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Jüdische Wochenschau · 1961-04-25 · 1871 (25.4.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1871 (25.4.1961)
Date
1961-04-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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gt .nu KUNST Mark Chagall *•" ^ÜSCRON SWEET 0IJ)£ Al '"WaCÄ seiner Bibel-Litograv«n der j®™Kaii. Phifn unter dem Arm. „Neh- ^'i'idischfc, j Juen Sie diese Bünde bitte •y, begrüsst j.4®'!* in'i nach Israel. Uebergeben »rj— dt# i. sie ein Exemplar Ben Zwi und das andere Ben Gurion. Und lesen Sie, was ich da in der Widmung geschrieben habe“ — explodiert er, fröhlich lachend. An diesem Morgen hatte er in der jiddischen Tageszeitung, die Chagall aus Pa. "den am? *»• ' ist “"eh im'cP'5’ fcïtt-iî Ausauf keiner Seschweij, °der Vieris ind. Ein. 7,cliei1» zcitung, uie enagan aus h’a. W W« J ris bekommtüber Ben Guhmiiekt t iiai ricns Ret*e zu Eröffnung des e Hnnh,’.111 tine Zionistenkongresses in Je. Wall fl ,n<®erGerusalem gelesen. Nach diei kt a |VCn liebst sern Bericht hatte der Mini- - datiert .,parjs sterpräsident dort erklärt, Pint$ jener alle Juden, die nicht nach W h SilJ!n -^uta Israel auswandern, seien berühmt g(. , gottlos“. ..Bitte. lesen IQ« es Sie” — lacht« Chagall ani- I 1' kur: vnr Aas eiert. Die Widmung war ir les ersten Weibie. Jiddisch geschrieben und auf eiüW Aaslautete: ..Teurer Ben Gu. -«¡e von der Zeit, rion: Dies ist ein Geschenk •Der Sturm“ erganifür Sie. unseren grossen Jurden war. Als der den’ Sie sagten, wie ich in!S?Mn. kehrte Chader Zeitung las, dass Juden h Russland mrück, ausserhalb Israels gottlos sieben Jahre später, sind'. So sagte ich Ihnen,;der nach Zentral, dassich einen Gott im Her- Europa m kommen. zen habe, und dass dieser Wege nach Paris Cott ein jüdischer Gott ist, agall sich damals was Sie aus meinen Bibel- Berlin auf. wo er Illustrationen ersehen kön. wiederfaad. die er ren- ~~ Marc Chagall“, ausgestellt hatte Die Fahrt inl Auto ,von hn inzwischen be- Nizza nach Venedig datiert etwa eine halbe Stunde, abar Cliagall verlässt sein Heim nur selten. Er geht auch kaum nach dem Zentrum dieses romantischen südfranzösischen Ortes hinunter. Oft ist er bis spät am Abend in seinem Studio tätig, und keiner hat Zutritt do.ihin, nicht einmal seine macht hatte». leres Gemälde in in Vence zeigt den seiner ersten Frau rührend des zwei. riege$ in New •ben ist, ritt ein, m>( gedruckten Al- Gattin, solange er an einer neuen Schöpfung arbeitet. „Ich arbeite schwer“ — klagte er mir. „Ich habe zwölf Vitragen, die zwölf Stämme Israels, für die Synagoge des Hadassa Medical Centre in Ein Karim bei Jerusalem zu schaffen. Das ist eine schwere Arbeit. Ich kann es nur in Rheims tun, wo sich die ältesten und beslen Werkstätten für Vitrager. befinden. Man giesst die Gipsformen nach meinen Entwürfen; doch die Farben muss ich selbst auftragen. und das verlangt Mühe und Konzentration. