Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1876 (16.5.1961)
- Date
- 1961-05-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612447--1329-9612452- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bit mt KUNST lcUei Mustapha Dj. ^Ay ■■ •^ARAöv. ROSENSTEIN e-tagen. Er spricht g ^Iräusse ien stehe 1 hoben. ^drehte,, f der WarJï [ÄÜÄg teTÄfc ^»iieaaS Man belehr. iS sie 1 genau so gut oder so schlecht wie die eines jüdischen Arbeiters gleicher Kategorie. Da aber seine Le. bensanspriiche bescheidener sind, so ist er — was das Pekuniäre anbetrifft — ganz zufrieden. Dennoch schmerzt es ihn, dass er seine Böden, ■— fern vom Ort —. während des Unabhängigkeitskrieges verloren hat Er soll jetzt abgefunden werden. Neue Böden, unweit des Wohnortes, werden zur Zeit für den Anbau von den Jüdischen Siedlungsfonds vor. bereitet: entsteint, terrass'ert, ausreichend gedüngt. Bis er aber eine Obsternte haben wird, vergehen noch vier Jahre. Wir trinken unser Tässchen Kaffee, und er lässt kandierte Früchte reichen. Mustapha lässt anbauen. Die Wände sind nicht mehr so oick: gegossener Beton. Grosse, moderne Fenster sind eingesetzt, denn die Leute haben das Halbdunkel ihrer Lukenfenster über. Das Dorf ist ein Gemisch von Stilarten. Von weitem hat man den Eindruck eines pittoresk in den Felsen des hügeligen Hinterlandes eingelassenen, bukolischen Platzes. Zwischen gelben Steinwürfeln: Silbergriin der Oliven, hier und da malerische Zypressen in den Hirn, rr.el gereckt Ist man mitten drin, so ist man doch noch immer ein bisschen entsetzt: man watet durch Schmutz- und Jauchepfützen, da das Abwüsserungssystem nicht funktioniert oder ganz unzuverlässig ist. Kreuz und quer wurde seit Jahrhunderten gebaut. Man steigt auf schmalen Serpentiuenwegen zu den Hauseingängen empor, so dass das Auto des Arztes im Dorf, eingang halten muss. Bestenfalls bringt einen ein Esel in die Höhe. Jungen Leuten macht das Gekletter nichts aus. Ich sehe aber auch viel alte, gebrechliche Leute. „Warum baute man so?” frage ich. „Aus Sicherheitsgründen. gegen Räuber hat sich dieses Syvier Aus1 em bewährt”, erklärt man Bleistift” auf. mlrnpf zwischen Sie müssen es wissen, ionen im ->ve- Der Ahnherr des Dorfes m Befreiung war selbst ein grosser Räu. >rt Aufmerkbfr, und da er erfolgreich ient auch „Zawar. — sagen wir wie ein ungc Gruppe. ]« das "er,i “ Liebe” des ' Dichters P. ijcrt hat, u zu Besucher in men.!de Bfo es nur!fnsehr geräu. ‘»öisammeiplati sind dick wie l,en einer mitte] Burg- Infolgees ™ Sommer r; solcher Hüusäm Regen der ■st es ausgedt im Zimmer, ifussbüden sind ge ornamentier. sehr viel anals die gleichliesenbussböden, eisfens in jüdilaltungen findet, nnen sich meist labenderen Ara. leber ist ein Argelmässig beim in Jerusalem;f- Er hat sei. „Hisladruth- Lage ist also verantwortlich I sogar bessein Israel fin. HEATER drei grossen heater hat in ein Werk ei-;chen Verfasebracht. Diese b den kleine, die in Land. Dörfern auftreilten. So hat ei israelische fgeführt, und Theater gibt Aufführunte der verganit. Die .Zuta”. unter der Leid Turkows Na- >utung dif?cr ertheafer kann genug e’"f-c- Der enge pubiikumsmi rs* Qualité1 Textes Zuhüten des?