Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1874 (9.5.1961)
- Date
- 1961-05-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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* — Marie«, 1 4e May« ie (Ml LA SEMAMA ISMAELITA A*» Mil. — Na. (Mi Zwischen Pessach und Schawuot Solidaritaelserklaerung der DAIA Pessach feiert die Volkwerdung Israels, das Träger der Lehre werden sollte. Von der ersten Berufung Moses an wird immer wieder der Gedanke laut, dass die Befreiung aus Mizrajim nicht Selbstzweck, sondern das Volk seinen Gott finden; vom Lande Goschen führte der Weg an den Sinai und die Offenbarung daselbst wurde der Abschluss des Auszuges. Im Talmud wird Schawuot „Azeret“, Schluss des Pessachfestes, genannt. Und so gehören beide Feste zusammen wie Mittel und Zweck, wie Weg und Ziel. i Oft sagen wir, dass die Offenbarung das Wesentli- . ch? sei. die Volkwerdung j blosse Vorbereitung, worin viel Richtiges iiegen mag,1 schon deshalb, weil die Hei-1 li£e Schrift das Volkstum Israels weniger als Selbstj zweck, denn als Vorbedin-j gung für die Erteilung der Lehre am Sinai ansieht. Wer jedoch deshalb Pessach gei ringer sctiätzten wollte, würde im Gegensatz zur religiös traditionellen Praxis j stehen, schon rein-äusser-* lieh weil die Pessachtage das gesamte häusliche Leben umgestalten, während das Schawuotfest — leider — in allerweitesten Kreisen fast unbeachtet vorübergeht; hieraus ergibt sich aber eine vielleicht in unserer Zeit von CURT WILK und in diesem Lande nicht unwichtige Folgerung: Der Weg fordert mehr als das Ziel; Mühe und Sorge bereiten oftmals rur seltene Stunden des Glückes und der Zufriedenheit vor. Auch im ausgedehnten jüdischen Religionssystem ist ir, einem gewissen Sinne zu allen Zeiten zwischen Mitte: und Zweck. Weg und Ziel Kern und Schale unterschieden worden. Ethik und Herze nsfrömmigkeit. Güte und Menschenliebe gelten darum schlechthin als ..Kern der Religiosität“ während dem gewiss sehr wichtigen Kultus die Bedeutung der ..Schale“ zudiktiert wird. ..Die Lehre ist ein Licht und das Gebot sein Leuchter “ Oder, wie auch gesagt wird: ..Die Gebote und Gebräuche des Kultus dienen dazu, den Menschen zu läutern und auf den sittlichen Weg zu führen.“ Eine solche Melodie zieht sieh durch jüdisches Denken von alten Zeiten her, bis zur modernen jüdischen Wissenschaft. Doch während des ganzen vergangenen Jahrhunderts haj diese wissenschaftliche Auffassung eine falsche Anwendung gefunden. Man diskreditierte das Gegenteil von ..Wesen“ als ..unwesentlich“ und sah den Kultus als gleichgültig, nebensächlich, vernacblässigungs- oder gar abschaffungswürdig an. Man nannte das Wesen das Ewige und den Kultus das Veränderliche. und ein jeder nahm das Recht. den „Schulchan Arueh“, die systematische Rechts- und Ritualanordnung des 16. Jahrhunderts, für den eigenen Gebrauch nach Belieben umzuformen, d. h., mehr oder weniger ganz aus dem Leben zu streichen, Es dürfte an der Zeit sein, dass dieser Irrtum mit seinem gekünstelten, konstruierten Wortsehematismus wieder verschwindet; er hat wahrhaftig genug Schaden angerichtet. - Der Kultus darf nicht schlechthin das Veränderliche und Gleichgültige genannt werden; vielfach wird er als das Charakteristische des Judentums angesehen gegenüber dem ..Kern“ der Religion, der für die gesamte Menschheit gilt. Kern und Schale sind eben nur in der Abstraktion zu scheiden; in der Praxis kann die Frucht nicht reifen und muss verderben, wenn die Schale entfernt wird: Religion kann ohne Kultus nicht gedeihen. Erst wenn der Kern reif «ROANIZACION SIONISTA FEMENINA ARGENTINA ¡«vita a asociadas y simpatizantes a las conferencias que en las jornadas de su CONVENCION ANUAL podrán escucharse en el siguiente orden; Martes 9 a las 18 horas: Dra. ISABEL LUZURIAQA de LAMAN* Miércoles 10 a las 18 horas; Dr. MARCOS V0DQV0TZ Jueves 11 a las 18 horas: YEMIMA de AVIDAR, esposa del embajador de Israel Viernes 12 a las 15 horas: MARIA de ADLER y YONA de AVIDAR EN SU SEDE: LARREA 1225 Círculo Religioso Israelita BET ISRAEL CONDE 1545 Sekretariat Tel. 7«-fi«25 GESPROCHENE ZEITUNG! MORGEN! i Am Mittwoch, den 10. 5. il961 findet um 20 Uhr 45 I unsere gesprochene Zei_ tung statt. Es wirken an :ihr mit: Dr. Harry Cohn — jaus Israel zurückgekehrt; Dr. A. Rosenfeld — Wirtj schaft; Kapellmeister H.! Ludwig — Musikleben in , Buenos Aires; J. M. Keyt j— Feuilleton; Der politische! Augenblick — Dr. H. Swarsensky; Redaktion: Dr.; Meir Rosenberg. jlVRIT IM BET ISRAEL I Neuanmeldungen unter |Tel. 76-7452 erbeten. Die | Kurse finden Montag und I Mittwoch zwischen 17 und i 20 Uhr statt. Asociación Filantrópica Israelita DINER DANZANTE DAS TRADITIONELLE GROSSE FEST WIRD IN DIESEM JAHRE AM 10. JUNI STA rTFINDEN. — HALTEN SIE SICH DIESEN ABFND FREI Näheres erfahren Sie später. LUACH (Kalender) Dienstag, den 9. Mai 38. Omertag Mittwoch, den 10. Mai 39. Omertag Donnerstag, den 11. Mai 40. Omertag' Freitag, den 12. Mai 41. Omertag Sonnabend, den 13. Mai Parschat BEHAR - BESCHUKOTAY 3. B. M. XXV 1 XXVII 34 Haftara Yirmeyahu XVI 19 — XVII 14 Neumondsankündigung Sivaa 42. Omertag Sonntag, den 14. Mai 28. Iyar 43. Omertag 23. Iyar 24. Iyar 25. Iyar 26. Iyar 27. Iyar Vlaiirr 2325 GRUNDSTEINLEGUNG UND MITGLIEDER¬ VERSAMMLUNG Unsere Mitglieder haben Einladungen erhalten zur Grundsteinlegung des Heims it. der Aräoz 2854 (Sonntag, den 14. Mai. um 10 Uhr 30) und zu einer äusserst wichtigen Mitgliederaussprache in der Casa Suiza. Rodri. guez Pena 254. für Donn' rstag, den 18. Mai, um 21 Uhr. Wir würden uns freuen, bei beiden Gelegenheiten recht viele unserer Mitglieder begriissen zu können. Diese Nachricht gilt für den Fall, dass die Einladungen nicht ankommen sollten. Beide Veranstaltungen, so verschieden ihr Charakter sein mag, hängen eng miteinander zusammen und sind für unsere Vereinigung von grosser Bedeutung. Wir erwarten daher einen grossen Zustrom unserer Mitglieder und Freunde. I1EIMKOMMISSIOK Unsere Mitglieder treffen sich am Mittwoch, den 17. Mai, in unserem Heim, da dasselbe wegen des Ausspracheabends am Donnerstag, den 18. Mai, geschlossen ist. ist, fällt die Schale ab. ,,In der Zeit des Messias“, so wird überliefert. ,,hört der Kultus grösstenteils auf.“ Aber wer wagt zu sagen, dass diese Zeit schon gekommen wäre? Und wer darf von sich sagen, seine Frömmigkeit sei reif, habe das Ideal erreicht und bedürfe nicht mehr des Kultus? F.s war ein Fehler des 19. Jahrhunderts, das Zeremoniell nach Belieben zu vermindern; man verstand nicht, dass jede Befolgung eines Schabbat- oder Speisegebots. eine jede aufrichtiggemeinte rituelle Handlung, jedes Gebet und jeder fromme Brauch auch den Kern der Religiosität erstarken lassen kann, weil ..eine Mizwah eine andere nach sich zieht“. Deshalb muss die Kultusbasis im Judentum gestärkt werden und dort, wo ein Zeremoniell ästethisch verbesserungsfähig erscheint, soll es verbessert und verschönert werden. Die Kultus-Stürmerei sollte in unserer Mitte aufhören. Und wir sollten