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Jüdische Wochenschau · 1961-04-21 · 1870 (21.4.1961) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1870 (21.4.1961)
Date
1961-04-21
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German, Spanish
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LA SEMANA ISRAELITA 10 — Viernes, 21 de Abril de 1961 Añm XXII, — N«. u;t PIEYRREDON 21901. St. v - \ T. E. 83 - 2613 und SOLIDARITAET NACHRICHTEN AUS ISRAEL KINDER AUS SUEDAFBIKA der K'inik der Kuuat Cheli» (Krankenkasse) uad der Hire Ws:1.? der Ecgeiste-j rum; i:bevfiutsie das Jtt_ i diO- •‘•fioatüche Leben, Ge nieir.rr und Organisationen erfaßte weite, sonst allem Jüdischen fernstehende Kreise und liess allenthal- ‘ ben ein Getühl des Neuwer-! den«, der Wiedergeburt, j (Zum 13 Jahrestag der StaatsgründungJ geilen Weg bevorzugen, h.. ihr jüdisches leben in völliger Unabhängigkeit von Tsrael gestalten, sieh aufs neue von de, Gesamtheit im nationalen Sinne lösen, mit . , , , ,i anderen Worten, eine Neuentslehen, als vor nunmehr . .....? r 11 Ordnung ,hres jüdischen Le- I bens in Anpassung an die d. i mitteleuropäisehen 13 Jahren, am Vorabend des 5. Ijar im Jahre 1948, im Museum von Tel Aviv durch die provisorische Regierung die sich aus Mitgliedern des Nationalrates und der Zio. nistischen Exekutive gebildet hatte, der jüdische Staat Medinat .Jisrael, proklamiert worden war. Ein lanj ges Kapitel jüdischer Ge. j schichte — die Epoche seitj der Zerstörung des Zweiten i Tempels und dem Untergang! des letzten jüdischen Staates — war zum Abschluss gekommen, und ein neuer Abschnitt wurde zu schreiben begonnen. Nach zweitausend Jahren unermess-| licher Leiden, durch diel wir Juden zum „Objekt der! Durch das heisse Wohnländer erreichen, einer neuen Assimilationsten. keit.die „jüdische ^Konfes. j seher Bereicherung “gibt "Vis denz nachstreben wollen. Diese Juden vergessen, dass, wie Nahurn Sokolow es einmal ausspraeh, „unser Volk am egoistischen Kleinen und Elenden verkümmern würde wenn es den Zionismus nicht gäbe. „Sie, die zionistische Bewegung, ist es gewesen, die. über die Arbeit für 1en zu schaffensollte. Denn nur ein Volk.! das sich als solches fühlt, , . , sowie kann seine wahre Emanzi der amerikanischen Juden-¡ patiön erreichen. So konnte heu hatte, um des Linsengedas jüdische Ansehen in den riehtes der ..völligen Gleich, I Augen der nichtjüdischen berechhgung willen, oatio- Oeffentlichkeit seit der Pronales Bewusstsein und na-. k'amation von Medinat Is- íonale Zukunftshoffnungen rae] gewaltig steigen. Aber aus dem jüdischen Leben auch unsere Menschen sollschwinden lassen, und die , ten begreifen, dass Israel blosse Re.igionszugehörig- , ihnen weit mehr an seeli In einer Besprechung zwischen dem Minister für Erziehung und Kultur und de« Vertretern der Zionistischen Föo’eration von Südafrika wurde ein Plan erörtert, sion“. zu der man sieh vielfach bekannte, vermochte die Auflösungstendenzen nicht aufzuhalten. Zu dem unglücklichen Konflikt innerhalb der religiösen Auffassungen kam als noch weitaus grössere Gefährdung der jüdischen Existenz der Abfall von dieser „nurreligiceen Gemeinschaft sie jemals an Opfern zu bringen in der Lage wären.! «och in diesem Schuljahr Doch keine Solidarität mit, aus Südafrika eine Gruppe Israel ist denkbar ohne die von Kindern, die dort die grosse Einheit, die nicht nur Volksschule beendet habe«, weitgehend im Organisato-! **c^ Israel zu bringe*, darischen gesehen werden sle dann vier Jahre die muss, sondern im tieferen,' Mittelschule im geistigen Sinne. Der Ju- Hauptpost zu errichte«. Di* Durchführung dieses Bauvorhabens dürft* 4.530.QW IL koste». Nach Beendigung der Wohnbauten werden sich i« , . ,. , dem neue* Vierte1 hunderte der