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Jüdische Wochenschau · 1961-04-14 · 1868 (14.4.1961) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1868 (14.4.1961)
Date
1961-04-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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/ 4 — Viente», 14 4e Abril «fe mi LA SEMANA ISRAELITA AÄO XXII. — N». \fm MUSIK IN BUENOS AIRES! n/p Cermnnin EINWEIHUNGSKONZERT Nino Sanzoeno vor Pinem ' I fííU it ÍU “ J MU il l CU EINWEIHUNGSKONZERT IIES TEATRO COLISEO Nach 25jährigem Dorn, röschenschlaf wurde das an der Plaza Libeitad gelegene ..Teatro Coliseo” in einer Galaaufführung unter Teilnahme des argentinischen und des italienischen Staatspräsidenten. ihrer Gattinnen, Gefolge und des Diplomatischen Corps seiner Bestimmung übergehen. Der alte Bau, einst ein Opernhaus, welches u.a. die erste fremdsprachige Parsifal-Aufführung nach dessen bayreuther Freigabe erlebt hat, spielte im bonaerenser Musikleben eine hevorra. gende Rolle. Seine Renovation wurde nach neuesten akustischen Gesichtspunkten vorgenommen, der Bühnenraum, jetzt Konzertpodium mit verstellbaren Seiten- und Ooerwänden, lässt jedes Instrument auch beim pianissimo noch mühelos hörbar werden, und die Convex-Kuppel des Auditoriums ist ebenfalls verstellbar. Aber nicht nur das Ohr. auch das Auge kommt auf seine Rechnung. Die Wände sind mit braunem Holz verbrämt, die Balkons weiss, die Sitze des 1.700 fassenden, säulenlosen Saales in rot gehalten, die Beleuchtung hell und indirekt, sodass die nun folgenden Solistenkonzerte sowie jene der .Amigos de la Música” und der „Asociación Wagneriana” nicht nur ein hör-, sondern auch ein sehfreudiges Publikum anlocken werde». Der italienische Dirigent Nino Sanzogno, vor einem Dezenium ein oft gehörter Gast unserer Stadt, leitete das Nationale Symphonie- Orchester, (welches seine Tätigkeit für 1961 hiermit aufgenommen hat), in beschwingten Versionen des „Präludium, Sarabande und Badineroie” für Streicher von Arcangelo Corelli, „Huella y Gato” des Argentiniers Julian Aguirre in der bekannten Ansermetschen Instrumentierung, sowie einer gui gelungenen Wiedergabe der „Pinien von Rom” von Ottorino Respighi. Die Krönung des denkwürdigen Konzert, welches mit einer brillanten Wiedergabe der Ouvertüre zu Verdis ..Sizilianische Vesper” sein Erde fand, war die Darbietung des Beethoven-Violin-Konzerts, bei welcher Gelegenheit wir die Bekanntschaft der italienischen Violinistin Gioconda De Vito machten, die, eine ganz hervorragende Vertreterin ihres Instruments, durch Sicherheit des Spiels und Poesie in Expression. die Aufführung zusammen mit dem einfühlsamen Dirigenten und seines erstklassig spielenden Orchesters zu sopntanem, verdientem Erfolg führte. Alle Künstler w'urden mit vielem verdienten Beifall belohnt. Vor anderthalb Jahren ist, deutschlar>d eine Anzahl von in der westdeutschen Bim- Institutionen nach Kriegsen. desrepublik mit Sitz in Köln! de begonnen hat, über eine „B.tliothek zur Ge. deutsch-jüdische Probleme schichte des deutschen Juaber fast alle diese Ergebdentums" gegründet worden! nisse weiterzugeben, dass aber fast alle diese Ergeb- Judaica” erhielt. Die Initiative ging von dem kölner Buchhändler Karl Keller aus. Als damals Martin Bu. ber in Köln weilte, wurde die Gründung vollzogen. Die Bibliothek ist nach dem Willen ihrer geistigen Väter „aus der Erkenntnis hard Brilling aus Tel Aviv steht. Ein Gesamtarcljiv der Geschichte der Juden in