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Jüdische Wochenschau · 1961-08-01 · 1898 (1.8.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1898 (1.8.1961)
Date
1961-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Martes, 1? de Agosto de 1%1 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — N? 1898 — 3 Das furchtbarste Verbrechen DER HANDEL MIT ENGLAND Die Bilanz des Handels ehesten Freunde erwerben, zwischen England und Iswenn es zu günstigen Prei- ,.Während der Nazizeit sind viele der tapfersten klügsten, wertvollsten und unschuldigsten Menschen aller Rassen in Europa hingemordet worden. Bei weitem die meisten der systematisch Ausgerotteten waren jüdische Männer, Frauen und Kinder. Die Juden Europas gehörten zu den schöpferischsten und begabtesten Menschen in der ganzen Welt. Ihr Beitrag zum Frieden und zur Kultur der Menschheit ist ebenso gross, wenn nicht sogar grösser gewesen, als der jeder anderen vergleichbaren Volksgruppe. Wir können ihr Andenken vielleicht am besten ehren, indem wir uns so klar wie möglich bewusst werden, wie und warum sie starben“ Mit diesen Sätzen beschliesst David Astor, der Chefredakteur der grossen liberalen Londoner Sonntagszeitung „The Observer“ einen ausserordentlich beachtenswerten Artikel, betitelt „Der Fall Eichmann”. Ausgehend von der Ueberzeugung, dass es dabei „um das vielleicht furchtbarste Verbrechen der Geschichte geht, um die Misshandlung und Ermordung vieler Millionen Menschen jüdischer von Dr. E. G. LOWENTHAL und anderer Abstammung“ versuch^ Astor die Hintergründe dieser grausamen Vorgänge aufzuhellen. Wenn man die Art und Weise, wie diese Menschen zu Tode gekommen sind, ignoriere, wie es die Welt tatsächlich zum grössten Teil getan habe, so beweise man damit nicht nur einen Mangel an Achtung, sondern auch ein Unvermögen mitzufühlen und mitzuempfinden. Während sich manche Zeitgenossen die Erklärung dadurch leicht machen, dass sie Eichmann als einen Wahnsinnigen betrachten, so stellt Astor ausdrücklich fest, dass „die überwiegende Mehrzahl sowohl der Führer als auch der Untergebenen keine auffallend abnormen Symptome erkennen liess; sie hatten sich;p ihrem bürgerlichen Leben keine schwerwiegenden Ver- ' gehen zuschulden kommen lassen — bis ihre politische Bewegung ihnen allmählich erlaubte, in Erfüllung dessen, was sie als ihre Pflicht ansahen, Gewalt anzuwenden“. Astor bezeichnet als entscheidend den Umstand, dass sich Menschen nur AMPLIO DEPARTAMENTO planta baja con jardín, 2 dormitorios, living, comedor, pza. serv., 2 baños VENDO CON FACILIDADES Tratar: MELIAH 4008 J************#**********#****-********#**! MALERARBEITEN! % . * * Gunter Stern, H. Rosenhain | * LEANDRO N ALEM 2530 MUNRO* | T. 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Doch habe das irrationale Element in der Einstellung der Nazis gegenüber ihren jüdischen Opfern, die sie zugleich verachteten und fürchteten der Haltung, primitiver Gesellschaften entsprochen. „Das neue Element waren die technische Macht und die politische Instabilität eines modernen Staates: dadurch konnte der irrationale Hass ein bislang unvorstellbares Ausmass annehmen“. Wenn auch die nazistischen Massenmorde im geheimen begangen worden seien, so hätten sie doch bis zu einem bestimmten Grad das Einverständnis der Gesellschaft vorausgesetzt. Und Astor fügt hier hinzu: „Das muss betont werden, denn es ist das Entsetzlichste an der ganzen Sache und daher auch am schwierigsten zu akzeptieren“. Der „Observer“-Aufsatz greift aber weiter zurück, auf die Haltung der Deutschen vor 1933, auch auf die Reaktion des Auslandes, „bevor es zu spät war“. Hitlers irrationale Ansicht, dass die Juden „Mitglieder einer weltweiten Verschwörung seien, die Ursache all der Probleme Deutschlands“ sei von etwa der Hälfte der deutschen Bevölkerung stillschweigend akzeptiert worden, als sie ihn an die Macht wählte. Diese Volkshälfte habe damit, dass sie Hitlers Ansicht von den „untermenschlichen und dä- I monischen Juden“ akzep- 1 tierte, wissentlich oder unj wissentlich als Gesellschaft ihre Zustimmung zur Ge- | waltanwendung gegeben. Und zur übrigen Welt ge- | wandt, meint Astor: keine Nation, auch wenn sie über unbesiedelte Gebiete und I Kolonien verfügte, habe ih- ' re Grenzen uneingeschränkt jüdischen Menschen geöffnet, von denen man wusste, i dass sie Zuflucht suchten. , Doch wäre die Bereiti schaft, die vor Hitler Fliehenden aufzunehmen“, so fragt David Astor. „so ge- , ring gewesen und hätten die I Nazis sie mit einer solchen 1 Wollust verfolgen können. I wenn andere Völker bewie- I sen hätten, dass sie die Juden als ebenbürtige menschliche Wesen betrachteten?