Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-07-07 · 1891 (7.7.1961) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1891 (7.7.1961)
Date
1961-07-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612582--1463-9612586
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

i — Viernes, 7 de Julio de 1961 LA semana israelita Año XXII. _ No. 1891 Herzeríreuendes Wiedersehen ¡ M4ERCHE",M DEUTSCHE" the‘ter Literarische Notizen Buenos Aires hatte viele viele Jahre lang ein erstklassiges Jüdisches Theater. das ,.Soleil”. das unter Leitung seiner Direktoren, von denen Stramer, Feldbaum und Narepkin die vielen Jahre überdauert haben. uns Jahr für Jahr wirklich erstklassige Aufführungen geboten hat. Die ersten Schauspieler des Jüdischen Theaters. Weltgrössen wie Jacob Ben Ami, Maurice Schwartz und Josef Buloff, abgesehen von vielen anderen bedeutenden Darstellern. Sängern und Kabarettisten. waren hier ständige Gäste. Dieses grosse jüdische Theater war drei Jahr€ hindurch geschlossen. Nicht aus künstlerischen Gründen; es wurde bis zum letzten Jahre stets gut gespieltes handfestes Theater geboten und einige wirklich unvergessliche Aufführungen höchsten Ranges unter' ihnen. Aber kein Theater, kann nur von der Anerken-1 nung der Kritik und einiger Kenner leben. | Man könnte annehmen, dass nach solcher Einleij tung seitens des Rezensen-! len gebeten würde, das Publikum solle das Theater un-1 terstiitzen, und sei es auch nur. um sein Scherflein j zum Aufbau eines guten1 kultur eilen Werkes beizufragen. Das war — es hätte wie immer auf der Bühne auch anders kommen ki>nj nep! — diesmal aber bestimmt nicht der Fall. Wer seine Eintrittskarte bezahlt hatte, ist voll auf seine Kosten gekommen; er hat viel! gelacht und sich sehr angenehm unterhalten. Pessaeh Burstein, der wie Teairo Solei! cmtBJEKTES :U50 K.KJX1 I'. VORSTELLUNGEN Täglich um 22 Ulir Sonntag 18 und 22 Uhr Paul Burstein Lilian Lux in der jüdischen Operette WER IST MEIN MANN? guter Wein mit den Jahren immer besser wird, hatte sich aus New York eine Verwechslungs - Komödie: ,.Wer ist mein Mann?” mitgebracht, ohne jedes literarische Niveau, aber brilant gemachtes Theater, das jei dem Schauspieler eine oder! einige grosse Szenen bot. Kleine Solosketchr, Szenen j von überwältigender Situationskomik. erprobte alte und auch einige sehr gute 1 neue Witze, dazu eine einschmeichelnde. von Jossele Grinblatt gefällig dargebotene Musik, deren Melodien ins Ohr gingen, weil man! sie so ähnlich schon kannte. Von dem Augenblick ab, als | Burstein mit einer höchst 'komischen (und nicht einmal schlecht gesungenen) Figaro-Parodie auftrat, (er hatte aus dem Faktotum der schönen Welt ein-:n Heiratsvermittler gemacht!), war Stimmung im Saal, angenehme, brillante Stim- , mung, die bis zum letzten 1 Fallen des Vorhangs nicht mehr abriss! I Die New Yorker Gäste, Burstein und seine Frau Lij lian Lux, standen natürlich ‘im Mittelpunkt. Burstein, ein erprobter Buffo und I Komiker, bei dem jede Pointe unfehlbar .sitzt”, spiel-! te zwei Rollen, die des be- 1 trunkenen Ehemans und die des Schauspielers, der wegen seiner Aehnliehkeit den