Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1890 (4.7.1961)
- Date
- 1961-07-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612573--1452-9612575- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2 — Martes, 4 de Julio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Man sollte mehr nachdenken ^ÄJU7 (Schluss von Seite 1) die Nordamerikaner, auch anlässlich des Stevenson-Besuches waren erhebliche Wij Verbrechen besteht darin, preisen und verlangen nur1 Istanbul. — Das der ls-j derstände bemerkbar. Auch! „ , 4. 1 dass wir wirtschaftliche dort aber wo es den’ Ver-1 raelischen Gesellschaft ZIM idas waren die Kommuni-! »affnete Intervention von Unabhängigkeit suchen. Das aniwortlichen schlecht ins 1 Sehörende modeune Passa-1 sten? So einfache Erklärun- Nikaiagua aus vorbereitet j aber hat mit Kommunismus Konzept passt, sich Sesen ’ gierschiff »Theodor Herzl” Uen Zu geben, bedeutet, die »aben soll. Der Präsident nichts Zutun”... den Fortschritt stemmen!hat VOr kurzem in Istanbul schwierigen Probleme zu Guatemalas gab ein Veiss-. Wenige Tage später mussi Wir begegnen hier einem angelegt Es war das erste verlagern und damit an de »uch hei aus, das \on John te Arbenz Guzman zurückkardinalen Problem unserer!lsraelische Schiff, das ei- Foster DuLes als kommunitreten. Er hatte gehofft, Epoche. Wenn man will 1 "en turk5schen Hafen anttisches Manöver abgetan ¿355 sich die Vereinten Na-¡kann man hierin eine; lief- Die »Theodor Herzl” *000% mG£?tema^ o. hlt1c ,tionen der Sache des be- Schicksalsfrage unserer Zeit 1 hatt€ 270 Touristen an Bord, ► 000 Soldaten, erhielt aber drohten Guatemala anneherblicken. Noch einmal sei!grosstentei,s Israelis. Der ron den USA im Gegensatz men würden. Damals aber unterstrichen, dass die Dis-1 ^sraelische Konsul in Istaniu seinen Nachbarlandern war der Delegierte der USA kussion über diese Proble-!bul gab einen Bordempfang, der tur..usmässige Präsi-; me dadurch ausserordentan dem m€hrere hochstedent des Sicherheitsrates, lieh erschwert wird, dass'kende türkische .Person- Henry Cabot Lodge, iibri-1 man jede abweichende Mei-, lichkeiten teilnahmen. — nung dadurch mundtot zu j (AVV Z) machen bestrebt ist, dass | __ man sie als kommunistisch brandmarkt. Das teine Waffen. Guatemala jucht« Waffen - Verkäufer und fand sie im europäischen Osten. Di« CSR waren bereit, die Waffen zu liefern, die der Westen aus Bananengründen dem kleinen Guatemala vorzuenthalten für richtig hielt. Die Lag« verschärfte sich weiter. Auf der Interamerikanischen Konferenz in Caracas (1954) wurde eine Resolution von Dulles angenommen. in der Guatemala gebrandmarkt wird. Argentinien und Mexiko enthielten sich der Stimme. Der Begleiter von Dulles auf dieser Konferenz, der Unterstaatssekretär für interamerikanische Angelegenheiten, lohn Moors Cabot, war übrigens auch Aktionär der Bananengesellschaft .. Plötzlich verlangte Nikaragua nach amerikanischer Flcttenhilfe zur Ueberwachung seiner Küste; es fühle sich durch U-Boote unbekannter Nationalität bedroht. Das war das Signal, Sie Schiffe, die Guatemala gens auch ein Aktionär der United Fruit Company... Schliesslich wird nach einer Zwischenlösung der alten Gegner des zurückgetretenen Präsidenten und Freund d«r Amerikaner, Oberst Castillo Armas zum ist naj und £he wirtschaftlichen