Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1878 (23.5.1961)
- Date
- 1961-05-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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6 — Martes, 23 de May« de 1961 LA SEMANA ISRAELITA A«o XXII. — No. 1878 'Zum Schawuoth-Feste Inmitten weltbewegender Geschehnisse begeht das jüdische Volk abermals seinen „Verfassungstag“, den Tag der Sinai-Offenbarung, „die Zeit, da uns die Lehre gegeben“, das Test der Gesetzgebung. Ueber dieses „Gesetz“ ist viel gesprocnen worden. Der neue Glaube, der vor fast zweitausend Jahren aus dem ' nem Machtgebot heraus, | sondern, damit die Men- 1 sehen begreifen, dass sie in i Gott den Inbegriff aller Sittlichkeit zu erkennen haben, die schöpferische Kraft der ' sittlichen Weltordnung und! des auf Sittlichkeit gerichtei ten Weltzweckes. Nicht erst durch die sinaische Gesetzgebung wurde die Sittlichkeit geschaffenaus ihrem eige- Xach einem mittelalterlichen Stich Judentum heraus und innerhalb des jüdischen Volkes entstanden war, hatte das „Gesetz“ nicht sofort, aber nach einiger Zeit verworfen; man versuchte dort, das „Gesetz“ durch den „Glauben“ und die „Erlösungslehre” zu ersetzen. Die Beziehung zwischen dem Sinaigesetz und dem jüdischen Menschen ist etwa folgende: Wohl ist Gott der ausschliessliche Gesetzgeber doch gab Er es nicht aus ei- ' nen Wesen und der Beschaffenheit des Menschen ent-! steht sie. So konnten schon die Alten austprechen, dass j Abraham, der Stammvater, bereits alle Sittengesetze beobachtet habe; seine eigene Gotteserkenntnis war ihm zur Quelle sittlicher Beleh- ' rung geworden. Deshalb unterscheidet unsere mündli- I che Lehre, der Talmud, zwischen den VernunftsgeÄetzen, also denjenigen, welche! an sich unbedingt und unab DINER DANZANTE Asociación Filantrópica Israelita SONNABEND, DEN 10. JUNI 1961 in allen Räumen und dem überdachten Patio unseres KINDERHEIMS, VIDAL 2945. 19 Uhr: BRIDGE - CANASTA - SKAT 20.30-22.30 Uhr: KALTES BUFFET TANZMUSIK: ElJJuinteto Juan Carlos Corroa DEL CANAL S CADETE Hefmuth Land — Peter Herz Bar - Rifa - Café - Kuchen Karten durch die Mitglieder des Vorstandes und im Büro CANGALLO 1479 1? — T. E. 40 4990 und 40 9535 LUACH (Kalender Dienstag, den 23. Mai Mittw’och, den 24. Mai Donnerstag, den 25. Mai Freitag, den 26. Mai Sonnabend, den 27. Mai Parschat NASSO 4. B. M. IV 21 — V] Haftara Richter XIII 2 — 25 Sonntag, den 28. Mai Montag, den 29. Mai Dienstag, den 30. Mai Mittwoch, den 31. Mai Donnerstag, den 1. Juni Freitag, den 2. Juni Sonnabend, den 3. Juni Parchat BEHA’ALOTCHA 4. B. M. VIII 1 Haftara Secharya II 14 — IV 7 Sonntag, den 4. Juni Montag, den 5. Juni Dienstag, den 6. Juni Mittwoch, den 7. Juni Donnerstag, den 8. Jul Freitag, den 9. Juni. ) 8. Sivan 9. Sivan 10. Sivan 11. Sivan 12. Sivan II 89 13. Sivan 14 Sivan 15. Sivan 16. Sivan 17. Sivan 18 Sivan 19. Sivan _ XII 16 20. Sivan 21. Sivan 22. Sivan 23. Sivan 24. Sivan 25. Sivan i hängig von t iner Gosetzgej bung „Gesetze“ sind und je-! nen Anordnungen rituellen Charakters, welche erst j durch ihre Einsetzung ,,Ge- \ setze“ wurden. So wird bei .uns Juden die freie sittliche | Ueberzeugung, welche sich j nicht nur auf Autorität und Gesetzgebung stützt noch ' höher gestellt als die Folg- J samkeit gegenüber der Au- | toritiit. Dauer lehrt Rabbi Simon ben Lakisch, dass der Fremde, der aus freier Ueberzeugung das Gesetz annimmt, in den Augen Gottes . höher stünde als alle Kin-! der Israels, uie den Berg Sinai umlagerten, denn diese haben ja Donner und Blitz, den Schofar und die göttlichen Worte vernommen; der Fremde jedoch, der nichts davon vernaum, suchte aus freiem Antrieb die Harmonie mit Gott und nahm freiwillig das .Joch der Gotteslehre” auf sich. Dieses Sittengesetz hat sich als „kategorischer imperativ” durch den ihm anhaftenden Wert und die Würde, die von ihm ausgeht über alle Zeiten erhalten und dem jüdischen Volke jenen hohen moralischen Lebensstandard gegeben der ihm bis auf unsere Zeit geblieben ist. | Und dies war von Anfang