Ehemann spielen und j sich das Herz und vor allem das Geld der reichen Schwiegermutter erobern soll. In beiden stets auf der Höhe der jeweiligen Situa- | tion. Lilian Lux. die als Frau mit zwei Männern von | einer Patsehe in die andere gerät, hat eine schöne Stim- ' me und bot als einzige nej ben den komischen auch gelegentliche sentimentale Szenen. i Vcn fle.ii Einheimischen \ .ii-i. «vn »-e- , Unsa alc mit j Ihrem blossen Auftreten die I Bühne beherrscht. Die“TfiT- ■ vergessliche Darstellerin jü- | disotie^ Mammes mit dem! goldenen Herzen zeigte, , dass sie diese Mammes auch leicht parodieren kann. (Anna Feldbaum, die selten i Rollen bekommt, die ihr Gelegenheit bieten, konnte sich als komische Alte in einer Sisebuta-Rolle voll austoben. Ein ganz besonderes Lob aber verdient Max Kloss, der einer schemenhaften Rolle viel mehr komischen und menschli- Einmal im Jahre glaubte der Kritiker. wie ein gewöhnlicher Zuschauer sich dem Zauber des Theaters hingeben zu können. Und Jakob und Wilhelm Grimm wurde von Robert Bürkner ' G-edenkmal in einer Bühnenfassung gebracht, welcne die Roman-1 A “sterda tik der Märchenwelt voll ist als die jiddische, zählt Am Platze, an dem in J^80* wis^cbaftlidie Juden Hol-1 ch* Mitarbeiter. Die Fort- I lands zum Abtransport ge-, sch,;ltte u"te^ de“ J”d«i es | zeigten sich besonders aus- •noch dazu in einer unge-! und ganz in ihren Dialogen j sammelt worden sind - . T ¡wohnten Umgebung, nambewahrte. Zumal der Conin Theiter_'geprägt in den letzten Jah! lieh in der Gesellschaft ei-, ferencier, Verzeihung. der ' “n Gedenkmonument ner Schar von Kindern die Märchen - Onkel, Alfred‘€ntstehen mit einem Trauwohl das idealste Publikum Schnees, der dieses Mal ersaal> in dem ein ewiges im Parkett bilden. sieren Dinge, wie man sie | oft erleben mochte; immer mit einem hellen Happy-1 End. und das Verschmelzen von Publikum und Bühne Im ein Garten der Erinnerung geschaffen werden. , d,Tn aktuei’en Kamen Sput-; brennen wird. Da gibt es Keine Problemko trug, Zeiten und Dinge rückwärtigen Teil soll me, keine Logik der Hand-1 verzauberte und den Kleilung, die abgewogen wer-! nen im Parkett jede Angst den m-uss; im Märchen pas-, vor der bösen Hexe nahm. Die süsse Prinzessin mit einer glockenreinen Stimme war Ursula Bredin, die sich sofort die Herzen der Kinder eroberte. Der freche ren. Nach den Begriffen dieser Statistiken gehören praktizierende Aerzte, Apotheker und Techniker nicht zu den wissenschaftlich tätigen Personen. ist ideal, — eben wie im | Küchenjunge. Host Eydel, Märchen! Da erscheint immit Max Wächter, dem dikmer noch ein König, wenn j ken Koch, der alles vergisst, auch nicht mehr so würde-1 und Maria Hollmann als voll, und eine Königin, auch Magd waren das Küehennieht mehr so unnahbar. I trio des Schlosses. Margrit und vor allem eine reizen- Spielmeyer als Königin und Leser-Zuschrift Aus der ersten Alija! I Die in Nummer 1888 Ihrer In Cholon starb im Alter, werten Zeitschrift am 27. von 82 Jahren Rabbi Josef ' junj 1901 gebrachte Nach- Gamliel, einer der letzten rjcht in der Rubrik ,.Lite- Ueberlebenden der ersten I rarische Notizen”: ..Sieg- Alija. 