türlieh töricht und politisch ' Voraussetzungen, die auf ren Lösung vorbeizugehen. Wir können es nicht als einen Zufall ansehen, dass die Bestrebungen zur Erreichung der Unabhängigkeit stärker werden, die in allen kleinen Völkern zu beobachten sind. Hier handelt es sich um einan ■ natürlichen soziologischen Prozess, den man endlich begreifen sollte. Die Lage und deren Pro- An0 XXII. No. 1890 IA SEMANA ISRAELITA Bisemanarlo — aparece ¿os Martos y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Di. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. braucht das Problem nicht zu verlagern, indem man ,, , , j auf den Unterschied in der blemahk werden durch \ er- Arbeitswilligkeit zwischen gleiche deutlicher werden: europäischen und lateiname- Das ausgehende 19. Jahr-! rikanischen Arbeitern hinäusserst bedenklich, aber , Kuba hei 1 schien und zu den hundert und viel.eicht auch weist. Auch der W'eniger lei- Vcrsitzenden einer Junta j meht bekämpfen. indem gewählt. An diesem Tage macht Dulles auch eine Bemerkung über die Vorgänge in Guatemala während eine« Pressekonferenz. Er meinte, in Guatemala sei ein gründlicher ,.Hausputz” vorgenommen worden. Jour es ist dennoch so. Man Konsequenzen geführt ha kann, den Kommunismus j ken. die jetzt alle bedauern, gelten nicht nur für Kuba. Warum brodelt es unent- I wegt in den lateinamerikanischen Ländern? AVarum 1 beschäftigten sieh die Politiker und die ganze Bevölman nur gegen ihn Schimpf tiraden startet oder ihn verdächtigt. Der grosse Irrtum der westlichen Länder besteht darin, dass sie sich mit solchen äusserlichen7 kerung dieser Staaten mit Kampfmitteln zufrieden gej Kuba und den Problemen, ben, Menschen einsperren | die durch di« kubanische nalisten erkundigten sich, ob und Ideen verfemen, anstatt 1 Revolution aufgeworfen wor- Dulles unter ..Hausputz” Imit Argumenten und mit den sind? Würde Kuba zum verstehen würde, dass nun-; Taten zu beweisen dass der j zentralen Diskussionsthema mehr 73 Prozent der Bevöl- Kommunismus abwegig ist, in Süd- und Mittelamerika 1 allem in Europa noch unsere Zeit bis zum I stungsfähige Arbeiter muss Zweiten Weltkrieg wurden essen und trinken, durch soziale Kämpfe beein- . Auch in diesen Ländern druckt und weitgehend bej verlangt man von vielen stimmt. Arbeitskämpfe. Aus-1 Seiten eine Landreform, da Sperrungen, Streiks. Stra- ’ das ganze Volk ein Anrecht ssenkämpfe, Barrikaden, auf seinen Boden hat, wenn Bürgerkrieg, Demonstratio-| der Bauer bereit ist, seinen nen und wilde Reden, die i Boden zu bearbeiten und sie begleiteten, waren an - nicht brachliegen zu lassen, der Tagesordnung. Die Ari in vorder - orientalischen beiterschaft ist heute am j Ländern haben wir dieselbe Ziel ihrer Wünsch« in vie- Frage. Die reichen Effendis len Industriestaaten, vor sitzen und spielten in Monangekomgeworden sein, wenn es sich | men. Es gibt keine Streiks, hier um eine, auf ein ganz keine Arbeitskämpfe mehr, bestimmtes, kleines Terriman hat andere Streitfratorium begrenzte Frage i gen, die man austrägt. Vielhandeln würde? Heut« schon! leicht wird der Streik, früdürften sich alle darüber 1 her ein Mittel des Klassen-i wir leben in einer Zeit, in kerung Guatemalas nicht1 dass er die Menschheit ins wählen dürften. :,Nein. ent- Unglück stürzen muss und gegr.ete