vorsxehL dass jüdische , Arbeiter d„ Flu«hateM> Kmder aus Südafrika i« *- Geschäft . El Al“ raelischen Mittelschule» 1er i ner. soilen. Es wurde ei»! Comité pesteilt, das sich . mit der praktischen Dunh-! führumg dieses Projektes hej fassen soll.! Es bes.eht die Absicht,; den jüdischen Staat hinaus.! hinzu, zu der keine inneren immer den Blick gerichtet! Bindungen mehr bestanden. hielt auf die Einheit und Einigung des gesamten Volkes für das gemeinsame nationale Ideal Verlan- Geschichte“ zum „Spielball I gen, das in der Dürre der der Weltpolitik“ geworden Galutexistenz erstarrte waren, traten wir wiederum Volkstum aus den frischen gleichberechtigt in den Kreis der Nationen, und unser Leben erhielt einen neuen Sinn; neue hoffnungsvolle Perspektiven taten sich auf. Aus einem Schattendasein trat unser Volk hinaus in eine Helligkeit, die im ersten Augenblick geradezu überwältigte. Quellen der alten Heimat zu beleben, wurde die zionistische Bewegung die grosse nationale Befreiungssache des ganzen Volkes. Sie brachte einen neuen tiefen Ernst und einen sittlichen Idealismus in unser Dasein, welches besonders im vergangenen 19 Jahrhundert . I so viele Vert’allserscheinun. Doch jenen erregenden j gen aufzuwe}sen hatte. Das Momenten der ersten Tage | historische Ereignis der folgte die Zeit der Er- Ereignis bürgerlichen Emanzipation licher Teil der westnüchterung eines harten j war nicht nur yon gutcn Kampfes um die Aufrecht-1 F0igeerscheinungen beglei. erhaltung des Geschaffenen,. je(. worden Ein sehr erheb um die Sicherheit der Bevölkerung, um Sein und um Nichtsein, bei gleichzeitiger Oeffnung der Grenzen des jungen Staates für die liebe rlebenden der europäischen Hölle und alle diejenigen. die in ihren bisherigen Wohnländern nicht mehr zu bleiben gewillt waren. Die „Sammlung der Zerstreuten“ wurde zur grossen Parole, und sie blieb es bis auf den heutigen Tag. Heute befindet sich Medinat Jisrael. nach einer mehr als Verdreifachung seiner Einwohnerzahl gegenüber 1984. in einer grossartigen kulturellen und ökonomischen Aufwärts-Entwicklung . die alles übertrifft, wa? Optimisten noch vor fünf Jahren zu prophezeien gewagt hatten. Die Probleme der Sicherheit nach aussen, der noch immer drohenden Gefahr durch schlecht-gesinnte Nachbarstaaten, sollen in diesem Augenblick nicht berührt werden; ein jeder kennt sie und niemand nimmt sie leicht. Doch die innerjüdischen Probleme sollen sehr ernst genommen werden; Viele unserer Menschen gedenken nicht mehr der Tage der nationalen Selbstbefreiung und wollen an die schweren gesamtiüdischen Sorgen nicht erinnert werden Man möchte Israel allein die ganze schwere Verantwortung überlassen, und wir stehen vor der Gefahr, dass weite Schichten unseres Volkes zwar eine gewisse Bedeutung des Aufbauwerkes in Erez Israel auch für sich nicht leugnen, aber doch einen ei- Und schon dies allein war ein grosses Verdienst der zionistischen Bewegung, dass sie die oft solche, dem Judentum Entfremdeten, zu jüdischem Bewusstsein zurückführte und damit auch häufig zu jüdischem Geiste und jüdischer Religiosität. In die auseinanderstrebenden Teile — nationales Judentum in Osteuropa mit starken Selbsterhaltungskräften und Religionsjudentum im Westen mit Auflösungstendenzen — in diese Spaltung de« jüdischen Ganzen hat der Zionismus das Element der Zusammenfassung gebracht, die grosse geschichtliche Kontinuität. Aus blosser Abwehrhaltung wurde aktive jüdische Politik, die letzlich zur Wieder, errichtung eines souveränen und jüdischen Staates führen de von heute muss sich „unterwegs“ befinden zu einem „totalen Judentum“, das jüdisches Volkstum, jüdische Lehre, hebräische Sprache mit Erez Israel in sich vereinigt. Verstehen wir. dass ein Misslingen der gigantischen