. ' nach deren Be mfworlung sie ihnen die Ehe verspricht, wobei der 11-nker mit dem Schwert c-iffbereit dareben steht, um ihnen den Kopf ebzuschla g-n falls eines der Rätsel unaufgeklärt bleibL stammt von Carlo Gozzi. Das Buch gelangte jedoch in Schiile*-s Bearbeitung in die Hände Puccin's, der da; Textbuch bei Giuseppe Adami und Renate* 1 Simoni in Auftrag gab. Die Märchenoper .Turandot“ sollte sein Scbwarcngesang werden: 1924 kurz vor VoPendung der glanzvollen Partitur, die „n manchen Sollen unter dem Einfluss des MussornsÄi’schen „Boris Ge-'unoff * stehi. schloss der italPnisehe Komponist seine Augen fü - immer. Das Werk Begeisterungs Ausbrüchen hinriss. K mgenial stand ihm Ernst Poettgen zur Seite, der uns nunmehr seinen dritten Besuch absiattet, und dessen ernste und künstlerisch-revolutionären Arbeiten wi/ an dieser Stelle stets geiührend gewürdigt haben. Poettgen „machte“ eine für uns völlig neue „Turandot* Er umging absichtlich alles Konventionelle, warf illen alten Kitsch- Ballast über Bord und gab uns eine «tue Probe dessen, was das Geheimnis seiner Kunst, ausmacht: tiefe, erschöpfendekunstgesehichtiiehe Kenntnisse vereinigter, sich mit. einma'ire Handhabung von liodividuen und Massen. Dazu kommen eine für uns völlig neut und unbekannte Handhabung szenischer Ausleuchtung und phantasiaxollphantastische Dekorationen und Kos1 "rer die der mannheimer Bühnenbildner Paul. Waller nach Poidgens genauesten Angaben, Absichten und Details antworten hat Es ist unglaublich, wie-- der Regisseur rein bswegungsroässig das Interesse des Auditoriums öieht einen einzigen Augenblick lang erlahmen lässt. Dir fast drei Stunden dauernde Oper scheint in weitaus kürzerer Zeit an uns voriiterzuziehen, die wir vergessen und das Märcbendrama wird zu persönlichem Erlébnis. Ein weiterer kongenialer Partner war der unübertreffliche Chordirigent TVllio Boni, 'itm Puccini gerade: in dieser Oper weitestes Feld eingeräumt bat. Wir haben von Bonj je weder Schlechtes noch ' auch nur Mittelmässiges gehört Sein — ,m 2 Akt kühn oratorienhaft. aufgebauter — wundervoll singender Chor üfcertraf sich selbst. Auf der Bühne begeneten Auf der Bühne begegneter) Stimmen die wir alle von friib-fr her schätzen leinten. Die Titelrolle wurde von LucPle UJov'c d amatisehiniensiv und klangschön, wenn auch manchmal ein wenig zu schrill, gerungen. Der Prb:z Calaf, der die verfänglichen Fragen beantwortet, wurde, wie schon hei früherer Gelegenheit, von dem berühmten itaL-sni sehen Tenor Fíaviano Labó mristcrñait gerungen und dairestelL. letzteres ein spezielles Verdienst ven Festigen. Auch über die Liú der mexikanischen Sopranistin 1-ma González muss man des Leibes voll sein. Die Mims^er Pi,:g. Pang und Pong wurden gesanglich und szenisch erstklassig ven Ricardo Cate.no, Nino Falz'.-tti und Virgilio Dr« Simen Kancvifi fesfeirhen Tel, Aviv. — Dr. Simon Eanovitz, Deputierter und Kandidat zur Wiederwahl auf der Liste de,- Liberalen Partei, verschied im Alter von 61 Jahren. Dr. Kanowitz wurde in Deutschland geboren und verlebte* seine Kindheit in Königsberg. Später studierte er in Fiankfüri Medizin und wandert«? im Jahre 1933 nach Palästina aus. Dort üble er seine ärztliche Praxis aus und hielt ebenfalls Vorlesungen an der Medizinischen Fakulläf. Er betätigte sieh auch aktiv in der Organisation deutscher und östei reicblscher Einwanderer Tavini gegeben. In kleineren Rollen bewährter, sich Halo Patini Juan Zanin. Gian-P-:tr*> Mastromei, und Gu-da’.o Mcliajob. Es gab — seHe.mr Fall — keine . Ntöten“ Das Ballet unter AnPiiung von Tamara Grigoiiewa und* der röhrend ringende Kinderchor unter Vaido Sci'amafella taten ein übriges,- um diese ..iTurar,- dk?