Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1898 (1.8.1961)
- Date
- 1961-08-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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La semana israelita Año XXII. — N* 1898 Martes, 1" de /gesto ¿e üKil Die amerikanische Politik (Schluss von Seite 1) Man kann nicht dass die USA-Politik unter Eisenhower nur aus einer Kette von Nachgiebigkeiten bestanden habe. Man muss 7.\vischen der Aera Dulles und der seines Nachfolgers unterscheiden, der nicht durch einen Angriffskrieg 1 die Entscheidung der Versagen, 'einten Nationen zurückgängig zu machen, blieben die USA stumm. Sie alten nicht dem jungen Israel zu Hilfe, um ein ungeheuerliches, neues Unrecht zu verhüten. Sie mobilisierten nicht die UN ,damit diese ihre eigene gen trumpften Eisenhower und Dulles gegen Israel auf, als die Sümpfe des Hule getrocknet und die Wasser des Jordan reguliert wurden. In diesem Fall zejgte sich Ben Gurion entschlossener als seine amerikanischen Gegenspieler. Einige günstige Umstände führten dazu, dass die mit einem so starken und , Entschliessung verteidigen! _ sturen Willen wie Dulles ge- und durchsetzen. Nichts gej mächtigen Amerikaner an arbeitet hat. ln der letzten ■ schah. Man überliess Israel i diesem Konflikt mit Israel Berlin-Krise, die Dulles erseinem Schicksal. Man muss! klein beigeben mussten. lebte, liess er keinen Aueher - genblick daran einen Zweij fei. dass die Amerikaner! Berlin auf jeden Fall verteidigen und halten werden. Daraufhin lenkte damals Krutschew ein. Kennedy gab ähnliche- Erklärungen ab, die an Schärfe auf der Dulles-Linie lagen. Natürlich ändert sich das politische Panorama ständig und rasch, sodass es nicht immer klug ist Vergleiche zu ziehen. Das System der Abwehr russischer Drohunzugestehen. dass es Staaten der östlichen Front gewesen sind ,die wenigstens mit Waffen den gerechten Kampf Israel unterstützten. (Es ist gut, nichts zu vergessen). — Dennoch blieb Truman immer Israel freundlich, aber doch unverbindlich. Eisen hower führte diese Politik zunächst fort, besonders was die Unverbindlichkeit anlangte. Die bestimmenden Kräfte des Statedepartment gen, das Dulles anwandte.! setzten alle Hebel in Beweunterscheidet sich wenig von gUng, um die arabischen heute Freundschaften zu erhalten, der Methode. die Kennedy und Rusk prakti-; vor allem eher Aegypten zu zieren. bewegen. eine positivere Diese allgemeinen Be- Einstellung zum Westen, traehtungen über die politi-, lies zu den Amerikanern sehen Aspekte der Aera' einzunehmen. Dafür mach- Man kann nicht sagen, dass die Amerikaner gegen Israel wären. Die Dinge liegen komplizierter. Man darf umgekehrt formulieren: solange es die amerikanischen Interessen nicht unmittelbar berührt, wie in zugetan, j den Auseinandersetzungen letztlich j mit den Arabern, sind die Amerikaner Israel gegenüber freundlich gestimmt Mehr aber nicht. Sie helfen, wo es den amerikanischen Interessen entspricht. Aber dieser Grundsatz gilt letzten Endes in allen politischen Fragen. Schliesslich soll Is- Kennedy haben auch für die mittelöstliche Politik der USA ihre eigene Bedeutung. Nachdem einige Mönate verstrichen sind, dass Kennedy seinen Einzug ins Weisse Haus hielt, dürfte es durchaus gestattet und angebracht sein, diese Frage einmal kurz zu analysieren, die uns besonders betrifft und interessiert. Die amerikanische Politik gegenüber dem neugegründeten Israel war nicht immer einheitlich Präsident Truman war der erste Staatsmann aer den neu geschaffenen jüdischen Staat, der damals noch keinen Namen hatte, anerkannte. — Stalin war wie erinnerlich der zweite. — Als dann Israel überfallen wurde, als die arabischen Staaten unter Missachtung der UN- Entschliessung, die mit eine? reichlichen Zweirittelme'hrheit angenommen war, und unter Bruch internationaler Gesetze versuchten Dr. FREY PUEYRREDOlf X* ISQ 16—19 Uhr nachm J. Liebling; FOURNIERE -?