£TW , heran. Raubritter, — so begründete er eine Dynastie. Die Einwohner des Dorfes stammen alle von ihm ab. Sic sind stolz, seine Nachkommen zu sein. Mustapha ist ern grosser, gutgewachsener Mann. Er geht in einem modernen, varmen Wintermantel, wie ein Gentleman in Europa. Doch spuckt er alle Augen, blicke aus. Das muss er roch vom Urahn haben. Mit uns ist er befreundet. Er besucht uns zwei—dreimal im Jahre, im Kibbuz der Nachbarschaft, zu den Fei. Marken ■ $eu> ölte ittn — “Temáticos” ^MASKEN MIT PLATTEN- BOGEN (planchas) — - *°0TVOU* AUSGABEN _ ERSTE ' BERATUNG 2351, ,lei>. 2 isq. CABILDO e-tagen. Er spricht geläufig Hebräisch, und er kennt s:ch in jüdischen Sitten aus. Er macht uns sehr viel Komplimente, und wenn man den Komplimenten hauen darf, so ist er ein zuverlässiger Israelbürgcr. Genau ist das schwer zu erkunden! Nicht nur schwer für mich, möglicherweise sogar für ihn selbst. Sein Radio bringt die Propagan. . oa des ägyptischen Diktators. Seine Verwandten leben zum Teil in den Nach- '--a-ländern, flüchteten wäh. rend des Unabhängigkeitskrieges. Andererseits weiss er. dass früher kein Arzt am Abend in sein Dorf kam, um jemandem zu helfen. Er weiss, dass er froh sein konnte, eine Petroleumfunzel zu besitzen, die seinen Raum im Halbdül ster hielt, den ganzen Winter lang. Er weiss. dass sein Vater, sein Grossvater noch kfine europäischen Ulster t-ugen. und dass an Schulbildung garnicht zu denken war. 4 Mustapha ist also .schwankend’. Das sind fast alle Mustaphas. Jetzt, da ich Kaffee bei ihm trinke, schätzt er mich wirklich. (Ich nehme es anL Ob er mich noch schätzt, wenn ich wieder ins Auto gestiegen bin, weiss ich nicht. Im. Hierhin ist er kein Räuber mehr. Ich habe das Gefühl, di ss er zufrieden!st. wenn man ihn in Ruhe lässt, venn man ihm zu seinem Gemüsegarten verhilft, ihn die Bäumchen beschneiden lässt .. Riesige Maschinen reisten jetzt den Boden auf, ertsteinen ihn. Es ist mehr als nur eine „Entsteinung . Ob sie ihm mehr bedeutet als eine Nasserrede? Teatro Colón Martes 16, a las 21.30 hs. Primera Función del Abono Popular. I: Fanfarrias Litúrgicas, de Henri Tomasi. II: “Juana de Arco en la Hoguera” de Claudel-Honegger. Jueves 18, a las 17.30 hs.: 3er. Concierto del Abono a 12 de Solistas y Conjuntos de Cámara. Actuación del Noneto de Praga. Asociación Judeo Argentino de Cultura y Educación Colegio “TARBUT” E. Mitre 143 Martínez ASAMBLEA GENERAL ORDINARIA Se convoca a los señores asociados a la asamblea general ordinaria que tendrá lugar en nuestra sede el próximo 24 de Mayo a las 22 horas. ORDEN DEL DIA 1?) 'Aprobación del Acta de Constitución. 2?) Aprobación de ¡os Estatutos. 3') Elección de Autoridades. 4?) Autorización para gestionar la Personería Jurídica. 59) Mociones. 61?) Designación de dos socios para firmar el acta. Martín Braniss Presidente Prov. Gualterio L. Jourdan Secretario rrov. NEUE BUECHER Chassidim fordern Autonomie Jizchak Leib Perez: Erzählungen aus dem Ghetfo, Winkler - Verlag München, 1961. — Die deutsche Produktion jüdischer Bücher oder Bücher jüdischer Autoren mit jüdischer Thematik ist erstaunlich gross. Dies gilt keineswegs nur für die politische Literatur, die natürlicherweise ein reges Interesse des Publikums bean. Sprüchen darf. Mit einer Wiederherausgabe der Erzählungen eines der grossen Klassiker des jüdischen Ostens, Jizchak Leib Perez, wird einem neuen Publikum eine Welt nahegebracht, die gewiss heule aus vielen Gründen nicht mehr existent ist. Der wichtigste dieser Gründe war das Wüten der nazistischen Mordmaschine. Insofern liegt also hier von Seiten des Verlages ein