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Jüdische Wochenschau · 1961-04-28 · 1872 (28.4.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1872 (28.4.1961)
Date
1961-04-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 28 de Abril de 1961 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AR* XXII. — Ne. 1872 Das sind ihre guten Freunde «Schluss VO-: Seite li zum Westen nicht ab. Uebiipens liegt es auch nicht Mir etwa 150 km von der, amerikanischen Küste entfernt. Der Westen konnte sich an Israel weniger in'ere siert zeigen als an Kuba. Aner Israel entwickelte sich shon deswegen nicht zu einem Kuba. weil es kein christlicher Staat ist. sondern auf den Orundprinzi- | l'-en der iüdisehen Lehre! una Ethik aufgebaut ist. In Israel gibt es keinen poli-1 tuchen Faktor ..Kirche". | dt l zufällig immer mit den wirtschaftlich Starken mars. biert, obwohl doch das Ur. | cnristentum die Heilslehre für die Schwachen war. In seinen w eiteren Dar-; und den so schönklingenden Stellungen meinte Ahmad ' Konventionell der Menschenrechte in einem unüber- In diesem neuesten Ost— Westkonflikt haben sich neue Fronten aufgetan, die letztlich die alten sind. Da har. z. B. der Staatsminister von Saudi Arabien Ahmad Snukairv, vor den UN das Wert, zum kubanischen Prob'em ergriffen. Dieser Herr, Vertreter eines reichen Pe- Doleumlandes, in dem allerdings noch frühmittelalterliche Zustä-de herrschen, i d“5* ausgerechnet der Sprek'agte die USA an. Kuba sei, eher eines Landes gegen n.-mandem Rechenschaft | Amerikaner aufgestansrhuldig. Der sauditische Sliukairy. man könne die Intervention in Kuba nicht damit rechtfertigen, dass Fide-1 Castro ein Kommunist sei. Krutschew sei der Kommunist Nr. 1 auf der Welt, trotzdem ist bisher niemand auf die Idee gekommen, in russische Angelegenheiten e.nzugreifen Mit dieser Rede hat der sruditische Ministerdie amerikanische Position angegriffen. Sicherlich sind manche Argumente, die er 'verbrachte, durchaus beachtenswert, wenn auch der | Hinweis auf die Monroe- I Doktrin und ih' e vergleichsi weise Anwendung auf Europa oder Asien unzutreffend ist Im übrigen haben die * arabischen Länder sieh eDenfalls nach territorialen .Gesichtspunkten zusammen. i geschlossen und ihre eigene I Doktrin aufgestellt, deren; äusserer Ausdruck die Araj bische Liga ist. Aber hier-; auf kommt es in diesem Zuj snmmenhang nicht an. Viel interessanter ist es. Minister kritisierte die Monroe Doktrin. Er meinte, dass sei eine gefährliche Lehre. V enn diese Doktrin ange mmmen werde mit ihrem Prinzip der ..Hemisphäre", dann würde Europa unter sowjetischer und Asien un toi chinesischer Herrschaft sieben. .* 4- # ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 Dr FR KV Abogado PUEYRREDOH 119» 1* i»e nachm 16—18 Uhr REAL PEIN I Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 I E. 49-5850 * J. Liebling | fourniere — i SPERRHOELZER j DIAZ VELEZ 5224 »1 46 \ T. E 43-2343/0340 T *021 I den ist. das von amerikanischen Geldern lebt. Unter Bruch aller Grundsätze für die Haltung zwischen zwei Partnern haben die Amerikaner dem sauditischen König vor wenigen Jahren einen pompösen Empfang gesehen und ihn mit kostbaren Geschenken und noch kostbareren Verträgen bedacht. obwohl sie natürlich viel besser als andere wussten. mit wem sie es zu tun hatten. König Saud wurde von Eisenhower mit Ehren überschüttet, während zur selben Zeit UN-Kommis=ionen sowohl den Mädehenwie Sklavenhandel und den lebhaften Verkehr mit Nar. ketika anprangerten, der in jenen Ländern noch heute in Blüte steht. Selbstverständlich war es den Amerikanern wohl bekannt, dass der König von Saudi-Arab en ein despotisches Regiment führt, das mit jedem demokratischen Grundsatz brückbaren Gege-satz steht Aber all das störte die Amerikaner nicht, mit Saud zu paktieren. Wir wissen sehr gut. dass es noch man. che anderen Parallelfälle gibt, deren Behandlung durch die amerikanische Politik auf dem gleichen oder einem ähnlichen Mangel an Prinzipien beruht. Welche Früchte zeitigt diese amerikanische Haltung der Haltungslosigkeit? Ein Ergebnis ist die Rede des Shukairy. der mit dem Gesucht nach Moskau spricht, obwohl deT Goldstrom aus Washington kommt. Die Vereinten Nationen sind voll damit beschäftigt, die laufenden und die ständigen Konflikte zu diskutieren. ohne die Möglichkeit zi. einer konstruktiven tigkeit zu finden. Ein ches Vorhaben wird dadurch erschwert und zeitweise völ- 1 g unmöglich gemacht, dass die bestehenden Differenzen jede Zusammenarbeit inhibieren. Eifersüchtig wachen die Blockmächte darüber. te suchen, um ihre inneren und vor allem ihre sozialen Probleme zu lösen. Gedanken und Empfindungen sind zu allen Zeiten gewissen Schwankungen unterworfen. Der Wohlfahrtsstaat, einmal das soziale Ideal, um das man gerungen hat, ist heute überwunden. Die völlige Gleichberechtigung, die sieh Menschen wie Völker erkämpft hüben hat die Idee vom Wohlfahrtsstat ausgeschaltet. Die Freiheit, die sich zunächst der einzelne Bürger in schweren Auseinandersetzungen