‘ SPERRHOELZEB.! DIAZ VELEZ 5224 •) 46 ) t T. E 43.2345 0340 v 302) f | REAL PEN¡ | Füllhalter fe | REPARATUREN {; . Spezialgeschäft 2 : CORRIENTES S69 | J T E. 49-5850 l i%% . „ rtWWWWVWWWV 0i,tka REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 T. E. 35 7356 ten die Amerikaner alles. , Sie zeigten sich plötzlich bereit. alte und älteste Bindungen und Freundschaften preiszugeber. nur um die amerikanische Position im Mittelosten, vor allem in Aegypten, zu Damals war Grossbritan-! nien für sie noch ein ernstzunehmender Rivale. Die Schwierigkeiten um den Suezkanal, W’ui’den von den Amerikanern ausgenutzt, um sieh in die bisher von England eingenommenen Stellungen zu manövi-ieren. Der Erfolg oder Misserfolgt dieser amerikanischen Politik ist bekannt. Das Ende war bitter. Als die Aegypter die Uebernahme des Kanals in eigene Regie feierten. nahm der russische Botschafter den ersten Platz ein... Selbst Byroade, der deklarierte Feind Israels den die USA als Botschafter nach Kairo geschickt hatten, konnte hieran nichts ändern. Dulles war ein Freund der Araber Dag allein stempelte jhn zu einem Gegner. Israels, denn er musste alle» tun, um die Wünsche seiner arabischen Partner zufrieden zu stellen. Dulles war ein Exponent der grossen amerikanischen Oel - Gesellschaften. Ihnen verdankte er zu einem guten Teil seine Karriere. Das Oe laber i.st noch immer der dezidierende Faktor im Mittleren Osten. Deswegen erhielt Israel unter der Regie von Dulles keine Waffen. während Israels Feinde aufgerüstet werden. Deswerael nicht erwarten, dass die USA israelische Politik betreiben. Das will Israel auch nicht. Dennoch hätten die Israelis annehmen dürfen, dass die Amerikaner nicht nur mit Geld helfen, sondern auch mit vielen anderen ihrer kaum begrenzten Möglichkeiten. Sie haben es nicht getan. Dass der Verteidigungskrieg gegen Aegypten, allunterbauen, j gemein bekannt unter der ~ ’ Bezeichnung Sinai-Feldzug, den Israelis aufgezwungen worden ist, dürfte heute in Amerika kaum noch bezweifelt werden. Die Wirkungen dieses kurzen Kampfes waren nachhaltiger Natur. Es herrschte eine lange Zeit hindurch eine relative Ruhe an Israels Grenzen. Wahrscheinlich wäre Isiaels Erfolg grösser gewesen, wenn sich die Briten nicht eingemischt hätten. Sie haben es aber getan. Die Folgen waren für Israel ungünstig. Die Weltmeinung NOCH EIH NAZI ERHAENGT SICH Berlin. — Der einstige SS-Mann Erich GneWoch erhängte sich in seiner Zelle, nachdem er einige Stunden zuvor unter der Anklage, 4.000 Juden in eigens zur Vergasung konstruierten Omnibussen ermordet zu haben, verhaftet worden war, wie die Polizei mitteilte. Bei seiner Festnahme gab der 50jahrige Gnewoch zu, einer SS-Formation, die mit „Sonderaufgaben” betraut war, angehört und bei der „Verbesserung” der zur Vergasung der Juden bestimmten Kraftwagen mitgearbeitet zu haben. Seine Technik bestand darin, Gruppen von ca. 30 Juden zu einer Fahrt durch die Wälder Russlands aufzufordern. Befanden sich die Juden einmal in dem Omnibus, so wurde dieser hermetisch geschlossen und die Opfer durch die Gase des Auspuffrohrs erstickt. Dann schaffte der Mörder die Leichen zu den Gräbern, die seine SS-Kumpane inzwischen ausgehoben hatten, wo die Unglücklichen hincingeworfer w'urden. Gnewoch lebte unbehelligt mit Frau und zwei Kindern als Nachtwächter in Charlottenburg. Er sprach niemals mit seinen Nachbarn von seiner Vergangenheit, äusserte aber gelegentlich, er habe „Schreckliches mitgemacht”. Als jedoch ein anderer SS-'rann, Wentritt aus Oberfranken, vor dem Bezirksgericht in Koblenz Gnewoch be'astete, wurde dieser von der Polizei verhaftet. Da die Akten den Vermerk trugen: „Vorsicht, der Häftling kann einen Selbstmorversuch begehen”, so ist eine Untersuchung eingelfeitet w'orden, um festzustellen, warum man ihm ein Laken in der Zelle gelassen hatte, obwohl ihm alle übrigen Gegenstände wie Schnürsenkel, Krawatte, Hosenträger usw. abgenommen worden waren. Mit dem Laken drehte Gnewoch einen Strick, an dem er sich