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Jüdische Wochenschau · 1961-05-27 · 1879 (27.5.1961) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1879 (27.5.1961)
Date
1961-05-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Sábado, 27 de Mayo de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1878 Musik in Buenos Aires! DREI KONZERTE JAIME LA RE DO Der junge bolivianische Violinist, dessen Ruhm wie ein Meteor am Kunsttimmel auftauchte, stellte sich uns kürzlich auf verschiedenen Podien vor. Im „Mozarteum Argentino”, welches jüngst seine Saison mit einem Rezitai des Cellisten Rostropovicb eröffnete, machte Laredo «ein argentinisches Debüt. Vom ersten Bogenstrich an fühlte man. dass man es mit einem als Genie gioorenen Künstler zu tun hat. der trotz Jugend sein Metier solide untermauert hat. Der Vortrag dreier Sonaten, bei deren Spiel seine hinge und charmante jüdische Gattin Ruth Meckler ihm eine einfühlsame Begleiterin am Flügel war, bewies es: Schubert, d-dur. opus 137. No. 1. grazil-melanchensch, Mozart, b-dur, K. V. 454, wahrhaft „mozartisch“ Cesar Franck adur. langausgesponnen, tragend - wehmütig. Laredo zeigt sein Virtuosentum nicht; man spürt es In jeder Phrase, bei jeder Cäsur, kurz, bei jeder Gelegenheit wird es offenbar. Sein technisches Rüstzeug ist unfehlbar und sein Vertrag klar und direkt. Im ..Teatro Colon“ horten wir von Jaime Lart-uo die d-dur Sonate, upus 9. No 3, von Leelair, die 2. Prokofieff Sonate, op. 94. eoenfalls ( in d-dur und die g-moll-Soi nate von Debussy. Sein zweites Konzert bestätigte die im ersten bewiesenen Tugenden und bekräftigte sie. Die Bravour Stücke ■ „Rezitativ und Scherzo“ von Kreisler. „Canto do cisne preto’’ iGesaig des schwarzen Schwans' von Villa-Lobös und die sechs rumänischen Tänze. Juget.dwerk von Bartok bestätigen vollauf den hervorragenden Eindruck, den wir von ihm hatten, der auch ir. diesem Konzert wieder von seintr kongenial spielenden Gattin am Klavier sekundiert wurde. Als Solisten mit Orehester- . Begleitung ernten wir Laredo mit dem Nationalen Symphonie Orchester unter Victor Tewah kennen, welcher mit diesem Konzert den Zyklus der vier Brahms- Symphonien beendet hat. Der Violinist spieite das jetzt sehr selten gehurte Konzert opug 26 von Max Bruch fest .o:d bewusst in seinen Ecksätzen und ro- Äwssteilung in der IWQ Heute Sonnabend, um 19 Ulir. findet in den Räumen j der IWO (Pasteur 633' die , Eröffnung einei Ausstellung; über das Martyrium oer Ju- , den in der Zeit der llitlerj Verfolgungen staut, ts wir«; graphisches mc'. dokumenta- 1 risches Matenal über die einzelnen Phasen des jüdi. j sehen Leidens gezeigt wer- : den. j Die Ausste lung bleibt bis! zum 30. Juni geöffnet. Beisuchszeiten: Montag bis 'Donnerstag von 15 bis 20 | Uhr, Freitag von 15 bis 17 ■Uhr und Sonrabends von : 19 bis 21 Uhr. — ARNOLD ZWEIG Bilanz der deutschen Judenheil Erste in Deutschland erschienene Ausgabe mit einem Nachwort von Achim von Barries. 328 Seiten — DM 16,50 (gebunden) HANS KOHN: MARTIN BUBER Sein Werk und seine Zeit 2te uir, ein Geleitwort des Verfassers und ein Nach, wort von Dr. Robert Weltsch vermehrte Auflage ca 500 S gr. 8?, Leinen gebunden DM 24.80. MARGARETE SUSMAN Frauen der Romantik 3 veränderte und erweiterte Ausgabe 178 S. mit 16 Bildnissen aut Kunstdruckpapier, m Leinen gebunden 12,80 DM. FLAVIUS JOSEPHUS Geschichte des jüdischen Krieges Uebersetz.t und mh Einleitung und Anmerkur.geB veiseneu von Dr. H CN-EMENTZ Kl. öS (j95 Selter., 2 Karten aul noiztr. Papier in Leinen geo. DM 25.