Deutschland ist dort unter Dr. Brillings Leitung im Entstehen, dem es durch eine glückliche Fügung genisse nient an die Oeffentj jungen ist, grosse Teile der j bedauerte, dass man seine lichkeit dringen, zum Teil , jüdischen Gemeinschaftsar- Worte falsch ausgalegt haihrem Wesen nach auch ehive in Ostdeutschland in be, und betonte, man dürfe nicht für die breite Oeffentden Jahren 1933 bis 1938 auf ■ Ttynbc« und Isratl New York. — Arnold Toynbee setzte in einem Schreiben, das jetzt veröffentlicht wurde, auseinander, .dass seine kürzliebe Kritik an der zionistischen Betätigung Israels „sich nicht gegen die Juden und das Judentum richte.” Er THEODOR FUCHS — LJERKO SPILLER MIT COLON- ORCHESTER Wenn es eines neuen Beweises bedurft hätte, die überragenden Fähigkeiten Deutfriies Theater Künstlerische Leitung: Jacques Arndt Geschäftliche Leitung: Susi Schmoller Am 8. Mai Eroeffnung der Spielzeit 1961 TEATRO ODEON ESMERALDA 367 DAS GROSSE ABC von darcel Pagnol DER ZERBROCHENE KRUG von Heinrich Kleist EINER VON UNS von Manfred Mansfeld N DIE FALLE von Robert Thomas DER EINGEBILDETE KRANKE von Moliere EIN BESSERER HERR von Walter Hasenclever DER TOD DES HANDLUNGSREISENDEN von Arthur Miller EIN ENGEL NAMENS SCHMITT Musical von Scheu und Nebenhut Beginn des Abonnement-Verkaufs: Montag, den 10. April im Teatro Odeon von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. A ) PREMIEREN-ABONNEMENT (jeweils Montag ur» 21 Uhr). B ) ABONNEMENT FUER DONNERSTAG (19.45 Uhr), FREITAG (19.45), SONNABEND (20.15 Uhr) C.) STAMMSITZ-SERIE FUER SONNTAG (15.15 Uhr) Für die vorjährigen Abonnenten und Stammsitzbesucher bleiben während der ersten drei Tage ihre Plätze reserviert. DIE EINTRITTSPREISE SIND SO GESTALTET, DASS SIE JEDEM DEN BESUCH DES THEATERS ER MOEGLICHEN lichkeit bestimmt sind. Bei dem Bericht, den die einzelnen Hochschullehrer von ihrer Arbeit gaben, stellte sich heraus, dass in dem Instiheraus gegründet worden, tut für S izialforschung an dass die Oeffentlichkeit nur der Universität Frankfurt in unzureichendem Masse , bei Professor Dr. Max Hork. über die Geschichte des heimer ü'’pi die Psychologie Judentums in Deutschland des Antisemitismus gearbeiinformiert ist Sie hat sich j tet wird, wobei besonders zur Aufgabe gestellt, zur die Reaktion der deutschen Verbreitung gesicherten Bevölkerung auf die Haken- Wissens über die Geschiehi kreuz.Schmierereien im Jäte des deutschen Judentums j nuar 1960 berücksichtigt beizutragen.“ I wird. Kürzlich ist der Wissen, j Ausser diesen Arbeiten schaftlicht; Beirat, den die : gibt es an der Frankfurter Gründer zur Mitarbeit be- 1 Universität seit einigen Jah- 1 ¿erzogen rufen haben, zum ersten . ren die Loeb-Leetures, Gast. Mal in Köln zusammenge- Vorlesungen von Professoren treten. In ihm sind 15 jüdL 1 aus Israel. England, den sehe und nichtjüdische . USA und anderen Ländern, Hochschulelehrer aus dem! über sp-zifisch jüdische In- und Ausland und Dr.! Themen Seit vorvorigem Alfred Wiener aus London, Sommer ist. die Honorarproder Gründer und Leiter der I fessur für die Wissenschaft „Wiener L hrary”. vereinigt, j des Judentums, deren letzter Die Diskussion des Beirats Inhaber bis 1938 Professor erbrachte als Fazit die Er- 1 Martin B,.t»er war, mit Pro. kenntnis. dass in West- ‘ fessor Dr. Kurt Wilhelm,! dem Oöerrabiner von . | Stockholm wieder besetzt unseres Theodor Fuchs als j worden. Er hat erfreulich Orchester-Erzieher zu de. * vie-le Hörer monstrieren, so wurde die-! Der Theologe