Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1863 (24.3.1961)
- Date
- 1961-03-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 24 de Marz« de l!*6l LA SEMANA ISRAELITA Año xxir. — No. 1863 — 3 , ,B urschenherrlichkeit” in Jerusalem lieber fünftausend Studenten studieren gegenv.iir. tig an der Hebräischen Universität in Jerusalem, aber von der ..alten Buschenherrlichkeit'’ kontinentaleuropäischer Universitäten ist ebenso wenig die Hede wie von der traditionsgesättigten und zugleich sportlichen Atmosphäre der berühmten englischen Colleges. Eine strenge Arbeitsiut't weht über dem Campus in Giwat Ram. von SCHALOM BEN-CHORIN lern — unter ihnen sind 300 Mediziner — ist das Werkstudententum praktisch kaum möglich, da Laboratoriumsarbeit nicht durch ,,Büffeln“ zuhause ersetzt werden kann. Die Studentenschaft ist zusammengefasst in der ..Histadrut Hastudentim“, dem allgemeinen Studentenverband. der nunmehr seit . i zwei Jahren unter Führung ist die Mensa auf dem Areal der Universität. Die alte te für kulturelle Aktivität Mcn»a in der Mamilla-(Ag. aufgewendet wird „Chugim“ ron-Strasse musste geschlos- Kreise aller Interessenge- 1 setl werden aber das Isiael. biete, vom Volkstanz bis Restalll'ant iTarablus) im Stadtzentrum gilt als „Er- LA SEMANA ISRAELITA BISEMANaRIO INDEPENDIENTE ft». Air»» - PUEYRRECON 21S0, 1’ îzq. - I E. 83-251 7. Nissan 3721 21. März l!«;i zum guten Film, von Musik bis Philisophie, haben sich gebildet. Zentren sind das Bet - Hillel - Studentenheim der Bene-Berit in Talbije, das Moadon Hastudentim auf dem Campus der Uni. versitüt und das dort gelegene Wise-Auditorium, wo vierzehntägig das „Studenten-Parlament“ tagt, um kontrovers-aktuelle Fragen, wie ...Jugend und Kibbuz“, ,,Religion und Staat“ oder gar ,,Die Affäre Davon“ rend das Doktorat dam; treibung sagen, dass an der meist bereits in Ausübung mit Sondervereines entsprechenden Beru- Die Hälfte der Studierender Unabhängigen steht, die den ist in der geisteswissen- | sich keiner politischen Parschaftlichen Fakultät, die tei verschrieben haben. Die auch die Gesellschaftswisj Entpolitisierung des Stusenschaft mit umfasst, ini dentenverbandes ist ein Sieg skribiert. Von den Geistes- ' des liberalen Geistes der iswissenschaftlern sind wie. : raelischen Jugend über Par. 1 durchzusprechen, Minister derum die Judaisten beson- , teidoktrinen aller Art. Das und Knesset - Abgeordnete ders hervorzuheben, die sich | heisst aber nicht, dass diese t pflegen die Diskussion einmit der Bibel, jüdischer Gei akademische Jugend poli- zuleiten. schichte, hebräischer Lite- ' tisch indifferent wäre. So Die ¡¡iustrierte Zv/ei-Woratur. israelischer Archäolo. haben die Progressiven, als i ..honsehrift pi gie, jüdischer Mystik, he- Vertreter des politischen Liberalismus, relativ viele Anhänger unter den Studenten. Natürlich ist die Mapai auch hier, wie überall, aus. gezeichnet vertreten, und auch an Linksradikalen fehlt, es nicht. Relativ schwach bräischer Philologie, Talmud usw. befassen, worin die Universität natürlich füh. rend ist. 60 Prozent der Geisteswissenschaftler — von der Philosophie bis zur Pädagogik — sind Werkstudenten, haben zumeist Halbtags-Posten inne, was nur allzuoft besagt, dass die Nächte dem Studium gewidmet sein müssen, sodass für studentischen „Budenzauber“, nicht alzuviel Zeit , Das Jahresbudget des Stu_ übrig bleibt. j dentenverbandes umfasst Bei den Naturwissenschaft-' 60.000.