— Joseph Melzer Verlag, Koeln MCZARTSTRASSE 13 j mantisch-schmeichelnd im j berühmten Adagio. Der Ap-! plaus, den der Künstler hier- ' bei hatte, ging weit iber. al- (les Kon\ entione ie ueraus; : Tewah und ein gutes Or- 1 ehester dürfen dara.i teiiha. Iben. Aber auth die Solisten- Konzerte trugen Laredo jedesmal Ovationen ein. I FRANK GI.AZER IM COLON i Der nordamorikaniseh-jüdisehe Pianist begann sein argentinisches Entree mit einem heterogenen Pro_; gramm, weienes alle Fazetten seines gediegenen Kön- I nens aufzeigte Es führte in etwas befremdend unchro- ' nologischer F )lge von Iliin. I del über Aaron Copland. | Brahms und Beethoven zu I Chopin, dem der gesamte ■ zweite Teil der Spielfolgc 'gewidmet war. Während früher jeder Klavierkünstier -eine Ehre cinlegte. den grossen Polen feminin. schwülstig zu interpretieren.!st man gegenwärtig vielfach zum anderen Extrem übergegangen und bemüht sich, Pathos | und Gefühl soweit wie nur möglich ausz ischalten. | Frank Glazer wählte den ' Mittelweg und erreichte positive Resultate in den zwei i Nocturnes, oouns 27, Scher, i zo h-mol'l opus 20. vier Ma-! zurkas opus 41 und der f- I moll.Phantasie opus 49. Cho- | pin trug dem Pianisten den | grössten Erfolg ein. der ihn I veranlasste, weitere seiner Schöpfungen zuzugeben. | Klassisch ausgewogen I wurde Handels g-Chaconne gespielt, wobei besonders Glazers manuelle Beherrschung seines Instruments zum Vorschein kam. Die ■ drastisch-rhytamischen „Va. riationen von Klavier“ von Copland bestätigten diesen Eindruck, aoer erst bei den „Brahms - Variationen über j ein Paganini-Thema opus 35 (zweites Heft)” und die grandiose vor etzte Beetho. ven-Sonate as-dur opus 110 mit der berühmten Fuge gab dem Pianisten Gelegenheit. neben seinem tech. nischen Können auch das seines Ausdrucksvermögens unter Beweis zu stellen. Der herzliche Appjaus des spärlich gefüllten Saales bestätigte es. HOWARD MITCHELL DIRIGIERT PHILHARMO¬ NISCHES ORCHESTER Der nordamerikanische Orchesterleiter, Titular . Dirigent des „Washington Philharmonie Orchestra”, mit welchem er uns vor zwei Jahren anlässlich seiner südamerikanischen „good will tour ’ besuchte und einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hat, l F T I Das jüdische Volkstheater IFT eröff.vte seine dies.! jährige Spielzeit mit dem I Drama ..Die FamLie Ku-! bich” des tschechischen j Dichters Peter Karvas. das; unter dem Namen Mitter-1 nachtsmesse” in Europa mit grossem Erfolg aufgeführt wurde. Die Leitung und Regie hat Yirair Mos.; sian innc. Der IFT ist das einzige in Buenos Aires spielende jüdische Theater diese Aufführung in jiddischer Sprache ir. der Elita Aiz.enberg. Mauricio Burak. i Ma ’ Fe Dan. Bornardo Kogan und Rosa Wassermann die Hauptrollen übernommen haben. H£iK£tl KÄy£m£T PP COMITE CENT« OEU R G PEO Corrientes 2294 — VI. Stock — Y. E. 48-3695. 48.568Î Feierliche IJehergabt von Diplomen Wir benachrichtigen unse- Barean, Leiter des Dto. de und bringt jro Freunde dass wir eine Aiijah; Künstlerischer Teil; Feier zur Cebergabe von Kinderchor des „Achduth Diplomen Jisroel” unter der bewährenberg. Maui'Cio Burak, |iibe H Eintragung in das ten des jugendiirta Garn. David Sznek J Go)(,ene öuch> . § Se(er chen Dirigenten Alfredo upe Wain-uem Samuel;; Barmizwah’ und Ganim” Goldschmidt; Heiterer Vorii Rernnd-'n knöjr nr.rl 1 ‘ 1111 am Montag, «en 29. Mai, um 21 Uhr weilt gegenwärtig als Gastdirektor mit dem Philharmonischen und später auch Anstalten werden. Nationalen R indtunk.Orchester unter uns Mit der erstgenannten Vereinigung musizierte er im Colon eine feindurchdaeh'e und klassisch. durchd ichte ..Feuerwerks-Musik ’ von Händel. trag von dem ebenso bewährten und beliebten ju. „ _ ,. gendliehgn Humoristen Ai. ím Saaj des Cutio israelita fredo Göldschmidt. Ueberde Be (grano. Vida] 2049, gäbe der Diplome durch die dessen Vorstand uns diesen Chawerim: Juan Meyer liebenswürdigerweise zur Keyt und Ernesto Feigel- Verfugung gestellt hat, verst0ek. Wir laden zu dieser Feier Begriissung: Präsident alle unsere Curt Wilk; Festredner: Herr liehst ein! Freunde herz. Aus unserer Arheh Anlässlich 3er Feier der Goldenen Hochzeit des Ehe. Das Ehepaar Fredy Weil in Vicente Lopez machte anlässlich der Barmizwah ihres Sohne uorge German deren Zauber durch klug erpaar\s Max ,,nd Klara Goldeine Spende von S 1.000.—, folgte chorisene Bläser-Be. I schnl>dt geb. Giinzburger auf dessen Namen Bäume Setzung noch unterstrichen 'vuide unter den anwesengepflanzt werden, wurde. Dagegen erscheint den Gasten eine Sammlung Frau Helga Goldberger es uns unnötig, das gesam-1 Gunsten i^s KKL duichspendete anlässlich der Bar. te Holz bei; er . Siebenten” i gefühl twe,cne die Summe mizwa ihres Schnes Yohnny 'von S 10.000 — ergab; auf die Summe von S 500.