Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1882 (6.6.1961)
- Date
- 1961-06-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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- Haifa 3× ep/1047930
- Elizabeth Taylor 2× ep/1004333
- Marilyn Monroe 2× ep/1005898
- Antal Dorati 1× ep/1028865
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Elijah 1× ep/1004307
- Gary Bertini 1× ep/1004590
- Hans Kohn 1× ep/1000025
- Josef Tal 1× ep/1009312
- Josephus 1× ep/1005469
- Lod 1× ep/1045074
- Michal Snunit 1× ep/1009731
- Noam Sheriff 1× ep/1009401
- Paul Ben-Haim 1× ep/1009375
- Robert Weltsch 1× ep/1000026
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Musiksaison, in Israel LITERATUR ist ein sehr aufmuni/»n / M _. J li JL W H Eg ist ein sehr aufmun- Itvndes Zeichen für die Ktnsolidiening des musikalischen Lebens in Israel, «lass der Orchester Auslausch. der diese Saison kennzeicbnete. sich zu einem vollkommenen Erfolg gestaltet hat. Das IsraeL Pbilharmonic-Orchester ging auf seine dritte Auslands- Tournee. jedoch, da dies inmitten der Konzertsaison geschah, musste es für die Zeit seirer Abwesenheit eine zufriedenstellende Alternative finden und diese seinen vielen tausenden Abonnenten offerieren. Das J. P. O. war in der Vergangenheit Israels bedeutendster 'Impresario" — durch seine Einführung bei dem israelischen Publikum von Dirigenten und Solisten von internationalem Ruf. zu vielen, um hier aufgezählt zu werden. In den vergangenen Jahren hat das I. P. O. es unternommen. ganze Opern in Konzertform zu präsentie en — und einige in kompletter Bübnenproduktien — die vom Publikum mit. Begeisterung aufgenommen wurden. Die Aufführung von ..Falstaff" war eirer der Höhepunkte, und die Vor Heilung von ..Don Giovanni” war für die von JO HA NA IS BOEHM zweite Hälfte der Saison angtkündigt. Der vorjährige Besuch des „Scariatü - Kammcrorchesters aus Neapel unter dem Patronat des Staatlichen Rundfunks „Kol Jisrael” fand warmen An. klang, und dieses Unternehmen mag der Direktion des I. P. O die Anregung gegeben haben, gute europäische Orchester wahrend seiner Welttournee hierher zu „importieren". Im Lauf; von zehn Wochen ( Anfang Oktober bis Mitte Dezember I960) gab das I- P. O. 45 Konzerte, von Paris bis Bombay, mit Aufführungen in den USA., Kanada und Mexiko und mit den erfolgreichen Konzerten in Japan und New Delhi. Zweifelsohne hat dieser Besuch des I. P. O. dazu beigetragen, manche alten Beziehungen zu stärken, sowie r.eue Verbindungen mit vielen Gemeinschaften in die sen Ländern aufzBnehmen. Mittlerweile konnte das israelische Publikum das hervorragende Spiel des Nederlar.ds-Kamerorkest mit Szymon Goidberg als Dirigenten und Solisten ger.iesren. Danach kam das ARNOLD ZWEIG Bilanz der deutschen Judenheil Erste in Deutschland erschienene Ausgabe mit einem Nachwort von Achim von Barries. 328 Seiten — DM 16,80 (gebunden) HANS KOHN: MA PTJN BUBER Sein Werk und seine Zeit •Jte uir ein Geleitwort des Verfassers und ein Nachwort von Dr. Robert Weltsch vermehrte /‘iifiage ca. 500 S gr. 8*. Leinen gebunden DM 24 80. MARGARETE Sl'SMAN Frauen der Romantik 3. ■ veränderte v-nd erweiterte Ausgabe 178 S mit 16 Uilemssen aut Kunsfdruekpapier, in Leinen gebunoen 12.80 DM. FLAVIUS JOSEPHUS Geschichte des jüdischen :es Krieg! Uebersetzt und ibu Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. R CLRMENTZ H. *v. 005 Seiten, 2 Kar.er auf holztr. Papiei in Keiner geb. DM 25 — Joseph Melzer Verlag, Koeln MCZARTSTRASSE )3 London Symphonie Orchestra, dirigiert von Antal Dorati, das die Begeisterung des Publikums noch steigerte. Es war sehr anregend für die Hörer — die ja daran gewöhnt sind, ihre symphonische Musik von praktisch einem einzigen Orchester, dem I. P. O. zu