“ auf i in einmaliges Niveau zu erheben. Eiiiö grossartige Leistung des Colón. D-ei frenetische Applaus iewies es; c—n IIEBREO SIN MAESTRO por AHARON ROSÊN wurde getreu nach seinen Aufzeichnungen von Franco Alfano vollendet und 1926 von Tosc’.inini in der Mailänder O x-r — Peilich als Oriswa’-F agment — uraufgefübrt. Es hah-'n sich im Colon wieder die beiden grossen “P” vom Vorjahr zusam mengefunoen. denen wir die unvergessliche „Macht des Schicksals* verdankender italienisch-? Dirigent Fernando Previtali und der deutsche Regisssu- Ernst Poettgen Al ein die Ankündigung dieser beiden weltberühmten Namen liess grosse Er\varn:ngen aufk’-ingen, die jedoch noch - w'eif übrrtr.offen wurden. Previtali ist ein wirklich greiser Meister des Takistocks. Die oft künstlich versüssiiebte Musik Puceirils nahm unter seinen mag)sehen Händen eine geradezu unerhörte Dramatik und Intensität an. die drs atemlos lauschende Publikum zu wiederholten schönen Stickereien, -dem Geschenk der - * frommen Frauen bezogen und neben der uralten Thora eine neue, die Gabe des Religionsministerums, hingestellt. Das ist nun die Wohnstätte der Heiligen Schrift, die bisher jedem Wandel des Schicksals widerstand Das ist eine WobnstäHe Got‘es, wunderbar in ihrer Aermiichkeit, die sicher nicht viele ihresgleichen hat. Aber die Bewohner der Ortschaft haben bereits erklärt, dass si<? nun keine Mühe scheuen und jetzt alles tun werden, damit bei ihnen ein richtiges Bet Haknesset gebaut wird ,in dem die Thora „Achmer” endlich hinter fester, Mauern Schutz und ein Heim findet, das auch in seiner äusseren Gestaltung ihrer Ebrwiirdc entspricht. JI1EDÍSGHE BUCHHANDLUKG TALESSIM. MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg.) LUACH 5722. Neujahrs- Giuckwunschkarten G. KAPLANSKY CORRIENTES 2883 T. E. 87-8753 mes enn ,19 6 jo-desh v fecha ■ Tpnxn ,197 ta-a-rij otro nnx .198 a-jer O .1 99 0' de . .200 shel v nada D4*73 .191 Uun, tf?) ‘ {lo jlurn) 1 jugo de frutas - rn? .192 nutz naranja TIDn .193 la-puz pomelo _ rr^iatfx .194 esh-ko-Ht ' ' V un momento y an 19 5 re-ga rrftXItr - .. ’IN /iilN - ,rn3*7î? nana- .nnaia * .. ,nçx!TO / nanoa N1? -as ,nV?a N1? ,0^**0- -iaV? PI "W .“noa *73 nai« rniam .ivnav nafrn n*t ns?!1? rmnn i»V7 Nin ,nnas?n . t : * t ,s7n Paa^i ns?tf!aa ,nvn ”v t; tt t: - . « «nnai? n^a! nan nain .nató1? nain :aî?r nain -»t :S7!.r •?a nap-n^a!!*7in nn .»non *7^ püNnn nva 2?!.h DS7!!in inn ni ■qnitna .“ihn nan os? ix m nan - •* T V “ T D^norr y'a n^ni^i n^a^r on ana!» nr’pis^x-fno in iN nnfraa miasîn *7S? t : — t t “ .nafnnrrrrai nin!^in nnn any nsni .nnan ^a noi7-n,’a,7 nnW atóf nr^y T'^y ..nsoa «nipi nn!^in nin .ndd ‘¡n'p&n naixi inbafn nain hk »Hin« - ,ns na^. V V T nid ,nain nnx ,nain hx* ,. .Tjnax ,nain .. ,!inx ^n^o - Material de lectura en hebreo fácil con puntuación y también ® material para adelantados, se puede solicitar a la Org viización Hebreo en su país o dirigirse <y. Brit Ivrii Olamit, F.O.B. 7111, Jerusalem, Israel. Hebraeisch 191 nichts 192 Saft 193 Orange 194 Grapefruit 195 Augenblick 196 Monat 197 Datum Publicado por el Brit Ivrit Olannt ohne Lehrer 193 anderer •19D eder LDC Gen-stivzei„h-:n ven larchöwet zu sitzen lada’af zu wissen lisch cl zu fragen

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