Dulles. das habei"ird, dass der Kommunisich nicht gemeint.” . . , mus die Freiheiten zer- Der Guzmän -Nachfolger ' schlägt und jede, auf Men- Castillo Armas wurde durch | schenwürde und Menscheneinen Leibgardisten ,.hinter recht aufgebaute, gesellden Vorhang der Geschieh-1 schaftliche Ordnung zerte befördert”, wie man dastört. Man wird den Kom- »nliefen. nach kommunistima]s berichtet. Es ist auch munismus nur niederrinschen Waffen zu durchsuh:u<€ „och unruhig in diegen. indem man versucht, __ _ :hen. Sogar Adenauer gab sem Lande, in dem die Uni-! die Voraussetzungen zu be- Träger der Hoffnungen eise^zt (z?ine Erklärung zu diesen let Fr-l)it Company ihren 1 seitigen. die heute zu den | ner in sich zei-rissenen i Aber Vorgängen ab und meinte. Banan«n - Krieg gewonnen vielen Erfolgender Kom-1 westlichen Welt, haben im; S!ils S,bt es ,ln Europa te Carlo, amüsieren sich in Paris und machen grosse Lustreisen um die Welt, während der leibeigene Bauer ihren Boden bearbeitet und nicht satt zu essen hat. im klaren sein, dass es in | kampfes zur Austragung Wahrheit gar nicht mehr von Gegensätzen zwischen um Kuba, sondern um ganz Arbeitgebern und Arbeit- Lateinamerika geht. nehmern, heute als politi- Die Nordamerikaner, die sches Kampfmittel einge- B. in Frankreich). ner in sich zerrissenen | ^ber soziale Kämpfe^ alten „die kommunistischen Kräfhat' ob dies aber“ auch ei->unisten geführt haben. , zwischen aueh . 1« schreiten zu immer neu-j sieg der Sache Amerij Mit Gewalt- oder Unterdass di« Lage in Latein-' nan gutbürgerlichen kas bedeut t, muss reichdrückungsmassnahmen wird amerika viel ernster ist, als bensstandard eireicht, lieh zweifelhaft erscheinen, .man nur di« \ erhältnisse vorige TTSA.R.odiprMro licht perfekt ist. Nach Ko-1 - 1 ” *' “ -1;n Angriffshandlungen, weil iit Einigkeit im Westen zweifelhaft erscheinen. der solche Zustände unmöglich geworden sind. Man kann nicht von Menschenrechten sprechen und den Menschen die einfachsten Rechte vorenthalten. Und was von Menschen gilt, ist auch auf die Völker überbemerkt i nicht. Der Arbeiter hat ei- 1 tragen zutreffend. Demerki, .. -*. Lej Deswegen war Guatemala Die ___ , J USA-Regierung Voraussetzungen für diese Diese kurze Geschichte I verschlechtern, unzufriede- (-¡¡es wahrhaben wollte. Der v9n Nuseinandersetzunic Hem KamDf eines klei-! ne Völker und Menschen in . nfM._ Präsident sehickte sei- 8en sind beseit.gt worden. rea und Indochina ist jetzt aug (jern Kampf eines klei Guatemala das Ziel kommuj nen Landes um seine wirtdie Arme der sowjetischen »istischer Angriffe.” Dems^t,aft]jCjie und damit poli- | Front drängen und weitere gegenüber sagte der Präsi- 1;scj1« Unabhängigkeit ist Positionen verlieren. ¿ent Guatemalas; --Unser , ein€g von vjeien Beispielen,] Die Geschichte des Bana- Verbrechen ist das Verbre- ■ wie der alt<; Imperialismus,; nenkrieges, die hier kurz chen der Landreform, die er nun tjrjtischer. am3geschildert wurde, zeigt er-I stark gehoben. Nixons Reijich mit den Interessen im-; riiianjSetier oder anderer staunliche Aehnlichkeiten zu se führte .