Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-05-09 · 1874 (9.5.1961) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1874 (9.5.1961)
Date
1961-05-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612429--1311-9612434
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ÜJR und KUNST (Hegende funde ver- : pi m *4TP¡¡¡ eiíet ter diei PJrusr°l- •«fanden ",h%h achter ein Ul,d ein e?^f' gangstor der Feshing Ein :ktes *G«di). Ein Giasservice bestehend aus einer grosser, verzierten und zwei kleineren Schalen, alle sorgfältig in Palmblätter verpackt und n mit einer Schnur zusammengebunden. Lager 3 unter der Leitung von Herrn Bar-Adon, setzte seine Arbeit bei Nahal Misehmar fort. Hier entdeckte man zwei Papyri ur.d eine Tonscherbe, ebenfalls eine grosse Anzahl on üset!|> eint ^osr«,^ feuSroht *“•* «4$!ehen >bnen «ine entdeckte Kammer Hies sich vielleicht um das ,.fehlende Mittelglied” zwischen dem im Jahr 1906 von Aaron Aaronsohn in Rosh Pinah entdeckten wilden Weizen und dem einfachen harten Weizen handelt. der seit Jahrhunderten in diesem Land angebaut wird. Von besonderem Interesse ist auch eine geflochtene Sandale aus der Bronzezeit. Her bedeutendste Fund kam am achten Tage des Unternehmens ans Tageslicht. Nachdem man eine grosse Menge Staub und DER AUFSTIEG ZU DEN HOEHLEN ■ t .*><• cn Filsen vermit kleineren eckt, die foigen. fiinde: ses. guterhalteirgfältig z“sam' e< Netz zu«ra- »■ei Kochtöpfen: anze der B«’ t mit der ]»• bimon" auf «r Lecherut Jerl1' iDie Befreiung i auf der »* Keramik- und Glasgefässe und Reste von Kleidung ur.d Nahrungsmitteln. Neben dem im vorigen Jahr gefundenen Grab entdeckte man drei weitere Gräber. Eines von diesen enthielt einen sehr fein gearbeiteten Papyruskorb mit den Schädeln und Gebeinen zweier Personen. MITTELGLIED ZWISCHEN WILDEM UND VER¬ EDELTEM WEIZEN rne M««*r- und mit einer VM dir- und *,r sä®- r f«ss 1, lieh de«. em grossen T reise Die Archäologen vom Lager 3 fanden eine grosse Menge verkohlten Getreides und ebensolcher Früchte. Dies ist möglicherweise eine Entdeckung von entscheidender Wichtigkeit, da Marken _ jveuigk‘teft ~ “Tematicos” MARKEN mit platten. 1BL0CR ^tTE BOGEN (planchas) — J- AUSGABEN — ERSTE - w£.fiNSygU£RD1GE BERATUNG ’"'Vorteile 2351, tlep. 2 v e«q. CAßlLDO lVUrmrfrnmwM»2mMf/iüna£ Erde der Schicht der Bronzezeit entfernt hatte, fand man in einer mit einem Stein bedeckten Mauernische ein Schilfbündel, das einen wahren Schatz von 493 Gegenständen enthielt, wie man'sie in dieser Gegend bisher noch nie gefunden hat. Die meisten sind aus Kupfer, einige aus Elfenbein und Alabaster und einer aus Stein. Die handwerkliche Arbeit ist von ungewöhnlicher Qualität. Es handelt sich um Gravierungen von Tierfiguren, wie Gazellen, Ziegen, Steinbök. ke. Büffel, Geflügel. Vögel und geometrische Figuren: ihr Studium wird sicher wichtige Aufschlüsse über die Kultur und Kunst der Vorzeit liefern. Einige Gefässtvpen gehe en der frü. hen Bronzezeit an; viele von ihnen waren bisher völlig unbekanntes ist schwierig, ihren Zweck zu bestimmen oder sie mit Namen zu bezeichnen. Vorläufig kan man sie nur beschreiben als ..Kerzenhaltern ähnlich”. ..Kronen ähnlich”, ..Hörnern ähnlich usw. Wahrscheinlich ist der Schatz aus einem antiken Palast oder Tempel in die Höhle gebracht worden, ent- Literarische Notizen Der Schriftsteller Lee »an Do»sW „New Juden" Der bekannte Journalist Jacob Hodes, lange Jahre Herausgeber der Monatszeitschrift ,New Judea”, sfarb im Alter von 74 Jahren. Er stammte aus Russland, lebte jedoch fast sein ganzes Leben in England. Robert Frost in Israel Robe: t Frost, der 85jährige ,.poeta laureatus” Amerikas, der auch ein Gedicht