Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1886 (21.6.1961)
- Date
- 1961-06-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612537--1417-9612540- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Miércoles, 21 de Junio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Das Internierungslager Gur i Leichtigkeit aus Gurs flüchteten. In einer Nacht sind Gurs cinrna’1 aus meiner eigenen zum Opfer fiel, ist aus eii wirldi<;bei‘‘e ^BehSd’ Freiheit gingen“ äas Mb"La8CT Der Probst Grueber ist ei-, von KURT KAISER-BLUETH ner jener Deutschen, vor i n«"«kradcn' H„?”il<=rueb,r in bes,em , w.r muss. Er hat durch seine Haltung in den Jahren der'^h, *anz unabhängig da-:—s ““wächmannschTfien auf diesem verkürzten We durch von, _ dass sie dem Tatbe- ® ° cphWm war wiA ge-in die Entlassung ging, Nazidiktatur sowie seine verzweifelten T.:ti “rdersnrichtgleich schlecht war, wie 'UiC." Bemü-, stand kiass widerspncht. rio1ltc„^on Hit. erklärte sich allein aus der hungen, möglichst viele Ju., sie führt nämlich zu der lo. Wien. — Die österreichischen Behörden werden alle im Eichmanr.-Frozess gemachten Aussagen prüfen un.i ihre Schlüsse daraus zienen, um diejenigen Oesrerreichcr zu verhaften, die der Teilnahme an Kriegsem-brechen verdächtig sind. Die beiden Beobachte* der österreichischen Regierung im Eichmann-Pozess kündigten an, dass schon zwei Männer verhaf.tt wurden, deren Namen bei den Gerichtsverhandlungen genannt wurden. Es handelt sich um Fianz Siawik, Eichmanns Leibwächter in Budapest, der beschuldigt wurde mit Eichmann zusammen ei-'Cn jüdischen Jungen zu Tode geprügelt zu haben, weil dieser angeblich Aepfel im Nachbargarten des Hauses, in dem Eichmann wohnte, ge. stohisn hatte. Der andere ist ein Nazi namens Nowak, der c*n Komplize Eichmanns war. Die beiden Beobachter, Joseph Wiesinger und Leo Maier, sind inzwischen nach Jerusalem zurückgekehrt. :nvj durch die Deutschen in Hit- , . . .. -**-«..., hfM1 «ti-h’ussfoleerung lers Mordlagern, ist absurd.' i*off"“n*!,osl£ke,t dltSCr den den Klauen denazistigischen Sch.ussfo.gerung jeder VergIeich Flucht. Man kam zwar herschen Mörder zu entreidass sie alle über den gle' öjlig unmöglich Es gab ausaber Praktisch niemals s»n. den Dank alicr W jSiaÄ T*""' *** ««4, das nigen verdient, für die der *e N.™s: "J‘|n'te, es gab nicht einmal bö-. Lager auf diese Weise ver. Begriff Menschlichkeit noch irrten .. Brntle hatten die . im Grun.' hessen, sind wieder eingemehr als eine leere Formel ,.8 eichen Untaten begangen, 3 Behandlung”. fanBen worden, nicht von - i,t. Diese seine noble Hak. *b' "¿n . Ste‘ tr.nzwS» Wachmannschaft«, tung hat der Geisiiiche mit bleiben unaesühnt ■ chungsmannsehaft iiess die die sieh nicht einmal die einer qualvollen Haft in, liierten bleiben ungesuhnt... ^*cklichen Int3rnierten Mahe machten Alarm zu Hitlers Lagern büssen müs-1 Niemals hat der Geistli-; in unendlichem Schmutz schlagen, sondern von den Se”iK v * ' fh,C Sn eIne i0lu!?e ^,hlUSS' dieses Lagers schmoren, //"näheren11 und*weitern richten, führte zu diesem angestellten, ohne eine Spur u vtr ifnn' m „ S .iolgerung gedachit, aber geohne sich praktisch in die ”bJ"en Und ¡Transfer in diese Srrafbavon Gewissen - und mit schickt, kann man einige wisse Schichten der deut. interna einzumischen Es. mg bung. racke dem sie indirekt wahr- Sätze, die er vor d«m ¿Machen Bevölkerung, die aus gab weder Morde in Gurs,'. Zur Bestrafung kam man , , , . vie]en 1 scheinlich eine grosse An. rusalemer Gericht Ms Zeu , s?hiechtem Gewissen nach noch Terrorakte. Die Wach, in diesem Falle in eine jp-; habe mmh in vielen menschlicher Leben ge. im Prozess Ek hm ann, einem bequemen Alibi sumannschaften waren weder genannte Strafbaracke, die a Gurser Gewissen haben gesagt hat, nicht unwiderj chen, werden mit Freuden : Fanatiker, noch „ideolo-. praktisch eine Bäracke wie j Aufentha.tes mehr als ein haben von der. schmasprochen lassen, weil sie gebereit sein, nach dieser ergisch verseucht”. Sie pfifjede andere war, wenn auch Dutzend Mal gewe.^ert, be. Rationen der lnternierfährlich sind und von den. lösenden Formel zu greifen auf alles Weltanschau-, vielleicht noch ein wenig, stimmte Arbeiten zu verherauseestoh- Wortführern der Unmenschfen. ich war zweimal un.'liche und batten diesen Po.1 erbärmlicher und windwebten. Wenn die Mannsich heraubgestoh lichkeit und des Rassen. | freiwilliger Gast in Gurs, sten angenommen, wie je-, schiefer als die anderen, schäften deshalb lau wurlen und diesen Sundentau wahns für ihre ub1en Zwek-, und jedes Mal für lange de and4e Anstellung, die Audh die Ernährung war den, wurde ich noch lauter, auf dem schwarzen Markt ke missbraucht werden Zeit. Von Gurs bin ich in ihnen Geld einbrachte. Sie noch eine Nuance minder. und das endete ebenfalls vernoxert. könnten. Der Probst hat in j di€ Deportation gegangen. Trieben einen fruktuösen wertiger. Aber das war aloft