Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1879 (27.5.1961)
- Date
- 1961-05-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — «Abade, 27 de Mayo de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Wiener Verschleppungstaktik (Schluss von Seite 1) sehen Entschädigungsgeset. zen gestellt naben oder zu .stellen berechtigt wären. . Jm sich über Am 22. März dieses Jahr Die erste Pannfe ist bercs haben die zuständigen I reits eingetreten Im April österreichischen Organe ei. I sollte ein Treffen zwischen ne 12. Novelle zum Opfer-1 dem Bundeskanzler Adenau n* . . . | fursorgegesetz und das Bun_ ■ er und den Oesterreichern Man wnd sich fragen, mit! desgesetz über den ’ ’ - 1 vzesierreicnein welchem Recht die öster- \ leiehische R?gierung diese i Bezeichnung dieses Geset- Geste” gegenüber der zes ist bedenklich Wieder Bundesrepublik gezeigt hat. 1 ist von Fürsorge und Abgel- Wahriich, es st einfach, auf tung die Rede, wo es sich Rechte Dritter zu verzieh, um Ansprücne und Rechte ten-! auf Entschädigung für den Wenn aber Oesterreich Juden angetanes Unrecht handelt. Die Bezeichnung manövriert die Berechtig, ten erneut in die Position von Fürsorge-Berechtigten. Das aber sind die Verfoli - -- — Abgel-1 stattfinden, iL".C.t!t...die. ostertungsfonas beschlossen. Die die Zuschüsse zu einigen, die von der Bundesrepublik | zur Erfüllung des österrei. j chischen Gesetzes angeblich erforderlich sind. Natürlich I durfte niemand damit rech- 1 nen, dass dieses erste Zuj sammenkommen sogleich ' zu einer endgültigen Ab. spräche hätte führen kön. j nen. Unter normalen Umdiesen Verzicht ausgesprochen hat hü te die Wiener Regierung sofort die Verpflichtung gehabt, diese Ansprüche zu üoernehmen und BEN GURION UND KENNEDY Jerusalem. — Während seines Besuches in den Vereinigten Staaten wird der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion auch eine Zusammenkunft mit dem Präsidenten der USA, John F. Kennedy haben, wie offiziell mitgeteilt worden ist. Nach der Mitteilung der israelischen Radio-Station wird Ben Gurion nach seinem Staatsbesuch in Kanada verschiedene Städte in den USA besuchen. Die Zusammenkunft mit Kennedy wird voraussichtlich in New York stattfinden. Ben Gurion wird ferner eine Unterredung mit dem Generalsekretär der UN, Dag Hammarsskjold, haben. Bei seiner Abreise aus Israel wurde Ben Gurion von Mitgliedern der Regierung und hohen Beamten verabschiedet. Er begab sich zunächst nach London. Año XXII. — No. 1879 LA SEMANA ISRAELITA Bisemanarlo — aparece ios Martas y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450— jährl. nicht im einzelnen darstellen können (vVarum nicht?) wird die Verteilung dieser zu bezanlen Das aber ist \ gungsopfer nicht, natürlich nient geschehen.! Ein zweite’- Mangel, der Die deutschen Instanzen be. i von der Wiener Regierung rufen sich mit dem Anbezeichnender Weise nicht schein einer gewissen Be. rechtigung auf diese Bestimmungen des Staatsvertrages und verneinen die bezeichnender . als Fehler empfunden wird liegt darin, lass die Ansprüche der gungen ständen wären also viele Bundesregierung ihrer Ver-1 erhalten soll, weil er in den i Mittel zugunsten der Ee. —*-=- - - . - enj Jahren 1955 bzw. 1960 mehr i rechtigten und, um es deutis. als einen vorgesehenen Bei zu saSer> zugunsien der ¡trag verdiente. Hat er