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, mein Freund! Ich habe auch noch einige Vitragen für die Kathedrale in Metz zu machen. Bevor ich mit alledem fertig bin. kann ich nicht nach Israel gehen. Ich kann nicht mit leeren Händen dorthin kommen. Ho'fentlich werde ich bis Enoe des Sommers fertig sein Dann werde ich die zwölt Stämme Israels, die ich übrigens nicht als Figuren. sondern als Symbole darstelle, vielleicht selber nach Israel bringen und eine Weile dort bleiben.“ „Nur eine Weile? Warum nicht ganz? Ist es denn am Karmel oder in Safed oder Zichron Jaacob zum Beispiel weniger schön als in Venedig?“ „Ja, ja, Sie haben recht. Jcli möchte unter den Meinigen sterben. Aber“ — lachte der Schalk wieder aus ihm —, „Sie werden zugeben dass ich in Israel nicht eine so ruhige Atmosphäre finden kann, wie ich, ein mü- PUBLIKATIONEN DES LEO BAECK INSTITUTS REMSIGE VEROEFFENTLICHUNGEN: Jeweils zu Jahresbeginn: YEAR BOOK. Bisher erschienen 4 Year Bo«ks. Year Book V erscheint 1961. ^efteijaehrlich erscheint das BULLETIN (in deutscher Sprache ). Bisher ersdiitnen 11 Nummern, von denen Nr. 1 vergriffen ist. Jede Einzelnumner ist zum Preise von 1L 1.— erhaeltlich ffür Mitglieder kostenlos^. ¡. piUKliNEN IN DEUTSCHER SPRACHE. __ Leo Baeck Aus Drei Jahrtausenden 1L 12.— _ Sein» Stern / Josel von Rosheim 1L 14.— § Adler-Rödel / Ostjuden in Deutschland ~ \m-\m _ .. il 11,- _Ernst Sinh*11 / Aufbau im Untergang IL 5.73 Margarete Sesman Die geistige Gestalt ” fieerg Si®ne,s IE 2.20 Guido Kisck—Kurt Roepke / Schriften zur geschickt*d*r Juden. Eine Bibliographie IL 3.60 Leop0^ and Adelheid Zunz 7 Briefwechsel, giben von Nahum N. Glatzer IL 12 23 pl|g|iK#NEH IN ENGLISCHER SPRACHE: heoBai^ Judaism and Christianity, id, by Walter Kaufmann Hannah Ar«**!* / Rahel Varnhagen Luitp^^aC^ Eiherty and Letters. Ihe tho“^ts Leopold Zrsnz BII# PUBLISHING Co. Ltd Rmtam St. 15, Tel-Aviv, Telefon 64321 (Pgfl# lx ISR.-PFUNDEN ANGEGEBEN IL IL IL 8.— Musik in Buenos Aires FLORA NUDELMAN IN MEDIZINISCHER FAKULTAET Im “Ciclo de Solistas y Ccnjuntos de Cämara Argentina’’ spielte die bekannte jüdische Pianistin, eine ernste Vertreterin ihres Faches die „Englische Suite in g-moll’' von Johann Sebastian Bach. Ihr fast männlicher Anschlag wurde dennoch auch den zartesten Teilen gerecht, und sie führte diese sinngemäss sehr schwer zu interpretie. rende Komposition des unsterblichen Meisters logisch durch. Der andere Eckpfeiler des Konzerts war die ebensoschwer wiederzugebende bombastisch-romatische hmoll Sonate von Franz Liszt, in der Flora Nudelman wieder einmal bewies, dass es für sie keine technischen Schwierigkeiten gibt, und dass sie stets über der Sache steht. Abgerundet wurde der Abend mit dem Spiel der Sonate Nr. 4 op. 23 von Roberto García Morillo, die vor wenigen Jahren im Auftrag der „Asociación de Conciertos de Cámara” geschrieben wurde, und mit mehreren Zugaben: „Sonata” vom Padre Soler, López Buchardos “Bailecito” und ..Für Elise” von Beethoven. Die Pianistin hatte nicht nur ein volles, sondern auch ausserordentlich beifallsfreudiges Auditorium. GIOCONDA