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Jüdische Wochenschau · 1961-05-23 · 1878 (23.5.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1878 (23.5.1961)
Date
1961-05-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 23 de Maye de Udil LA SEMANA ISRAELITA An« XXII. No. 1878 Der Sport in Israel Das schoene Israel Das Erscheinen von Israelis auf der lezten Olympiade in Rom und anderen internationalen Veranstaltungen hat die Weltöffentlichkeit auf die israelische Sportweit aufmerksam gemacht. Leider waren die Leistungen der Israelis bisher noch verhältnismässig beschränkt und der einzige Sport, in dem sie international- Lorbeeren ernten konnten, ist Fussball Im Zusammenhang mit dieser Aktivität war ein Gespräch mit Josef Dagan. Sekretär des israelischen Fussballverbandes, interessant, in dem dieser einen Ueberblick über den allgemeinen Stand des Sportes im Lande gab und dessen Aussichten für die Zukunft beurteilte. | bracht, dass es heute in Is- I rael zwei zentrale Sportver- I bände gibt, »inen für Fuss- I ball, und einen zweiten, der sich mit allen übrigen Sport-; arten bescnäftigt. Dazu | kommt jetzt noch eine staatliche Dachorganisation, die diese beiden Organisationen überwachen soll und Förderung und Hilfe für sie zu bestimmen hat. Lange Zeit war der Sport nur auf sich | selbst gestellt — nur das ' Fussballspiel. dank der i erwähnten internationalen 'Kämpfe, an denen vergleichsweise die ganze loka- : le Bevölkerung teilnahm — I florierte. Die Folgen waren eindeutig. Israels Fussball-! spieler erhielten hervorra- I gende ausländische Trainer, NEUE STRASSEN < : r T'M* m À - pÉSÿ'Ci V -*3:' in den Felsen geschlagen Israel besitzt heute (bei einer .Bevölkerung von über 2 Millionen) etwa 30.000 aktive Sportler. Diese sind in ungefähr 400 Sportvereinigungen im Lande organisiert. Die bedeutendste unter ihnen ist wohl der Hapoel, die Sportvereinigung der arbeitenden Schichten der Bevölkerung, und Mak kabi, die gewöhnlich mit bürgerlichen Kreisen identifiziert wird, praktisch aber Mitglieder aus allen Schichten der Jugend vereint. Eine weitere Sportvereinigung ist der Betar der revisionistischen Cheruthpartei. Der populärste Sport in Israel ist Fussball. lieber ein Drittel der Sportier im Lande (etwa 12.000) sind ihm zugetan und praktisch ist dieser Sport auch der einzige, der imstande ist. durch seine Einnahmen aus internationalen Spielen im Lande, sich selbst zu erhalten. Die Situation hat es mit sich gefiir ihre Auslandsreisen fanden sich immer die nötigen Mittel und ihre Erfolge — sie besiegten in den letzten; Jahren wiederholt bedeutende Mannschaften in Europa i und Asien — begeisterten das ganze Land, j Die Leichathletik und die anderen Sportarten (Hand ball, Tennis. Radfahren, jUsw.) sind weniger entwikkelt, und in ihnen haben Israels Sportler weniger Er- , felge aufzuweisen. Dennoch, die Ueberzeugung, dass der . Sport in Israel einer durchgreifenden Reorganisierung i bedarf, kam aus einer anderen Richtung, In den Schulen wird geturnt und sportliche : Tätigkeit existiert auch bei den Scouten, der Gadnah, usf. Auch beim Militär kann sich der Soldat in seiner Freizeit vielen Sportarten widmen. Al ein gerade hier, bei Zahal, bemerkt man in den letzten Jahren einen steigenden Prozentsatz von DANKSAGUNG Für die uns anlässlich des Hinscheidens unserer Heben Gattin und Mutter, Frau META HOLZHEIM gefc. LEWINSKY erwiesenen Aufmerksamkeiten, danken wir auf diesem Wege. Im Namen der Hinterbliebenen GEORG HOLZHEIM Soldaten, die physisch und gesundheitlich nicht auf der Höhe waren. Ihre Köpertüchtigkeit :iess zu wünschen übrig — und das brachte die Regierung darauf, der sportlichen Tätigkeit rnehr Aufmerksamkeit ' (und dementsprechend mehr finanzielle Hilfe) zukommen I zu lassen. Einen weiteren Anstoss, den Sport zu fördern, erhielt die Regierung durch ganz unerwartete andere Quellen. Israels Gesandtschaften im