Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1886 (21.6.1961)
- Date
- 1961-06-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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I — Miércoles, 21 de Junio de lîMîl LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 188« Aus der Geschichte lernen ^Schluss von Seite li den Funden j auseinander- Das ist kein wertendes Ur,! der Völker lehrt uns, dass 1 teil, sondern eine Feststeider Willen zur Freiheit eine! Jung. | stärkere Waffe als die bei Was auf dem Gebiet des sten Kanonen ist, dass der Wissens als wirkendes Prin- Glauben des Schwachen ■ | zip sieh durchsetzte, gilt “her die Bajonette des auch fiir die Welt der Ein- Stärkeren triumphiert, dass I drücke, damit auch fiir das die Hoffnungen auf Gleich-; wird - und Irrationalismus'S,i*!niS- °a keine Genera‘ , ^Br\d,e“eit zwi. —i.,- Glaubens-1"01 vor unswl€ wir an, sehen den Menschen nicht nehmen, so viel erlebt hat I ausgeschaltef werden könv.ie wir, hatte sie auch nen> und dass selbst Wohlnicht so viele Eindrücke stand die Unterdrückten zu verarbeiten. Wie der nicht zur Aufgabe ihres eine gemeinsame Wurzel "^schliche Geist nicht un- Willens zur Unabhängigkeit haben. Nur in der philosoder sieh mit von Qumran setzte. So müssen wir zu der Erkenntnis gelangen, dass Rationalismus — wie er von den Marxisten vertreten und Irr; — wie ihn jede gcmeinschaft predigt — im menschlichen Leben und in de-- Völkergeschichte zwei bewegende Kräfte sind, die phischen Erkenntnislehre lassen sich diese beiden Denkformen säuberlich trennen. Im Leben — und damit in der Geschichte — liegen sie zusammen und gehören zusammen. . 1 Bisher haben die Men. 1 sehen weder aus ihren religiösen Ueberzeugungen und , aus cen Lehrern ihrer Glau-I bcnsgemeinschaften die Folgerungen gezogen, die ihre Taten mit den Hinsehen Postulaten in einen echten Zusammenhang gebracht hätten. die zu d;r gepredigter. und gelehrten Harmonie geführt haben würden, genauso wenig, wie sie aus den Erkenntnissen und Erfahrungen ihrer eigenen oder der früheren Geschichte ’ernten. Die Ausdehnung der Wissensgebiete hat zu einer gewaltigen Verflachung des Wissens geführt. Wahrscheinlich sind diejenigen gezählt, die noch über ein ..universelles” Wissen verfi een. das noch im vergan. «jenen Jahrhunoert das Bildungsi'eal der europäische! Gesellschaft war. Die erforderlich gewordene Sp> muss zialisierung bedingt die summarische Erfassung der Randgebiete und eine oberf öchliche Kenntnis aller an deren Wissensstoffe. Das bereits sehr viel. Die über-, wiegende Menge der Gebilbesehränkt aufnahmefähig , bewegen wird, ist, so ist es auch die Has sind geschichtliche menschliche Gefühlswelt Erfahrungen der Menschnieht. Auf diese Weise ist heit, aber gleichzeitig auch es zu erklären dass unver- Erkenntnisse, zu denen jearbeitete Eindrücke zu eicer Geschichtsforscher, je Englische Zeitschrift verboten Jerusalem. — Die transjordanischen Behörden in der Altstadt von Jerusalem verboten die letzte Ausgabe der englischen Zeitschrift „Today”. Alle Exemplare wurden konfisziert. Die Massnahme wurde damit erklärt, dass die Zeitschrift „Propaganda für Israel” macht. Der beanstandete Artikel war eine Kritik über den Film „Exodus” — (ITA) V?, der heutigen Atombomben von nem Charakteristikum des'¿er Denker, jeder Politiker > unbegrenzt' ■ überw undon Menschen im 20. Jahrhunllnd Staatsmann gelangt.1“ Das Fliiehtlingspreblem Rom. — Der Generaldirektor des American Joint, Charles H. Jordan, ist zum Präsidenten des Uebersee- Programms der American National Association of Social Workers gewählt worden. Vor