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Jüdische Wochenschau · 1961-03-28 · 1864 (28.3.1961) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1864 (28.3.1961)
Date
1961-03-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Martes, 28 de Marzo de 1861 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1864 Boykott als Bumerang; Blick in den Vertiandiungssaal Der Libanon mit seiner freien Wirtschaft und sei.; nen internationalen Finanzverbindunger, gilt sei je bei den radikalen arabischen Nationalisten als ,,unzuverj bissig”. Sie verdächtigen den Libanon immer wieder, | dass er insgeheim Verbindungen mit Israel unterhält und möchten gelegentliche | Schmuggelaffären zu gern | den offiziellen libanesischen j Kreisen zur Last legen. Die heutige nationalisti- | sehe Regierung des Libanon tut alles, um sich von diesem Verdacht zu „reinigen”; und der moslemische Ministerpräsident Said Slam, ein Anhänger Nassers, gibt bei jeder Gelegenheit scharfe Erklärun. gen gegen Israel ab. Auch bei der Tagung der UN fielen die heftigen Reden der libanesischen Delegierten gegen Israel auf. Kürzlich ist jedoch das Vertrauen auf die Richtigkeit der Thesen des radikalen arabischen Nationalismus ins Wanken geraten. Im Hafen von Beirut erschien das dänische Schiff „Mars” mit einer Ladung von Kartoffeln: weil dieses Schiff seit 1956 auf der BoykoP.liste der Arabischen Liga steht, durfte es seine Ware nicht abladen. Mit Stolz blickten die Vertreter des Boykottsbüros auf das abfahrende Schiff, bis die Regierung des Libanon kurz darauf eine wahrhaft erschütternde Nachricht erhielt: Der VAR-Hafen Alexandrien war bereit, das in den Bann getane Schiff anlegen und seine Fracht löschen zu lassen. Aus Alexandrien meldete man, dass der Kapitäi des Schiffes versprochen habe, in Zukunft keine israelischen Häfen mehr anzulaufen; und schon war daraufhin das Boykottbüro in Alexandrien bereit, das Schiff anlegen zu lassen. Die „Boykotteure” in der VAR waren viel libera. ler und grosszügiger als die in Beirut; dies rief einen wahren Sturm im Libanon hervor. Der christliche Finanzminister Pierre Gumayel erklärte, das Boykottbüro im Libanon übertreibe, und die heute geübte Boykott-Praxis schade dem Libanon viel mehr als Israel. Der libanesische Handelsminister konnte sich nicht beruhigen, und die ,Mars” konnte zurückkehren und ungehindert die Kartoffeln abladen. Pierre Gumayel begrüsste in einem Artikel in der Tageszeitung „L’Orient” die Verfügung des Handelsministers und forderte eine grundlegende Revision der Boykottbestimmungen. Er wandte sich vor allem gegen den Boykott gegen Fluggesellschaften, Banken und gegen Filme. In vielen Fällen beeinträchtige der arabische Boykott weder diese Gesellschaften noch Israel, und er i schade nur den arabischen! WutBus __ Waleaunaiuv MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN 1 Sarmiento 1147 Cabildo 774 VERLEIH VON GESELLSCHAFTS ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Geschäft in dieser Branche. Cangallo 2553 Tel.: 47-4709 Buenos Aires! Teppichhaus - M. 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Möglicherweise werden die Behörden der VAR, wenn es ihnen bequem ist, wieder einmal „liberal” sein; aber zunächst werden sie von den anderen arabischen Ländern Annahme und Einhaltung von Boykottbeschlüssen verlangen. Die VAR sieht sich hier sogar einem gewissen Wettlauf gegenüber, denn gerade die Transjordanier waren es, die von der Arabischen Liga eine Verschärfung des Oelboykotts gegen Israel verlangten. ,,A1 Ahram” bezeichnete die transjordanischen Postulate als „duchsichtiges Ablenkungsmanöver”, aber die Trans- Das Bessere isl der Feind des des Eichmann-Prozssses; im Vordergrund die kugelsichere Zelle des Angeklagten Guten! Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND I GROESSEN. AUSLEGEN VON ^APPARTEMENTS ♦ MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Nach Meldungen aus arabischen Quel. len hat die Liga den arabischen Staaten Material über „die immer enger werdenden Beziehungen zwischen den beiden Ländern vorgelegt”, und die Aussen. minister w'erden aufgefordert, Schritte gegen diese Beziehungen zu unternehmen. Daneben wdrd das Problem des Boykotts gegen Frankreich immer ernster werden. Auf der letzten Ta. gung des W'irtschaftsrates der Arabischen Liga forderte der Vertreter des Irak Verhängung des Boykotts gegen Frankreich. Der Beauftragte der VAR, Dr. Kayali, stimmte sofort zu und versicherte, sein Land wer_ praktisch durchführen. Inzwischen hat die sogenannte „Nationalversamlung” der VAR sich ebenfalls für einen solchen Boykott eingesetzt. Der Vertreter des Libanon konnte hier nicht mitmachen, und auf der Tagung des Wirtschaftsrates erklärte er offen, dass sein Land, das mit Frankreich Verbindungen unterhalte, sich rein wirtschaftlich einen solchen Boykott nicht leisten könne. Der VAR-Delegierte hielt dem entgegen, dass die VAR auf den Verkauf eines Drittels der syri. französischen Boykott proklamieren seilte, wenn neue Beratungen über den Boykott gegen Israel stattfin-; den werden und wenn ge.; wisse arabische Staaten; sich gegen die herrschende Linie wenden dürften, so ■ werden scharfe Auseinan-! dersetzurgeu und eine neue Spannung in diesem Bezirk die Folge sein. Seit Jahren machten dii Delegierten Israels in den UN darauf aufmerksam, dass der arabische Boykott nicht nur rechtswidrig ist, sondern auch die Spannung im Orient erhöht und den sehen Baumwollernte und | Frieden gefährdet. Die fühauf andere grosse Exporte \ renden UN-Staaten haben verzichten müsse. Aber Kairo sei 'dazu bereit, um den grossen politischen Zielen zu dienen. Allerdings werden die regierenden Kreise im Libanon ihre Zweifel an den VAR-Boykott - Erklärungen haben, besonders nach dem Fall „Mars”. Wenn in nächster Zeit die de einen solchen Boykott i Liga tatsächlich einen anti. bis beute nichts Ernsthaftes gegen den arabischen Boykott unternommen. Sie werden jedoch in Kürze erfahren, dass sie mit dieser Politik der Nichtbeachtung des Boykotts und der praktischen Kapitulation vor Boykott - Forderungen einen schweren Fehler begangen haben. MICO INTERNACIONAL! Dr. Hardi Swarsensky! Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr 4 YUTO - REPARATUR - WERKSTATT Í „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 i i -*£*# *•**'' Herrenb ekleidung Maípú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 Dr. Ganier Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos - ERBSCHAFTSSACHFN VERÏRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16-19 Ulir PUEY^EE í í i í í 0 0 0 0 i i 0 0 **EEDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83.2Ö13 *

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