Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1893 (14.7.1961)
- Date
- 1961-07-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Virrr.es, 14 de Julio de ML LA SEMANA ISRAELITA Añ» XXII. — No. 1393 Israels nationale Akademie Am 9. November 1958 beschloss di? Regierung, dass ler Ministerpräsident und ler Erziehung'- und Kulturminister einen vorbereitenden Ausschuss für die Errichtung einer autonomen Akademie der Geistes- und Naturwissenschaften einsetzen sollen, die aus bedeutenden Wissenschaftlern bestehen und deren Statut der Regierung baldmöglichst zur Bestätigung vmrgelegt werden solle. Dieses Statut wurde von der Regierung bereits am 13. September 1959 bestätigt. Nun nahm die Knesset auf Vorschlag des Erziehungs- und Kulturministers Abba Eban das Gesetz zur Errichtung oer israelischen nationalen Akademie für Wissenschaften. das der Akademie den Status einer autonomen juridischen Körperschaft geben wird, in erster Lesusg einstimmig an. Die ersten Mitglieder der. Akademie werden die Mitglieder des vorbereitenden Ausschusses sein, der mit Regierungs - Beschluss vom 0. November 1958 ernannt wurde, und weitere Mitglieder werden auf der Generalversammlung der Akademie gewählt . Die Akademie wird zwei Abteilungen haben, eine für Geisteswissenschaften und eine für Naturwissenschaften. Die Vorsitzenden der beiden Abteilungen werden zusammen mit dem Präsidenten der Akademie, seinem Stellvertreter und dem administrativen Leiter die Direktion der Akademie bil- { den, die im Gesetz als ,.Rat der Akademie” bezeichnet wird. Das Statut wird, soweit es nicht in Widerspruch zum noch nicht endgültig formulierten und gültigen Gesetz steht, in Kraft gesetzt. und die aufgrund dieses Statuts bisher bereits geleisteten Vorarbeiten werden rückwirkend als rechtsgültig bestätigt. Die Akadevon MEIR FAERBER , mie wird also in prinzipiel- ¡len, grundsätzlichen Angelegenheiten nach dem Gesetz und in Prozedurfragen nach dem Statut geführt werden. Aus der Rede des Erzie- I hungs- und Kulturministers Abba Eban ergab sich, dass ■ die Akademie etwa 50 Mit- 1 glieder haben' und mit einem Anfangs - Budget von j 100.000 IL finanziert werden soll. j Als Aufgaben der Akademie führt das Gesetz an: , Ihre Mitgliedschaft aus den (besten in Israel wohnenden Wissenschaftlern zu bilden; i wissenschaftliche Aktivität 'zu pflegen und zu fördern; die Regierung in ihrer Ari beit bezüglich national bedeutender Forschungen und wissenschaftlicher Entwicklungspläne zu beraten und sieh mit den damit zusami menhängenden Tätigkeiten zu befassen: mit ausländischen parallelen Körperschaften Kontakt zu pflegen; sich um Reprässnta- 1 tien der israelischen Wissenschaft gegenüber inter- 1 nationalen Instituten und Konferenzen unter Koordination mit anderen Institui tionen des Staates zu kümmern; dem wissenschaftlir j chen Fortschritt dienende Schriften zu \eröffentlii eben und jede sonstige Ak- ■ tivität zu pflegen, die obigen Zwecken dient. ■ Der Sitz der Akademie wird Jerusalem sein. Die 1 Mitgliedschaft in der Akademie erlischt bei Ableben; durch den-! Präsidenten schriftlich mitgeteilten Rücktritt des Akademie- I Mitglieds: bei Auswanderung und bei Verurteilung , wegen eines ehrenrührigen Vergehens. Im Ausland 'wohnende Wissenschaftler j können ausserordentliche Mitglieder werden die aber . u. a. kein Vorschlagsrecht für die Wahl des Akademie- : Präsidenten haben. I Die Wahl des Präsidenten erfolgt auf Vorschlag der Akademie in Form der Ernennung durch den Staatspräsidenten für die Dauer von drei Jahren resp. bis zur Ernennung seines Nachfolgers. In der Knesset - Debatte wurde von einigen Rednern eingewandt, dass die Akademie neben den bereits ¡bestehenden Institutionen, dem Forschungsbeirat für i Entwicklung, dem Beirat für Hochschulbildung, dem I wissenschaftlichen Beirat i der Kanzlei des Minister- ■ Präsidenten, der hebräij sehen Sprach - Akademie, dem Van-Leer-Institut für den wissenschaftlichen Fort- 1 schritt der Menscheit etc., . Überschneidungen und Dop- I pelgelcisigkeit verursachen werde. Dagegen bemerkte Abba Eban, Israel sei ein | kleines Land und die Zahl . der Wissenschaftler nicht so I gross, dass nicht einer vom anderen genau wüsste, wo- . mit er sich befasst; daher | seien Ueberschneidungen ' kaum zu befürchten. Wenn sich aber zwei Forscher gleichzeitig mit dem gleichen Problem befassen, so sei das kein Fehler, da sie | einander anspornen und ihr Ziel dadurch schneller er- | reichen werden. Für die Koordinierung der Arbeit und Konzentrierung der Kräfte werde gesorgt wer-! den, versprach Abba Eban, , der nicht nur Erziehungs¬ und Kulturminister sondern gleichzeitig auch der Präsident des Weizmann-Instituts , von Rechowot ist. ' Der Kommunist Dr. M. Sneh nahm in der Parla- I mentsdebatte gegen einseitige Orientierung Stellung | und verlangte, dass die israelisch’ Wissenschaft ihre Schwingen nicht nur nach Westen sondern auch nach Osten ausbreiten solle. Eban konnte erwidern, dass die sowjetrussischen wissenschaftlichen Institutionen zu allen von Israel veranstalteten wissenschaftlichen . Tagungen und Veranstaltun- LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE Bi. Air«t - PUEYRREDON 1190, D »4. - T. E. 83.201 14. Juli 1901 1. Aw 3721 j gen internationalen Charakters eingeladen werden, * dass auch israelische Wissenschaftler gern Einladungen in die Sowjetunion Foli ge leisten, und dass in Sozialpolitik natürlicherweise auch der Marxismus gelehrt werde. Eban berief sich darauf, dass das Gesetz und das Statut nach internationalen Beispielen und im Einvernehmen mit den im Lande i bestehenden wissenschaftlichen und Universitäts-InStitutiorven verfasst sind. Die Mitglieder der Akademie müssten nicht unbedingt Inhaber akademischer Titel sein. Der vorbereitende Aus- ■ schuss hat die präliminären Arbeiten der Akademie be- 1 reits aufgenommen. und die Hochschulen und For- UNWRA-Büro in Genf 1 Genf. — 2.500 arabische; Flüchtlinge aus Palästina; sollen von 15*53 an in Schulen, die von Öen Vereinten Nationen unterhalten werden ,eir.e Berufsausbildung; geniessen. Im vergangenen i.Jahr hatten 300 Schüler diese Berufsschulen absolviert. Das UN-Amt für Palästinaflüchtlinge hat kürzlich in ' Genf ein Büro eröffnet, das * der Zusammenarbeit mit europäischen Ländern dienen scll. (AWZ) schungsstätten bereiteten ifi- ■ re Vorschlagslisten für die Mitgliedschaft vor, von deren Eignung und Niveau Rang und Ruf der israelischen Akademie der Wis- 1 senschaften abhängen W'ird. T ewiichbaus - M. HocWbcr?! 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