hören —, die Darbietungen der holländischen und englischen Gruppe m ihrer Vollkommenheit zu hören und zu sehen ur.d charakteristische Punkte von Ensemblcarbeit, sowie den Klang nach Stärke und Schwäche im Vergleich mit ihrem eigenen Orchester einzuschätzen. während es ein grosses Erlebnis für alle Mitglieder des I. P. O. gewesen sein muss-, vor so verschiedenen Kreisen, . in so vieler, weit auseinander'iegenden Ländern aufzutreten. neue Dinge zu hören und andersartige Menschen kennen zu lernen. Nach der Reaktion der Auslandspreise zu schliessenl haben die israelischen Musiker ihre Aufgabe als Kulturgesandte in hohem Masse erfüllt. NEUE ORCHESTER« EkKE Im vergangenen Sommer beauftragte das L P. O. bei zehn Komponisten Orchesterwerke, um sie während seiner Jubiläumssaison '25 Jahre) vorzuführen. Bis jetzt gab es Premieren von Kompositionen von Noam Sheriff, Paul Ben-Haim und Alexander Uriah Boseovitch. Boscoviteh gewann den erster. Preis, der von dem Comité des hundertjährigen Jubiläums von Henrietta Siold zur Verfügung gestellt wurde für seine Kantate „Bat Jisrael". die auf einem Gedicht von H. N. Bialik basiert. Jochim Stutchewsky. der bekannte Cellist und Komponist, wurde anlässlich seines 70. Geburtstages mit der Premiere seines neuesten Werkes „Fantasy for Oboe. Harp and String Orchestre" geehrt. das vom "Kol Jisrael”- Orchester dargeboten wurde, und ein kompletter Katalog seiner Werke wurde von der Vereinigung israelischer Komponisten herausgegeben. Nach einigen Jahren des Schweigens erscheint nun wieder Bat Kol, das israelische Musik-Jturnal. unter der Redaktion der Musikologen Dr. Michal Roehr und Dr. Herzl Shmueli, Eine eindrucksvolle Reihe von Persönlichkeiten sind in der Redaktion und wohlbekannte Professionelle unter den Mitarbeitern. Die erste Ausgabe enthielt stimulierende Artikel über ..Nationale und zeitgenössische Strömungen in israelischer Musik“ (Josef Tal) „Ost und West in israelischer Musik“ (Mordeehai Seter) und ..Das Hören von nichteuropäischer Musik“ <Dr. Edit. Gerson-Kiwi). Gurit Kadman schreibt begeistert über die ..Revolution im israelischen Volkstanz“. Leib Glanz prüft die musikalische Basis des . Hallel“-Gebetes. und Zvi Snunit geht auf „Landwirtschaftliche Schauspiele int Kibbuz“ ein. Fo- -tografien. bisher unbekannte Mahler Korrespondenz sowie andere interessante Einzelheiten beleben die Eintönigkeit des gedruckten Wortes Da die englische Ausgals? im wesentlichen eine Uebersetzung aus dem Hebräisf hen und nicht speziell für Leser im Ausrand zusammengcstellt ist, kann sie als direkte Informationsquelle über musikalische Probleme und Ereig- , nis^e in Israel dienen. Während das Jsrael-Philharmonie-Orehester bisher in seinen wenigen Abonnementskonzerten nur mit dem Gastdirigenten Josef Krips auftrat (der abwechselnd mit Carlo Maria Giu lini das Orchester in den USA. dirigierte, wo der Israeli Gary Bertini auch gelegentlich den Dirigentenstab ergriff), wurde eine Serie von Gary Bertini mit der Geigerin Ida Händel als Solistin dirigiert. Das letzte grosse Ereignis war die Aufführung von Mendelssohn „Elija“ mit der der telaviver (Kammer)Chor unter seinem ständigen Dirigenten Eitan Lustig sein zwanzigjähriges Jubiläum beging — begleitet von dem I P. O., mit dem er schon oft in Oratorien. Opern und svmphonischen Werken, die di? Teilnahme einer geübten Chergruppe erforderten, zusammenr.rbeitete HAIFA STMPHONT- ORCHESTRA Proselyt en Es gab zu verschiedenen Zeiten in der ferneren Vergangenheit Uebertrittsbewegungen von Niehtjuden zum Judentum, wie nach der Zerstörung des zweiten Tempels um das. Jahr 70 und nachher, als vornehme Römer das Judentum kennen und schätzen lernten und zum Judentum in Aegypten, Kleinasien. Griechenland, Spanien, Frankreich