«seinerzeit zu hefneue Präsident schickte sei nen UN-Delegierten. Adlai j Das ist in Südamerika Stevenson, durch viele Lännicht der Fall. Weite Kreider dieses Erdteils. Die prose der Bevölkerung könamerikanische Stimmung nen nicht mit dem leben, hat sich noch nicht sehr , was sie verdienen. Man eine Warnung, und deswegen ist Kuba eine unüberhörbare Mahnung zum Bruch mit allen imperialistischen Tendenzen, zur Beseitigung sozialen Unrechts und zur Verteidigung der Menschenrechte für alle Menschen. perialistischer Gesellschaften nicht verträgt. Unser rWV*WV\WV\WWV\WV\^ Dr. FREVj Abogado PUEYRREDON 1190 1* laq. nachm 16—19 Uhr Svvwvvwvwwwwvwvv f J. Liebling j i FOURN1ERE — I SPERRHOELZER j ßlAZ VELEZ 5224 «1 46 i 1. £ 43-2343/0340 T 3021 1 -wwwwwvmwww : REAL PEN{ Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft i CORRIENTES 569! IE. 49-5850 t Provenienz ist. zu arbeiten der Entwicklung in Kuba tigen Kundgebungen pflegt. In manchen Ländern auf Niemand, der nicht besteht der natürliche durch der Parteien Hader Reichtum in Bananen, in blind geschlagen wurde, anderen in Zucker, in weiw¡rtj behaupten wollen, dass teren in Petroleum oder dje B«völk«rung der kleisonstigen Gütern Wem genen Insel im karibischen hören diese Ländereien ] ^jeer f¡jr den Kommunis- oder deren Produkte? Wie mus besonders prädestiniert gegen lange werden Menschen immer noch Tagelöhner oder Arbeitssklaven ausländischer Unternehmungen mit kärglichem Lohn abgespsist werden können, während die unbekannten Aktionär« grosse Dividenden einstreichen. Man kann doch nicht auf allen Gebieten von einem Fortschritt reden, den Fortschritt lobsei. Aber die politischen Mohel N. Plaksin Superi 2719 T.' E. 76-6764 v 76-2312 Ortiea PÏPL OPTIKER S9C Raimiento ¡il. E. 35 - IM Matthe j ¿?haj2Qati¿\ HUTSALON Í Jetzt in I B e J g r a ß o I MOLDES 2561; T. E. 73-9229 ■ 73-9155 I Propiedades Frankenberg Berät Sie kostenlos und unverbindlich Beim Kaul oder Verkaul von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraia 2530 pi ö. Dp. B T. E. 70-7244 Jacobo M. Lapiduf dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4? J T E.: 48-2124? NERVENa. GEMÜTS. 1 KRANKHEITEN I Dr. M. J. KUHN 1 prov. RIVADAV1A 2625 III? Tel. 48-7524? 4ont.. Mittwocn. Freitag; 17—20 Uhr Tel. Anmelj düng erbeten. j Dr.! B. Schwarcz I ZAHNARZT; ESTOMEA 2283 — 52-8214 i RAYOS X i PARA DENTOSE! TELEF. t VORANMELDUNG AUSENTE DEL PAIS EN VIAJE DE ESTUDIO HASTA EL 2 DE JULIO I Dr. SAUL UMANSKY T j SARMIENTO 3116 T. E. »7 13621 Restaurant »Paso " 1 Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259; Unter Aufticht des Vaad Haraboniro der Kehilla S MITTAGS und ABKNDT1SCH; von jetzt an auch Sonntag abends geöHnet * Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten; ^4444444444444UWW»4*44W44W»4444444W»H4 f CONDE 2318 BER ¿NARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER! erar bei ten T. E. 76 7533 M Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- . LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E 76-8673 und 73-0500 Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: + % *■ * + Í 4- . * * * ♦Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—18 UhrJ ¿Es wird gebeten, tcch vorher teJeionisch anmmeideE j J SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542* * » Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radío X — Durchleuchtung — Electroeardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-BÏ82 u. 73-6811 Sonnabend: 14—16 Ubr Consultas: Montag jís Freitag: 15—18 Ubr