Ausland stellten erstaunt fest, dass eine Gruppe von guten israelischen Fussball- , Spielern in der Fremde oft mehr Freunde und Sympathie für Israel erweckten als viele Sendboten in öffentlichen Vorträgen und | Verhandlungen, so dass sich ' da» hiesige Aussenministe-! rium wiederholt aktiv an den Reisekosten ner repräsentativen Fussballelf ins Ausland beteiligte. Heute hat die Regierung nun endlich eine bedeutenle Summe für die Förderung des Sports tm Landes ausgeworfen, aoer es fehlt vor! allem in Israel an geeigneten Sportplä*zen. Eigentlich | gibt es nur mn repräsentatives Stadion — in Ramat , Gan; alle übrigen Sport- I plätze sind klein und eng und Sportler, die hier trai-! nieren, können sich auf ihnen keineswegs entspre- | chend für ausländische Plätze vorbereiten, die weitaus grösser sind und eben besse-! re Läufer und Kämpfer erfordern, als Ue es sind. Dies | gilt auch für die Leichtathletik. In Europa gehört diese Sportart zu den belieotesten. Leichtathelitk- Veranstaltungen werden von grossen i Menschenmengen besucht. In Israel sind diese Aktiven | weit weniger populär — wohl, weil es noch an guten Kräften mangelt. I Die Notwendigkeit, repräsentative Fussballspieler und Leichtathleten heranzuziehen, wirft auch ein w-eiteres Problem auf. Wie sollen . BLICK AUF HAIFA Sportler Höchstleistungen |! erzielen, wenn sie tagsüber ' ihren Berufen nachgehen , müssen, um ihre Familien zu ernähren? Es ist klar, dass Sportler, die tagsüber; acht Stunden als Chauffeur. FabrikarbePer, usw. tätig sind nach der Arbeit schwerlich ernstlich trainieren können. In England und anderen ' Ladern gibt es daher professionelle Sportler, die für ihre Profession ein Gehalt beziehen und sich alltäglich ungestört hrem regulären! Training widmen können. In 1 anderen grossen Staaten I (Russland. USA) ü bei nimmt die Regierung die Ernaltung ' | ihrer Sportgrössen und verschafft ihnen eine leichte' tägliche Beschäftigung, die! ihnen genügend Freizeit für ihr Training lässt. In Israel | ist dieses Problem, das natürlich noch weitere Sum-! men erfordert vorläufig un- ■ gelöst und wird viel disku- I : tiret. j i Die erhöht» Aufmerksam- Israels Geburtenrate faellt Jerusalem. — Die Geburtenhäufigkeit in Israel ist in der letzten Dekade ständig gefallen. und zwar von 2.7 Prozent im Jahre 1950 auf 2.1 Prozent im Jahre 1959. Diese Abnahme hängt Leit der isr wüschen Regierung und vieler Kreise der Bevölkerung der Körperertüchtigung gegenüber ist aber nun Tanache geworden und das ist bereits ein Fortschritt. Sie lässt die Hoffnung aufkommen. dass der Sport in Israel in den kommenden Jahren eine aufsteigende Linie nehmen wird, der nicht nur von Segen für die Volksgesjndheit zu sein verspricht, .sondern dem jungen Staat auch Freunde und Sympharhie in der Welt gewinnen kann. SAM BEN-JAAKOW mit dem Rückgang der Eheschliessungen zusammen, die von 1,1 Prozent aut 0.8 Frozent der Bevölkerung gefallen sind. Die Lebenserwartung ist gestiegen, für Frauen auf 72,3 Jahre, 2,1 mehr als für ¡Männer. Die Sterblichkeitsziffer für Kinder, die seit 1950 ständig abgenommen hat — sie war 1950 durch die Masseneinwanderung! grösser geworden — ist heute zum ersten Mal klei. | ner als 1947, bevor Masseneinwancerung gann. i Der Prozentsatz , Mischehen' von Personen | auc den orientalischen und aus c^en westlichen Ländern ist von neun auf 13.4 Prb- 1 zent gestiegen. Die Rate ist höher bei dem Teil der Be. i v( lkerung, der bereits län. ger im Lande eingeordnet ist. (AWZ) die beder 1 EINHEITSKAMPAGNE *)TnmE 1961 Geben fuer Israel bedeutet geben fuer sich selbst j Im Barmizwah-Jahr Israels: | Mobilisierung der Herzen und der Taschen ANNAHMESTELLEN: CAMP ARA UN1ÜA PRO ISRAEL COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3" — T. E. 47-382» und sämtliche Sekretariate der ange schlossenen Organisationen und Gemeinden : « m 9 9 9

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