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Jüdische Wochenschau · 1961-07-11 · 1892 (11.7.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1892 (11.7.1961)
Date
1961-07-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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[RT umstritten Æ feSfeitjiglfS äcn&'cn äiieer-jatrr'itcn einer un? futnommen. die sie unschriit „Br. Hans Globke — t unbewältigten Gegenwart” hat. Die Zeitung bemerkt in tel ,.Vom Juiienexperten im zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt". Der Fall Globke erregt seit langer Zeit die Oeffentliehkcit, und rieht nur in der Bundesrepublik. Trotzdem das Verfahren gegen Globke eingestellt worden ist, wird der Fall als solcher allgemein nicht als erledigt betrachtet. ihren wurde eingestellt )er leitende Bonner Obert Ende Mai das Ermittgegen Staatssekretär Ministerialrat Massfelier Oberregierungserat zur mg Eckeiberg eingestellt. Vorwürfe, di« drei Beamwährend des Krieges in ¡1 Judenverfolgungen beteiisammengebrocben. Auch llobke habe Kontakt mit n sS-Obersturmbannführer i unterhalten, konnte nicht t «erden. Alle drei Beamten Einstellungsbeschluss . (¡er 80 Seilen umfasst — men lastenden schweren it und öffentlich rehabilimann gegen den von diesem gebilligten Plan, zehntausend jüdische Frauen und Kinder aus Saloniki nach Palästina answandern zu lassen, ausgesprochen. In der Erklärung der Justizstelle heisst es: ,,Die Ermittlungen haben indessen nicht den geringsten Anhaltspunkt fiir die Wahrheit der von Merten aufgestellten Behauptungen gebracht.” Es hätte nicht festgestellt werden können, dass zwischen Globke und Eichmann dienstliche oder persönliche Beziehungen bestanden haben. Globke sei auch niemals Judenreferent im Reichsinnenministerium gewesen. Die Einstellungsverfügung führt den Beweis gegen die Behauptung Mertens, er, Merten, sei Januar 1943 mit Eichmann in Saloniki zusammengetroffen, unter anderem mit der Erklärung Eichmanns, er sei niemals in Saloniki gewesen. Merten will im März 1943 zu Eichmar.n nach Berlin geflogen sein und um die Aussiedlung von 20.000 jüdischen Frauen und Kindern von Saloniki nach Palästina ersucht haben. Die Staatsanwaltschaft kommt in der Einsieliungsverfiigung zu dem Schluss, es beständen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Globke und Massfelier im Frühjahr 1943 sich an der Judenverfolgung in Nordgriechenland beteiligt oder dass sie die Flucht nach Bulgarien verhindert hätten. Was Massfelier angeht, so ergebe sich die Unrichtigkeit des gegen ihn erhobenen Vorwurfs allein schon aus der Tatsache, dass er damals schon gar nicht mehr im Reichsjustizministcrium gewesen, sondern bereits zur Wehrmacht eingezogen worden sei. Die Haltlosigkeit der Vorwürfe im Falle Globke rühre schon aus der Tatsache her, dass Globke überhaupt keine Möglichkeit gehabt habe, nach seiner dienstlichen S.ellung. auf Massnahmen in dem von clor Wehrmacht besetzten Gebiet Südcsteuropas einzuwirken. (r. A. Z.) Auszüge aus dem Artikel in den Jedioth Chadashoth, der Adenauers persönliche Erklärung zum Eichmann- Prozess lobte, sind — verbreitet durch die deutsche Presse-Agentur — in vielen Zeitungen der Bundesrepublik abgedruckt worden. Nun, das ist kein Zufall. In Deutschland registiert man im Augenblick mi; wahrer Gier altes, was an Positivem über die Vergangenheit. iiber Taten deutscher Vertret.r und die Repräsentanten des Landes gesagt und geschlichen wird. Schon Monate vor dem Eichmann - Prozess stand fest, dass die freundschaftliche Stimmung in der westlichen Welt — ven der östlichen verlohnt es sich wegen sei’ er unaufrichtigen Politik nicht zu reden — gegenüber der Bundesrepublik ganz erheblich im Absinken war. Datei war der Fall Eichmann eigentlich nur zum Kulminationspunkt geworden. Er hatte dazu geführt. das sien die Welt — der Verbrechen di: im Namen Deutschlands begangen worden sind, noch einmal bewusst wurde. Es bedurfte nur geringer Anstrengungen festzustcllen. dass noch immer piominente Persönlichkeiten des Naziregimes in den höheren Rängen der Bundesrepublik tätig sind und nur unter dem Druck der Weltmeinung eine ernsthafte Verfolgung der Nazi-Verbrecher oder die Absetzung von früheren Nazi-Politikern erfolgt ist. Der Fall Oberländer war das typische Beispiel dafür. Dass dieser Wandel in der öffentlichen Meinung der westlichen Welt auch auf die zwischenstaatlichen Beziehungen, deren Deutschland seiner poetischen Anliegen wegen sc sehr bedarf. Einfluss haben könntf*. verursachte den Renner Polillkorn cihebliohc Kopfschmerzen. Dr. Adenauers Pressekonferenz die die deutsche Haltung zum Eichmann-Prozess zum Thema hatte, und auf der er die Register —- viele Deutsche hätten ebenso gelitten wie die'Juden — und viele Deutsche hätten Juden geholfen. — ein wenig überzog und seine darauffolgende persönliche Erklärung sind aus dieser Sicht verständlich. Noch weniger geschickt, jedoch aus gleichem Grunde, va, dte Ankündigung des Verteidigungs-Ministeriums, Minister Strauss wolle die erneute Publizierung der K'iegsbriefe von Soldaten jüdischen Glaubens aus dem Erst’n Weltkrieg veranlassen. Die Verlautbarung aus der Ludvvigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von ein eni So :i d er ko r res pon d c nt< n Aus der Haft entlassen Hamburg. — Der ehemalige stellvertretende xLagerfährer des Konzentrationslagers Hamburg-Fuhlsbüttel. Willi Dusenschön. ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In einem Haftprüfungstermin hat die Zweite Grosse Strafkammer des Landgerichts Hamburg festgestellt, dass keine rechtlichen Gründe mehr für eine Fortdauer der Untersuchungshaft bestehen. Dusenschön war im Oktober 1951 vom Militärgericht Bordeaux wegen Kriegsverbrechen zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilt worden .Gemeinsam mit anderen Angehörigen der SS- Division „Das Reich” war ihm Beihilfe zum Mord, zur Plünderung und zur Brandstiftung bei Operationen gegen Widerstandnester zur Last gelegt worden. 1956 wurden Dusenschön begnadigt. Er lebte seit 1957 mit seiner Familie in Hamburg. (AWZ) von Nazi-Verbrechm. die trotz ständiger Aufforderungen bisher schwieg, und nun manches gehütete Geheimnis über seine Tätigkeit preisgab entstammte der gleichen Poli'ik c’ic Integrität zu beweisen. Die deutsche Presse fing den Bai! auf md ging in geschickten Polemiken auf die ehrliche Absicht der Mehrheit des deutschen Volkes ein, w ^dergutzumachen. Nur di; „Deutsche Zeitung” stell’e sich plötzlich quer und oehauptete, es gäbe überhaupt keinen Grund, sich weiterhin anklagcn zu lassrn. Ein Eichmann sei nicht nur des deutschen Volkes „Gut”, sondern eher des der ganzer. Weit. Schltesslieh sei Hititr nm von der Minderh"it des deutschen Volkes at. die Macht gewählt werden und dieses nicht schuldiger zu sorecher. als jedes andere Vclk in Europa. Dies war Eicht der unzeitgemüsse Ausbruch eines Unverbesserlicher,, es war der Kurzschluss eines Deutschen. der vielleicht eben, weil er seine Mitverantworit ng schon lange erkannte, es satt hat. sich w:i er an die Brust zu scYarcn. Al e ■ die ..Deutsche Zeilimg” hat längst räch': genügend Resonanz, um die: er Meinung Gewicht zu ve leihen. Ihre bisherige Prozessberichterst-ttung ist intensiv und viel gelesen Sie sind einhellig der Auffassung, dass Eichmann eine Null ist, und class-e, nur dusch die Macht der Nazis, nicht durch seine eigene Person, so wirken und handelt konnte. Generalstaatsanwalt Gideon Hausner der nach allen Pe ächten in de- Weltpresse bisher zu trockenen, den juristischen Notwendigkei te.i entsprechenden Darlegungen gezwungen war. wird ven den deutschen Pressevertretern als überaus treffend Jnd scharfsinnig in seiner Argumentation und Formulierung hingestellt. Auch in de” Schilderung des Verteidigers ist man sich soweit einig, dass man jedes Wort des politischen Gehaltes in seinen Ausführungen mit Bedenken kommentiert. TLICHKEIT Die bisherigen Darstellungen des Verfahrens in der (Lutschen Presse beweisen, dass es sich bei den entsandten Berichterstattern nicht nur um einwandfreie Journalisten handelt, sondern dass die Umgebung des La des und der Menschen in Israel nicht ohne Einfluss auf ihre Bewertung des Verfahrens bleiben. Der Eiehmann - Prozess mag daher für die neuerliche Annäherung zwischen Deutschen und Juden mehr tun, als die gezwungene Erklärung des Dr Adenauer, die die Altsicht nur zu deutlich verraten: nämlich — um jeden Preis die freundliche Stimmung ir, der Welt gegenüber ¿en Deutschen zu erhalten. Die öffentliche Meinung in Deutschland, die jetzt mehr über Juden, ihr Schicksal, ihr Leben un 1 ihren Staat erfährt als jemals, wird davon nicht unbeeindruckt bleiben: auf keinen Fall aber die deutsche Jugend, deren Fragen an die ältere Generation an die Schuldigen und Mitverantwortlichen für Deutschlands schändliche Vergangenheit. immer dringlicher werden. HEBREO SIN MAESTRO cierto-sccuro na-jón jardinera ga-nc-net rilo st,a-mi alcgria-fieàtj sim-jù muy pgr AHARÖN ROSÉN 1123.1 5 C e-)ército T tza-vá .13 7 señora gvé-ret X23Z .1 5 1 T T maa .152 ,13127 .158 jardín de infante* 53 T T gan-it-la-dim '1 : ïi?-ï -15 4 nnpil’ .15 9 anciano-\iejo T ‘ za-kén “7RS .16 0 J°^n .1 irx D'VSIK /*TIX- ,|¡?t Î3-« m Vax ,t?s ax xin .]¡?t xin ipai xS- .cn1?"’ næon1? . t : t ~ s;a£“,na rnasn no? na - na ,ít3¡?t x*n ,ín-!. . .D'VBto J3? na x-n ya^-na!]in3 x1?-?n>^n ¡vrn x'n ,i?atf na x*? x\i - .n'vwn na x^m yaEf-na?nx naa na?nnx na a ia T“ ~ T “ T - * Y .nil1?’ (i i ) nntosí-nnx ,(i 2 ) n*níri?“D’,ruí? (i 3 ) rnfe» ...Cu) nn^—yanx .(2 0) Dná7S7 ínix ,nrx rroa ia T “ T “ * Y .ootf tfön )a ax . laç-rraa loi1? nnx- .□n^n-fía ax ,xV?]Dj?n por no? jar njtf ]a xin .ix» ]opT por ■ nsm .. 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