aufhängte. (ITA) tung. Sie wollten ihre — schwächer. Kennedy hat sie vielleicht berechtigten — ein wenig aufgefrischt. Hat Kanalinteressen verteidigen, j er aber die politische Rieh Es gelang ihnen nicht. , tung geändert? Einer der grossen Erfol- LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr, H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. ge Israels war die Zusage Eisenhowers. für die Freiheit der Meere und der Schiffahrt durch internationale Wasserstrassen zu sorgen. Dieses Versprechen wurde zwar nicht gebrochen, aber es wurde auch nicht eingehalten. Jedenfalls zeigte Eisenhower keine energische Bereitschaft^ die Aegypter an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Als Kennedy in den Wahlkampf ging, machte er nach allen Seiten Versprechungen. Das ist die übliche Methods aller Wahlkandidaten. Viele, die Kennedy dann wählten, glaubten, er würde für eine Aenderung der amerikanischen Politik sorgen. Hatte doch Eisenhower in den letzten Monaten starschlug um. Denn niemand ke Müdigkeitserscheinungen ° ___: _,i.__ i wollte bestreiten, dass dieser Feldzug für Israel eine Lebensnotwendigkeit bedeutete, um einem koordinierten Angriff der arabischen Kräfte mit russischer Unterstützung zuvorzukommen. Aber die Engländer machten aus diesem Israel- Feldzug eine für sie wichtige kommerzielle Aktion mit kiregerischer Musikbeglei- ' Alaithü. 2k apQCLUY. HUTSALON Jetzt in Selg ra ßo MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Propiedades Frankenberg Oerät Sie Kostenlos unö unverbindlich beim Kaut oder Verkam von 2ESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER ManuUa Fedraia 2530 pi t>. Dp. B T. E. TO-7244 T. E. 76-6784 u. 76-2312 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 Jacobo M. Lapidu? dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4? J T. E.: 48-2124 gezeigt und an Prestige verloren. 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Man schiebt die Verantwortung auf den Staatssekretär Rusk. Der Staatssekretär ist der Aussenminister der USA; er ist für diese Politik massgebend. Rusk machte Erklärungen in der arabischen Flüchtlingsfrage, die nicht darauf schliessen lassen, dass er dieses Problem in einer gerechten Weise lösen will. Es ist nach wie vor einfacher, eine Entscheidung auf Israels Kosten herbeizuführen. Kreditkosten für Exporteure Tel Aviv. — Bei einerr. Symposion des Export-Instituts über „Exporteure und Banken ’ kamen gegensätzliche Meinungen übei die Höhe der Kosten füi Exportkredite zum Aus druck. Es wurde vereinbart, dass eine Kommissior von Fachleuten die Proble me des Kredits und der Bankgebühren untersuchen soll. Dem inzwischen gebildeten Ausschuss gehören vier Vertreter der Banken und vier der Exporteure an. und eine sachliche Klärung der seit langem umstrittenen Frage soll erreicht werden. Rusk lieferte den Aegyptern Material für Raketen, was Israel vorenthalten wurde. Es ist also das alte Lied und das alte Leid: das arabische Oel ist wichtiger als der einzige demokratische Bundesgenosse in diesem Teil der Erde... Die amerikanischen Juden blicken hoffnungsvoll auf Kennedy. Sie sagen, das ist die Politik des Staatssekretärs Rusk; der Präsident denke anders. Aber das ist eine Illusion, von der die amerikanischen Juden träumen. Israel treibt nüchterne Politik. Dort dürfte die Sachlage bekannt sein. I VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3(16 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHMSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-8671 und 73-0500 1 Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: J Montag, Dienstag. Mittwoch u. Freitag von 15—19 UhrJ + Es wird gebeten, such vorher telefonisch ansumetden 4 * } JSANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542? * 4 H» -fr fr* 4--fr-»»-»-»--4-4 Dr. Bernardo Goldstern M E D I C C Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 Uhr Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Ubr