Professor seivollständig in diesem j D. Heinrich Rengstorf aus sehr gelungenen Konzert ge. Münster ist gleichzeitig der Filme aufzunehmen und zu retten. Ueber die pädagogische Arbeit auf diesem Gebiet berichtete der Pädagoge und Historiker Professor Dr. Georg Eckert vom Internationalen Schulbuch-Institut in Braunschweig, wo deutsche und ausländische Schulbücher auf ihre historische Wahrheit untersucht werden. Gerade kürzlich wurden dort die deutsch-jüdischen Beziehungen, wie sie sich in den Schulbüchern niedersehlagen, einer kritischen W’ürdigung un- Von israelischer Judentum nicht mit Zionismus verwechseln. „Wenn in irgendeinem westlichen Land wieder Verbrechen gegen die Juden be. gangen werden sollten, daim werde ich erneut an der Seite der jüdischen Opfer* kämpfen, wie ich es getan habe, als die europäischen Juden von den Deutschen ausgeraubt und vernichtet wurden”, schreibt Toynbee j in einem Brief an Harry ' Snellemburg jr., den Präsi- | deuten der 17. Jahreskonfe-! renz des USA-Rates für Ju. 1 dentum, die am 6. Mai in! Philadelphia tagen wird. ' Toynbee wird bei dieser Gej legenheit über die Zukunft Seite haben dabei mitgewirkt Chaim Schatzker aus , . - j * , , Jerusalem und Professor; fes. Jude"tum®_,n„ d,?r west- Robinson. der Leiter des I n UNESCO-Institutes für Eri Ziehung in Hamburg. Beide werden ihre Eindrücke dar- Gesellschaft chen. (ITA) spre. Eine Ernennung über veröffentlichen. Sie stellten gemeinsam mit den braunschweiger Fachleuten fest, dass das alte Israel und die Zeit von der Emanzipation bis 1933 sehr unzulänglich behandelt werden. Israel und Persien führt. Wenn auch einige j Leiter des der Universität Solisten in den Schlüssel-' angeschlossenen Institute» Stellungen des Colön-Or. j Judaicum Delitzschianum. chesters durch neue, noch Dieses Institut wurde in keineswegs ihren Platz aus- ^en achtziger Jahren von füllende Künstler besetzt Professor Franz Delitzsch sind — 1. Flöte. 1. Oboe und in Leipzig gegründet und die ersten zwei HörneT — so Befasst sich mit jüdischer wird das willige Material j Religionswissenschaft. Pronannte Ben Gurion Israel Wachs in den Händen eines! fessor Rengstorf berichtete, | und Persien „zwei Bruder- Jerusalem. — Ministerpräsident Ben Gurion würdigte die Bemühungen, die zen Welt aufzufordern, den Rom. — Henry Sam Friedman, ein jüdischer Bankier italienischen Ursprungs, der augenblicklich in Belgien lebt, wurde vom Vatikan zum Mitglied eines Sondercomites ernannt. Dieses Comité besteht aus Priestern und Laien und patronisiert das Institut Pius V. Die Aufgabe dieses Comites ist es, Katholiken und Nicht-Katholiken in der gander Iran für den Fortschritt j Kampf gegsn den Kommu. unternimmt. In seiner Eröffnungsrede auf der Bibel- Konferenz über das Thema des Perserkönigs Cyrus nismus zu unterstützen. Amerikanisches Theater berufenen Orchesterleiters wie Theodor Fuchs. Die 7. Symphonie, opus 92, a .dur von Beetheven, dessen letzter Satz „allegro con brio“ als „Apotheose des Tanzes” in die Musik-1 geschichte eingegangen ist, j nahm unter Fuchs’ magi-! sehen Händen eine stür. unterstützt noch durch seimisch-gigantische Form an, ne behutsamen Retuschen einerseits und mehrfache — diskutierbare — Tempo. Verrückungen andererseits. Lange Ovationen belohnten die Ausübenden. Nach der bereits bekanngehörten Passacaglia für dass im Delitzschianum den Völker”. Studenten der Universität | Der Ministerpräsident be. Unterricht und K,urse über , grüsste die zwei