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Jüdische Wochenschau · 1961-07-04 · 1890 (4.7.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1890 (4.7.1961)
Date
1961-07-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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WR«* KUNST mke(ir des Hof rats waltschaft. hier “‘Minister iWa 35jäi seinen StaatsdjeD uh Hatte n be§onr‘ Jt>eaterkri Hist an de freien pr'e Teodor Hei n cuín— e zuvor war er, u mit dem von nderten Max Reiser der Milschöpier burger Festspiele" nahm Lothar als :s Nachfolger in :h, das bereits uikem Nazieinfluss lie Leitung des in der Joseph. ilches der Theaterzu so hohem Aniracht hafte. Auch den Spuren des wandelnd, unterr Gegenwart liegt allerdings anders, ii. Dinge erlebt, so und erschütternd, ■Vage, ob sich solder Idee eines gutes noch irgendinen lasse, brende.“ ¡er Fragestellung igt sich der tiefe z zwischen dem n und dem heutischen - auch den i Hiob stellt in sei- Gott zu Rede: der Mensch aber zieht Qual Gott in Zwei- Hiob, oder die Ver, les Buches, bezieise seinen Redakstützt von grossen Künstlern, die in Hitler-Deutschland nicht mehr auftreten konnten oder wollten, bewährte er sich als Theaterdirektor, hielt das Niveau der Reinhardtbühne, bis er in den Märztagen 1938 weichen musste. Wenige Tage, nachdem die Nazis sich Wiens bemächtigt hatten, konnte Lothar ins Exil gehen, mittellos, einer unsicheren Zukunft entgegen. Und es sind die folgenden sieben Emigrationsjahre, die der Autor in den Mittelpunkt seines Buches stellt. Die Schweiz und Frankreich sind die ersten Doidensstationen. und dann gelangen rechtzeitig vor Kriegsausbruch die amerikanischen Visa in seinen Besitz. Ernst Lothar, begleitet von seiner Lebensgefährtin in zweiter Ehe, der gefeierten Burgtheaterschauspielerin Adrienne Gessner, die als „Arierin“ in Oesterreich hätte bleiben können aber ganz und vorbehaltlos zu ihm steht, gelangt nach Amerika, wo ihm, wie so vielen anderen Emigranten, einige sehr schwere Jahre bevorstehen. Die Bühnen, und Romanerfolge in Europa zählen wenig im neuen Lande; selbst „Der Feldherr“ und „Kleine Freundin“ sagen den Amerikanern wenig. Der Versuch, auf Anraten von Thomas Mann, ein „Oesterreichisches Theater“ zu gründen, scheitert. Die Umstellung des 50jährigen Geistesarbeiters auf eine sogenannte „praktische Arbeit“ muss misslingen. Lothar gerät der Verzweiflung nahe trotz aufmunternder Worte wirklicher Feunde. Er begegnet dem kurz nach ihm, damals bereits "2 Jahre alt, ebenfalls nach Amerika gelangten ersten Schauspieler Deutschlands, Albert Bassermann, der nicht nur seiner jüdischen Gattin wegen nicht im „Dritten Reich“ bleiben wollte, und der. für gute zwölf Jahre, ein Musterbeispiel an Anpassungsfährigkeit in der neuen Heimat hleiben sollte. Es gibt in diesem Buch ergreifende Szenen des Wiedersehens mit Max Reinhardt und Bruno Walter, Franz Werfel und anderen Geflüchteten. die auch, gleich Lcthar. das Geburtsland nicht vergessen können. Und, ein Höhepunkt; Das Erlebnis der Begegnung mit Präsident Roosevelt. Allmählich wendet sich alles zum Guten: Das Ehepaar Lothar hat gründlich Englisch gelernt. Sie. die grosse Künstlerin, fasst Fuss am Broadway und kann in Serienstücken Abend für Abend auftreten. Der Dichter wird Professor für Theaterkunde und vergleichende Literatur an einem College in Colorado, nachdem das Ehepaar vorher die Bürgerschaft erlangt hat. Zuvor war ein Verleger gefunden worden, der den Autor dazu anregte, einen grossen österreichischen Roman zu schreiben, und so entstand, meist auf einer Bank im New Yorker Central Park skizziert, das schöne Buch . Der Engel mit der Posaune“. Und dann geht der Krieg zu Ende. Die Sehnsucht nach Wien und dem Wiener Wald nach Linz und der grünen Steiermark erfüllt das Herz des Dichters, der ein Anerbieten der Behörden annimmt, im Range eines amerikanischen Oberstleutnants als Kulturreferent nach Wien zu gehen. Aus dieser befristeten Mission wird ein Daueraufenthalt; Ernst Lothar bleibt in Oesterreich. Nie verleugnet er nur einen Augenblick das Schicksal, das ihn an seine jüdischen Stammesgenossen bindet; sein ältester Bruder endete in einem der Sehrekkenslager des Ostens. Er