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Jüdische Wochenschau · 1961-07-21 · 1895 (21.7.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1895 (21.7.1961)
Date
1961-07-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, tí de Julio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1895 — 3 Der Sendbote Schneurson ihnen steht an erster Stelle . Moses Hess mit seinem' klassischen Buch ..Rom und; Jerusalem”, das 1862 erwie es die Propheten ver-! kündet hatten. Dazu bedürfe es aber der Mithilfe aller Menschen. Der einleiheute i ausge- Die in deutscher Sprache le gemeinsam neben Rabbi-, Versammlungen, zu denen vorliegende Literatur über! ner Kalischer Propaganda ' alle Schichten der Bevölkeden vorherzischen Zionistrieb und — wenn auch | rung eingeladen waren, namus befasst sich im wesentnicht mit Namen — so doch mentlich auch die Geistlichlichen damit, Persönlichkeiumgenannt auch von Hess keit, und .die Vertreter von ten darzustdllen, welche in ‘ in seinem Buch erwähnt j Behörden, der Diaspora wohnten und wurde: Rabbi Chajim Zwi I Schneurson erschien hier von dort her ihre Stimme . Schneurson, ein Urenkel des nicht als Bittsteller, sondern erhoben, um Anhänger für Rabbi Salman Schneurson als Verkünder einer frohen die Idee einer Wiederbevon Ljady, des Begründers i Botschaft. Die Zeit der Ersiddelung Erez Israels durch , einer Richtung der Chassi-! lösung sei nahe; sie kom- Juden zu gewinnen. Unter dut, Chabad genannt. (Abme nicht plötzlich, sondern breviatur von Chochmah, l allmählich; der allgemei- Binaa, Daat). 1 nen müsse die des jüdi- Diesen wortgewandten sehen Volkes vorangehen, so Mann erwählte sich genau schien, und van dem Adolf vor 100 Jahren der Kolel Boehrn -in sein Buch „Die HOD (Holland, Deutschzionistische Bewegung” mit'land) in Jerusalem zu einer Recht-sagt: „Die Fülle der zweiten Reise nach dem fer-1 tende Schritt müsse es sein, darin enthaltenen geistvolnen Osten, insbesondere nahe dem Tempelplatz ein len und tiefen Bemerkun-; nach Australien, um dort jüdisches Wohnviertel zu ergen über das Wesen des j Spenden für die Unterhai- (bauen zur Auf>c.hme der tung und Entwicklung der ersten Rüekkehrer aus der „Batej Machase” (Häuser Gola. der Zuflucht), zu sammeln. : Nach Schneurson bestieg Dieses durch seine Sau-' ein Pastor die Redncrtribüberkeit auffallende jüdische' ne und forderte von den schreibt Moses Hess: „Mir; Wohnviertel in der Altstadt; Mächtigen der Erde die wird in diesem Augenblicke Jerusalem war 1858 durch! Wiederherstellung des jiidi- . . . die soeben in hebräi-1 die Bemühungen deutscher, sehen Staates. Als letzter soher Sprache erschienene Juden, an ihrer Spitze Dr.! sprach der Dekan der pro- Schrift eines streng gläubi-1 Esriel Hildesheimer, da-! testantischen Kirche, der gen jüdischen Gelehrten | mals noch in Eisenstadt, ¡.beantragte, ein Comité zu überreicht, der nach einer Josef Hirsch - Halberstadt \ gründen und in ganz Augründlichen Behandlung der und Rabbi Jakob Ettlingerstralien Spenden zu samjüdischen Nationalitätenfra-j Altona errichtet worden. | mein, um im Heiligen Lange vom talmudischen Stand- Schneurson erreichte nach de Giund und Boden für die punkte aus genau zu denseleine,- sehr gefahrenreichen ' Juden zu erwerben, ben Resultaten gelangt, wie L Schiffsreise im Dezember Die Notabein der Stadt der christliche Franzose .. j 1861 -Australien und besucherklärten sogleich ihren (gemeint ist Ernest Laha-1 te die drei Städte Sydney, I 'Beitritt. In den folgenden Melbourne und Geelong, in \ Tagen -beschäftigte sich die denen etwa 2.000 Juden, zu- Presse mit dem Programm; meist aus England und Po-' len eingewandert und durchweg in guten wirtschaftlichen Verhältnissen lebten. Ausgerüstet war er mit Empfehlungsschreiben nicht nur der Aschkenasim sondern auch der Sefardim in I sein, sondern auf eigene Faust handle. Massgebliche Persönlichkeiten in Mel- I bourne liessen daraufhin I beim englischen Konsul in Jerusalem die Dinge klären, [ und es ergab sich., dass Sa- I phirs Verdächtigungen voll- 1 kommen grundlos waren. ¡Auch der „Hamaggid” brachte bald Meldungen zuj gunsten Schneursons. J I 1863 kehrte der