und Rom -gab; . die Bekehrung der Chasaren an aer Wolga usw. von MEIR FAERBüR Das Haifa.Symphonie-Orchestra eine semi-professionelle Gruppe, unter seinem ständigen Dirigenten Sergiu Comissiona. macht dauernd Fortschritte, in der Hauptsache mit Darbietungen fü-r das haifaer Publikum und für den Norden des Landes, Das Kammer-Orchester von Ramat Gan wurde reorganisiert und fuhr auf eine Konzerttournee nach Europa. Aus das „Kol Jisrael” - Orchester übernimmt immer anspruchvollere Aufgaben mit wachsendem Können und spielt für die Einwohner Jerusalems in seinen wöchentlichen Dienstag-Abend - Konzerten im Y. M. C. A.-Saäl und für das ganze Land durch die Sendung dieser Programme und die Aufnahme auf Schallplatten von zeitgenössischen Werken und denen israelischer Komponisten und alter Meiste-, Berühmte Gäste während dieses Teils der Saison waren Ricardo Odonopossof, der südamerikanische Geiger, und der in Argentinien geborene Alberto Lvsy. Yehudi Menuhins einziger Schüler, während Sasha Popov. der bulgarische Dirigent. einen guten Eindruck als Orchesterleiter in einigen Konzerten hinterliess. Ein neues jerusalemer Streichquartett wurde gegründet und gab ein vielversprechendes Debüt, und andere lokale Klangkörper tragen weiterhin dazu bei. Israels musikalisches Leben mit Kammerkonzerten zu bereichern. Der Dirigent Michael Taube gab die Gründung einer Gesellschaft zu'- Förderung Bach scher Kunst bekannt, die plant, jährlich vier Konzerte in jeder der drei Städte zu geben. “Kol Jisrael" wird das Kammerorchester mit israelischen Solisten zur Verfügung stellen. Frank Pelleg. der bekannte Pianist und Spinett-Virtouse, ist für €'n Jahr a*s Gastprofessor an der Brandeis Universität bei Boston, wo er viele Vorlesungen hält und in Konzerten und Sendungen des Rundfunks auftritt. Der in Haifa gebürtige Geiger Zwi Zeitlin wurde nach einer sehr erfolgreichen Tournee in Südamerika als der beste ausländische Künstler des Jahres durch den Kreis der Kunstkritiker in Chile erwählt. Ein weiterer junger israelischer Geiger. Jossi Tzivoni, ein Schüler Oedoen Partos an der Musikakademie in Tel Aviv und Stipendiat des nordamerikanischisraelischen Kultur-Institut» erhielt, nachdem er eine grosse Auszeichnung bei Heute wollen.-wir uns mehr den aktuellen Fragen der. Bekehrung zum * Judentum, der Aufklärung über das Judentum und der Vereinheil ichung des Judentums zuweriden. Ereignisse in unserer Generation haben diese Fragen Ins Zentrum des Interesses gerückt. In „The National Jewisch Monthly“,. das von der Bnej Brith-Zentrale in Washington herausgegeben wird, setzte sich die amerikanische Jnrhalistin Evelyn Leu- 4er mit dem Problem auseinander. ob das Judentum als Ergebnis des Uebertrüts"-' einiger berühmter 'Filmstars wie Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor. Sammy Davis jr„ May Britt und Carroll Baker an Prestige gewonnen oder verloren hat. Dabei wird auch die Frage ventiliert, ob der Uebertritt bekannter Persönlichkeiten zum Judentum publizier* werden soll, ja ob überhaupt der Gedanke, dass auch ein Uebertritt zum Judentum und nicht nur ein Verlassen des Judentums und Uebertritt zum Christentum in Betracht- .komme, öffentlich besprochen werden darf. Religion 1st Privatsache, und nicht weniger ist Privatsache, wenn jemand seine Religion wechselt, betonen diejenigen Rabbiner, die gegen die Publizität solcher ConVersionen auftreten. Seit es aber Gruppen und Örganisatioaen gibt, wie den von Rabbi Moshe M. Maggai in Los Angeles "geleiteten Je* wish Information Service for the Propagation of Judaism'und in Israe' den Verband für die Geref Zedek, haben die Befürworterder Verbreitung des Judentums und der -offenen Sprache über dieses Problem nicht nur