Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1897 (28.7.1961)
- Date
- 1961-07-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612627--1507-9612629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Mohel 1× ep/1006163
OCR text
2 — Viernes, 2* de Joli« de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — X«. 189} Der elfte arabische Staat (Schluss von Seite 1) len anderen arabischen Ländern seinen Stempel aufzudrücken und ein unbeschränktes Prädominium Krutschew er- Stalin bis reicht hat. Nasser schäumte vor Wut. als er Zusehen musste, wie die Amerikaner ihren Bag- ... _ T . dad-Pakt schufen und daauszuuben. Der Irak wollte mit d€m irak das notwendi nicht unter dem Stern des zu internationaler Bedeutung aufgestiegenen Stars Abdel Nasser stehen. Irak suchte eigene Wege. Die Amerikaner liessen nicht auf sich warten, sie benutzten sofort die ihnen sich bietende Chance arabischer Uneinigkeit und Rivalität: sie ii?ferten Kredite. Waren und Waffen. Nicht genug damit, sie fabrizierten den Bagdad-Pakt, an dem nicht sie, aber die Engländer teilnahmen. stellten damit Bagdad in den Mittelpunkt eines internationalen Vertragssystems, errichteten eine Festung gegen Nassers . ge internationale Gewicht; verliehen. Die Arabische Liga war dadurch gesprengt, j Wenn auch die Liga keine grosse Bedeutung hatte, | Nasser verstand sie recht; geschickt als ein zusätzlij ches Instrument seiner Politik zu verwerten, das ihm immer die Möglichkeit bot, der eigenen nationalen Politik einen internationalen Anstrich zu verleihen, so-; dass die Welt draussen glauben mochte, es sei nicht j nur Nasser-Aegypten. das 'eine Forderung stellt, son- . dern ..die” arabischen Staai ten. Dass aber ..die” arabi- , sehen Staaten auch nur grüssenwahnsinnige Herr-, Nasser bedeutete, das wussschaftsp äne und festigten 1 ten nur wenige, ihre Position gegenüber der j Mit dem Bagdad-Pakt war Sowjetunion, die von beiden : dj€ Arabische Liga erledigt. Seiten in den Mittleren Niemand konnte mehr die Osten emzudringen heabmusion aufrecht erhalten, sichtigtc. von Aegj pten her I das, dje arabischen Länder und über den Persischen . einig seien und ¡„ ihrer Ein_ ■ ■ miitigkeit die Arabische Li- Schon die Zaren träumten ga als dje Trägerin ihrer da\on. ir haben erlebt. | Rechte, die Verteidigerin dass manche Träume der ihrer Interessen und die Zaren von den i-oten Macht- Repräsentanz vor der Oefhabern des Kreml verwirkj frntlichket betrachten würlicht worden sind. Keiner d€n Zunächst erschien der der russischen Despoten vergangener Jahrhunderte hätte in seinen kühnsten Erwartungen einen solchen Machtzuwachs in so kurzer Zeit zu erhoffen gewagt, wie ihn das ..Mütterchen Russland” tatsächlich in Irak nicht, als Hasser zu Sitzungen der Liga -rief, um einmal ein Exempel zu statuieren. Als der Irak offen erklärte, dass er sich an der Liga nicht beteiligen werde, war der Bruch vollzogen. Die Liga konnte auf der Aera von Lenin über j Nassers Geheiss den Irak I Dr FR KV \ Abogado PUEYRREDON UM 1* i*q nachm 16—19 Uhr REAL PEN „ i J| Füllhalter * REPARATUREN $ Spezialgeschäft * $ CORRIENTES 6b9 \ I E. 49-5850 $ 'iwwwvww*vvv\ wvvvw wegen seiner ,,anti-arabischen” Haltung verurteilen. Dass jedoch der Irak auch noch damals, als er sich von der Arabischen Liga distanzierte, die anti-israelischen Kundgebungen, die breehens verdächtigte, be- I wies die Spannungen in der | arabischen Welt. Sie sind! inzwischen auch nicht beivon Zeit zu Zeit von der ,ge?egt worden- Irak hat an Liga gestartet wurden mit-1 keinenT ."eiteren Sitzungen unterschrieben hat sei hier , d?r. Llga * teilgenommen als ein trauriges Kuriosum 1 ubnge"? luch einige ande‘ re arabische Lände:, nicht. Der Riss zwischen der VAR und Irak ist nicht geschlossen worden. Das war die Lage, als die Kuwait- Krise ausbracht. Nasser trat sofort auf den Plan. Er protestierte zunächst einmal, um sich Gehör zu schaffen. Wogegen? Das war nicht ganz sicher. Allmählich sollte es sich zeigen, dass Nasser vor allem gegen die Engländer Einwände zu machen habe. Sie hätten am Persischen Golf nichts zu suchen. Was er dort zu suchen hat, fragte ihn keiner, offensichtlich weil niemand eine Antwort hierauf interessiertae. Also stelle sich Nasser an die Seite Kasscms? Auch das kann man nicht ohne weiteres sagen. Zwar waren die Engländer in diesem Fall Kassems Gegner, aber sie waren auch nicht die Freunds Aegyptens, obwohl man c:rst_ kurz zuvor wieder die durch die Sinai-Affäre unterbrochenen diplomatischen Beziehungen aufgenommen hatte. HOTEL “LUCKY GARDE»*’ 1. Categ. — Lep. c. ba¬ ño priv. - Precios eeon. 1 euadr. subt. Santa Fe est. Agüero — Todo conf. — Tel. int.. calef. BERUTTà 2876 Telífs. 