errang, hat zur schiiesslichen Befreiung aller Nationen, Völker und Rassen geführt und die gleichen Rechte für alle Menschen. Männer wie Frauen, gebracht. Ihre bisher letzte Folgeerscheinung ist die Freiheit für alle Völker, die sich in ihrer Unabhängigkeit und Souveränität ausdrückt. Dieses Ringen um die Tä- S Souveränität erfolgt in mehsol-1 reren Etappen, wenn man dies so bezeichnen will. Der erste Abschnitt wird mit der politischen Befreiung abgeschlossen. Damit ist Souveränität des neu erstandenen Staates vollzogen. Aber es handelt sich Abmachungen, die den Reichtum eines Landes Dritten nur deswegen zufliessen lassen, weil sie bei der Erschliessung der Produkticnsmöglichkeiten helfen. Die Völker sträuben sich heute gegen eine Hilfe, die | dem Helfenden eine politi- I sehe Vorzugsstellung oder jeinen Einfluss auf die inter- I ne Entwicklung eines Volkes sichert. Diese Tendenzen sind selbstverständlich bei den Russen nicht weniger vorherrschend wie bei den Amerikanern. Die Russen sind jedoch geschickter. Dass die Russen einen starken Einfluss auf Aegypten gewonnen haben, nachdem sie die Gelder für den Bau des Staudamms von Assuan zur Verfügung stellten, dürfte nicht zweifelhaft sein. Dass die Russen diese Kredit _ Operation aus menschenfreundlichen, altruistischen Gründen vorgenommen haben, ist noch nicht einmal von ihnen j selbst behauptet worden. | Die Russen beherrschen die | Kunst de? Wartens. Sie ' machen keine übereilten I Schritte, was ein besonde- ] res Kennzeichen der ameri- 1 kanischen Politik ist. U SEMANA ISRAELITA ßisemanario — aparece ios Martas y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1« izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. dass keine Entscheidung gej nur um die politische Souve troffen wird die des ande-! ränität. die letztenendes ren Macht oder Prestige er.; nicht die totale Freiheit behöhen könnte. Das ist der j deutet, wenn es beim Zuvesentliche Grund dafür, sammenleben der Menschen düss die permanenten Aus-; und in der internationalen einandersetzungen zu keij Gesellschaft der Nationen mm Abschluss gebracht überhaupt eine totale Freiwerden. j heit und eine uneinge. Die grosse politische j schränkte Souveränität ge- Chance, die sich dem Weben kann. sten durch den wachsenden Gegensatz zwischen den Russen und ihrem stärksten Partner, den Chinesen, ergeben hat, — gleichsam als ein Geschenk vom Himmel — wurde bisher nicht ausgenutzt. Statt dessen wird der chinesische Generalissimus Tschiang Kai Es gibt aber noch andere Freiheit, um die Völker kämpfen müssen, wenn sie wirklich unabhängig sein wollen: die kulturelle und die wirtschaftliche Freiheit. Die gegenwärtigen, blutigen Auseinandersetzungen toben um die wirtschaftliche Freiheit, um das Recht, die : I.andesprodul^te in derjeni. Tschek weiterhin von den Amerikanern gehalten, ob-1 g(>n Form verwerten zu könwohl sic selbst es gewesen j nen> w;e es die Bevölke. sind, die seinen Sturz be-|ring will, die diese Produk- Man konnte dies in Kuba beobachten. Sicherlich war es nicht erforderlich, dass die Castro-Regierung zu einem Vasallen der Sowjetunion wurde. Wenn sie dennoch diesen Weg beschritten hat. wird hierdurch die grosse Gefahr für ganz Latfinamerika sichtbar. Das 'wissen auch die lateiname- | rikanischen Nationen. Trotzdem wehren sie sich gegen jeine Bevormundung durch | den grossen Bruder iih Norj den. Man kann Revolutionen unterdrücken, Menschen erschlagen ur.d einsperren, aber die Idee der Freiheit mit all ihren Konsequenzen knnn man weder töten noch in einen Kerker werfen. Unwillkürlich werden Märtyrer geschaffen, die Naeheiferer her vor locken. Man erreicht mit Sicherheit das Gegenteil dessen, was man erstrebt. Gerade das ist die ungeheure Gefahr, in der alle schweben. Die Noraamerikaner müssen endlich versuchen, das Problem ln seinen Wurzeln zu lösen, indem die Voraussetzungen beseitigt werden, die den Kommunisten Chancen bieten. Die USA müssen die weniger entwickelten Länder för- 1 dern, ohne sich einen politi-_ i sehen oder geistigen Einfluss zu sichern. Sie müssen eine geplante Politik tieiben, auch wenn dies mitunter gegen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen verstösst. Sie müsen vorbauen und nicht nachträglich intervenieren. Wer aber heute sieh auf einen Krieg einlässt, gleichgültig ob Ost oder West, der spielt mit dem Gedan. 1 ktn seines eigenen Untergangs. Dr. ARTUR0 WELT arg. RECHTSANWALT Incaso, Gesellschaftsverträge, Erbschafts-Angelegenheiten, Bürgerschaft, Wiedergutmachung PARANA 489, piso 6 of 34 T. E. 46-4428 432« JUDITH SCHENKOLEWSKI KULrUSSTICKEREIEN Scbabbosdecken - Tallisbeute.' - Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschfnenstickerei von Bett- und Tischwäsche BEßEDERO 2585 T. E. 73.9155 Propiedades Frankenberg öerät Sie Kostenlos und unverbindlich beim Kaut oder Verkauf von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Matthä j ßhapQCiu.x\ HUTSALON Jetzt in S e I g r a « o MOLDES 2561 T. 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