— auf Wunsch des Jubelpaares den Namen von Yohnny werden zwei Eintragungen WCrden Bäume gepflanzt, in das ..Goldene Buch” zum Herr Theodor David spen- Andenken an deren Eltern, dete anlässlich seines 80. Heinrich und Rosa Gold. Geburtstages den Betrag schmidt s. A. und Jonas von $ 1.000,— für oen KKL, und Rosa Giinzburger s. A.. xvofür Bäume auf den Navon Beethoven die übrigens eine schwungvoll - dynamische Interpre; ation erfuhr, zu verdoppln. Am Rande sei hier vermerkt, dass es infolge Niehfbestehens einer Instanz für Koordination der bonac. renser Konzsrt-Programmaj gemacht. Bei der Barmizwahfeier tion möglich ist. das Werk von Andres Miguel Wohlfeiinnerhalb von fünf Tagen von drei verschiedenen Orchestern mit ebensoviel Di. rigenten serviert zu erhalten. Ein Gleiches eesehah vor wenigen Wochen mit ler in Oliv.'S, ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL die Summe von 3.750.— j Pesos; Andres Miguel wird in das ,Sefer Barmizwah” eingetragen und ausserdem 1 r, dem Spiel des ersten Symwerden Bäume auf den Naphonie von Brahms, welche men seiner Eltern. Herrn innerhalb von neun Tagen Benn0 wohlfeiler und Frau die gleiche Aufführungszahl jjse geb Von Halle, gcunter gleichen Bedingungen p{]anzt erreichte. j Gelegentlich der Barmiz. Im Mittelpunkt des Abends wahfeicr von Alberto Herz stand das neue Klavierkonführten Susi Waterman und zert des Argentiniers Alber. , Marcelo Herz eine Sammto Ginastera. das kürzlich iung für den KKL durch, im Auftrag der .Kussevitzky , welche den Betrag von foundation of the library ofig 1.570.— ergab; Alberto Congress” der nordamerikawird in das Sefer Barmiznischen Haup*stadt kompo-1 Wah” eingetragen, niert und ebendort vor ge- | Das Ehepaar Jacobo Bamnau einem Monat von Mit. berger m Olivos. spendete cheil mit. seinem ständigen; den Betrag von $ 1.000.— Orchester und dem brasiliaj anlässlich der Barmizwah nischen Pianisten Joao Carihres Sohnes Mario José, los Martins uraufgeführt : wofür Bäume auf seinen -wurde. Beide Künstler zeich-! Namen gepflanzt werden, neten auch tvr die hiesige Erstaufführung verantwortlich. Das Opus *st kein eigent- I liches Klavierkonzert, sondern eher ein „Konzert für Orchester mit obligatem i Klavier”, und so sind die pianistisehen Fähigkeiten I des Solisten nicht kritisier- : bar; wir erwarten daher : von Martins;in eigenes Rezitai. Die Komposition ist! grosszügig angelegt. Ginaj stera führt wiederum seine Lcharakteristische!) Rhyth- | men ins Vordertreffen und ' macht seinen Ideen 'tin grosses und stark besetztes! Orchester — u. .a neun Schlagzeuger — dienstbar. , Die Wiedergabe erfolgte : stürmisch und dennoch dis.! zipiiniert und trug allen 1 Ausübenden ur.d dem Komponisten lange Beifallskundi gebungen ein. I c-n men des Jubilars gepflanzt werden. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Eine wichtige Mitteilung Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass laut Be. Schluss der Exekutive vom 11. Mai, mit Gültigkeit ab 1. Juni nur 3iichsen mit einem MindesHnhalt von 300 Pesos in ler ..Jüdischen Wochenschau” veröffentlicht werden. DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BIIECHSE DES KKL IFT BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88.9420 FREITAG UND SONNABEND UM 22 UHR SONNTAG UM 18 UHR DIE FAMILIE KUBICH von PETER KARVAS (gespielt in jiddischer Sprache) Regie und Leitung; YIRAIR MOSSIAN Deutlrhcs Theater [ im TEATRO ODEON j : Die naechste Premiere \ 1 M9KTAG, DEN 29. MAI, UM 2! UHR j 2 * |0er zerbrochene Krug m * g DAS UNSTERBLICHE LUSTSPIEL VON ■ S HEINRICH VON KLEIST j § Regie: Jacques Arndt | S Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367. j 5 Tel. 45-3591. Werktags von 10—12 u. von 15—19 Uhr , g Samstag von 10—13 Uhr! \ ISRAEL - BRIEFMARKEN | Ai* WIEDERVERKAEUFEH — ALLE NEU AUSGA- #! BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS J ■ Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel,; VIAMONTE 550, i/B — Buenos Aire*, Rep Arflenli»*

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