Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-05-30 · 1880 (30.5.1961) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1880 (30.5.1961)
Date
1961-05-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612483--1362-9612485
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

2 — Mniti, 3f d» May* de 19*1 LA (EMMA ISRAELITA A*« XXII. — S«. MH In einer verlogenen Welt (Sehluss vos Seite lt eher Flagg« segeln, wo Dikmit den feindlichen Kräften,] das jüdische Volk in seiner also in diesem Fall mit j Eigenexistenz und in seinen i , - ,, , dem Kommunismus und al-] nationalen Bestrebungen iwh? -fr h anderen diktatorialen ebenso bekämpften wie sie obwohl ihre Herrschaftsj Systemen ist nicht möglichI sich vom Judentumalso wohl aber dürfte eine Hoff der jüdischen Geisteswelt nung auf Anerkennung der distanzieren. Lebensbezirke des anderen | Und noch eine Bemerkung Argumente;m Kampf ge-jS^das Koexistenz.0^!Marx^TaJde” SchöpS ELÄ* I sprechen von einem; des kommunistischeí P£ und Unterdrückungsmetho den mit allen Postulaten unvereinbar sind, die vom Westen verkündet und als werden. Ungezählte Tausende schmachten in den Kerkern. weil sie nicht die Meinung eines Franco. Nas. »er oder sonstigen Diktators teilen. Der Westen macht sich seine Arbeit auf dem Gebiet der geistigen Auseinandersetzung. die von der materiellen nicht zu tren. nen ist. reichlich leicht. Er geht mit Nonchalance über diese Tatsachen hinweg, die natürlich seine gläubigsten und gutwilligsten Anhänger stutzig machen muss. Wer Wasser predigt, darf nicht Wein trinken, nicht heimlich und gewiss nicht ganz ungeniert iedem sichtbar. Wer für die Freiheit der Meinungsäusserung eintritt, darf nicht geuen die Sow jets wettern und einen Franco dulden. Dabei müssen wir wissen, dass es sich hier nur um eines von vielen anderen Beispielen handelt. Ueb-^rhaupt versucht man den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Läuft doch heute bereits jeder Gefahr, der für die Freiheit und die Menschenrechte eintritt. un. ter irgendeinem landesfeindliehen Motto gebrandmarkt zu werden. Es ist so leicht, einen Gegner oder auch nur einen vermuteten Feind als ..Kommunisten” : internationalen Vertragssy-1 zialismus betrachtet wird, I Stern oder einem Weltpariaj entstammte 2war einer jü_ , ment, das wohl die UN j dischen Famiüe — der Valsein könnten Es kommt ter allerdings liess sich be. hier nicht auf Bezeichnun. | reits taufen —, hatte aber gen. sondern auf die Sache! mit Judentum und Juden selbst an. Natürlich sind! nichts zo tun. Im Gegenteil, Zweifel berechtigt, cb dem; Marx ist der Verfasser ei- Kreml wirklich ernsthaft an I ner gehässigten antisemiti. einer Koexistenz gelegen ist, ] sehen Schrift die von den 60LDA MEIR Kopenhagen. — Frau Golda Meir, der Aussen, minister Israels, wird Ende des Monats Dänemark einen offiziellen Staatsbesuch abstatten. Frau Meir wird Verhand. lungen mit dem dänischen Ministerpräsiden, ten und Aussenminister führen. Sie wird von König Frederik von Däne, mark empfangen werien, der ein Bankett zu ihren Ehren veranstalten wird. oder ob die rcten Machthaber nur Zeit gewinnen wollen. Diese Frage müsste man näher zu analysieren versuchen. Vielleicht darf man diesem Problem näherrücken, indem man eine andere Frage aufwirft, lie doch zweifellos aufgrund allgemeiner Beobachtungen ist: aus welchem Grunde gewinnt der Kommunismus immer mehr an Boden und dringt sogar oort vor. wo er bisher abgelehnt worden ist, z B. in den ’ateinamerikanischen Staaten? Wenn man ein Uebel bekämpfen will, Nazis reditiert worden ist. ohne dass sie wussten oder wissen wollten, wer ihr Autor war . Die Juden Hätten viel eher sches Land geworden? Die wirtschaftlichen Bedingungen allein als den hierfür massgebenden Grund anzu. geben, wäre wohl nicht richtig, . denn auch in Israel herrschten ausserordentlich schlechte wirtschaftliche Bedingungen. die erst in den Veranlassung, den Komm«. letzten Jahren — wenn nismus der heutigen Präüberhaupt endgültig — gung als eine Verirrung überwunden werden k'onnvon Christen verschiedener ten. Zweifellos sind die Öko. berechtigt i GIa“bensbek-lilntnisse zu be. I nomischen Verhältnisse, „ -“ : zeichnen, wenn sie sich auf Voraussetzungen und herrdieses Nivea.i herablassen