— IL wovon die Hälf- (Der Mund der Eselin) gibt ein lebendiges Bild von den Ansichten und Einsichten der Studentenschaft. An den Schabbathot fehlt immer ein Grossteil der Studenten. Das Land ist VERLEIH VON GESELLSCHAFTS- ANZUEGEN! aber ist der rechts-radikale! Rleinsodass viele auswär- I Flügel (Cherut), während Studierende zum Wo. i die orthodox-religiösen Stu- , dienende in andere Landes-1 ' denten in ihrer Jawne-Grup- ,0*Ie nac“ Hause fahren, i pe durchaus in Erscheinen ' . aV , ln Jerusalem , I treten i tleffen sich die Naturfreun-1 de zu Wanderungen des Studentenverbandes in der Stadt und Umgebung. Die! orthodoxen Studenten halten (nicht in der ganz unmög- . lieh gelegenen Universität«- 1 Synagoge) im Bet-Hillel ih- 1 re Studentengottesdienste j Freitag-Abend und Sehabbat-Morgen ab, an denen meist auch der Studenten-; dekau Rabbi B. Cliaspar teilnimmt. i Ein weiterer täglicher I Treffpunkt der Studenten satz Mensa giinstigungen. , Das Essen-Problem kann , so gelost werden: für 0,60 IL gibt es schon eine Standard-Mahlzeit; für 1,20 IL ' isst der Student bereits „fürstlich“... im Sinne der Relativitäts-Theorie, frei- 1 lieh. Aber das Zimmer-Problem ist schwer. Im Studenten- Schikun und im Wohnheim von Kiryat - Schmuei ist , Raum für ca 600 Studenten und Studentinnen, aber hier haben naturgemäss Auslandsstudenten Vorrechte. Für ein möbliertes Zimmer - ln der Stadt muss man heute monatlich 60 IL aufbringen. Wer kann das? So ergibt es sich, dass meist zwei Studenten ein Zimmer bewohnen. i Auch Arbeitsbeschaffung gibt es durch den Studentenverband. Dazu wurde ein neuer Dienst, „Schemar- Thav“, geschaffen, was so viel wie Baby-Sitting bedeutet. Es hat sich erwiesen. fes geschafft wird. Welches Berufes? Die Hi. storiker, darunter auch viele Mädchen, tendieren meist zum Lehrfach. Sie lassen sich durch die momentanen Schwierigkeiten der Mittelschullehrer kaum beirren. Psychologen, Soziologen und Nationalökonomen schlagen meist schon frühzeitig die Forscher-Laufbahn ein, wobei viele Stipendien und Forschungsaufträge winken. Die Physiker und Chemiker finden leicht den Weg zur Industrie, die Absolventen der Staatswissenschaften den W'eg ins Aussenministerium und andere Regierungsämter. j AUSLANDSSTUDENTEN Während jüdische Auslandsstudenten, darunter 1 die Theologen der amerikanischen reformierten und konservativen Rabbinerse. I minare, meist Verwandte und Freunde im Lande hadass Studenten das oft mit ben, ist das gesellschaftliche Das einzige jüdische Geschäft in dieser Branche. Cangallo 2553 — Tel.: 47-4709 Buenos Aires i fTeppichhaus - M. Höchberg! V UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HE^M. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen \! ♦ | 4 1 4; 4 i MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CalJe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza 4 ' 4 * ♦ . 4! 4 ’ 4 4 Abschied eines VI|f1W IMH IVfl Montevideo. — In diesen Tagen verlässt der Erste Sekretär der Israel-Botschaft in Monte, video, Herr Abraham Sarlouis, Uruguay, um als Botschaftsrat der israelischen Botschaft nach Rom zu reisen. Botschafter Arkavi veranstaltete zu Ehren des scheidenden Diplomaten einen Abschiedsempfang, I dem bekannte Personj lichkeiten aus Diplomatenkreisen und der jiidi- > sehen Welt beiwohnten.! (ITA) | _I Antijuedische Propaganda ebenso viel Geschick besorgen wie ihre Kommilitonin, neu. Die Unterabteilung ASA leitet das studentische | Sportwesen, während ISTA i (mit Zentrum in Tel Aviv) Gruppen von Auslandsstu- I denten betreut. In letzter Zeit waren gerade Gruppen aus Deutschland besonders ' häufig und wurden entsprechend eingeordnet, j Das Zentrum des Studen. tenverbandes ist jetzt in einem Neubau ..Bet Hadar“ j gegenüber der Kupat-Cholim in Jerusalem untergebracht,; nachdem die romantischen i! iU’w.vsc av'i »1 j.