84-4212 y 84-8081 der Vollständigkeit halber registriert. — Der Ost-West-Riss ging mit dieser Entwicklung mitten durch die arabischen Länder. Irak war in der Zone der führende West-Staat, was Nasser veranlasste! sich mit den bei ihm üblichen Vorbehalten an den Osten anzulehnen .Dann kam Kassem, der König und sein Ministerpräsident Nuri Pascha, ein alter diplomatischer Fuchs, wurden ermordet. Der Bagdad- Pakt wurde zerrissen. Wer stand hinter der Kassemschen Militärrevolte? Die Russen? Nasser'. Beide? Keiner? Niemand wusste es. Man erging sich in Vermutungen. Jedenfalls sollte es sich schnell herausstellen. dass Kassem durchaus nicht gewillt war, Nasser als den obersten Chef der arabi-' sehen Völker zu betrachten. Er, Kassem, hätte sich sich auch in der gleichen Rolle gut gefallen. Schliesslich hätte der Irak die gleichen Rechte wie Aegypten, eine führende Rolle in der arabischen Welt zu spielen. Dia beiden Diktatoren-Generäle rasselten mit ihren Säbeln. Nasser befahl seinen Truppen, an der syrischirakischen Grenze aufzumarschieren. Wahrscheinlich war es Israels Existenz, die ihn daran hinderte, bis zum Letzten zu gehen. Nasser liess den Angriff wieder abblasen. Er dachte an andere Möglichkeiten, den Irak mit seinem stolzen Kassem zu machen. Merkwürdigerweise fand einige Monate päter ein schweres Attentat auf Kassem statt. Irgendjemand der unbekannt blieb, hatte auf diesem Wege seine Visitenkarte in Bagdad abgegeben. Wer? War es Nas- Der Sicherheitsrat sollte sich mit der Kuwait-Frage befassen. Die Araber zerrten von allen Seiten und nach allen Seiten. Der Sultan von Kuwait erlebte einige aufregende Stunden, denn er musste in seinem kleinen Reich um sein Dasein fürchten. Denn noch werden die ganz alten — und bis heute praktizi?rten und bewährten — Methoden gebraucht, die in jenen Gegenden zur Austragung gewisser Konflikte botmässig ' angewandt werden. Kassem hat ssine Erfahrung. Er hat schon Leute beseitigt und sollte beseitigt werden. Alle wissen genau, wie das gemacht wird. Die Lage beruhigte sich vorübergehend. Das Problem schien gelöst. Wahrscheinlich hat man die nervenstärkende Methode fi- Wirkung war von kurzer Dauer. Vielleicht hatte die Spritze auch so gut getan, dass der Patient eine zweite verlangte. Kassem jedenfalls trat sogar energischer als vorher auf und verlangte . die Einverleibung Kuwaits in sein irakisches Reich. Die Engländer patroullieren weiter im Persischen Golf, sie bleiben sozusagen auf Schussweite. Inzwischen wird nebenbei mitgeteilt, dass das umkämpfte Sultanat als 11. arabischer Staat in die Arabische Liga aufgenommen worden sei... Was bedeutete diese No-' tiz? Sie bedeutet sehr viel. Mit diesem Schachzug gilt Kuw'ait als ein arabisches Land, das von den anderen arabischen Ländern anerkannt worden ist. Nur noch gegen diese ausdrückliche Erklärung der sämtlichen Araberstaaten könnte Kuweit von einem anderen Land, ob arabisch oder nicht, usurpiert werden. Kassem wurden die Hände geschnürt. Er muss gegen seine eigenen Bruderstaaten Vorgehen, wrenn er sein Kuwait-Begehren aufrecht erhalten wollte. Die Selbständigkeit Kuwaits, die von den Arabern anerkannt worden ist, kann jetit nicht mehr von Arabern angetastet werden. Wird Kassem sich an diesen Liga-Beschiuss halten? Hierüber kann man sicherlich keine Voraussage machen. Der Irak hat schon wiederholte Male Beschlüsse der Liga unbeachtet gelassen. Warum sollte er es nicht einmal mehr tun? Vielleicht wird auch der Liga-Beschluss über Kuwait zum Vorwand schärferer Auseinandersetzungen genommen, die sich auf die Dauer unter diesen feindlichen Brüdern doch nicht werden vermeiden lassen. Der Schachzug. Kuwait in die Liga aufzunehmen, zeigt die Hand eines geschickten Regisseurs. Vielleicht war es der Erfinder der Arabischen Liga> selbst, der sich IA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. ¡S. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. an dieses wenig glückliche und wenig dankbare Kind erinnerte: das britische Au ssenministerium, das Kuwait durch die Liga zum 11. arabischen Staat ernennen liess? — Mit Sicherheit wild man vorerst über diese Möglichkeit keinen Aufschluss erhalten. Immerhin erreichten die Engländer für den Augenblick, dass Kuwait als eine Sache der Araber angesehen wird, über deren einmütige Ansicht sich auch Kassem kaum oh: weiteres hinwegsetzen wird: und sie erreichten, dass Kuwait weiterhin zu ihrer Einflusssphäre gehört, weil der Sultan dies so will, und die Liga durch ihren Beschluss gebunden ist. Mehr noch: durch diese Regelung über die Arabische Liga werden die Gegensätze zwischen den alten Rivalen Aegypten und Irak verschärft. Das kann den Briten nur recht sein. Im Augenblick wird die Position Nassers gestützt, denn schliesslich ist es Nassers Liga, die einen reichen Staat bei sich aufnahm. Auch das kann den Engländern nur genehm sein, die daran interessiert sind, ihre alte ägyptische Position wenigstens in kleinem Umfang wieder aufzubauen. Das Kapitel Kuwait ist in eine neue Phase eingetreten. Man wird mit grosser Spannung die weitere Entwicklung abwarten müssen. ser? Niemand kann es genau sagen. Vielleicht waren nanzieller Injektionen ange- J. Liebling FOURNIERE — i SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 i T. E 43-2343'0340 T *021 ¡ JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tallisoeute’ Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73.9155 es die Kommunisten? Mit diesem Zauberwort kann man zumindest in der westlichen Welt jeden unbeque-! men Menschen unmöglich; machen. Es genügt schon j zu behaupten, er sei Kommunist. Das aber konnte | doch in Bagdad nicht ge- ) sagt werden, denn Kassem! war doch ein Freund Mosj kaus. jedenfalls hatte er mit 1 dem Westen gebrochen. I Niemand zweifelte daran.! dass dieses Attentat, das;! den Diktator schwer verj letzte, ein Warnsignal war. ' Schon die Tatsache, dass j I man einen anderen arabi-1! sehen Führer dieses Verwandt, um dem kranken Kassem oder ->Irak ein wenig weitcrzuhelfen. Aber die Dr. j B. Schwartz f ZAHNARZT j ESTOMPA 2283 - 52-8214 I RAYOS. X I PAR/ DENTOSE i TELEF. { VORANMELDUNG Dr. Bernardo Goldstein M E D I C C Cardiolegia — Hospital Fernandez Radio X — DurchleucMung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 Utar Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Propiedades Frankenberg oerät Sie Kostenlos und unverDindlicb oeim Kaul oder Verkaul von CESCHAEFTEH WOHNUNGER HAEUSER Manuua Fedraza 2530 pi o. Dp. B T. E. TO-7244 ■Maltha j Chapeaux j HUTSALON I « Jetzt in j Selgr&üo j MOLDES 2 5 6 1! T. E. 73-9229 j 73-9155 j Jacobo M. Lapiduf dipl. Mohel TUCUMAN 2336. 4’ J T. E.: 48-212«; NERVEN. u. GEMÜTS, j 1 KRANKHEITEN I j Dr. M. 4. KUHN 1 I prov. RIVADAVIA 2625 ID! Tel. 48-7524 l 4ont. Mittwoch, Freitag ' 17—20 Uhr Tel. Anmel-j ] düng erbeten. VARICES-ULCERAS DE U PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiente 311C T. E. 8T-I362 j: Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría Conde 2020 76.0286 Ha ROSENZWEIG TAILOR HENRY •riTCÜMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913; 2 Greesíte Auswahl in Imp. u. hiesigen Steife« : [Dr. BENJAMIN LlPNlZKYj ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLER - ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHMSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T. t n-HTi und 73-65M tessaeaaeaeeseeaeaeeesessssssssssseeeee* BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AU5FUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten CONDE 2318 I. E. 7*7598 Dr. L KLEIN Médico; Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ¡■Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 16—18 Uh*3 ¡Ii wird geboten, such vorher telefonisch ansunosidenr MANTA FE 13»! T. E. 44 9493 u. 44-154