nicht immer nur auf das Wesen des Judentums starren, sondern die stärkere Pflege des Spezifisch-Jüdischen uns angelegen sein lassen. Aber Judentum ist auch Religion des Volkes, der Masse. Das Gemeinschaftsb^wusstsein- und Gefühl muss vorhanden sein, denn unser Volk stand nicht eher am Sinai, ehe es eben nicht zum Volk geworden war. Die DAIA als die zentrale Repräsentanz der argentinischen Juden richtete an den Erzbischof von Buenos;ipd den Primas von Argentinien. Kardinal Br. Antonio Caggiano, im Angesicht der verbrecherischen Anschläge gegen katholische Gotteshäuser das folgende ' Schreiben: ■ ,,Die DAIA übermittelt dem Erzbischof von Buenos 1 Aires den Ausdruck ihrer absoluten Solidarität im Anj gesicht der kürzlichen Attentate gegen Katholische Gotlleshäuser in Buenos Aires. Das Legen von Bomben an .Gotteshäuser der Bundeshauptstadt hat in der jüdischen { Gemeinschaft einen schmerzlichen Eindruck hervorgerufen. Haben doch die Juden mehr als bei einer Gelegenheit mit Trauer erleben müssen, dass ihre eigenen Tempel zum Objekt so unerhörter Angriffe gemacht worden sind wie diejenigen, die man jetzt gegen einige Kirchen dieser Stadt gerichtet hat. „Diese Art von Angriffen richtet sich letztlich gegen die Freiheit des Glaubens und gegen die Freiheit j des Kultus. Die geistige Freiheit des Menschen wird durch solche Anschläge gefährdet, wie sie jetzt beobachtet werden mussten. „Wir bringen erneut unsere Solidarität zum Ausdruck und erheben einen energischen Protest gegen diese vandalischen Attentate gegen die Katholische Kirche, die eine Verletzung der noblen Tradition des Landes und einen Verstoss gegen Geist und Wortlaut seiner Gesetze darstellen, durch welche die Freiheiten des Individuums garantiert wurden.” — Die Erklärung wurde von Dr. Marcos Diner als provisorischen Vorsitzenden und Dr. Leon Podhorzer als Sekretär der DAIA unterzeichnet. Religiöses Judentum entsteht nur dort, wo man in einer lebendigen Volksgemeinschaft leot. Und diese wiederum kann nur dort vorhanden sein, wo man sich innerlich verbunden fühlt mit den Millionen Märtyrern der Vergangenheit und Gegenwart, wo man der grossen religiösen, historischen, schöpferischen Figur der Jahrtausende unserer Existenz gedenkt, die unser Wesen gestaltet und uns durch ihre Leistungen zu einem beachtenswerten Volke gemacht haben. Doch jüdisches Gefühl muss erarbeitet werden so. wie die Thora nicht vererbt oder angeboren wird. Dies ist die Brückevon Pessach zu Schawuoth, von der physischen zur geistigen Erlösung. Dann ist Pessach die wahre Vorbereitung für Schawuot, für den Sinai. •EINHEITSKAMPAGNE 1961! GEBEN iuer ISRAEL \ \ bedeutet GEBEN! tuer SICH SELBST « * ilm Barm izwall-Jahr Israels :i ¡Mobilisierung der .Taschen’; Annahmesf ' lien : CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39 — T. E. 47-3820 und sämtliche seicretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden f i $ I I t I A jfirt**1 1 Pl)t Er Tel Av nur Puri ders die ■ Gsn Mei gof.Platz ¡¿um us Fahnen Fahnen, Strassen Avivs d benannt : schmückt hundertsf ersten 1 Stadt. Ja der Spitz* geführten rim durcl seiner St: te. da ws Freudenf* sondern - kg. Es war rim, alsc Purim. d< Meir Diz1 Landgut• Schmuei bessarab; Veit ka diente ( Heer, m: brachte < Zugehöri; Partei i )c" im * mir. vor war e fluss lienbli Chow 26-Jä! Konti berei Mil Studi wurdi schlui Erric brik i kam : als; 1892; na. ] kann reier und ziert e‘w »>cht e¡, cl>en s( Beni Mj S« v Sofs im ¡N keh "ach o J'derm *** de.