Akt intellektueller Wiedergutmachung vor, was begrüssenswert ist. Das Buch enthält eine sehr geschickte Auswahl aus dem literarischen Schaffen von Perez, eines Meisters der Erzählung, der Kurzgeschichte, ein bc. sonderar Künstler in der feinen, federstrichartigen Zeichnung von Typen und Charakteren, ein Mensch mit einem grossen Verstehen der menschlichen Schwächen und einer leichten Ironie, die treffend Schicksale, Beziehungen und Zeitverhältnisse schildert. Die echte Dichterkraft von Perez spiegelt sich in der Uebersetzungskunst von Alexander Eliasberg wider, dem das deutschverstehende Publikum für eine ganze Reihe klassischer Werke der jiddischen Sprache, die er vor dem zweiten Weltkrieg übersetzte, dankbar ist. — Elian—J. Finbert: Pioniere der Hoffnung. Karl Rauch Verlag, Düsseldorf 1957. — Auf dieses vor einigen Jahren erschienene Buch über Israel „Abenteuer und Wagnis” sei aufmerksam gemacht, das in einer spannenden Form vom Fortschritt und vom 'Aufbauwillen Israels berichtet. Das Buch ist durchaus kritisch geschrieben. wodurch es nur an Wert gewinnt. Sei. no Lektüre wird allen empfohlen, die Israel besuchen wollen. Es wird ihnen manche Anregung geben und viel zum Verstehen und Verständnis des Landes, seiner Menschen und Probleme beitragen. —:o: — Anekdoten um Konrad Adenauer: Kemper Verlag Heidelberg, 1959. Ein nettes, anspruchsloses Buch ist diese Sammlung von Anekdoten um den deutschen Bundeskanzler. Man lacht und bewundert die Schlagfertigkeit des „Alten”, wie er ge nannt wird. Für Leute, die gut den rheinischen Dialekt verstehen, wird dieses Buch sogar besonderes Interesse besitzen. Für die meisten von uns aber dürfte es Menschen und Probleme skizzieren, die sehr weit, geistig wie geographisch, von uns entfernt liegen. Das soll keinesfalls hei- Internationaler Bibelwettbewerb Jerusalem. — Der diesjährige israelische Bibel- Wettbewerb findet am 26. September 1961 statt. Am 3. Oktober folgt der If. Internationale Bibel- Wettbewerb in Jerusalem (AWZ). ssen, dass die Lektüre nicht jedem Leser Unterhaltung bringen wird. — Michel Zeraffa: Ball der Verdammten (Roman), Karl II Hensel Verlag Berlin, 1961. — (Voranzeige einer später folgenden Bespie, chung). — Robert M. W. Kempner. Eichmann und seine Komplizen. Europa Verlag. Zürich Stuttgart, Wien, 1901. Der Autor dieses Buches, hervorragender Jurist, Kriminalist und Historiker (heute Rechtsanwalt in Frankfurt, während der Nürnberger Prozesse einer der amerikanischen Hauptankläger, hat mit seinem Buch über Eichmann wichtiges Quellen- und sonstiges dokumentarisches Material zusammengestellt das ohne Stellungnahme des Autors die Verbrechen Eichmanns und seine Schuld belegen. Für jeden, der sich ein Bikl über die Schreckenszeit des Nazismus und die Technik der Judenvertolgungen machen will, ist dieses Buch ein unentbehrliches Handwerkzeug da der Autor, von grossem sittlichen Ernst getragen, mit Verantwortung und Sorgfalt das Material unterbreitet, das dem- In der kleinen Stadt Ra. mapo in New Yersey haben sieh in den letzten Jahren Chassidim angesiedelt, die vorher in Williamsbourg gelebt hatten. Es sind 530 ,Skwerer”. Anhänger von Rsw Jaakow Josef Twersky. Sie erklärten sich in einer Abstimmung für die Errichtung einer unabhängigen Gemeinschaft, die um den Status eines Dorfes nachsuchen soll. Die Beamtin der Stadt Ramapo haben sich dem Wunsch nach Gründung eines Dorfes New Skuare” entgegengesetzt. so dass dei f all jetzt ehe Behörden und berichte beschäftigt. zufolge als autenliseh und zuverläsig oetr achtet «erden kann. Hicrii ¡iegt der besonders hohe Wert dieser Materialsammlung. Kcmpncrs Buch kann aber nicht nur als Matc.