Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1879 (27.5.1961)
- Date
- 1961-05-27
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Sábado, Í7 de Mayo de MSI LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1*7# — ¿ Beda uer liehe Luecken „Arisierung" abgetan - Bemerkungen zu einem neuen Buch von Dr. ERIS ST GOTTFRIED Kategorie gehörenden eher können zuweilen Bt als Zum zeitgeschichtlichen. deutschen Schrifttum gehören auch die Erinnerungsejne Erscheinung kurz der Kommune, im Zeitraum bücher, die. Jubiläumspub-j streifen und jhn an der in-11933 37 so sehr in der. Vor. likationen, die zusammen- ^ältlich oder chronologisch J dergrund gerückt wird, wo fassenden Rechenscnaftsbe- ¡geeigneten Stelle ..einbauen“ 'doch, wie es einleitend heisst richte, kurz: die Rückbiik-: ak-r eg Kommt dann auf die Handelskammer die Verke auf 50 oder 100 Jahre und : das ^ie und dessen Beto-! treter der Gesamtinteressen somit auf eine Geschichte j nung ocier Weniger-Betonung | der Handels- und Gewerbevoll lebend.gen politischen, an j treibenden wären. Und man wirtschaftlichen und weit-i rnf0'ee der (1933) ein°efragte sich das vor allem anschaulichen Wandels. 1 ^„^Massnahmenso 1 deshalb, weil man 20 Zeilen halt „„d Form de, ». d.«er „.'nach dem Aufschwung,»,., s I schienen Geschichte der; rieht das noch nicht eimrm' 1 Prüfstein auch dafür an^e* : Frankfurter Handeiskam- 1 in Gänsefüsschen gese! , n . . , . ® j mer (1908_1958 _ Weitere i Wort Arisierung findet, . v | sehen werdeE, ob sieht nur mer uv , iJ,rö , t ~ u;5 vl eine zum Aufschwung fühJfünfz.g Jahre Industne- und | der Sphäre der Frarr 1 rende Entwicklung und nicht, Handelskammer Frankfurt , für er Börse u„d der Frank- I allein ein Rückschlag von am Main“ bearbeitet von j furter Banken zu we.tgehen- . aussen objektiv registriert Erich Achterberg. Frankfurt , den personellen Umstellun. und ausreichend dargestellt a. M. 1960). „verminderten gen führte', und dann erwird, sondern aueh anbe- ' sich die Arbeitslosenzahlen fahrt, dass es „infolge davon f oh lene Unbill und unwideri in Frankfurt zusehends, : zu Abwanderungen und vor sprochen gebliebenes Un- I gleichzeitig kamen auch die | allem auch zu Betriebsrecht hinreichend Erwähkommunalen Finanzen wie-, Schliessungen kam“, nung findet. Wen» auch sei-j der in Ordnung. 1935 konnte j Unwillkürlich denkt man che Gesichtspunkte nicht schon ein ausgeglichener an das abgenutzte Schlagdas einzige Kriterium für , Haushaltsp’an vorgelegt wort von der , aufzuarbeiten, die Gesamtbeurteiluug einer! werden, daneben wurden : den Vergangenheit“ und ist Neuerscheinung sei* dürdie Rücklagen aufgefüllt,, bei der Feststellung verdas Steueraufkommen der | stimmt, dass dazu eine of- Stadt erhöhte sich , die. puielle oder offiziöse Jubi- , nung auch nur anzudeuten. , I Ob bewusst oder unbewusst, j l soU dahingestellt bleiben/ Aber jene Zeilen auf Seite j; 88 des schön ausgestatteten' i Werks können als Beispiel | dafür dienen, wo — noch i oder schon wieder — Zivileourage und Bekermermut! . ihre Grenzen zu haben scheinen LA SEMANA ISRAELITA B IS EM AN ARIO INDEPENDIENTE ß». Aires - PUEYRREDON 2190, 1’ isq. — I E. 83-261 12. Sivan 5721 27. Mai 1961 Geschichtsschreibung nicht machen, besonders da und dann nicht, wenn es sich um ein respektables, grossstädtisches wirtschaftspoli. tisches Institut handelt, dessen Entwicklung, wie es heisst, das