Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1868 (14.4.1961)
- Date
- 1961-04-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, H de Abrli de 1961 LA SEMANA ISRAELITA AB» XXII. — No. 1363 3 Das Echo des Eichmann - Prozesses Vereinte Nationen. — Trotz ihrer Sorgen mit Angelegen, heilen von unmittelbarer Wichtigkeit, mit dem kalten Krieg, dem Kongo, Laos etc., zeigen die Vereinten Nationen lebhaftes Interesse am Eichfciann-Prozess. Da der Beginn des Prozesses unmittelbar bevorsteht, bezeugen alle Delegationen grosses Interesse, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil die Kommission für Internationales Recht der UN selbst sich bereits vor 11 Jahren mit dem Fall Eichmann beschäftigt hatte. Man muss hierfür bis auf den Nürnberger Prozess über die Kriegsverbrecher! zurückgreifen. Sofort nach der Gründung der UN wurden dort sämtliche Archive als offizielle Dokumente hinterlegt. Der Fall Eichmann wurde in diesen Protokollen speziell katelcgiert, und in diesen Dokumenten wird Eichmann offiziell an der Ausrottung von 6 Millionen Juden für verantwortlich gehalten. Die Nürnberger Urteile wurden durch die Hauptversammlung des Jahres 1946 formell ratifiziert. Im darauffolgenden Jahre beauftragte die Versammlung die von SAUL CARSON | Verbrechen gegen den Frieden und die Sicherheit der Menschen vorzubereiten. Im Juli 1950 hatte die Kommission Grundsätze angenommen, die lauteten: ..Derjenige, der ein Verbrechen im Sinne des internationalen Gesetzes begeht, | ist persönlich für dieses j Verbrechen verantwortlich; er wird von dieser Veranti wortung nicht enthoben, sei es. weil diese Tat unter dem Gesichtspunkt der Gesetze j irgendeines anderen Staates nicht strafbar ist, oder seij es, dass er in seiner Funk-1 tion als Staatschei oder ver- . antwortlicher Regierungsbe. amter gehandelt hat oder j auf höheren Befehl, in der, Annahme, er könne nach ei-' genem moralischen Krite-1 rium hierüber entscheiden. ' Kommission für Internationales Recht, prinzipielle Grundlagen, die für die Kriegsverbrechen anzuwenden sind, zu formulieren und einen Gesetzentwurf über Die Kommission fügte hin.! zu. dass „jeder, der eines ' Verbrechens auf Grund desj Internationalen Gesetzes an- ■ geklagt ist. das Recht auf ein ordentliches Gerichtsi verfahren habe. Die Kom. j mission hatte klar den Grundsatz festgesetzt, dass die Teilnahme, resp. Komj plizität an Verbrechen gej gen den Frieden, Kriegsver | brechen und Verbrechen gegen die Menschheit, ein Verbrechen nach Internationalem Gesetz darstellen. Wenn man dies mit Aufmerksamkeit liest, erkennt | man, dass diese Grundsätze Eichmann verurteilen, — j wenn man ein „gerechtes Verfahren” in Erwägung : zieht. Die einzige Frage ist:! „Wird der Prozess über : Eichmann in Israel ein ge- : rechtes Verfahren sein? Es i wird hier wenige geben, die! die Absicht Israels bezweifeln, Eichmann ein gerech- : tes Gerichtsverfahren zu gewähren. | Die Verteidigung Eieh- 1 manns kann nicht — unter dem Gesichtspunkt des internationalen Gesetzes, wie es durch die UN erlassen wurde — aufrecht erhalten, dass er an dem Verbrechen unschuldig war, weil er „auf höheren Befehl” gehandelt hatte. Es wird sicherlich Zeugen und Beweise geben, dass Eichmann selbst die ..nöhere Instanz” bei der ..Endlösung” des „jüdischen Problems^’ war. Aber selbst wenn man diese Formulierung cer „höheren Befehle” anerkennt, so blieb ihm ganz bestimmt; der Weg der „moralischen VERLEIH VON GESELLSCHAFTS- ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Ges< häft in dieser Branche. Cangallo 2553 — Tel.: 47-4709 Buenos Aires Teppichhaus - M. 