in der Strafbaracke. Ich Obwohl man für die Fol. seiner Bekundung in Jeruich kenne vor allem die Handel mit den wohlhaben-: les. Ich war nicht weniger denke, dass in den Nazila. salem wörtlich gesagt: ersten Etappen dieses rie-: den internierten von Gurs : als viermal in dieser Strafj gern die Arbeitsverweige- „Im Pyrenäenlager Gurs sigen Lagers, wie auch seiuntj seiften natürlich ihre baracke. Das dauerte zwei, rung eine Art Selbstmord herrschten entsetzliche Be-! ne Schlussphasen. Dass die , (Geschäftspartner nach Kräf-, dei Wochen, dann war die-! gewesen wäre, dingungen. Die Behandlung Bedingungen von Gurs* entten ein Alles, was über die ' se Sache beglichen. Ich | Was nicht zu vergleichen der Juden durch die franzö. j setzlich waren, ist nicht zu , unsagbar kärglichen Ratio J glaube, dass selbst in die. | ist, darf man nicht vergleis sehe Wachmannschaft war ¡leugnen, aber nur, soweit; nen bjnaus nach Gurs kamjser Beziehung auch nur der chen. nicht besser als die durch! die hygienischen und wohn. ■ ¡cam über die geschickten ' mindeste Vergleich mit den j Es gab allerdings ein Ver. gen dieses Verbrechens keine präzisen Unterlagen haben kann, ist anzunehmen, dass infolge der durch diese Hyänenstreiche herbeigeführten verschärften Unterernährung zahlreiche Gefangene, vor allem ältere die deutsche Der Probst Grueber war natürlich niemals in Gurs interniert. Er kann nur aus zweiter Hand über die Zustände in Gurs informiert liehen Bedingungen in Fra-1 jiande dieser Wachmann* j Bedingungen in Hitlers Ausi brechen, das die Funktio- Leute, umgekommen sind ge kommen. 'schäften, die ebenso cha-! rottungslagern eine Groteske | näre von Gur? begangen ha- Gurs war wahrscheinlich | rakterlos wie inoffensiv wa- _ wäre. Auch die Weigerung, ben — weniger die Wach. Aber das ist eine andere Geschichte und betrifft die das primitivste Lager, das ren. jemals in „Univers concenj desinteressiert sie ih. j trationnaire” existiert hat.;ren Dienst versahen, kann! bestimmte Arbeiten zu vermannschaften als die Büro- Wachmannschaften nicht. — worden sein. Die ihn infor-' Das Lager ertrank in ’ man daraus ersehen, dass! f miert haben, müssen ihn, Schmutz und Schlamm, die I an mancben Tagen 30 bis i X aus diabolischen politischen | windschiefen, verfaulenden; internierte mit grosser \ ♦ Hintergedanken oder auch 1 Baracken liessen den Re-' aus Ressentiment, bewusst j gen in Bächen durch. Bei | falsch informiert haben, schlechtem Wetter — und: Diese Verfälschung der Tat-! es war sehr oft schlechtes I Sachen, der der Probst Wetter in dieser Wind, und { 1 11 s********-?5-**#**#-K--X-#-:t#***-***-S5-*-5fr'?5--5t#*'i5-****-5i-% I MALERARBEITEN II ♦ 4«1 % Günter Stern, H. Rosenhain *j *LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO^i % T. E.: 795-8710 u. 740-1925 * ¡Teppiclikaiis - M. Hocbbergl ♦ UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKrüPFTEN ♦ ♦ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN J X FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. ♦ J Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung 2 Auf Wunsch Zahlungserleichterungen X MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND J GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS ♦ MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGU1 2083 4 Quader vor Station Urquiza Neue Synagoge in Belgrad Belgrad. — Nach der vor 20 Jahren erfolgten Besetzung Jugoslawiens durch die Nazis und der damaligen Zerstörung der belgrader Synagoge ist dieses Gotteshaus jetzt feierlich wiedereröffnet werden. Der Neubau der Syn. agoge wurde mit Mitteln, die das American Joint Distribution Committee und die jugoslawische Regierung gemeinsam zur Verfügung gestellt hatten, bestritten (ITA) LA F°Äöß :[HQSnSH LA FORESTA MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER. EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo 774 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) 1 T. E. 51 - 2205 ] CARLTON- KLEIDUNG gerade bei Gelegenheiten, wenn Sie sich bewusst in Ihrer Kleidung unterscheii den wollen. | Die hochwertigen Qualitäi ten und die feine, sorgfälti- | ge Verarbeitung der Carl- I ton.Kleidung sprechen für sich — und für Sie. Fertigkleidung: Unsere Eigenaniertigung Stabr loform- und Modelco- Kleidung Feinste Gabardinma entel Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Carlton.Kleidung, die Kleidung mit der ständigen Passform-Kontrolle. TSirsssr Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 DICI > »♦♦♦«. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL * í Hardi Swarsensky ¡ Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr £ Dr. Günter Frey i Asuntos Argentinos y Sudamericanos g TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN \ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN l BUEROZE1T: 16-19 Uhr t PÜEYRRED0N 2190 asq, Av. LAS HERAS — T« E, 83-26 í 3 mumum «a. 4