des-! jüdischen Opfer verhmwegen geringe Schrecken j ’ ^enn cie Wiener Jiiäls andere lurchlebt? Weli fische Gemeinde eine sol. Monate verstrichen, bis ein Ergebnis erzielt worden wäre. Es ist aber noch anders gekommen. Bundeskanzler Adenauer musste diese Zu. sammenkunft wegen einer wichtigen Reise nach ffa. Opfer der Verfol. i shington absagen. Die dcutmit denen gekopsehe Regierung teilte in Aktivlegitima'son österreipelt werden. die man als Wien mit, dass überdies der chischer Antragsteller, die j „Heimatvertrebene” zu be-! scheidende deutsche ßunzeichnen pflegt. Heimalverdestag nur noch wenige triebene sind in erster Li. nun — iede .falls bis heute — leer ausgenen. Seibstver. stündlich ist diese deutsche Einstellung auch rucht zweifelhaft weil “ine nachträgliche Einengung gesetzlicher Vorschriften durch einen Staatsv;-trag zulasten Dritter gegen das Prinzip in I nie die Sudeten- oder sonstigen Volksdeutschen, also in ihrer Mehrheit die wildesten und iberzeugtesten Nazis. Dass diese Gleich. Stellung erfolgte, die übrigens auch in früheren östervon Treu und Glauben ver-! reichischen Gesetzen zu beobachten war zeigt den vöi. | lig verfehltea und unzureichenden Ausgangspunkt aljler Erwägungen, die in ' Wien über dieses Problem angestellt worden sind. : Damit nicht genug. In dem genannten österreichischen Gese-z ist eine Vor. 1 schrift enthalten, dass diese j Bestimmungen erst dann in I Kraft treten sollen, wenn stösst und nur geeignet ist. eine neue Recntsunsicherheit zu schaffen. Das ändert aber nichts an der ständigen Praxis der Gerichte und deren Folgen, aie auf die österreichische Verziehtserkläru.ig zurückzu, führen sind Dr FREY A b o £ a il o destag nur Arbeitssitzungen abhalten könnte. Mit anderen Worten bedeutet diese Erklärung, dass erst die Wahlen und die Konstituierung eines neuen Bundestages abgewartet wei-oen müsse —. der natürlich auch nicht sofort in diese Verhandlungen eintreten w'rd —, bevor überhaupt die Debatte über die deutsch-österreichischen Vermögens - Verrechnungen aufgenommen werden kann. ■' Damit ist die ,,Entschädigung” in Oesterreich wiederum ad calendas grae_ cas, also bis zu einem nicht . bekannten Zeitpunkt hinausgezögert worden. Die Erregung in den Kreisen der pfiiehtung gegenüber den Opfern des Nationalsozialis mus nicht enneben. Es ist eine der tragischsten Feststellungen unserer Zeit, dass die Republik Oesterreich durch den Zeitablauf von sechzehn Jahren seif Kriegsende grosse Beträge an Wiedergutmachungsleistungen einsparen konnte, da Inzwischen Hunderte und uoer Hunderte und vielleicht Tausende Opfer der Verfolgung die Wie. dergutmachung nicht erlebt haben. Jeder Tag der Verche Einstellung steht hinter solchen Paragraphen? Wird eine Unterstüfzung für die. jenigen gelastet, die ein niedriges Einkommen haben oder soll hier wiedergutgemacht werden? Unverständ'ich bleibt, aus welchen Gründen die verantwortlichen lüdischen Stellen ..ihr Einverständnis’ mit einer so schändlichen zögerung des Inkrafttretens Gesetzgebung erteilt haben. Der Hinweis dass wenig-1 stens die ..Aermsten unserer Leidensgenossen nicht länger warten müssen und die bescheidenen Wiedergut- , A11 das ge,chieht in der machungsgelder erleben”, frei demokratischen Re- , über die Deckung der durch österreichischen Juden, aber | das Gesetz e'forderlich ge. 1 wordenen