zur Inauguration von Präsident Kennedy verfassweder als Versteck in Not. Zeiten oder als Kriegsbeute. Lager 2 beschäftigte sich hauptsächlich mit der Ausgrabung der ,,Höhle des Schreckens” die zum ersten Mal im Jahre 1955 in Angriff genommen wurde; damals erhielt sie ihren Namen der vielen Skelette wegen, die über ihren Boden verstreut waren. Auch hier hatten Beduinen jeden Winkel nach Schriftrollen abgesueht und die Höhle ausge. plündert. REKONSTRUKTION DES ENDSTADIUMS DES KRIEGES Die Höhle ist 65 Meter lang und der grösste Teil wurde systematisch ausgegranen. Dabei kamen einige Fragmente einer hebräischen und einer griechischen Pergamentrolle und von Papyri mit hebräischen Inschriften zutage. Sie waren in kleinen Fetzen über die ganze Höhle verstreut und wahrscheinlich den Händen der Beduinen enti.-llen, die die Inschriften mitnahmen. Das wichtigste Ergebnis der Ausgrabungen in dieser Höhle ist, dass die Möglichkeit gegeben wird, den verzweifelten Kampf der letz, ten Ueberlebenden der jüdischen Truppen in den Tagen Bar Kochbas zu rekonslruieren. Man fand Gefä, sse, deren sich anscheinend die Aufständischen bedient hatten, als sie sich hier verbargen — Vorratsgefässe. Glas. Kerzen, Oel, Schuhe, Kleiderfetzen, Matten und Körbe. Teile hölzerner Geräte, Waffen, eiserne Werkzeuge, Reste von Nahrungsmitteln und vier Münzen aus der Zeit Bar Kochbas. Tief in der Höhle liegen zahlreiche Gräber, viele von ihnen von den Beduinen durchwiihlt. Dies beweist, dass die Belagerten eine beträchtliche Zeit in der Höhle gelebt haben und ihre Toten dort begruben. Ausserhalb der Höh. len wurden Tonscherben gefunden, auf denen anscheinend die Namen der Toten verzeichnet sind. Auch fand man 30 bis 40 Skelette, hauptsächlich vor^ Frauen und Kindern. Es scheint daher. dass die Männer im Kampf umkamen. Es ist offensichtlich, dass zu Ende der Bar. Kochba-Zeit die Aufständischen in den Höhlen der Wüste den Tod der Gefangennahme durch den Feind vorzogen, ebenso wie dies in Massada am Ende des e-sten Krieges gegen die Römer geschah. Weiterhin entdeckte man in der Höhle Ueberresle der Bronzezeit einschliesslich einer Grabstätte auf einer Schilfmatte: an den Lenden des Toten fanden sich noch Spuren von Stoff und einem Seii. DREI ARUHAEOLO- GISCHE SCHICHTEN Lager 1 unter Prof. X. Avigad untersuchte die Höhlen hei Ein Gedi. Hier entdeckte man unter eice und las. ist zu einem 10tägigen Aufenhalj in Israel eingetroffen als Gast der Hebräischen Universität. Er wird der erste Referent der ,,Samuel Paley Foundation Lectureship” über amerikanische Kultur und Zivilisation sein. Präsident Kennedy hat dem greisen Dichter seine Freude aus. gedrückt, dass er diesen Auftrag erhalten und angenommen hat und zugleich» zum Ausdruck gebracht, dass Israel dadurch eine ..seltene kulturelle” Gelegenheit haDen werde.” nem Erdrutsch drei Schichten von Siedlungen und zwar aus der Bronzezeit, aus der israelitischen 17. vnr.ehvistl. Jahrhundert) und aus der römischen Zeit. Die meisten Funde gehören der letztgenannten Periode ar. und bestehen aus Kleidtrfetzen, Matten. Resten von Nahrungsmitteln, einer Münze der Bar Kochba- Zeit und Topfscherben. Andere Höhlen dieser Gegend dienten als Begräbnisstätte, in einigen fand man hölzerne Särge. Einer von diesen ist mit geometrischen Muslern aus Knochen und Rotholz in einem Stil verziert, von dem man bisher in diesem Land noch keine Beispiele gefunden hat. Ein Skelett trug noch seine Schuhe. Auch wurden Gefässe aus Keramik. Glas, Holz und Kupfer in guterhaltenem Zustand in der Höhle gefunden; sie gehören dem ersten vorchristlichen Jahrhundert an. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Höhlen den Bewohnern von Ein Ged während der Zeit des zweiten Tempels ais Friedhof dienten. von GERTRUD ISOLAM Lee van Dovski, der am 23. März 18% in Kassel, als Sohn des Fabrikanten Jakob Lcwandovski, geboren wurde, den Erslen Weltkrieg ais Soldat mitmachte in Pot. len, Russland. Serbien. Mazedonien und Rumänien, dann in den zwanziger Jahren als Chefredakteur der „Fi.rntnbüne” und Verfasser von verschiedener. Filmszenarios bekannt wurde, kann auf ein reiches schriftstellerisches Werk zurückblicken. Mehr als 50 Bände umfasst sein Werkverzeichnis. Er selbst sagte einmal^von sich, dass er sein ganzes Leben „auf der Flucht vor dem Staat” verbracht habe. Das Hitlerregime. überraschte ihn in Holland. \\> er als Verleger tätig war. Er floh nach Frankreich und von dot 1942 in die Schweiz. In schweizer Flüchtlingsheimen trieb er ausgedehnte historische und kulturelle Stuuien und schrieb mehrere grosse W'erke. Sein Schweizer 1 agebuch eines Internierten” schildert in sehr offenherziger W’eise sein Lehen und enthält viele gute Gedanken ur.d lyrische Ergüsse. Hier, im Lager, findet er 'ehendige Worte für alles, was er erlebte und erlitt. BERGGEDANKEN Der Berg entschädigt oft uns für den Menschen, Die Sonne für der Menschen Quälerei Der Wald entschädigt uns für Mcnsehetswahnsinn, Der See für Krieg und Tyrannei. Der Firnekranz lässt uns den Gram vergessen. Mit dem uns Mcnsehengroll so tief verletzt, Der Wolke Schönheit, ler.kt den Blick zum Himmel, Wrenn uns das Schicksal einen Hieb versetzt. Der Wrind erzihlt von Gottes cw’ger iüebe, Das B.au des Himmels von der Ewigkeit. O Brüder. Schweslcrn, flieht nur aus den Städten. Wenn ihr genesen wollt vom tiefsten Leid! Aus der Folie, dem une.:dlichen geistigen und seelischen Reichtum der Rücher Lee van Do.skis ist vor allem sein dreibänotges Wrerk .Genie und Eros” zu erwähnen, in welchem er grosse Gestalten der Vergangenheit urd Gegenw art. Dn-blor, Musiker, Ma.ei Philosi uh-cn in ihrem Schicksal und Werk vor uns erstehen lässt. Aber sein Hauptwerk galt dem Maler Pa o Gauguin dem er sich wesensverwai.rtf fühlte. Das abenteuerliche Lenen dieses grossen Malers und einzigartigen Menschen wusste Lee van Dovski nikt nur in ein.cv meisterhaften Sprache. sondern auch mit eminenter Einfühluegskraft dar. zustellen. Man möchte diesem seit vielen Jahren in. Genf lebenden fleissigen und ideenreichSchriftsteller noch viele Jahre be=ter Schaffenskraft wünschen. HEBREO SIN MAESTRO por AHARÓN ROSEN lee (m.s.) ko-ré lee (f.s.) ko-ret estudia (m.s.) lo-med estudia (f.s.) lo-me-det sabe (m.s.) yo-de-a sabe (f.s.) yo-da-at cuadro l'mu-na XÜp .67 nxiip iai*7 niaiP sn.r nsir .68 .69 nnan .70 .xr»i?1? lpi*7l Tpi1? pXnnx i'N ntía» lai1? nnxliria» ¥ir •3« .»ir ix r« HKmian &nr¡ *raln “ 1 t; \ t t t : - Ipi*? 3ÍD T»*7n :lpÍX ■10V7 ,rraa isili jsPxa .nie Ta*?n axi ,iaV?i .nie nam nie Tain nnx - mail nx - nail nnx v : - T - rxiip nx - xiip nnx r»ir XT - »ir XT curso de estudio ul-pán profesor m )-ré estudiante tal-mid sala de estudio ki-ta pizarra ' lú-aj libro se-fer .61 rnia .62 Taln .63 nnn s1 T rn*7 / *iDD . “¡epa xpip nnx ,*m?T3» irra» ipil px ,nf;itf ,7? .Ta» iDpa xiipi Tp; ippn TT ,“i£>oa íid’’ niian m* v * - T T T : -: nn ,nxin miaña na * t t : - niia ,)B^xa nna nnan: .HTalni Ta*?n ,imaniai n-¿>n t-*7» niiar .mln ,nnx7.. .hd’’ ama miar. T ** ¿ V T inm x-yip ,i)i Hebraeisch ohne Lehrei 61. Lehrkurs 02. linter 03 Srhüier 64 K.asse 65 Tatel 66 Buch 67. liest (münnl. we ibi.) 68 lernt (miir.ni. — weibl. 69 weis« tmiinnj. — weibl.i 70 B, d Die w»,büche Form der Ge wart, Einzahl wird durch die düng ‘‘et’ gekennzeichnet. .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.