1882 kam er ins Land frjed Guggenheim gestor- und wuchs in Jerusalem uen'> bedarf einer Beriehtiauf. Er war einer der er- ■, gung denn der sel. Dr. Siegsten Bauarbeiter im Lande und widmete seine Freizeit erzieherischen und sozialen de .liebliche Prinzessin, der ¡Manfred Rahn als König j Aufgaben. alle Herzen;m Sturm zufliegen. Natürlich darf das Gegenstück, die böse Hexe, nichi fehlen; und dass sich am Ende Prinz und Prinzessin heiraten, ist selbstverständlich. Das alte Märchen entledigten sich ihrer Aufgabe mit Geschickt und Begabung. Marta John geis;erte als romantisch spukhafte Hexe über die Bühne' 1 und Woifgang Priewe er- , schien schliesslich, leuchvon tend in Ton und Gestalt, als der rettende Prinz. Jüdische Wissenschaftler in der Sowjetunion Nach einer Statistik, die in Moskau veröffentlicht wird, waren 1958 von den 284.000 Personen, die in wissenschaftlichen Forschungen tätig sind. 28.966 fried Guggenheim stammle nicht aus Offenbach/Main, der Stadt seiner jahrzehntelangen Tätigkeit, die ihm das Ehrenbürgerrecht verlieh, sondern wurde in Worms am Rhein geboren, der Stadt, in der seine angesehene Familie jahrhundertelang lebte und wirkte. Das Erscheinen seiner Neuausgabe der Offenbache!- Hagada erfolgte kurz chen Gehalt gab, als in ihr einem anerkennenswerten eigentlich Heckt Man lach-| Niveau, wozu die gegluckte te sich krank. Kloss hat in 1 Inszenierung, die leider zu .Die Aufführung stand auf|Juden. Die ukrainische Min-, vor seinem Hinscheiden. den drei Jahr.en verschiedene recht erfolgreiche Abstecher zur deutschen Bühne gemacht. Aber wirklich ganz auf der Höhe ist er doch im Jüdischen Theater. sehr die Rolle des Regisseurs in den Vordergrund treten liess, sowie das ausgezeichnete Bühnenbild von Reimundo und die dezente Musik von George Petersderheit, die 15 Mal grösser Adam Lotb Die anderen Darsteller Mar-; burski beitrugen. Alt und got Steimberg. Bela Ais, jung klatschte am Schluss Alexandroff, Klatzkin, Sau-1 um die Wette, um die ganer und selbst ein Künstler1 z* Märchenwelt noch einwie Salomon Stramer, der mal vor den Vorhang zu in einer Nebenrollauch! zaubern. H. D. einmal die Klaue des Lö- — 1 wen zeigte, müssen sich mit! einem wohlverdienten Gesamtlob begnügen. j I Am Schluss des Abends gab es ausser einer Blu mieren-Publikum_ rnst und ARNOLD ZWEIG Bilanz der deutschen Judenheii Erste in Deutschland erschienene Ausgabe mit einem Nachwort von Achim von Barries. 328 Seiten — DM 16,80 (gebunden) HANS KOHN: TEATRO COLONi Bursehr gut). Stramer, stein und Lilian Lux. Das jüdische Publikum von Buenos Aires hat nun das Wort. Dr. Karl Kost Theater Solei) iIIIî“fSIIiï2I*5Jli;5S*Slllf glIüSçï-jÉisi In dieser Woehe finden die letzten Vorstellungen der Operette ..Wer ist mein Mann?” mit Lilian Lux und Paul Burstein in den Hauptrollen statt. In der nächsten Woche findet die Premiere der Operette .Die ewige Kalle” mit den jugendlichen Stars Viernes 7. a las 18 horas: j Sexto Concierto del Abono l_" > a 12 de Grandes Solistas yl ' tai ¿el pianista Paul Badu-L Pf/hí r-a-Sked n. BtfWffTliyg'TTE no en venta desde el miér- ' coles 5. i Sábado 8, a las 17.30 