der International Conference of Social Service in Rom erklärte er, dass das „Weltflüchtlingsjahr” nicht das Ende, sondern den Anfang der Lösung des Flüchtlings . Problems gebracht habe. Das arabische und das chinesische Flüchtlingspro. | blem könnten „nicht durch : Fürsorger überwunden werj den, da politische Probleme politischen Führern werden miis- U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ios Martas y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr, H. Swarsensky Pueyrredón 2190, iv íZq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450.— jährl. im dert geworden sind. Nicht Auch die selbstherrlichsten nur u iser AVissen w'urde Despoten waren von der technisiert und oberfläch. 1 Richtigkeit dieser geschichtlich, auch unsere Gefühlsliehen Erfahrungen iibervelfmuss die.elben Merkzeugt. Sie aber konzentrieraufwe-sen Hier liegt | *cn ihre Macht darauf, ein ebenfalls kein Weriuvteil, ' ehcrr.es historisches Gesetz ¡sondern eire Erkenntnis. zu brechen, indem sie ihre aus der die berufenen Völker entmündigten, bis sie Menschheitsfühl er endlich selbst dann vom Meer des auch die adäquaten Folge- Blutes und der Tränen weg- , rungen ziehen sollten. geschwemmt werden sind. Da bisher nichts geschah. 1 Alle zeitgenössischen Flaum diese Phänomene zu Sen bieten zahlreiche Beianalysieren und zu meiwie Manner und Völstorn, befindet sich die tech! er slcb dagegen sträuben, aus geschichtlichen Erfahrungen zu lernen. Das Ost- West-Prob em, ‘ das unserer Zeit bisher seinen Stempel aufdrückte, trägt vi?le Merkmale früherer geschichtlicher Konstellationen, die es nicht schwer machen würden, zu konstruktiven Lösungen zu gegangen, wenn..., ja wenn die Machthaber mehr an die sogar die Erdejsen.” aus ihrer gewjhnten Bahn I Der ägyptische Delegier, zu w erfen. Im Angesicht' te auf der Konferenz trat solche,- Gefahren schrecken von der Teilnahme zurück, die aggressiven russischen 1 als er erfuhr, das die israenisierte Welt in einer unglückseligen Situation, die viel kritisiert wird, zu de-1 ren Ueberwindung aber we-1 nig oder nichts geschieht. Dabei stehen wivor einem . sehr einfachen und doch höchst komplizierten Problem. „Gebranntes Kind scheut das Fbuer”, sagt j man im Volksmund., War. um. so lautet die Frage. ich das Kind erst G€SIC-hlc^tei als an ihre eigeverb e-nen. um das Feuer , "^J^^^^aubcn wurden zu vermeiden? So viele Menschen doch dieselbe Erfahrung ge- Man darf auch nicht über- Pclitiker immer vor dem Aeussersten zurück. Die Angst vor dem Ende bestimmt ihre letzten Entscheidungen. AArahrscheinlich dürfen wir schon sagen, dass trotz ai er Spannungen u°d gegenseitigen Verdächtigungen, Beschimpfungen j und Angriff.» nur deswegen , der Krieg vermieden worden ist. weil die Mächte . über die Atomwaffen veri fügen. I Die Geschichte lehrt uns jedoch ebenfalls, dass man auf diese Angst als Regulativ oder Ventil gegen den Ausbruch eines Krieges r.un auch nicht alle Hoff. I nungen setzen darf. Die Gefahr bleibt vorhanden, da ein fanatischer Glaube an die eigene Kraft und ein unbegrenzter Hass gegen andere Völker zu blindwüti-! gern Tun verleiten können. Diesen historischen Prozess war. (AWZ) Gedenkstaette III . Sachsenhausen Düsseldorf. — Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen W’ird auf Beschluss der ostdeutschen Regierung;ine Mahn- und Gedenkstätte eingerichtet, die am 24. April eingeweiht wrerden sollte. Von 1936 bis Kriegsende waren etwa 200.000 Menschen nach ernannt worden,Saehsenhausen gebracht lische Delegierte Zena Har-! man zum Vorsitzenden der j Konferenz worden. (AWZ) Wirtschaftlicher Aufschwung