Aufbaupläne in Israel katastrophale Folgen für die jüdische Gesamtheit und jeden einzelnen haben müsste, dass aber jeder Erfolg im jüdischen Land das Ansehen der Juden in der ganzen Welt stärkt und dem einzelnen ein wunderbares Gefühl der Zufriedenheit gewährt. Setzt -sich diese Erkenntnis durch, dann ist es sinnvoll, den Tag der nationalen Selbstbefreiung festlich zu begehen und am Jom Haatzmaut mit neuen Hoff nungen und Erwartungen in das 14. Lebensjahr des jungen Staates Israel hineinzugehen. Curt Wilk Kinder solle« in einem Hei» wohne« uad besondere Nachhilfe-Stunden in hebräi-! den 209 Jungen und Mäd dustrie niederlasse». Ei»i£# Familie» wohne« bereit« dert. AUF EIN JAHR NACH ISRAEL Mehr als 200 Jugend ich« aus Nordamerika sind i» Oktober im Rahmen einer alljährlichen Aktion, die vo» der Jugendabteilung der Zionistischen Welt-Orga»isatior umernommen wurde, nach Israel gekommen. Von Gegenstände« erhalte». NEUEINGEWANDERTE AKADEMIKER Dreissig Akademiker, die vor sechs Monaten ins Land gekommen sind und einen vom Finanz - Ministerium veranstalteten besonderen Vorbereitungskurs absolviert haben, werden in den Büros der Einkommensteuer in allen Teilen des Landes Beschäftigung finden. NEUES STADTVIERTEL IN LUD Vor kurzem wurde i» L»d (Lydda) mit dem Bau eines »euen Viertels, zwischen der Altstadt und de» Wohnsiedlungen begönne». Es ist geplant, ausser 2.2W Wohneinneiten dort auch ei» grosses Geschäftshaus sowie Gebäude der Stadtverwaltung, der Histadrut, Wir veranstalten in diesem Jahr gemeinsam mit den vier Zentren der WIZO und mit der ACIBÄ am Mittwoch, den 26. April, um 21 Uhr IM GROSSEN SAAL, CHARCAS 1155, DIE JOM HAAZMAUTH - Feier im BAR /l/UTZWAH- JAHR ISRAELS Ehrengast: Botschaftsrat M0RDECHAI AVI0A Künstlerischer Teil: RAQUEL ZIPRSS vom Teatro Colon Begrüssungswort: Dr. GUENTHER BALUN Festansprache: Dr. HARD1 SWARSENSKY C/teste willkomme Eintritt frei für Jugendleiter, das Instruktoren für Jugendbewegungen in der Diaspora heranbilcet, aufgenomme» worden; 33 machen eine» besondere» Kurs für Studenten der Hebräischen Universität in Jerusalem mit, und 46 Mitglieder der „Habonim” und 23 Mitglieder der „Bne Akiba” werde» im Laufe eines Jahres i» den Siedlungen Gesrher und Jawne leben und arbeite». ANSIEDLUNG VON CIIASSIDIM Eine Gruppe von Jeschi. wat-Schülern, die hauptsächlich zu den Chassidim von Wisclinitz gehören, sollten in der Umgebung von Miwtachiin im Negew zur Ansiedlung gelangen. Dies wird eine Siedlung besonderer Art sein,- laut Plan soll sie sehr vergrös. sert werden und hundert« Familien umfassen. Ein Teil der Siedler soll in der Landschaft, ein anderer in industriellen Betrieben Be- I schäftigung finden. LANDWIRTSCHAFTLICHE j VERSUCHSSTATIONEN Von der Universität und ■ anderen Stellen sollen i»! Bälde 14 regionale land. , wirtschaftliche Versuehssta- ’ tionen errichtet werden. Es wurde beschlossen, vorerst j die folgenden vier zentralen j Stationen zu eröffnen: Bejt Dagon, Gilat, Neven Jaar und eine zum Studium der Landwirtschaft in Gebirgsgegenden. Hierzu sollen zwei mittlere Stationen in Lachisch und Bet Schean treten, so. wie acht Zweigstellen in der Arava, (der Steppe in der Jordansenke), in Miwtachim, Akko, Emek Chefer, dem Hulegebiet Safed, Ejn Dor sowie dem Jordantal. WASSERFUND BEI BEER SCHEWA Im Zuge von Untersu. chungen, die von den Ge. Seilschaften Tahal und Mekorot angestellt wurden, stiess man in der Umgebung von Beer Schewa auf ein« Tiefwasser-Schicht, deren Existenz bisher unbekannt war. Durch diese Entdekkung hat sich die Wasser- Bilanz in diesem Gebiet radikal geändert, und es wird möglich sein den Wasserbedarf von Beer Schewa durch örtliche Vorkommen ohne Zufluss ms dem Norden zu decken.

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