hs.: Cuarto Concierto del Abono a 6 Vespertinos. Orquesta ¡ Filarmónica de Buenos Ai- ' res. Diiector: Alceo Galliera. Solista: Lia Cimaglia 1 Espinosa. Sobrantes de abono en venta desde el jueves 1 6. Sábado 8, a las 21 hoas: Cuarta Función del Abono a . Sábados Nocturnos: ‘‘I Furitani”, de Beliini. Sobrantes | de abono en venta desde el i jueves 6. Domingo 9. a las 21 hs.:; Función Extraordinaria. Velada de Gala en Conmemo-! im TEATRO ODEON KOMTAG. DEN 10. JULI. 21 UHR E FALLE pi i ■m ]. ¡3 Kriminalkomödie von ROBERT THOMAI! IM l m E Regie: Klaus Jaegei «WIEDERHOLUNGEN: Donnerstag, den 13., um 19.45 ¿Uhr, Freitag, den 14., um 19.45 Uhr, Sonnabend, den (15., um 20.15 Uhr und Sonntag, den 16., um 15.15 Uhr ni Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367, j T. E. 45-3591, werktags von 10—12 und 15—19 Uhr. “ Samstag von 10—13 Uhr Motteis und Lipel^ Burstein, ■ ración del 145? Aniversario den Kindern von Kilian Lux ¿le Declaración de la In- und Paul Burstein, statt, ¡ dependencia. ‘‘La Italana die aus früheren Auftritten ¡ ea Argel”, de Rcssini (Nueais Kinderstars gut bekannt. Va presentación escénica), sind und heute beide sieb- Director de Orquesta: Arzenn Jahre alt sind und zu ' ge0 Qjadri. Reg’sseur: Tito guten Künstlern .als Buffo- Capobianco. Principales inkomiker und Soubrette, hertérpretes: Oralia Domin- | angewachsen sind. Sie hat- ‘ ten bereits in Nordamerika! grossen Erfolg und werden ’! mit ihren Eltern die Hauptrollen spielen. i > Das Jüdische Theater So-! guez, Susana Rorco, Juan Oncina, Raffaele Arie, Giulio Viamnnte. Orquesta. Co-j ro y Cuerpo de Baile Esta-1 bles del Teatro Colón. j Lunes 10, a las 21.30 hs.:! leil ladet die deutschspre- 12? Concierto del Abono a chenden Juden herzlich ein,'20. Orquesta Sinfónica Na-I die Vorstellungen zu besucional. Director: Witold Ro- ¡ 'chen und einige heitere | wicki. So’ista: Adolfo Odno-1 Stunden im Jüdischen Theapossoff. Sobrantes de abono! ter zu verleben. j en venta desde el sábado 8. j lílf | ISRAEL - BRIEFMARKEN l KA WIEDERVERKAEUFER — ALLE KEUAUSGA- BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS 1 Agencia Filatélica oficial Z del Estado de Israel, * VIAMONTE 550, I/B — Buimi Aires, Rep. ArgeatiM IFT BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88 9420 SONNABEND UM 22 UHR — SONNTAG UM 18 UHR! ZWEI LETZTE VORSTELLUNGEN { DIE FAMILIE KUBICH von PETER KARVAS (gespielt in jiäaUcner Sprache) FREITAG, den 21. ds. Mts., PREMIERE j “N0S0TR0S NO USAM0S FRAC” MARTIN BUBER Sein Werk und seine Zeit áte urr. ein Geleitwort des Verfassers und ein Nachwort v~n Dr. Robert Weltsch vermehrte Auflage ca. 500 S gr. 8?, Leinen gebunden DM 24.80. MARGARETE SUSMAN Frauen der Romanlik 3. veränderte und erweiterte Ausgabe 178 S mit 16 Bildnissen aut Kunstdruckpapier, in Leinen gebunoen 12,80 DM. FLAVIUS JOSEPHLS Geschichte des jüdischen Krieges Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkurgen ■ versehen vob Dr. H. CLEMENTZ Kl. 8?, 695 Seiten, 2 Karten aut hoizlr. Papiei in Leiner geb. DM 25.— Joseph Metzer Verlag, Koeln MOZAHTSTRASSE 13

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.