Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1894 (Fragment) (18.7.1961)
- Date
- 1961-07-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612609--02-9612611- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2 — Martes, 18 de Julio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1894 Maerchenland in dieserZeit (Schluss von Seite 1) ches, das seinen Namen erhielt. Von Kuwait aus brach Ibn Saud auf, einer der grossen Eroberer unseres Jahrhunderts, um auf seine charakteristische, abenteuerliche Weise Riad und das alte Reich seiner Väter wiederzuerobern und dann später seine Herrschaft über die dem Islam heiligen Städte Mekka und Medina auszudehnen. Er verjagte die Husseinis, die einst die Freunde der Engländer waren und bei der Zersetzung und Zerstörung des alten Türkenreiches eine Rolle spielten. Inzwischen ist von der Macht der Husseinis wenig übrig geblieben, seit dem die Revolution in Bagdad den Spross dieses Königshauses grausam ermordete, und Kassem sein Regime errichtet hat. Nur noch der Königs Transjordaniens ragt als lebendiger Zeuge Reichtum in Zahlen kehrsampeln, grossen Geschäftshäusern und allem, was eben eine moderne Grosstadt ausmacht. 1958 wurde ein neues Oel- Der Scheik von Kuwait verdient in absoluten Ziffern ebenso wie im Verhältnis zur Grösse seines Lanfeld gefunden, dessen Pro z“r_Zahl seiner Un-1 duktion alles in den Schatten stellte, was bisher gefördert worden ist. Das lockende Ziel Aus dieser kurzen Darstellung dürfte sich bereits hinreichend ergeben, aus welchen Gründen der Irak — und nicht nur er — ein so „lebendiges Interesse'’ an Kuwait zeigt. Man wird auch verstehen, dass die Engländer ihre Kriegsschiffe auf Reichweite stationieren. um den Protektoratsvertrag aus dem Jahrc 1893 prompt und getreu den Abmachungen erfüllen zu können .. Kassem. der Diktator des tertanen mehr als der Kö nig von SaudiArabien oder sonstige ,.Oel - Scheichs”. Die Erdulgesellschaften haben im Jahre 1958 den Betrag von 415 Millionen Dollar ausgezahlt! Das ist um ein Drittel mehr, als der König Saud verdient hat. Wenn man die Oeleinnahmen des Kuwaiter zusammenrechnet, di,? er in den letzten sieben Jahren (gerechnet bis 1958) gehabt hat, dann kommt man auf. die fantastische Ziffer von | rund zweitausend Millionen Dollar. | Da der Scheik von Ku-! wait ein Drittel seiner Oel-; gelder in Reserven anlegt, j dürfte Sich sein Vermögen! mit Zinsen und sonstigen i Sleine gegen einen Omnibus Jerusalem. — Zhhn Personen wurden verhaftet und zwei verwundet, als die Ultraorthodoxen am Schabbat einen Omnibus mit Steinen angriffen, der vom Hadassa-Hospital in Bet Hakerem nach Jerusalem fuhr. Das Rabbinat hat eine Sondererlaubnis für die Beförderung von Aerzten und Krankenschwestern am Schabbat erteilt, die in dem Hospital den Dienst versehen. Die Manifestanten behaupteten, die Omnibusgesellschaft habe dagegen auch andere Passagiere befördert. Ein Junge und ein Mann wurden von den Steinwürfen verwundet. Als die Naturei Karta am Abend eine zweite Demonstration veranstalteten, schritt die Polizei ein und verhaftete 10 Personen. ITA) DOKUMENTE DER NS-ZEIT Die Protokolle der „Lage- Dozenten herausgegeben hatb:sp.cchungen”, die Hitler! ten, wird nun in grösserer im „Führerhauptquartier” Auflage erscheinen, im Jahre 1942 führte, wer- Insgesamt sind zehn den noch in diesem Jahr vom Münchner Institut für ] Zeitgeschichte veröffent-1 licht. D'e Dokumenten- ' einstiger Pracht in dies*. Zeit. | Gewinnen inzwischen auf Ihn Sauds Sohn, der jet-,njcht unerheblich mehr als zig-c König über Saudi A:a-;c;rle Milliarde Dollar belaubien, wurde übrigens in Ku- Führwahr, man hat wait geboren, was hier nur einen Grund, von einem nebenbei bemerkt sei. (Märchenland in dieser Zeit Natürlich war aas kleizu sprechen. ne Ländchen ständig von machthungrigen Nachbarn bedroht. Mit der ihnen einmal eigenen Geschicklichkeit wussten die Briten die Sbuation auszunulz-en und | Ein Drittel der Gewinne also werden als Reserve an- ' gelegt. Das’ zweite Drittel wird für die Entwicklung 'des Landes verwendet. Und! das letzte Drittel ist für die schlossen einen Protekto-1 eigenen Bedürfnisse des ratsvertrag ab (1899L in: Scheik und seiner Familie welchem sie versprachen, ¡bestimmt .. die Unabhängigkeit des Lar.