Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1893 (14.7.1961)
- Date
- 1961-07-14
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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■ / ' Viernes. 14 de JVio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Die israelische Rakete VAH® XXII. — Ne. im | * (Schluss von Seite 1) ^strecken. Hier stehen wir durchaus nicht nur vor einem Problem, das für Israel eine entscheidende Lebensfrage ist: das Land grosser zu machen, um neue Menschen anzusiedeln und zu ernähren. Nur einen kleinen Augenblick wollen wir den Gedankengang unterbrechen. Wer hätte denn noch vor einigen Jahren geglaubt, dass das kleine Israel mit seinen grossen unbebauten Flächen seine Zwei-Milionen - Bevölkerung allein ernähren könnte? Und wer erlaubte sich die verwegene Meinung zu äussern, dass Israel sogar nach kurzen Jahren einen Ueberschuss an Lebensmitteln haben würde? LTnd doch stehen wir heute vor dieser Situation. Auch hier liegt ein Eigebnis gemeinsamer Anstrengungen der Forscher und der Bauern vor die selbst Forscher sind und wissenschaftliche Methoden bei der Bearbeitung ihrer Böden anzuwenden verstehen. Ein weiteres kardinales Problem für Israel ist di-’ W asserversorgurg Hier sollen nicht die grossen Piäne und Werke aufgczählt werden. auf denen das heutige System der Wasserversorgung Israels beruht. Aber man ist sich darüber im klaren, dass neue Wege erschlossen werden müssen, übrigens nicht nur für Israel. Die ungeheuren Mengen des Meerwassers sind bisher für die Bewässerung der wasserarmen Böden untauglich. Schon gibt es Methoden, die Entsalzung vor- Í Dr FREYÍ i l * Abogado $ 5 PUEYRREDON 2190 5 Í if; i $ *; S nachm 16—19 Uhr £ J <j 1 iv*www*ww**wwwvv?! REAL PENl £ I Füllhalter * : REPARATUREN * \ Spezialgeschäft * CORRIENTES 569 $! T E. 49-5850 * | zunehmen, aber sie sind noch umständlich und teuer. Aber was heute noch nicht gelungen ist. morgen wird es Wirklichkeit sein. Hier liegt eine weitere grosse. wissenschaftliche Aufgabe. an der Israel mitarbeitet. Denn Wissenschaft ist niemals national gebunden. und der Geist kennt keine Grenzen . . Sicherlich dient die Rakete, die Aufschluss über meteorologische Fragen geben soll, auch dem Problem des Regens. Aber hierüber werden wir erst zu einem späteren Zeitpunkt Näheres erfahren. Die israelische Rakete hat. wie nicht anders zu erwarten war. den Zorn der arabischen Nachbarn hervorgerufen. Nasser hält es für richtig, hieraus auf den kriegerischen Angriffsgeist Israe s schliessen zu können. Diese Auffassung spiegelt die Denkkategorien wide:*, innerhalb derer sich d.'e arabischen Kreise in ihrer feindseligen Haltung gegenüber Israel bewegen. Dass jede Erfindung und jeder Fortschritt durch den Menschen in eine zerstörende Waffe verwandelt werden kann, ist eine bekannte Tatsache. Das Flugzeug berufen zur Verbindung zwischen Meeren und Kontinenten. kann auf die einfachste Art zu einer vernichtenden Kraft werden. Selbst Sprache und Wort, dem Menschen gegeben, um sich mit seinen Mitmenschen zu verständigen, können in eine scharfe Waffe umgewandelt werden, die durch die Predigt von Hass die Gewalten der Zertrümmerung durch die Entfachung der niedrigsten Leidenschaften auslöst. Die grosse Bewegung derer. die den Frieden aufrecht erhalten wollen, hat die Losung ..Atome für den HOTEL “LUCKY GARDEN’’ 1. Categ. — Lep. c. ba¬ ño priv. - Precios econ. 2 cuadr. subt. Santa Fe est. Agüero — Todo conf. — T?1. int.. calef. P.ERUTT1 2876 TelEfs. 84-4212 y 84.1081 JL Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DLAZ VELEZ 6224 al 46 T. E. 43-234S 034G v 3021! JUDITH SCHENKOLEWSKI KUL rUSSTICKERFiEN Sehabbosdecken - Tallisbeute' - Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bettunr Tischwäsche BEßEDERO 2585 T. E. 73-9155 Frieden’’ ausgegeben. Die Atomforschung hat der Menscheit völlig neue Er-! kenntnisse und Mögliehkeij ten für ein segensreiches! Wirken gebracht. Aber sie : hat gleichzeitig auch dieselj be Menschheit an den Abgrund des Verderbens und i der totalen Vernichtung, an! den Rand des Unterganges . geführt. | Was also begehren die arabischen Politiker mit ihrer j Polemik gegen die israelischen Raketen - Versuche? i Gewiss kann man es ihnen! nicht verwehren, dass sie j aus irgendwelchen gegrerij sehen Motiven neues politisches Kapital zu schlagen versuchen, um vielleicht von ihren sowjetischen Freunden neue Konzessionen zu erhalten. Es stellt auch durchaus kein Novum dar, dass die Wissenschaft in den Dienst der Politik und die Politik in den Dienst der Wissenschaft gestellt wird. Die übrigen Völker der Welt sind jedoch aufgerufen, um solchen Anwürfen in der geeigneten Form entgegenzutreten. Werden sie es tun? Oder gibt es wiederum machtpolitische Aspekte, die sich der Wahrheit in den Weg stellen werden. Wir dürfen damit rechnen. dass Israel entschlossen seinen Weg gehen wird, zum Wöhle des Landes