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B. als er sagte, dass e~ „froh in sein Grab springen würde, wenn man ihn fängt, 1 glücklich bei dem Gedanken. so viele Millionen Juden getötet zu haben.” Die Delegierten werden sich gut entsinnen, als Argentinien im vergangenen Sommer anlässlich der Gefangennahme Eichmanns Israel vor dem Sicherheitsrat wegen der Verletzung der nationalen Souveränität und wegen Gefährdung des Friedens und der Sicherheit der Welt anklagte, dass jeder einzelne der Mitglieder des Sicherheitsrates Eichmann verurteilte. Selbst Argentinien hatte Eichmann nicht verteidigt. Ueber die Verurteilung Eichmanns durch die Mitglieder des Sicherheitsrates stand folgendes: „Jedes einzelne Mitglied des Rates erwähnte den Nürnberger Prozess und niemand wies mit einem einzigen Wort darauf hin dass die UN ih. re Meinung hinsichtlich der Gültigkeit der Nürnberger Urteile geändert haben. Im Gegenteil, alle Mitglieder akzeptierten die Urteile von Nürnberg als gültig, die ausser jeder Debatte stehen. Dies ist ein Fall, in dem es keine Differenz zwischen Osten und Westen gibt. Die kommunistischen Mitglieder sind an dem Prozess genau so interessiert wie die westlichen Länder. Unter den vielen Problemen, die es hier gibt, steht der Fall Eiehmann an der Spitze des nichtoffiziellen Programms der UN. (ITAv Oie Mellah von Tunis demoliert Paris. — Innerhalb de^ Modernisierung« - Plans für die Stadt Tunis ist mit der Demolierung der Mellah begonnen worden. Hierdurch sind viele Juden abdachlos j geworden Die Regierung j hat zwar versprochen, die- sen Juden in modernen Ge. J bäude'n Wohnungen anzuweij sen, doch bisher wurde noch j keine Verordnung zu diei sein Zweck getroffen. (ITA)! LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO IN DEPENDI EN TI 8s. Airs* — PUEYRREDON 2190, 1» isq. — I E. 93.261 28. Nissan 5721 14 April 1961 Hospital der Malben Jerusalem. — Ein Krankenhaus mit 525 Betten in Beer Jaakow. das grösste im ganzen Mbtelosten, ist jetzt dem Gesundheits-Ministerium von Malben, der vom Joinf in Israel gegründeten Organisation, übergeben worden. Gesundheitsminister Israel Barzilai nahm die Spende im Namen der Regierung entgegen, wäh. rend der Direktor des Joint für Uebersee. Charles Jordan, die Malben repräsentierte. Zur Zeit der Masseneinwanderung wurden im Beer Jaakow.Krankenhaus viele Tausende von Einwanderern aus den unterentwickelten Ländern behandelt, die an Tuberkulose litten. Die Malben, die bisher sämtliche Unterhaltungskosten für das Hospital bezahlt haben, werden auch weiter 2.300.000 IL zum Budget beisteuern. — (ITA > 1 Die aeltesle Gemeinde Amerikas Panamaribo. — Die Regie, rung von Surinam, des neuen unabhängigen Staates, der bis vor kurzem unter I dem Namep Holländiscri- Guinea bekannt war, kän- | digte an dass im Monat I April eine neue Briefmarke zu Ehren der Svnagoge \e. I ve Shalom des ältesten iüj disehen Gebetshauses in! Amerika, herausgegeben werden soll. I Die jüdische Kolonie von; Surinam stammt aus dem! Jahre 1632. d. h. sie wur- I dt 22 Jahre, bevor sich die | ersten jüdischen Flüchtlinge aus Brasilien in Xeu- Amsterdam, dem heutigen New York, ansiedelten, gegründet Die Synagoge ist 1826 erbaut worden. Auf der Briefmarke wird ein Bild dei- Synagoge suchen sein, um an ihr jetzt 125jähriees; Bestehen zu erinnern. (ITA): Comerciantes Nos complacemos en anunciar que la MISION COMERCIAL A ISRAEL partirá de Ezeiza el Lunes 17. Comerciantes, industriales, importadores y hombres de negocios en general que viajan en estos días a Israel o se encuentren allí entre el 18 y 28 del corriente mes, son cordialmente invitados a unirse a esta Misión en Israel, gozando asi de las facilidades y posibilidades de entrar en contacto directo con la Israel económica, financiera e industrial. Informes en nuestra sede en Buenos Aires: Pasteur 341 . 6? p. T. E. 47-3711 y 47- 2633, o a nuestro representante en Israel. Or. Nahum Amit, 48 Ahad Hiam St„ teléfono 66595 Tel Aviv. CAMARA DE COMERCIO ARGENTINO-ISRAELI T. E. 51 - 2205 «fe» nn mimrtuAm ji Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31 0357 , ESTUDIO JURIDICO INTERNAGOMAl í __ i ~~ \ Dr. Hardi Swarsensky * J Asuntos Europeos exclusivamente | Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr I í I I í í í i | BUEROZEIT: 16—19 Uhr * PUE TRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83.2 Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENT! - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN 2613 sä.