Mittel eine Verder 12. Novelle verringert die Zahl der Berech’igten.” Das Gesetz selbst aber ist auch völlig unbefriedigend. Kann man oehaupten. dass ein Betrag von 10.000 Schilling eine ernst zu nehmende oder gar angemessene Berufs. und Einkommensentschädigung darstellt? Auch ein Mensch, der vor 1938 bescheidenste Einkommen gehabt hat, muss durch die Zeit der Verfolgung viel mehr verloren haben, als che Erklärung abgibt die sich doch eng mit Regierungskreisen verbunden fühlt, dann darf man die Gewissheit haben, dass es sich hier um einen echten j Skandal handelt. Warum sprechen die ver. I antwortlichen jüdischen I Stellen nicht endlich eine! deutliche Sprache? Sehliess-! lieh geht es fa nicht um das. I Geld der Notabein, sondern jüdisches Volksvermö. i gen, das offensichtlich zu! politischen Zwecken missbraucht und den Berechtig-! ten vorenthaiten wird. , dem heutigen Wert von n:rht nur bei diesen, ist auip ooO Schilling entspricht. . . , , sserordentlich gross. Oie* Eine zweite unverständlieinbarung /wischen der jüdischen Unterhändler in he Bestimmung muss hier Bundesrepublik Deutschland Wien weisen darauf hin. kritisiert werden Nach den österreichischen . dass bei ihren Bespreehun ■kntlsiert "eaen- «acn aen Verdoppelung der Haftent. : und dem usiaiciujisuntn .dass bei ihren Bespreehun- PUEYRREDON J190 I Staat getroffen worden ist. gen mit kein^m Wort davon 1* ISO nachm 16—IS Uhr Wenn also iie Wiener Re- | gierung der Meinung sein I sollte, dass man mit Bonn | zu keinen zufriedenstellen, . | den Ergebnissen gelangen! kann, gehen die Opfer der . I Verfolgungen leer aus oder ner'jüdische Gemeindeblatt : zentra^tionslager' REAL PEN I Füllhalter £ REPARATUREN | Spezialgeschäft | CORRIENTES ¿09 * T E. 49 5850 $ ✓wwww^wwwvwvww müssen sich Kürzungen zugunsten der Heimatvertriebenen gefallen lassen . die Rede war dass die be- , ephädigung in eine gewisse reits damals erlassene 12. Einkomrnensgrenze gebun- Novelle mit eventuellen Beiden Niemand kann versteträgen der Bundesrepublik hen aus We’chen Gründen verbunden werden sollte. > eLn Mensch, ’er durch Ghet. Hierzu schreibt das Wiein A„err,ttnnfis und Kongegpngen t i J. Liebling j ÍFOÜRNIERE — i SPERRHOELZER? i » I DIAZ VELEZ 5224 »1 «6; t T. E «3-2343 0340 T 3021 I Propiedades Frankenberg berät Sie Kostenlos und unverbindlich beim Kaui oder Verkant von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Peciraza 2530 pl b. Dp B T. E, 70-7244 JUDITH SCHENKOLEWSKI KUL rUSSTICKEREiEN Schabbosdecken - Tallisoeute’ Käppchen . Maz. zot-Taschen . 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Die Wiener Jüdische Gemeinde erklärte: „Aus Gründen, die wir hier publik Oesterreich im Jahre 1961. Dr. ARTUR0 WELT arg. RECHTSANWALT (ncaso, Gesellschaftsverträge, Erbschafts Angelegenheiten, Bürgerschaft, Wiedergutm achung PARANA 489, piso 6 of 34 T. E. 46-4428 4320 'Matthä! eh apean*. HUTSALON Jetzt in f] e! g r ü ó o MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Jacobo M Lapiduf dipl. Mohel TUCUMAN 2396 4? J T. E.: 48-2124 ZAHNARZT f ST OM F. A 2283 — 52-8214 RAYOS X PARA DFNTCSE TELEF. 1 VORANMELDUNG? NERVENu. GEMÜTS. { I KRANKHEITEN; Dr. M. J. KUHN iorov. RIVADAVIA 2625 III i Tel. 48 7524 i lont.. Mittwocn. Freitag 1 17—20 Uhr Tel. Anmelj 1 düng erbeten. 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