hat die Bosheit so vieler Oesterreichpr nicht vergessen. die auf jenen 13. März 1938 gewartet hatten, und er übersieht nicht die mehr oder weniger versteckten antisemitischen Aeusserungen allgemeiner Natur nach seiner Rückkehr, er kann sie nicht übersehen und nicht überhören. Er denkt an die Grosszügigkeit amerikanischer Menschen die ihm eine Chance gaben, an die dort genossene Freiheit und oft erlebte echte Menschenfreundlichkeit. Und doch — seine Gattin kann ihm auf diesem Wege nur mit Widerstreben folgen — muss er sich eines Tages, vor die Wahl gestellt, nach Amerika zu_ rückzukehren oder die Bürgerurkunde nebst Pässen zurückzugeben, aus innerem Zwang zu diesem Schritt entschliessen. Ernst Lothar wiederum Mitgestalter der „Salzburger Festspiele“ und führend im Kulturleben Wiens, ist abermals österreichischer Bürger geworden, hat „heimgefunden“. Zwischen ..zwei Vateriändern“ wählen zu müssen, fällt ihm schwer; das Pro! cier --doppelten Loyalität erfährt in diesen Selbstbekenntnissen eine Analysieruhg. Er ist Amerika unendlich dankbar für die Rettung aus tödlicher Gefahr, für sieben Jahre des Schutzes, fühlt aber, dass die Wurzeln seines Wesens in dieser österreichischen Erde liegen, in diesem Lande Mozarts und Grillparzers, in dieser eigenartigen Atmosphäre, die aus der jahrzehntelangen Regierungszeit Franz Josephs bis in unsere Tage hinüberreicht. Ist Ernst Lothar glücklich wenn er zurückblickt? Die seelischen Qualen des Sich- Auseinandersetzens teilen sich dem Leser dieses Buches mit. der versucht, dem Dichter auf den verschlungenen Pfaden zu folgen, ihn 2U verstehen. „Das Wunder des Ueberlebens“ nennt er sein- Buch. Doch die Frage, wer letzten Endes dieses Wunder vollbrachte, muss er unbeantwortet lassen. Für die meisten der jüdischen Leser ist die Frage beantwortetdie amerikanische Emigration hat Ernst Lothar überleben lassen. Clirt vvnk Das Werk David Bergeisens c ~ Dre jetische Vereinigung für künstlerische Literatur in Mos- Kau hat einen 764 Seiten starken Band mit den Werken David Bergelsons in Jiddischer Sprache in einer Auflage von 30.000 Exemplaren veröffentlicht, so wird aus der sowjetischen Hauptstadt berichtet. Bisher wurden von der Vereinigung die Werke von Alechem. Perez und Mendele herausgebracht. (ITA) Tausend “Unbesungene Helden ” Dr. Adolf Steven bearbeitet als einer der Referenten des westberliner Entschädigungsamtes auf Anregung des dortigen Innensenators Lipschitz ganze Stösse von Akten, die er — zwar nicht im Einklang mit bürokratischen Gewohnheiten, aber um so mehr mit dem Inhalt der dort gesammelten 1.000 Berichte — unter dem Kennwort .Unbesungene Helden“ registriert hat. Um was es sich handelt, schildert die in Essen erscheinende „Neue Ruhr-Zeitung“ kürzlich mit der Erklärung dass hier von deutschen „Ariern“ die Rede ist. die in der Zeit Hitlers zu Lebensrettern von Juden wurden, indem sie ihnen Unterschlupf boten. Ihre damaligen Schützlinge suchen sie jetzt, um ihnen ihren Dank auszusprechen; ein Aufruf des berliner Bürgermeisters Willy Brandt erfolgte zum gleichen Ziel. Für hundertvierzig dieser Lebensretter fanden im Haus der West-Berliner Jüdischen Gemeinde bereits feierliche Ehrungen statt; und besonders Bedürftige von ihnen erhielten geldliche Beihilfen des berliner Senats . WIE Dr. STEVEN GERETTET WURDE Darüber berichtet die Essener Zeitung: Am 21. April 1943 flüchtete in Todesangst ein abgehärmt aussehender Mann Dr. Adolf Steven, vom Gefängnishof des berliner Polizeipräsidiums. Dr. Steven war einer der 1500 „Illegalen“ von Berlin. Sein Leidensweg begann 1942. Zu Anfang des Krieges als vermeintlicher „Arier“ zur W’ehrmacht eingezogen und später als Dolmetscher in Luckenwalde eingesetzt, hatte er zunächst seine jüdische Abstammung verheimlichen können. Aber 1942 flatterte plötzlich ein sogenanntes Rassengutaehten in die Schreibstube der Wehrmachtseinheit in Luk_ kenwalde: „Genaue Nachforschungen haben ergeben dass der Gefreite Steven Jude ist“. Das Gutachten bedeutete soviel wie ein Todesurteil. Dr. Steven war nicht mehr „tragbar“. Gerade noch rechtzeitig gelang es ihm sich der Einweisung in ein Konzentrationslager zu entziehen. Er war bereits für Auschwitz vorgesehen. In