-» - - - ' fallen sind. BLRUFSZIELE j Student-Sein ist ein vor. übergehender Zustand. Bis zum Titel B. A. braucht man in Jerusalem drei bis vier Jahre. Dann kommt der Magister (M. A. oder ein entsprechender Grad der Naturwissenschaften) an die Reihe, was wiederum drei Jahre erfordert, wäh- Universität in Jerusalem unter der akademischen Jugend der Geist echter Toleranz und mehr als das, echter Brüderlichkeit und , gegenseitiger Hilfsbereitschaft zuhause ist. Das Bessere ist 1 der Feind des i Guten! Schon viele Jahre kauft man bei Carlton Herrenbekleidung und immer wieder ist man überrascht, von der Leistungstähigkeit. Man kauft nirgends lieber, nirgends besser und nirgends werden Sie persönlicher bedient, als bei CARLTON. In unserem grossen Lager an Fertigkeidung finden Sie folgendes: Strassen-, Sport- und Gesellschafts Anzüge, Herren - Uebergangs- und Problem für nichljüdische Auslandsstudenten schon um vieles schwieriger. Zwei I Winter - Mäntel, Gabardin. Studenten aus Ghana, drei Japaner, einige junge Abessinier sind an sich völlig fremd, finden aber gerne Aufnahme in die verschiedenen studentischen Kreise I und hebräisieren sich oft ■ noch rascher als ihre europäischen Kollegen: christli-, che Studenten aus Deutsch. | land, Holland und der 1 Schweiz, meist protestantische Theologen, die im Lan. I de der Bibel die Bibel in ■ der Ursprache studieren j wellen. | Mäntel, Regen-Mäi tel in Kurz- und Langform, Regenmäntel mit ausknöpfbarem Futter, Sportsakkas, Hosen aller Art. Und wenn Sie Masskieidung wünschen, erst recht zu uns! Carlton-Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. Studenten“... wir meinen die arabischen Studenten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass das kommunistische Element unter ihnen besonders stark vertreten ist. Das erschwert die Eingliederung oft viei mehr als das nationale Problem. Aber die Elastizität der Jugend hilft auch über sol-j Maipü 982 TE. 3I-Uo57 che ..Hürden“ hinweg. Und j _ man kann ohne jede Uebcri Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung USBLSS _ WaleTimcmiu MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo 774 I AUTO - REPARATUR - WERKSTATTj I „BEN0” ¡ BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Paris. — Das Europabüro ■ des Amerikanischen Jüdischen Comités erklärte in Paris, dass die Vereinigte Arabische Republik und die Arabische Liga den ftassenhass gegen die Juden auf internationaler Ebene schü. ren und ihre antijüdische Propaganda noch weiter verstärken wollen. Die arabische Presse strotze bereits vor antijüdischen Parolen nach nationalsozialistischem Vorbild und beschränke sich nicht mehr allein auf politische Hetze gegen Israel und den Zionismus. Zu den beliebtesten „Angriffszielen“ gehörten neu-!i erdings die jüdische Religion und die amerikani; scheu Juden. Aegyptische! Zeitungen hätten kürzlich \ '■ stolz verkündet, dass Kairo I ' die einzige Kopie des NSt! Hetzfilmes „Jud Süss“ be- 1 | sitze und diesen demnächst 1 j der gesamten arabischen { Oeffentlichkeit vorführen ¿ werde. UTA) ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL t % i Dr. Hcsrdi Swarsensky ¡ t Asuntos Europeos exclusivamente £ Sprechstunden: Dienstag:, Mittwoch u. Freitag: v. 15—18 Uhr $ -.■=- * Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - VERTRAEGE - ERBSCHAFTSSACHEN VERWALTUNGEN » t i 4 I BUEROZEIT: 16—19 Uhr PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E 83.2013 1 í t I