-ialsammlung bezeichnet werden. Der Autor c'nildert die einzelne., traurigen Phasen der Entwicklung, die den unbekannten Streber Eichmann zum Herrn über Li-ben und i od der europäischen Juden machte. — Das nach streng wissen, schaftlichen Methoden abgefasstc Buch dürfte als' ein Standardwerk in die Literatur der Zeitgeschichte emgehen. (—y). — Die Skwerer führen an, dass sie in einem autonomen Dorf den Schabbat und die Feste ungestört verleben und das Leben volluna- Linglich selbst gestalten können. Die Gegenseite, für die der iüdische Rechtsverjeter der Stadt spricht, verwahrt sich gegen jeden Vorwurf, .antisemitisch” zu sein, wenn sie sich gegen d e Sitten urd Bräuche jedoch vor allem gegen die Unterbindung des Straßenverkehrs an den Feiertagen wendet. Man verweist auch auf isaeiische Städte, wie Öne B-ak, wo der Verkehr am Schabbat vor. den religiösen Zentren ferngehalten wird jedoch auf den Haupt- ■irassen fliesst, während n.er der gesamte Fährverkehr lahmgelegt werden soll. Aus einem Methodi- =tendorf, wo am Sonntag keinerlei Verkehr geduldet Wird, liegt ein Präzedenzfall vor. Eine amerikanisch . jüdische Stimme erklärt, dass d'.e Frage des Verkehrs durch höhere Verordnungen in diesem Gebiet geregelt werden könnt®, dass jedoch cVr Wunsch einer religiösen Gruppe ihr eigenes Leben zu führen, keineswegs aus e r,er Abneigung gegen das Ungewöhnliche unterbunden werden sollte. HEBREO SIN MAESTRO poiv AHARÜN ROSÍN nombre 27"X •75 pregunta (m.s.) *7X127 .71 ish sho-el tercero ■’27“’*7 27 .76 pregunta (f.s.) n*7Xl27 sh'li-shi sho-e-let * cuarto 'sraa .77 contesta (m.s.) nal» .72 r’vii * o-ne (indica e! objeto nx .78 contesta (f.s.) nal» et digecto) o-fia T hacia, a ...*7 .79 habla (m.s.) nana .73 r. * mda-ber se para (m.s.) laly .80 habla (f.s.) nnrna o-med m da-be-ret . . se para (f.s.) mal» poco D»a .74 o-mc-det tri at ,m*7n “p"*?s? mis? xm 'Î?”?ns nnx oa ,nb*727 Dl*727 - aai?? '3X pxi .*7xl27i nnlD nnas na1*7 ■ax ,nn 1?- .‘■nsröa nnx pxi *7X12? nnlannana nnx rx?na1» ** l T “ * ** .mis; "3x - ra nx *7x127 ■•a- TTmnn nx *7x127 rnlannj .rnla*7 nal» Ta*?nm .rn*7 Tinis? nn nt nx *7x127 .nal» 'IX DJt - nx- .nal» nx fx?na1» nx- .n*7Xl27l n*7Xl27 ntn tf’xn?m1an nirx- V - T? «rilan xan nan .ntfa nan xan ,x*7ja nnx 27^x1 rnian .. .nnan T * “ "i?ia nnx?ia1*7 nnx dj- ¡nnay .ööa “ia*ra -ax-?n^*727n nnna nal*? nnx - ■ax ,x*7?n^*727n nnaa- .n’sram nnaa na1*7 . : t t * “ nnaa nal*? nnx na - T ** T “ T in^srann : t .xnlp ‘axi anla ax - .'xnpj ^£*727 ,nnanan mn - xnlp x*7 ax ,..x*7 axxnlp ax .. .rnanaa - .“>DDa rn^ann nnaa mían 'a- T T * “ nana nnlan - î alo nnla xin - Hebraeisch ohne Lehrer \ 71 72 73 74 75. 76. 77. 78. fragt (männl. — weibl.) antwortet (männl. — weibl.) spricht (männl. _ weibl.) (ein) wenig Mensch, Mann dritter vierter „et” Wird vor den vierten Fall — Akkusativ — gesetzt und ist im Deutschen nicht zu übersetzen. 79. nach, in Richtung auf, zu (ausserdem wird ,.L” vor de dritten Fall — Dativ — geset? und ist dann im Deutschenicht zu übersetzen) 60. steht .männl. — weibl.) Karmi ist ein Familienname: li braisi-'rung des Namens Weinbf ' oder Weiner etc.