-' Auf. <be Einwohner von des zu verteidigen. Dafür Kuwait verteilt, deren Zahl verpflichtete sich Kuwait, sich gegenwärtig auf etwa keine Gebiete an andere abj 250 bis 300.000 beläuft, erzutreten oder zu verpach- \ geben die Oelgelder ein ten wenn die Engländer Jahreseinkommen von rund damit einverstanden 3.500 Dollar pro Kopf. Das i ist eines der höchsten Teile vorgesehen, von denen der erste bereits vorliegt. Unter den 20 Dokumenten __, dieses ersten Teils der Irak, könnte seine Kassen ' Sammlung soll nach Anga- Sammlung sind eine Niederrecht ansehnlich auffüllen, : ben de; Instituts tausend! schrift über die erste Bewenn er das Geld haben | Sei en umfassen und in der! sprechung Hitlers mit den würde, das der Kuwait Jahr; Deutschen Verlagsanstalt Befehlshabern der Reichsfür Jahr verdient. Das gilt! in Stuttgart erscheinen. Die I ,vehr eine Denkschrift Hitauch für andere Länder, j Protokoll; sind bisher nicht' ’ Die Nachbarn wachen ängst-. veröffentlicht worden, lieh darüber, dass keiner j . , , „„„ der anderen sich Kuwaits! Die Unterlagen stammen bemächtigt. Das würde das t,<:rn a-T1fnk‘Vnlsch'-n Naticnalarchiv in Washington, das einen Teil der Aufzeichnungen über die „Lagebesprechungen” aufbewahrt. Die Protokolle, die berühmte Gleichgewicht der Kräfte erschüttern. Die Russen würden es natürlich aufs stärkste begrüsren, wenn die Gewinne aus Kuwait, die von der Kuwait Oil j jetzt veröffentlicht werden Co. erzielt werden und zu 50 1 sollen, sind nur ein kleiner Prozent der Gesellschaft j Bruchteil von dem, was an ufallen, die. anderen 50 Pro- Unterlagen einmal vorhanzent gehören dem Scheik, nicht mehr den Engländern und Amerikanern zufiiessen. Vor allem aber würde die eine lers über die Aufgaben des Vierjahresplanes, Aufzeichnungen des Reichsleiters Bormann über die „Sicherung der Zukunft des deutschen Volkes” nach dem „gewonnenen Krieg” und eine Erklärung des nach dem 20. Juli 1944 hingerichteten Oberbürgermeisters Gördeler zur Atlantik-Charta. Andere Schriftstücke geben einen Ueberblick über die entscheidenden Massnicht sind. Dieser Vertrag bildet auch noch heute die Grundlage für die Existenz des Kuwait und für dW Möglichkeiten einer britischen Intervention, fai's ein Nachbar seinen Arm nach Kuwait ausstrecken sollte wie j die; gerade jetzt wieder einmal geschehen ist. Durchschnitts - Einkommen der Welt. Uebrigens sind mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes Ausländer. Kuwait war oder ist ein modernes Märchenland. Es ¡sind kaum zehn Jahre her, dass die „Stadt" Kuwait den war. Der Rest verbrannte in Berlin kurz vor Kriegsende. Das Münchner j nahmen gegen die Juden, I Institut e.klärte, die Proto- I ¿¡ie aussen- und wirtschaftsrotls KwJ, SS übrigens Me »räch, n,zum Teil vol- „„mischen Ziele Hitlers und. lig neue Gesichtspunkte tur die Beurteilung der Politik Hitlers. Die Sammlung „Ausgewählte Dokumente zur Geschichte des Nationalsozialismus 1933 bis 1945”, dis die Arbeitsgemeinschaft für völkerrechtlich betrachtet kein echtes Protektorat ist, bedeuten, dass eine der! stärksten Oelzufuhren für I den Westen blockiert werden würde. j Die Frage Kuwait stellt sich also als ein weltweites _ _ ., Problem mit schwersten politische und soziale Bilein Beduinendorf war, das I Konsequenzen dar. Insoweit! c}ung „Arbeit und Leben” in vor allem durch eine Vortragsnr'tiz des Generalobersten Blaskowitz als Oberbefehlshaber Ost 1939/40, über die Spannungen zwischen Wehrmacht und Partei. (AWZ) M SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, P? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. Kredit für die VAR Bonn. — Ein Kredit von einer Milliarde D-Mark soll von der westdeutscher. Regierung der VAR gewährt werden, wie das Wirtschafts-Ministerium hier ankündigte. Nach zweitägigen Verhandlungen zwischen dem Vize - Ministerpräsidenten Gougadi und dem deutschen Minister für Wirtschaft Ludwig Ehrhardt wurde beschlossen, dass Deutschland die Errichtung rines Staudamms am Euphrat in Syrien, sowie andere industrielle Projekte in der VAR finanzieren wird. Bundeskanzler Adenauer kündigte seine Absicht an. im Jahre 1962 der VAR einen Besuch abzustatten. (ITA) Juden in Marokko Casablanca. — Nach der letzten vom Innenministerium durchgeführten Volkszählung leben in Marokko gegenwärtig etwa 160.000 Juden, davon 43,2 Prozent (71,175) in Casablanca, der wirtschaftlichen Hauptstadt des Landes. Die jüdische Bevölkerung stellt 1,4 Prozent der marokkanischen Gesamtbevölkerung dar. Grosse jüdische Gemeinden bestehen ausser in Casablanca auch in Sefrou, Essaouira und Marrakesch. (ITA) \ Dr, FREY! > *? é + Abogado í J 5 5 PUEYRREDON MM % I í 3 nachm 18—IS Uhr J * «j J. Liebling * FOUHMEBE — | SPEHRHOELZ^R j OlAZ VELEZ 5224 «1 46 1 E 43-2343 034C T 3021 ¿ >A»44W4W4H444UWV I REAL PEN J Füllhalter 5 REPARATUREN S Spezialgeschäft t CORRIENTES 3öS $ TE. 49 5850 aus Lehmhütten und Zelten estand, von einer Mauer umgeben, die seine Bewohnegegen die räuberischen Ueberfälle aus ’ Saudi-Arabien schützen sollte. Damals gab es dort noch mehr Kamele als Automobile. Heute ist. aus diesem Beduinendorf eine moderne Grosstadt geworden, mit breiten Autostrassen. Verder poli- Arbmtskreis ..Neue Gesellschaft” mvBie’efeld im Dezember für ihre eigenen ist Kuwait . kein Märchen- (-Düsseldorf und land, sondern könnte ein t tisch-wüssmschaftliche Kampfobjekt zwischen den Weltmächten werden. Der Irak hat durch sein Begehren um Annektion nur die Debatte eingeleitet. Die Russen haben dieses Verlangen sofort aufgegriffen, um einen .neuen Schachzug im Kampf am die Beherrschung der Erde zu versuchen. M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Dr. B. Schwarcz °Ptica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 T. E. 35 7356 j t Mattka i @k&f2Q(Ul>C\ HUTSALON 1 * Jetzt in i Belgraßö I MOLDES 2 5 6 1 j T. E. 73-8229 j 73-9155 i Propiedades Frankenberg berät Sie Kostenlos und unverbindlicß oeim Kaul odei Verkaul von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manutia Pedraaa 2S30 pi 5. Dp. B T. E. 70-7244 \ I Z A H N A R Z I;J STOMEA 2283 - 52-8214 I RAYOS X } PARADFWTQF.E í rt'LEF? VORANMELDUNG Jacobo M Lapiduí dipl. Mohe) TUCUMAN 2396 4? I E.: 48-2124 NERVENu. GEMt'TS.! KRANKHEITEN j Dr. M. J. KUHN | orov. \ RfV ADA VIA 2625 III t r-;l »s 7524 | 4ont Mittwocn. Freitag! 17—20 Uhr Tel Anmel-I * dune erbeten.! ,\V4»WWW4*W4W4V»W44W4W44W4WW4V j Restaurant .Paso” '"IPD | Paso 452 (a! fondo) — T. E. 87 9259t 5 Unter Aufs;crw der Vaad Harabonim dei Kehill» J I MITTAGS- und ABKNDTISCH | > ven ietzt an auch Sonntag abends?sö*fnet t Anrichten von kleinen T estlichkeiten | | und Banketten J BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER rarbeiten nun 7R 75.13 * VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 BENJAMIN L1PNIZK Yj ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag - Donnerstag - Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung.! JOSE HERNANDEZ 2518 T E 76-8673 und 73 0500 | j Dr. L. KLEIN Mcflico : ♦ Magen, und Darmkrankheiten j * Röntgen Untersuchungen } i SPkSCHSTUNDEN: * ♦ i £ Montag, Dienstag, Mittwoch u Freitag von 15—19 Uhr} * Es wird gebeten, toch vorher telefonisch anzumelden ♦ T. E: 44 9493 u. 44-1542* ♦ SANTA FE 1391 ♦ Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 Uhr Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr MtwMWW