iranischen Sprache, Denken und Got- Delegierten, die der Konfetesdienst der Juden angebo- | renz beiwohnten. In seiner ten und von ihnen besucht; Würdigung des politischen werden. Ausserdem Neuhebräisch gelehrt. Tel Aviv. — Die 61 Mitglieder des American Thea, tre Guild trafen in Tel Aviv ein. Sie werden in Israel mehrere Gastvorstellungen geben. Die Truppe wird 7 wird , und militärischen Genies des Tage in Israel bleiben. Die alten Perserkönigs betonte Im Institut ist eine Abteij Ben Gurion dessen Toleranz lung für die Neubearbeitung gegenüber den religiösen der Geschichte der Juden I und nationalen in Deutschland eingerichtet | ten. (ITA) worden, die unter der Leitung des ehemaligen Breslauer Rabbiners Dr. Bern- Reise steht unter dem Pa*- tronat der dortigen Amerikanischen Botschaft und Minderheij des berühmten Habima- ' Theaters. (ITA) Juedischtr Filmregisseur opus 14 aus der Feder des ' Rabat. — Zum ersten Mal i jungen argentinischen Korn, j w/r<* ein jüdischer Fiimrej ponisten Rodolfo Arizaga | Sisseur die Produktion^eines wurde das schmächtig.süssliche „Poem” für Violine und Orchester, opus 25, von Ernest Chausson (1855-1899) geboten. Der Solopart war erfreulicherweise einem grossen, unter uns lebenden Künstlern anvertraut wor Streifens in diesem Lande leiten, wie jetzt bekannt wurde, als Direktor David Dajan vom Inform ationsmi. nister Moulay Ahmed Alaoui -im Gebäude des lokalen Filmverbandes der. Journalisten offiziell vorgestellt den, den man leider viel zu . wui'de- Dajan wird die Reselten auf dem Konzert-po. I des Langspielfilms .,Die j dium begegnet: Ljerko Spil. | Sohne der Sonne fuhren. . ler. Geborener Konzertmei- \ ®er Minister kündigte an, ster und geborener Solist — : dass eine Gruppe moharn. I! medamscher Experten mit \ Dajan bei den Aufnahmen v-ir erinnern uns seiner ma. gistralen Version des Alban Berg’schen Violinkonzerts in „Amigos“ — versenkte er sich tief in die französischromantische Musik und konnte für sich berechtigte Beifalls-Kundgebungen buchen. „Tod und Verklärung“ (opus 24) ist ein noch sehr der schwülstigen Romantik verfallenes Jugendwerk von Richard Strauss, welches er kurz nach schwerer Krank, heit komponierte, und auf dessen Töne Alexander Ritter begeisterte Verse ge. dichtet hat. Zusammenarbeiten wird. — (ITA) - Für die mir zu meinem 70. Geburtstag so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sage ich allen Freunden und. Bekannten herzlichen Dank. Obligado 2648 Rivadavia 2187 Rosario Empfang am Sonntag, den 16. April, von 18—20 Uhr in Rosario, Rivadavia 2187. Quesada 3219 Buenos Aires Israel - Marken und Marken aller Laender — Neuigkeiten — 44Temáticos’ ln groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN¬ NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFONSO MORITZS ON Guaaacache 2351, dep. 2 esq. CABILDO ¡Mi Vi»»* TW*8 gib*#' runí de lëSUBfi' arbeite' UMl** lonéei p*n ¥ jKaflches viel l*a dem «» „Die T ©chm»* te!« ulMÍ jjrael ¡( stellt k< grund 4a abgeurte Dieser 9 einem £ national« ehester < Der Arti hemmen' hemmt dass Is reektigt dnrcbzuf In dei einen P sen. de' Mandats spielte. Oberste der An abgeur* wr.abhä gen s leigte. STIMM MUTS Bonn dem Be Prozess jahlreie gen mit Einige ben. da Befurch Riickwi ses he; einem deutset kennte In e der St, gegeoe die Bel nomme deutsch den Ve wusst; begange Schrift sehen Ende d< ges gen En taten begange Ben f Jerusa tag Vor Pasc ÜDt( An Vc A(

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