und des jüdischen Volkes, aber auch im Interesse des Fortschritts der ganzen Menschheit. Politische Hemmnisse müssen überwunden werden. ob sie ihren Ursprung im Neid und ir der Missgunst der Nachbarn oder in ihrer Angst haben, von einem anderen Staat überflügelt zu werden. Politische Schwierigkeiten müssen beseitigt werden, ob si’ aus wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Rivalität entstehen. Aber all diese Hindernisse und Gefahren werden Israel nicht aufhalten können, die selbst gestellte Aufgabe und seine Mission unter den Völkern zu erfüllen, die in der Rede zur Grundsteinlegung der Universität von Chaim Weizmann bereits vor mehr als 40 Jahren meisterhaft zusammengefasst worden sind: ,.Die Forderung, dass diese Universität jüdisch sei, gründet sich auf die Werte, welche die Juden von diej PALERMO:: ZU VERKAUFEN l Neues 1 Zimmer - Depar- J tamento nach der Stra-, I sse, Küche. 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In dem Belicht der Razón heisst es: Es hielt schwer, den Onkel von Isaac Biskovitch in Argentinien ausfindig zu machen, da keine weiteren so erzählte Frau Juana Nechuma Byskubicz ,,haben vor ungefähr zwei Wochen nach Israel geschrieben, um anzufragen, ob der Polizist wirklich unser Neffe sei, den wir suchen und von dem wir im Jahre 1947 die letzte Nachricht hatten.” Die Geschichte der Familie Byskubicz ist traurig. Im Jahre 1947 erhielt das Ehepaar Byskubicz den letzten Brief von ihrem Neffen, dessen wirklicher Name Jacob ist. Er teilte ihnen das furchtbare Geschehen mit: „All; unsere Verwandten sind tot. Alle wurden in Ausrottungslagern umgebracht. Sie sind von den Nazis ermordet worden. Nur M SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr, H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450 — jährl. Angaben Vorlagen. Die an 1 ich habe überlebt, und wenn den Juc’en begangenen Massenmorde und der Krieg hatten die Familie auseinandergerissen, bis sich jetzt durch den in Jerusalem geführten Prozess gegen den ehemaligen SSObersturmbannführer Hitlers zwei ihrer Mitglieder wiederfinden konnten. Es gelang festzustellen. dass ier Onkel des Polizisten aus Tel Aviv Hersch Byskubicz heisst. es mir besser geht, werde ich mich wieder bei Euch melden.” Seither war die Verbindung abgebrochen, der Neffe schrieb nicht wieder. Jetzt wandten sich Onkel und Tante nach Israel, als sie in den Berichten über die Prozessverhandlungen von der Aussage des Polizisten lasen, obwohl der Name nicht ganz überein- 35 Jahre alt", berichtet Frau Byskubicz, „und wir sind überglücklich, das«, es uns gelungen ist, mit dem einzigen Mitglied unserer Familie, das die Grauen der Todeslager in Europa überlebt hat, den Kontakt anzuknüpfen. Mein Mann wanderte 1926 aus Polen nach Argentinien aus, wo ich selbst schon 1924 <• ngekommen bin. Seit Jahren ist es sein einziger Wunsch, seinen Neffen zu finden, nachdem ihm dieser berichtet hatte, welch entsetzlichen Tod alle seine Verwandten gestorben sind.” Damit war eigentlich alles gesagt, nachdem es dem Ehepaar Byskubicz gelungen ist, nach 13 Jahren die Spur des einzigen Byskubicz zu finden, der in Polen dem furchtbaren Schicksal der ganzen Familie entrinnen konnte. „Es ist eine wunderbare Fügung, dass wir, die wir in Buenos Aires leben, unseren Neffen aus Polen, W'o alle Brüder. Schwestern. Vettern und sämtliche Angehörige meines Mannes umgebracht worden sind, dadurch wiedergefunden haben, dass er als Zeuge im Eichmann- Prozess auftrat”, schloss Frau Byskubicz. ..Wir versuchen, uns seine Seelenverfassung vorzustellen, als seelischen und geistigen j manns, dieses Grossen in 1 er ejnen der Hauptschuidi- Werte anerkannt hat. die Israel, geht ihrer Erfüllung ] gen am Tode seiner Familie entgegen, wie wir alle hofj auf der Anklagebank sitzen fen und glauben. | sah!” dass sein Neffe am 16. Ju-I stimmte. „Jacob ist heute sem Lande aus der Welt gegeben haben. In Anwesenheit der Anhänger dreier grosser Weltreligionen, die ungeachtet vieler Unterschiede an den glauben, der sich Mose zu erkennen gab, angesichts dieser Welt, die auf jüdischem Gesetz beruht. sich vor den jüdischen Propheten neigt, die grossen ' im und Juda meine Ueber- I zeugung ausspreche, dass j die Propheten von Israel! nicht ganz untergegangen ] sind, dass unter der Leitung : dieser Universität die göttj liehe Kraft prophetischer Weisheit., die einst unser I war. wieder geboren werden | wird?” — i Die Voraussage Weizmanns, dieses Grossen in das jüdische Volk ihr ge- , schenkt hat, sei die Frage j hier beantwortet. Die Unii versität soll das jüdische! Volk anfeuern, nach weite-1 rer Wahrheit zu streben, j Bin ich zu kühn, wenn ich | hier an diesem Ort, zwi-1 sehen den Hügeln von Efra- I j Dr. i I B. Schwartz | I ZAHNARZT ll.STOV.EA 2283 - 52-8214] li RAYOS X 1? PAR/'DENTOSE j { TELEF. I f VORANMELDUNG 'Maltha. 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