dieser Stunde der Bedrängnis stiess der Gefreite a. D. Dr. Steve auf einen der unbesungenen Helden. Ein Kriegskamerad gewährte ihm Unterschlupf in Berlin, unangefochten von der Aussicht, dadurch eines Tages als ..Judenfreund“ gebrandmarkt und selber verfolgt zu werden. Aber auch diesem illegalen Quartier kam die Gestapo nach einigen Monatan auf die Spur. Anfangs 1943 wurde Dr. Steven festgenommen, zusammen mit andern Juden in ein berliner Auffanglager gebracht und schliesslich im Gefängnis des berliner Polizeipräsidiums eingesperrt. Eines Tages erschienen SS-Männer in der Massenzelle und suchten 82 Häftlinge aus, unter ihnen auch Dr. Steven. Sie sollten nach dem KZ Wulheide bei Berlin abtransportiert werden. Es war im April 1943. als die 82 Häftlinge auf dem Hof des Präsidiums auf einen Lastkraftwagen getrieben wurden. Dr. Steven half Alten und Kranken beim Aufsteigen, blieb dadurch als Letzter auf dem Hof zurück —- und erkannte eine Chance zur Flucht. Die Wachen, offensichtlich nach durchzechter Nacht noch in Katerstimmung, sahen nicht, dass neben dem Lastwagen, dem sich das Gefängnistor öffnete, geduckt ein Mann herlief'. Es dauerte nur wenige angsterfüllte Minuten, und Dr. Steven war in Freiheit. Es gelang dem Geflohenen sieh bis zu einer entfernten Verwandten nach Kiein-Machnow. einem Vorort von Berlin durchzuschlagen. Aber auch hier konnte er nur kurze Zeit bleiben. Er war einigen linientreuen Nachbarn bereits aufgefallen. Die Hetzjagd ging weiter. Für einige Monate verbarg ihn in einem illegalen Quartier eine Frau Heydorn in der berliner Uhlandstrasse. Eis Mai 1944 konnte Dr. Steven bei dieser Frau bleiben, dann begann die Flucht von neuem. Illegal, wohnungslos und hungrig irrte Dr. Steven wie 1500 andere Leidensgenossen durch die bereits schwer von Bombenangriffen heimgesuchte Stadt. Und wieder war es ein Freund, der weiterhalf. Helmut Behm, Sohn eines Stettiner Reeders vermittelte dem Gejagten eine Einladung zu dem Gutsbesitzerehepaar Preissig im mecklenburgischen Wutschendorf. Dr. Steve nahm nur zögernd an; er wollte nicht wieder andere gefährden, hatte aber keinen anderen Ausweg mehr. In Wutschendorf fand Dr. Steven ein neues Zuhause. Das Ehepaar Preissig nahm unbekümmert um die Gestapo den Juden wie einen Sohn auf und versteckte ihn bis Ende des Krieges vor seinen Verfolgern Auch für diese Eheleute gilt der Begriff. der heute übsr der von Dr. Steven geleiteten Aktion steht: L7nbesungene Helden. Unseren lieben Eltern Die Eheleute Preissig wurden übrigens nach 1945 selber zu Verfolgten. Man nahm ihnen ihre Bauernwirtschaft ab, 1946 trafen sic bettelarm als politische Flüchtlinge in Westberlin ein. Aber ihre Flucht brauchte nicht in Baracken zu enden: Sie landen sofort herzliche Aufnahme im Hause ihres einstigen illegalen Gaste« Dr. Steven Frau Anna Preissig, seit einigen Jahren Witwe, lebt noch heute bei ihm. Und wejsie beide besucht, denkt i;rwillkürlich, die vornehme site Dame mit dem gütigen Gesicht und der freundliche Herr neben ihr seien Mutter und Sohn. ERNEST0 BRITZ HANKA BRITZ geh. ARON gratulieren wir hcrzliehst zur SH ßEKHJMTtZElT JORGE — ROSITA Buenos Aires, den 6. Juli 1961 Gascön 809 dep. 2, pl. b. Empfang: Sonnabend, d. 8. Juli 1961, von 16—20 Uhr HEBREO SIN MAESTRO PO* AHARON ROSÉN hiio 1? .14 6 tierra-país pX .14 1 ben é-retz hija na .14 7 tío lia .14 2 bat dod hermano HX .14 8 padre DX .143 oj T av T cuántos??n»3 .14 9 madre DX .14 4 ka-mä T ” em ' abuelo xao .iso padres Dpn .14 5 sa-ba T — ho-rim O'TPT vfr -! irmana DiftKn *?3 an ••a - T : - ’ T-: T T ... □w- 1 nnsEto*? na ■ax .nnatfan- I t t : a - -a t t : * “ .n^na .niarri D'in oi&tf .Tvnni!? . . . 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Publicado por el Brit Ivrit Olamit Hebraeisch ohne Lehrer 141 Land 142 Onkel 143 Vater 144 Mutter 145 Eltern 146 Sohn 147 Tochter 14F Bruder 149 wievieie 150 Grossvate, 150 a) ssavta Grossmutter ani bat lemishpaja — ich bin Tochter zu einer Familie — ich gehöre zu einer Familie. Lerne die Zahlwörter: zwischen 11—19 endet die weibliche Zahlform auf eh. Als Hilfsmittel denke an Schmoneh - Essreh ~ 18 Braebot des Gebetes.

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