an sein charakteristischer Grundgedanke: Zum Unterschied von ailen Völkern jener Zeit wird der Grundsatz! der allgemeinen Rechts-! gleichheit verkündet, für! d-en Einheimischen wie für den Fremden. „Einerlei Ge , setz für Alle”, ist die oberl sfe Forderung, i Unser „Zennwort“ vom Si-! nah das ais grundlegende Lehre von allem Zeremo- , nial.gesetzlichen schweigt, verkündet, Devor es den Ruhetag, den Schabat ausruft,! „Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten“. Dieser Satz allein, von seiner Bedeutung für das Wirtschaftsleben ganz abgesehen, würde genügen, so sagte einmal der grosse , Frankfurter Rabbiner Nehemia A. Nobel, die überragende Einzigartigkeit des | Sinaigesetzes in der gesamten Religionsgeschichte der ) Menschheit zu sichern Auch ' vom Schabat gilt, was von der Thora gesagt ist, dass j „sie nicht im Himmel zu suchen sei“. Die Lehre, das ¡jüdische Lebens-Gesetze stammt gewiss aus überirdil sehen Bezirken, aber sie ' sucht den irdischen Bezirk des Daseins. | Vor dreizehn Jahren war mit der Errichtung des Staates Israel der Wunsch I auch vieler Nichtjuden nach Wiedergutmachung eines hii storischen Unrechts zum Ausdruck gekommen. Das ¡jüdische Volk muss aber ¡noch mehr erwarten, und dies ist der letzte und tief- I ste Gedanke von Scnawuot: Die Wiederanerkennung des I Sinaigesetzes in allem Prin- ' zipiellen als Lebensgrundlage der in Israel angestrebten | „neuen Gesellschaftsord- : nung“. Dies ist die Voraus-; setzung für die Verwirkli- ' ebung des „Gottesreiches auf Erden“ d. h.. des Aufbaues einer gerechten, sittlichen und sozialdenkenden Menschheit. Eine Lehre wie die jüdische, welche die gute Tat höh?r stellt als jede 1 Art von Bekenntniss, und 1 die absolute Gleichheit aller! Menschen vor dem Gesetz lehrt, wird auch in Zukunft entscheidenden Einfluss auf das Zusammenleben der I Völker in der Welt nehmen | müssen, die eine bessere | Welt werden soll. Deshalb dürfen wir vom Tage, da „uns die Lehre geworden“, als vom Tage der „Weltgesetzgebung“ sprechen. Curt Wiik I Maure 2325 'SEKRETARIAT J Wir machen unsere Mit glieder darauf aufmerksam, dass das Sekretariat unter ¡ 77-8905 zu erreichen ist. DIE JUDEN IN AMERIKA I Ihre Vergangenheit und ' Zukunft ist das Thema eines Vortragsabends, der am i 31. Mai um 21 Uhr in unse- I rem Heim Maure 2325 stattfinden wird. In einem Mo- I ment, wo so viele divergierende Kräfte am Werk sind, ■ eine wichtige Entscheidung ' in Amerika zu treffen, ist das Schicksal der Juden! von allgemeinem Interesse, das uns besonders angeht.; Herr Dr. Carlos Vogel, dessen Sonderkenntnisse auf diesem schwierigen Gebiet besonders gut und allgemein bekannt sind, wird sich sicher, dass dieses brennende Thema viele unserer Menschen beschäftigt und dass sie sich die Gelegenheit, einen Fachmann darüber zu hören, nicht entgehen lasen werden EXPOSICION Y ¡ FERIA DEL LIBRO 1 El próximo viernes, 26 de I Mayo, de 17 a 22 horas se realizará «n nuestra sede, i Maure 2325. nuestra Ira. Exposición y Feria del Li- . bro y de la Revista, con la! colaboración de prestigiosas editoriales. Se llevará a ca- . bo un programa cultural con la participación de los , Dres. Ballin y Mibashan. Los temas orincipales serán: Mesa Redonda — La ¡ influencia del libro en la cultura y La importancia I del Cine y de la T. V. en el libro. Invitamos a mayores y jóvenes. ¡ Círculo Religioso 1 Israelita! BET ISRAEL! CONDE 1345 Sekretariat Tel. 76-G623 I GESPROCHENE ZEITUNG ¡ Unsere nächste gespro- I chene Zeitung geben wir; am Mittwoch, den 7. Juni,! um 20 Uhr 45 heraus. Es I sprechen die Herren S. Bra, nis, E. Braun, Dres. G. | Ballin, J. Damm, H. Swarsensky M. Rosenberg. GENERAL. : VERSAMMLUNG Am Mittwoch, den 31. Mai, I findet um 19 Uhr 30 die Generalversammlung in Conde 1345 statt. Memoria und! Tagesordnung werden per Pest verschickt. I;. . UND NU.N UNSER WINTERFEST! i Aus den Erfahrungen des Ehrung für Dr. Schwarzbart Nachdem 30 Tage (Sehloschim) seit dem in New York erfolgten Ableben des bekannten Zionistenführers. Mitglied