völlig re-. ( habilitierte Mann, versehen mit warmherzigen Empfeh-! | lungensschreiben, nach Jej.rusalem zurück. Dort hatte! der sefardische Oberrabbi- LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE Bs. Air«* — PUEYRREDON 2180, 1* i*q. - T E. 83-261 21. Juli 1961 8. Aw 5721 ner D. Ch. Chasan nach einer eingehenden Prüfung der Sachverhalte einen Artikel an den „Hamaggid” geschickt, der die Integrität Schneursons bestätigte. Aber die Peruschim gaben keine Ruhe; sie liessen im „Hamaggid” eine angebliche Erklärung Chasans erscheinen, in welcher er seine Aussagen als Irrtum zurücknahm. Es stellte sieh indes sehr bald heraus, dass hier eine Fälschung vorlag, und allmählich trat Ruhe in den beiden Lagern (Chassidim und Peruschim) in Jerusalem -ein. Dr. S. Braun Judentums ist bis noch nioht völlig sohopft worden." Im zwölften Brief von , Rom und Jerusalem” ranne, der -Sekretär Napoleons IH. und seine Schrift „Ueber die neue orientalische Frage”). Der streng gläubig«. jüdische Gelehrte aber war kein anderer als der Rabbi Hirsch Kalischer aus Thorn, dessen Schrift „Drischath Zion" Hess z,T. im hebräischen Text z.T. in) deutscher Uebersetzung zi-1 Jerusalem und auch mit ei tiert. Nur -in seltenen Fällen befassen die sieh in deutscher Sprache erschienenen Sühritten /«Moh. «Mi lichkeiten, die in Erez Israel leben und von hier ausihee Gedanken über Sehiwat Zion in -den Jischuw und in die Gola hinaus gehen liessen. Wer im -hebräischen Schrifttum nicht zu Hauee nen durch seinen Inhalt bemerkenswerten Brief des Oberrabbiners der Stadt. welches das Comité ihr übergeben hatte, und berichtete ausführlich über den Verlauf der Versammlung. Durch die damals üblichen Kanäle kam die Kunde von ihr auch nach Europa, und bald erfuhr die jüdische Welt durch den einflussreichen Hamaggid, das hebräisch erscheinende Blatt in Lyck. wer den Anzur Darin heisst es u._a.: ,¿Anj stoss zur propalästinensi- "bauen~ Hauser Stritten 'gegeben hatte. Sowohl V* M le ofrece; AERO-CRÍO) 10 SERVICIO DE LUXE OASE ECONOMICA * PLAN DE ESCALAS MULTIPLES Visite ISRAEL en este uño memorable,., ...y asista a la celebración del 13° , aniversario de la Creación del Estado. 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Es waren die Sendbo-1 zur Hilfeleistung zu gewinj Kalischer als Mitglied beiten der Ghäluka, die hier . nen. Sie begnügten sich auf ¡getreten war. . gemeint sind und von de-1 Wunsch Schneursons nicht; Moses Hess beruft sieh nen einer herausgehoben ( mit Bittgängen-zu den jüdi; j in .dem Anhang zu den 12 und näher betrachtet wersehen Menschen, sondern Briefen seines „Rom und den möge, weil er eine Wei-1 veranstalteten öffentliche ¡¡Jerusalem” auf die Berich- _;_i te des „Hamaggid”, urtd leitet dort die Note X mit den Worten ein: „Die in Lyck in Ostpreussen erscheinende hebräische Zeitung „Hamaggid” bringt in ihrer Nummer vom 26. März einen Bericht über ein in Melbourne (Australien) im, Dezember 1861 .abgehaltenes Meeting, an welchem sowohl christliche wie jüdische Notabilitäten und viel Volk teilgenommen haben.” | Hier sei nur noch in: Kürze von dem weiteren Schicksal des Sendboten j Schneurson erzählt. Es wurde mitbestimmt durch einen Schritt der Peruschim in Jerusalem, welcher zu peinlichen Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Chassidim als Auftraggebern Schneursons führte. Die Peruschim entsandten nämlich auch einen Schaliach nach Australien, eben in der Zeit, da auch Schneurson dort weilte: das war Jakob Saphir, jener abenteuerliche Weltreisende, der ein wichtiges Buch über jüdische Stämme in abgelegenen Teilen der Welt unter dem Titel „Ewen Saphir” hinterlassen hat, nebenbei bemerkt: der Urgrossvater des Ministers Joseph Saphir. Er beschuldigte iu der Melbourner Zeitung Schneurson der Unredlichkeit sowie der ,;Amtsanmassung”, da er keineswegs den Auftrag erhalten habe, als Sendbote tätig zu Consulte a SU AGENCIA OE VIAJES o KLM, Corrientes 690, 45-0141, t A%. Aires _ _ _ KLM cordialmente a sus ordene RAFFIA Nuevos'«menos con hitoéo mefó/tco fxptSUtÓA y-MfttOS IAVALLE 2166/68 49-4480-0827 Teonichhaus - M. 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