Jerusalem. — Bei seiner Rückkehr aus Europa und den USA erklärte Handels¬ und Industrieminister Pinchas Sapir, dass Israel in den nächsten fünf Jahren mit Investitionen von aus. ländischem Kapital in der ist macht, die vom Kinde nicht übernommen wird. AA'as können die Erzieher, was bezieht kann die Menschheit tun, vor ihm haben sehen dass heute mehr als babcn AVjr a]s mitleidende jemals zuvor die Angst hinn verfolgt, wir, ter allen Entscheidungen^, s5nd a„e Wenigen, die von den Grossen öeten von heute . , ihre Kenntnisse aus populäum e ml ich aus den vnlta- 1 chen Erfahrungen ungezählter Geschlechter für die Zukunft zu lerren? ren Darstellungen in oen Scnderbeilagen der Zeitungen und Zeitschriften oder aus dem Reader s Digest, I Dr FREY I Abogado < PUEYRREDON 2190 $ í " " { J nachm 18—19 Uhr j AWVVVWWWWWWVWW sieht, die getroffen werden. Es gibt Erfahrungen, die ein Mensch i nur einmal machen kann. I v.eil das Experiment unweigerlich mif seinem Tode endet. In dieser Situation l -'befindet sich heute diel An tausenden Fällen wur. Menschheit. Eine bis zum; c’e immer die gleiche Bebitteren Ende geführte! obachtung, immer die glei- Machtprobe zwischen den I che Erfahrung gemacht, beicIen Weiten des Ostens 1 dass Macht allein niemals und t-€s Westens, bei der cías sind alle diejenigen heute die für die Heranbildung unse. rer Kinder und für die Führung unserer Völker haben, ob es sich um grosse Staatsj 1’ mänrer oder den Durchschnittsbürger irgendeines Der 20. Juli in Deutschland Bonn. — Um der Bedeutung des 20. Juli — des Jah. icstages der missglückten Erhebung gegen Hitler im Jahre 1944 — gerecht zu werden, haben sich die Innenminister und -Senatoren der Bundesländer einstimmig für ein Beflaggen aller ¡Höhe von rund 500 Millionen öffentlichen Gebäude an Dollar rechnen könne, diesem Tage ausgesprochen. I $apir erwähnte unter den Im vergangenen Jahr war neuen Projekten einen Kapitalzufluss von 12 Millionen -für das Rogosin.Unternehmen in Aschdodeine lOOprozentige Kapitalserhö. hung der Firma "Sam Rothberg Co. in Frutarom. sowie 20 Millionen Dollar für die AVolfson Clore. Er fügte hinzu, 10 Millionen in Aktien seien für die Israel- Bank für industrielle Entwicklung in USA und die nicht einheitlich geflaggt worden. (AWZ) Landes handelt. „Aus der Geschichte lernen!”, ist nicht theoretische Forderung, sondern der sicherste AVeg, die Menschheit aus der Verzweiflung. „ , , , der Unsicherheit, der Angst und der Intoleranz zu neuer Gestaltung ihres Lebens | Verdopplung der Aktien der und seiner Formen zu füh-1 anglo-israeltschen Gesellren. 'schäften vorgesehen. (ITA) J. Liebling i!” f'OURNIERE — SPERRHO EL ZEB OIA7, VELEZ s224 al 46 i E «3-234S 0340 y 3021 ausreicht, um die aktuellen politischen Probleme zu lösen. dass KraP allein nicht genügt, um zum Fortschritt eines Landes oder gar aller Nationen beizutragen, dass jeder Druck einen Gegendruck erzeugt dass man Menschen zeitweise, aber nicht für a'le Zeiten versklaven kann dass Ideen nicht durch Kerker zu bekämpfen und durch Gewaltmassnahmen auszuschalten sind. Die lange Geschichte man die AVaffen entscheiden lassen würde, muss zur völligen Vernichtung führen. Die Zerstörungskraft Mohel N, Plaksin Superi 2719 T. E. 76 6784 u 76-2312! NERVENu GF.Mt'TS. I KRANKHEITEN I Dr. M. J. KUHN 1 nrov. ‘ RIVADAVIA 2625 III j Tel. 48 <524 f 4ont.. Mittwocn. Freitag *17—20 Uhr I et. Anmel-I 4 düng erbeten. t Mwvwvwmvwvvvv REAL PEN I Füllhalter * REPARATUREN $ Spezialgeschält * t CORRIENTES 5bâ i I IE. 49 5850 \ A4WH4WWW44V44V II Optica DIPL. 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