Produkt der Ge- So leicht kann man sich schehnisse ist, der wirti verhelfen. schaftliehen und der politischen. Hier ist, politisch, eine kleine, aber gute Gelegenheit verpasst worden, den. jener, gerade von acr Gebildetenschicht gepredigten Vtrgangenheitsauiarbeitung zu ihrem Recht zu \ 1/ fen, so schwingen sie doch bei der interessiert-kritischen Lektüre gleichsam mit. Dabei liegt der Ten auf dem Wort „hinreichend“, einer Kombination von „richtig“ und „genügend”. Man kann einen Vorgang, Schulden gingen . zurück“. Das alles mag zutreffen, obwohl man nach einer Erklärung dafür fragt warum wohl die sich stark bessernde Finanzpolitik der Stadt VERLEIH /ON GESELLSCHAFTS. ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdisehe Geschäft in dieser Branche. 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Wieso „Abwanderung“. ein nüchterner Begriff, der in der Statistik der Bevölkerungsbewegung angewandt zu werden pflegt wo es sich doch bei Juden und „Nichtariern” um erzwungene, oft fluchtartige und teuer erkaufte Auswan- | derung handelte? Warum nennt man — wieder und j heute, nach bald 30 Jahren i — nicht das Kind beim Na. j men? Wer „dabei“ war, I weiss nur zu gut. was „weit- , gehende personelle Umstel- J lungen“ schon damals, kurz nach der Machtübernahme durch den Unrechtsstaat, in Wirklichkeit bedeuteten: übelste Diffamierung, persönliche Behelligung, unmittelbare Ausschaltung, fristlose Entlassung, Wegnahme des Betriebes und dergleichen mehr — gar nicht zu sprechen vonden äusserst schwerwiegenden Folgeerscheinungen über den 1. April 1933 und über den 9. November 1938 und über den Kriegsanfang hinweg. Auch der historisch beruhigend klingende Satz, dass „jüdische Bankhäuser seit dem voraufgehenden Jahrhundert in Frankfurt in erheblichem Masse Fuss gefasst und zu dem wachsenden Ansehen des Platzes durch rege Betätigung beigetragen hatten“, kann nicht darüber hinwegtrösten, dass hier einer auch nur einigermassen abgewogenen und geschichtlich aufklärenden Darstellung von Form und Ausmass der „Arisierung“ behutsam aus dem Wege gegangen worden ist. Kein Wort von den Veränderungen in der weiten, alteiablierten jüdischen Geschäftswelt. deren Träger, wie Oberbürgermeister und Magistrat der Stadt gegenwärtig bei jeder sich bietenden Gelegenheit betonen, zum wirtschaftlichen - Ansehen der früheren Mainrnetropolc beigetragen haben! Es geht hier weniger um den Einzelvorgang. das vorliegende Buch oder einen Teil seines sonst lesens- und 1 aufschlussreichen Inhalts als um den Grundsatz und um den „sense of Proportion”: man zitiert die „Aufstieg“ ab 1933 kennezeichnende Ziffern und tut, kurz danach, ein trauriges Kapitel, das sich über mindestens sechs Jahre erstreckte, mit zwei, obendrein noch fehlerhaften Charakteristika enthaltenden Sätze ab. oh. n« den Umfang der Erschei- / 1 \ Visite ISRAEL en este año memorable..* KLM te ofrece: AER0CREOIT0 SERVICIO DE LUXE CLASE ECONOMICA PLAN DE ESCALAS MULTIPLES ...y asista a la celebración del 13’ aniversario de la Creación del Estado. Su viaje lo resuelve KLM, brindándole su vasta red aérea mundial; la oportunidad de visitar muchísimas ciudades en Europa sin recargo alguno; y - si Vd. lo solicita al reservar su pasaje - excelente servicio de comidas "kosher". \ Consulte a SU AGENCIA DE VIAJES o KLM, Corrientes 690, 45-0141, Bs. 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