sehenden Bedingungen in würden. Wir wollen aberl^en lateinimerikanischen hier nicht in eschatologi- Staaten bei weitem günstische Betrachtungen eintre-1 ger — oder konnten es sein ten. Judentum und Urchri- — ajs s;e jn Israel sind, stentum haben, was durch . . die neuesten Rollen. Funde , Zuna,chst. vmi‘sse" wir, ohne in den Verdacht muss die Ursache seiner Entstehung okalisiert undichten kommunistischen Geerkannt werden, um dann wirksam hiergegen Vorzügej gelten gekannt die ihr Lehen. W arum sind also die ben auf dem Prinzip der nur bestätigt worden ist, i j „ Ir„. u ui - der Ueberheblichkeit zu gewiss Vorstellungen einer_ . . . , j „ i_« j• » \ kommen, fe>tstellen. dass ten kommunistischen Ge* , , , u e. . u. - . aas kulturelle Niveau der memsenaft gehabt und auch t . .... iL t ¡Bevölkerung n Israel hoher liegt als in Lateinamerika lateinamerikanischen Nationen nicht gegen das kommunistische Gift immunisiert? Kommunismus ist doch nicht nur ein Wirtschaftssystem. sondern auch eine Gleichheit aufbauten. das Ideal, bensform ai’er Mitglieder . Diese vertraten dass diose Ledie Lösung der sozialen Menschheitsfragen bringen werde. Aber dieser auf einem festen Glauben an göttliche Gerechtigkeit Weltanschauung. eine ei. _ anzuschwärzen, nur wenn er . genartige Philosophie, eine beruhende Kommunismus für die Verständigung zwitheoretische Geschichtsauf-: hat nichts mit dem lenini. sehen den Völkern eintritt. | fassung utld eine Lebenshaistisch - marxistischen Kom. Welchen anderen Weg aber; tung. Wir Juden waren lanmunismus gemein, der eine... , . , SlSÄSrÄi« alS -er.'politisch. Methode Er-! Ä.S2 der mtei nationalen ^Vejrwm^^. | sejlrjen ^ber da$ war nur richtung der Weltherrschaft eine der vieien Verallge. ist und auch sein will. (und nicht nur auf diesem Kontinent). Ob das immer so bleiben wird, kann man nicht voraussehen Aber vergleichen wir das Schulwesen dort mit oen bestehenden Zuständen auf dem lateinamerikanischen Erdteil, dann wird man verstehen lernen, wo die Unterschiede vorhanden sind. Revolutionäre Ideen und bestehende lungen als cten Ausgleich auf der Grundlage gegenseitigen Einvernehmens? Man muss scharf zwi. sehen zwei Möglichkeiten unterscheiden: eine Allianz meinerungen und Verleum-; Warum aLS0 konnte die düngen, die in die poiitiheutige kommunistische I sehen Konzeote bestimmter j(jee ¡n ¿[en iateinamerikani- Regierungen. antisemiti. sCjlen Ländern Boden ge. scher Ideologien und Phrawinnen. warum konnte sie in weniger entwickelten Ländern leichter propagieren als in Staaten mit einer gebildeten Bevölkerung; Israel aber ist ein Land, in dem der Landwirt öder Ar. beiter in seinen kulturellen Bedürfnissen nicht hinter einer akademisch geschulten Schicht zurücksteht. Ein Hinweis auf ein Kulturland vom Range Frankreichs widerspricht dieser Auffassung nicht. Denn dort sind die Lebensbedingungen eines grossen Tei.es der Bevölkerung ungünstig, im übrigen ist aber die Struktur Frankreichs und Italiens derjenigen 1er lateinameri. kanischen Völker nicht unähnlich. Während Israel, um bei diesem Beispiel zu bleiben, in seinen Gedanken und Vorstellungen in der jüdischen Geisteswelt verwurj zeit ist — auch die Kreise, die nicht religiös-traditionsgebunden sind, — während also die israelische Bevölkej rung, wie die Tatsachen zeigen, gegen jen politischen; Kommunismus aus'diesem j Grund abgeschirmt sind j und sich gewappnet erwie. | sen haben, fehlt den iatein- ] amerikanischen Völkern jei ne geistige Kraft, die sie immunisieren würde, um dem Kommunismus nicht I zu verfallen. Die katholische Kirche, die in allen | diesen lateinamerikanischen; Ländern eine dominierende Rolle spielt, Konnte das Ein. j dringen jener kommunistischen Ideen und Parolen 1 nicht aufhal*en. die eine I Annäherung an die Oststaaten in politischer Beziehung vorbereiteten. | Diese Entwicklung will man nicht sehen. Man versucht, diese Tendenzen auf das Konto einer Propaganda zu verl<vern. die in , Wirklichkeit garnichf vor. I handen ist. Man versucht diese Strömungen durch Zwangsmassnahmen aufzuhalten; man übersieht, dass jeder Druck cur einen steigenden Gegendruck erzeugt. Man spricht im W'esten von Freiheit und unterdrückt sie. Es gibt einen WTeg aus diesem Wirrwarr der Ge. danken und Gefühle, der Meinungen und der Hoff- LA SEMANA ISRAELITA B ¿semanario — aparece tos Martas y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6630 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal | Ausland $ 450,— }ährl I Vertreter bei den UN J Genf. — Der bisherige stellvertretende Generaldi- ■ rektor im israelischen Au. , ssenministerium, Moshe Bartur, ist zum ständigen | Vertreter Israels beim Eu- | ropahauptquartier der UN , in Genf ernannt worden. 