“ | Und er fragt weiter: „Hätten andere Länder die Kriegsgefahr so unbemerkt i auf sich zukommen lassen, ' wenn sie in menschlicher Solidarität auf die ersten i Verfolgungen durch Hitler reagiert hätten?“ j Der Widerstand, wie er in i einigen der von den Nazis | besetzten Länder ‘ sich geltend machte und auch zur Rettung vieler Juden führi to, wird hervor.gehoben. | „Doch di« meisten“, so heisst es da, „taten nichts“ j Die aktive und passive Kol- laboration, ohne die es einer Hand voll SS-Truppen nicht möglich gewesen wäre tausende jüdischer Familien rael weist heute ein Plus zugunsten Grossbritanniens! auf, und eine Ausdehnung der israelischen Ausfuhr. nach England ist möglich, j Dies erklärte der Direktor der londoner Bank Anglo- Israel, Silverstone, als er sich in Israel aufhielt, auf der Wochenveranstaltung des telaviver Handels- und I Industrieklubs. Silverstone betbnte, dass sorgfältige Marktforschung j betrieben werde^müsse, um Exportmöglichkeiten aus- | findig zu machen. Ausfuhr, aufgebaut auf sentimentalen Erwägungen, wird nicht viel nützen, Israel wird sich am zur Zwangsdeportation zusammenzutreiben, wird wei-. ten Kreisen der ungarischen I ur.d polnischen Oeffentlichkeit zur Last gelegt. j „Die Verantwortung für! die Taten der Nazis, die jeden Tag allein in Auschwitz 26.000 Menschen töte-1 ten, tragen die Nazis selber. Hitler gab den Anstoss zu mehr Leid als jemals ein i anderer Mensch. Es bedeu-! tet keine Verkleinung dieser Verbrechen, der schlimm-. sten in der Geschichte der j Menschheit, wenn man sagt, dass jene, die sie begingen,; das nicht ohne die passive i Zustimmung vieler anderer I hätten tun können. Diese; [Verknüpfung ist ein schreck-! licher Gedanke: die Schan-1 i de fällt auf die ganze i Menschheit“. sen liefern kann. Es bestehen auch Möglichkeiten für Investitionen aus England. In Frage kommen dierekfe Investitionen, aber die Engländer sind an Gründungen interessiert, bei denen sie 51 Prozent des Kapitals haben, und die britische Regierung wird am ehesten Pläne genehmigen,, von denen auch der Staat Vorteile hat. Weiter kommen Investitionen durch Export von Fachwissen und Erwerb von Wertpapieren in Frage. Wenn israelische Wirtschaftler nach England kommen, so sollten sie mif genauen Plänen erscheinen und nicht, wie es schon vorkam, zuerst langfristige Kredite verlangen, ohne genau den Verwendungszweck angeben zu können. Nach Silverstone sprach der amerikanische Handelsattache Shaw, der auf die grossen Möglichkeiten des Handels mit den USA und auf die Hilfe der Vereinigten Staaten für Israel hinwies. Er zitierte eine Rede cies Präsidenten Kennedy, iu der die Notwendigkeit der Stärkung der nordamerikanischen Wirtschaft und des Aussenhandels betont wird. Die Veranstaltung wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden des Klubs M. Ben Chajim geleitet, am Schluss dankte Adv. Seligman den Rednern. vv\«*° ”u f0*(sr4 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT ~ „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER 4vda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) g T. E. 51 - 2205 Im SAISON - AUS; und SAISON¬ VORVERKAUF AUSSERGEWOEHNLICH PREISWERTE ANGEBO¬ TE IN DER GESAMTEN HERRENBEKLEIDUNGS¬ LINIE. Und wenn Sie Nasskleidung wünschen, erst recht zu uns! STAENDIGE PASSFORMKONTROLLE Herrenbekleidung Maipú 484 I T.E. 31-7845 Herrenausstattung M«d|m 982 T. E. 31-0357 DI ESTUDIO JURIDICOMTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15—18 Uhr VERREIST: AB 24. JULI BIS 29. AUGUST Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16—19 Uhr PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS MERAS — T. E. 83-2613

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