DE VITO IM COLISEO Wie wir vor mehreren Tagen anlässlich des Galakonzerts zur Einweihung des Saals feststellen konnten, gehört die italienische Violonisiin zu den besten Vertreterinnen ihres Instruments. Derselbe Eindruck herrschte auch bei ihrem Jlezital vor, bei welchem s)e zwei gefürchtete Spitzenwerke zum Vortrag bracht«: Die Brahms-Sonate in d-moll opu* 100 und die Kreutzer.Sonate Beethovens. Die Künstlerin bestach durch ihr wohldurch. dachtes und durchprobtes Spiel, welches ihre schlakkenreire Intonation und ihr tiefes Verständnis beider charakterlich diametral entgegengesetzten Kompositionen merkbar werden Hessen. Ihr Begleiter, der italienische Pianist Tito Aprea, Kiavier.Professor an „Santa Cecilia” in Rom, der wenige Tage zuvor in einem eigenen Konzert aussergewöhnliche Sicherheit auf der Klaviatur, jedoch mangelnde Intuition in der geistigen Durcharbeitung des Schumannschen „Karnewal’ op. 9 und anderer Stücke gezeigt hat. war der Geigerin ein einfühlsamer, zuweilen kongenialer Begleiter. Es gab viel Applaus. c-n Ausbau der Bar-Ilan-Ufliversltaat Tel Aviv. — In der Bar- Ilan - Universität bei Bne Brak wurden vor kurzem neue Lehrstühle errichtet. Ein Lehrstuhl für öffentliche Erziehung und Verwaltung, der den Namen des Oberrabbiners von England, Raw Dr. J. Brodie trägt, wurde von den britischen Juden gestiftet. Ein zweiter Lehrstuhl der den Namen Salomon Weinsteins aus New York trägt, ist für Botanik bestimmt, ein dritter für hebräische Literatur trägt den Namen von Raw Herschman aus Detroit. Ferner wurden einige neue Bauten eingeweiht. Das Moskowilz-ßeriin - Internat für Knaben enthält 33 Zimmer für auswärtige Studen. ten. Im Schikun für Professoren befinden sich zwei Wohngebäude. Schliesslich wurde noch der Grundstein für ein neues Bibliotheksgebäude gelegt, das den Namen von Gustav Schwarzveiler tragen wird. (AW’Z) der Jude, sie brauche. Unsere Juden sind geräuschvoll. lieben den ..Tummel“, und ich bevorzuge ein stilles Gebet. Ich bin auch nicht sicher, ob ich dort werde arbeiten können. Gewiss ist es dort lustiger, fröhlicher, lebendiger für mich als hier und um wieviel lustiger! Hier habe ich bei allem dennoch zu viele Besucher. Es ist schmeichelhaft; auch angenehm, aber so ermüdend.“ In diesen zwei Stunden, die wir mit Chagall in seiner Villa verbrachten, hörte das Telefon nicht zu läuten auf. Madame Chagall führte die Gespräche in französisch oder englisch, mit mir sprach sie russisch, mit meiner Frau deutsch. Chagall bediente sich am liebsten des Jiddischen; nur zwischendurch sprach auch er russisch oder französisch. Als wir ankamen, trafen wir dort einen Gast aus Paris — einen prominenten Anwalt der französishen Künstlerwelt, der als Hobby fotografiert. Während einer halben Stunde machte er etwa zwei Dutzend Fotografien von Chagall, von den Bilderr in der Villa, von den Gästen. Er wird im Februar in New York sein und diese Bäder dort Ms Chagall-Album verlegen. Chagall zeigte mir ein prächtiges Album von Fotografien, das in Deutschland