1 Batur gilt als Befürworter ] einer engen wirtschatfli- I chen Zusammenarbeit seines Landes mit Europa. — , (AWZ) nungen: die Rückkehr zu den wahren Mensehheitsidealen, wie sie der Westen zwar postuliert, nicht aber Dr FREY A b O g a d o PUEYRREDON 2190 1’ :*o nachm 16—19 Uhr ]. Liebling j FOURN1ERE — I SPERRHOELZER j DIAZ VELEZ 5224 al 46 j T C 43-2343/0340 T 3021 1 j\«w»v\wwwwwwwv REAL PEN I , Füllhalter $ REPARATUREN i Spezialgeschäft t CORRIENTES 589 $ TE. 49-5850 $ tiwWWWWWWWWWW Outica DIPL. OPTIKER ¡SarmientoS T. E. 35 - 7334 seologien passten. Sicher gab es im Kommunismus auch führende jüdische Köpfe. Nach dem üblichen Schema wurden aus den Trotzkys und Litwinows sofort ,,die Juden” gemacht. Niemand aoer von aenen, die solche antijüdische Thesen aufgeste. t haben, wollte sich davon Rechenschaft geben., dass diese Männer, so grosse und ehrliche Menschen sie gewesen sein mögen. nur abstammungsmässig. nicht aber nach ihrer Lebens, und Glaubenswelt Juden gewesen sin, sondern aus Kuba, um das klarste Beispiel zu nennen, einen kommunistischen Satellitenstaat machen? Warum dagegen ist Israel, obwohl die sozialistischen Parteien ein beträchtliche Mehrheit bilden, kein kommunisti- Mohel N. Plaksin Süperi 2719 T. E. 76.6784 u 76-2312 M&ttka Jacobo M. Lapiduf dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4? J T. E.: 48-2124? NERVENu. GEMÜTS-J I KRANKHEITEN i j Dr. M. J. KUHN I prov. I } RIVADAVIA 2625 III j j Tel. 48-7524 j T 4ont.. Mittwoch, Freitag | 117—20 Uhr. Tel. Anmelj I düng erbeten. { Î Dr. B. Schwarcz i ZAHNARZT \ y STOMEA 2283 — 52-8214 j RAYOS X t PARA DENTOSE ÍTELEF. VORANMELDUNG apeaux? HUTSALON I Jetzt in t Delgrsüö Í MOLDES 2 5 6 1 I T. E. 73-9229 f 73-9155 f Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. B T. E 70-7244 ■WWVWWWWWWWWWIMrWtWWWWVWWWVj | Restaurant »Paso’ l Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259| Unter Aufucht des Vaad Harabonim der Kehill8 | MITTAGS- und ABENDTISCH < von jetzt an auch Sonntag abends geöffnet £ Anrichten von kleinen Festlichkeiten | und Banketten | BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten »CONDE 2318 - E. 76 7533 i | in den Alltag des Lebens zu i übertragen bestrebt ist. Diese Menschheitsideaie j sinde unbedingte und unteilbare: sie gelten für alle .Menschen, Rassen, Ueber- I Zeugungen, Religionen und Weltanschauungen. Sie gelten für die Reichen wie für die Armen, für die Freien , wie für die Unterdrückten, j für die Weissen wie für die Schwarzen. Denn alle Menschen sind im Ebenbilde ¡Gottes geschaffen worden; sie alle haben ein Recht auf Leben und auf alles, was dieses Leben lebenswert macht, auf die kulturellen I wie auf die materiellen W'erte, auf d«n Himmel wie auf die Erde. Und sie alle haben ein Recht darauf, in Freiheit und Frieden zu leben. AUSENTE DEL PAIS EN VIAJE DE ESTUDIO HASTA EL 2 DE JULIO Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. *7 1362 jür. BENJAMIN LIPNIZKY j ZAHNARZT 1 ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN — BE- J HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU-! LI5RUNG DER ZAHNSTELLUNG ] Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend | nach vorheriger V erwnbarung. 1 JOSE HERNANDEZ 2518 T. E 76-8S73 und 73-0500 Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: * ♦ Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 19 übtj Jes wird gebeten, ^ch vorher telefonisch anzumelden J JSANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542* * * 1 dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernándaz Radio X — Durchleucbtung — Electrocardiogramnie CUBA 2141 — T. E. 73-8182 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 (Jhr Consultas: Montas jís Freitag: 15—18 Lbr

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.