des Zionistischen Aktionscomités sowie der Exekutive des Jüdischen Weltkongresses und ehemaligen Abgeordneten des polnischen Parlaments, Dr. ISAAC I. SCHWARZBART verstrichen sind, findet heute. Dienstag den 23 Mai, abends im Festsaal der AMIA eine Gedenkfeier zu seinen Ehren statt. Diese Gedenkfeier wird von der Federación Sionista Argentina, der DAIA und der südamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongreses organisiert. Der Präsident der Federación Sionista Argentina, Herr Herzl Gesang, wird die F.röifnungsrede halten, sodann werden die Herren José Lutzky, Dr. Moisés Goldman und Marc Turkow sich in ihren Ansprachen auf das Leben und den politischen Kampf des bekannten und volkstümlichen Führers beziehen, einen Kampf, den er sowohl für das Werk der Wiedergeburt Israels wie um die Rechte der Juden in den Ländern der Diaspora geführt hat. TEATRO COLON! Jueves 25, a las 21.30 hs. i i Función Extraordinaria: Ve-i j lada de Gala en Conmemoi ración del 151? Aniversario de la Revolución de Mayo Espectáculo Coreográfico. ¡ Viernes 26. a las 21 hs.' Segunda Función de Gran Abono: Carmen de Bizet. ¡ Sábado 27. a las 17.30 hs. , Segundo Concierto del Abo- I no a 8 de Solistas y Conjun. tos de Cámara. Recital del violinista Alberto Lysy. | Sábado 27, a las 21.30 hs. Función Extr-(ordinaria. Aci tu ación de Dore Hoyer y su Conjunto de Danza Moder- 1 na. 1 Domingo 28. a las 17 hs. i Segunda Función del Abono : a Domingos Vespertinos. Carmen de Bizet. | Lunes 29. a las 21.30 hs. 1 Sexto Concierto del Abono j a 20. Orquesta Sinfónica Nacional. Director: Laszlo So_! mogyi. Solista: Alberto Ly- I sy. ¡ Martes 30. a las 21 hs.: | Primera Función del Abono Nocturno: Carmen de Bizet. Der neueste | Kleinwagen aus Israel | Haifa. — Israels Kleinwagen „Sabra“ der in den letzten Wochen in grossen Men- I gen. man spricht von 1500 Wagen, nach Nordamerika , verkauft wurde, wird in! Haifa fabriziert und von der | SabraMotors Corporation of! America, New York, ver^ ¡trieben. Für seinen Motor! sind Ersatzteile bei 50.000 Händlern in den USA zu haben. j Bisher ist er als Stationsj wagen und kleiner Lastwagen im Vertrieb, doch soll er in Kürze auch als Sportwagen und Limousine verfügbar sein. Das Neue an I dem Wagen ist die aus verstärktem Fiberglas gebaute | Karosserie, die sehr stark ist und sehr gut repariert . werden kann. (AWZ) vorjährigen Winterfestes haben wir gelernt und da. , her die Säle der Pestalozzi-! Gesellschaft für unser diesjähriges Winterfest am Sonnabend, den 24. Juni, gemietet. Ein jeder Teilnehmer wird Gelegenheit haben, seinen festen Platz am Tisch einzunehmen. Die Tanz-Kapelle und Stimmungs.Musik wird für gute Laune sorgen. Einige unerhoffte Ueberraschungen stehen uns bevor. Karten bei den Vorstandsmitgliedern und in der Jugendgruppe. ] —-- ' I VIAJE CIENTIFICO DEL | Dr. SAUL UMANSKY ■ Invitado por las Sociedades Peruana y Mejicana de 1 Angiología concurre el Dr. i Saúl Umansky para realizar I demostraciones quirúrquieas; y dictar conlerencias sobre ¡Ulceras de la pierna, Vári- ■ ces y Arteriesclerosis. Posteriormente el Dr. Umansky! concurrirá a visitar clínicas de su especialidad en los I Estados Unidos de Norteamérica En éste último país I presentará trabajos sobre 1 su especialidades en . los ¡ Congresos ¿el American! College of Angiology y en el de Vascular Surgery. a los cuales ha sido especialmente invitado. BUTEN unsere "Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueber- Weisung der fälligen Abono-Gebühien frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrages in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELIT A Pueyrredön 2190, l9 izq. Capital Hierdurch überweise ich Ihnen den Betrag von m$n .. aus - Quartal 1961 m$n 150. naebstebenaer Abrechnung ln kr- -»«/»-i QIWY warturg Ihrer Quittung Degrüsse Jahr 19bl . . m?n -DUU. leb Sie »i 1 " ~ (Name) (Adreaae) N B.: Wir bitten. Binzahiungen zu . yi.mnn* richten an: LA SEMANA ISRAEL (Nicht gewünschte Zahlung ££££ bitte ausaueioben)