unter dem Titel „Antlitz des Ruhmes“ herausgegeben worden ist, darunter auch ein Bild von ihm und seiner verstorbenen e> sren Frau Bella. Es läutet. Man bringt Blumen. Heute ist Neujahr. Wieder klingelt es — ein Blumenkorb, pompöse Scho. keladen-Bonbonnieren. Bevor die Tür sich hinter dem Boren geschlossen hat, hört man ein Autosignal. Eine Gruppe Besucher kommt h.rein, um die Bilder zu besichtigen, die auf keiner Chagall-Ausstellung zu sehen sind. . Ich werde diese Bilder nie verkaufen“ — sagte er mir. ..Geld brauche ich nicht mehr. Nach meinem Tode werden meine Freu und Tochter (die Gattin des schweizer Kunsthändlers Frarz Mayer 1 mit diesen Bildern tun, wef sie für nötig halten. Sie einem Museum in Tel Aviv oder Je rusalem übergeben? — Mr glich! Ins Grab werde ich sie nicht mitnehmen. Wenn sie etwas wert sind, so wird sich schon ein Platz finden wo man sie haben wiH. in Israel oder sonstwc.‘ Und wieder kehrt er zum Thema Ben Gurion zurück. Man fühlt. da?s es inn beschäftigt. Er hört nicht auf darüber zu reden. „Er findet sich nicht zurecht in der Kunst“ —sagt Chagall über Israels Ministerpräsidenten, „aber er ist fähig, ein Kunstwerk zu begreifen, wenn es ihn interessiert. Wenn ich so mit Ihnen rede, packt mich die Sehnsucht nach ihm und dem origineller. Geplauder seiner Pola. Ich erinnere mich, wie Meir Dizengoff einmal in Paris zu mir kam.“ „Chagall“ — sagte er — „ich verstehe gar nichts von Kunst. Aber man sagt mir, dass Sie ein grosser Maler sind Helfen Sie mir, in Tel- Av;v ein Museum zu gründen.“ — „Welchen Charme bes-ass er, Dizengoff! Ich half ihm. Ich gab ihm einige meiner Bilder für sein Museum. Der verstorbene Sprinzak bat mich uc ein Bild für die Knesset. Ich schickte es ihm; aber es hängt im Museum und nicht in der Knesset. Kaddisch Luz wollte dass ich im neuen Knessetgebäude die Wände bemale. Im Grunde weiss ich nicht, was man oort von mir will. Der Architekt sollte zu mir kommen und die Sache mit mir besprechen. Ich habe seither nichts divon gehört. Kommende Woche fahre ich nach Rheims, die Vitraeen zu machen. W’erde ich es schaffen, sie fertig zu «feilen. so werde ich nach Israel kommen. Vorläufig grossen Sie alle und sagen Sie bitte Ben Gurion. das; ich einen Gott im Herzei hübe .. HEBREO SIN MAESTRO por AHARON ROSEN quí? nía cuaderno maj-be-ret escribe (m.s.) ko-tev m escribe (f.s.) ke-íe-vet bonito ya-fé dice (m.s.) o~tner dice tí.s.) e-me-ret?na .4 6 rnana .4 7 3JÏD .4 8 nania ns- .49 V T .50 rnaíK he aquí hi-né silla ki-sé se sienta (m.s.)1 yo-shev se sienta (f.s.) yo-she-vet encima, sobre al al lado . al yad mesa shul-ján mn .41 KQD .4 2 .43 *7» .44 )n*?Ç .45 .nsr ríante m ,nsr- .hd; nante -jx ,**?- ...naix •uxTnaix nnx na- .. T - T nx mi HET ríante nx- —n?T ..m*rix -2X1 ..Tin ,ns' x4? - VV . T VT ínnnix nx nann ote# ¡ote# moix ^x - r T TV v L.^m- •*? ,ante nnx ,nnte nx .ante xin .nante nx ,nante nx .nania xvi .nnix ,307’ íoteitf j^nn Dteönm ,x©a nsn .mn nte¿- ' ▼ *. 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