eine'Adresse, sondern auch mehr Mut für ihre ÜeberzeUgung einzutreten, die ’mehr Gegner innerhalb des traditionellen Judentums hat, als unter den anderen Völkern, denen Proselytentum leichter verständlich ist, weil die Fuktionäre ihrer Religionen es aktiv und ■ständig betreiben, was im Judentum nicht der Fall ist. „Das Haupt-Kriterium -für den Konvertiten ist die Liebe »v Judentum — und nicht Liebe zu einem Juden“ zitiert Evelyn Lauter die Erklärung eines Rabbiners. „Wir suchen geistige Aufnahme des Judentums durch den Ger und nicht materielle Beweggründe. Nie aber haben wir von Marilyn Monroe eine Erklärung über ihre Einstellung zu einer jüdischen Angelegenheit oder zu einem jüdischen Problem gehört. Anders war es mit Elizabeth Taylor: sie suchte eine Lebensphilosophie und fand sie im Judentum. So eine Konvertitin ist für uns besonders wertvoll. Sie identifiziert sich mit der jüdischen Sache. Sammy Davis jr. gehört in die gleiche Kategorie- Er er dem Jüo*d cherheit und nis verdanke. Von rabbi wird bai darauf geW- Kandidaten nicht,,bidig, . fe. dass er sic seines _-Sch« cein flösse, ideelle Be« ' müssen, die i> tum ziehen, u materielle Bekannt ist- Nicandro die dieses italienis '1532 zum du traten, obwohl rade die ersten Massnahmen d Regimes began $i> 1950 in li derten. und sic hier niederlkss Bekannt ist es heute in Ji ehemalige i der Shintoismi und sein ga zusammenstiii Interesse für gibt. Prof. Al ji, der währi rael-Besuches und im „Ins Studium der Religion“ lei Bruder des K Mikasa. der I Judaiea ernsti wenn er auch dentum iihertr spiele für di Die Gerüchte Massenbewegu nern, die Ju wollen, sind ad übertrieben.v te noch nicht wie sich die seinem Examen in Brüssel errang, den zweiten Preis bei dem internationalen Paganini-Wettbewerb in Genua trotz starker Konkurrenz. Die jerusalemer Pianisten Bracha Eden und Alexander Tamir gingen auf eine ausgedehnte Tournee in die Vereinigten Staaten und Kanada, um etwa 40 Konzerte zu geben. Von den „Columbia Artists“ eingefiihrt. sollten sie diesmal auch in der newyorker Carnegie Concert Hall, ebenso in Boston und Philadelphia auftreten. MUSIK AUF DEM LANDE Eine spezielle israelische musikalische Tätigkeit ist die Arbeit vieVr Musikinstruktoren. die ständig in G'efizsiedlungen bei neuen Einwanderern geleistet wird. Sie erhielt wichtige Unterstützung durch die Schenkung eines fahrbaren, kombinierten Geräts, das aus einem Filmprojektionsapparat. einem Lautsprecher und einem Tonbandgerät besteht — die aiie von einem einzigen Menschen bedient werden, der gleichzeitig das gemeinschaftliche Singen leitet, musikalische Rätsel aufgibt und das Auto quer durchs Land fährt, um Freude in entlegene Siedlungen zu bringen, die weit entfernt von dem Bereich der Vergnügungszentren liegen. Das nagelneue Auto sowie die Ausrüstung wurden von der Gildesgame- Familie gestiftet. Herr Leon Gildesgame aus USA. hatte die Idee und brachte zusammen mit seinem Bruder Pierre, dem Präsidenten der World Maccabi-Union. das Geld auf. Die Uebergabe erfolgte durch das nordamerikan'sch-israelische Kultur-Institut für Musik in Neusiedlungen, ein gemeinsames Projekt des Instituts und des israelischen Ministeriums für Erziehung und Kultur. Zeugnis von dieser im allgemeinen unbekannten Arbeit wurde auch in dem jährlichen Chorireffen in Lydda abgelegt. bei dem viele Gruppen auftraten und ihre Einfühlung in den is- Israel - Mart und Marken aller Laemler — Neuigkeiten - »j ln groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS MARi^ NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE Bo"'r P VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUs- (| -- Dlrr SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERD|ge serai ALFONSO MORITZSON Guanac»c|lf 23-