Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1863 (24.3.1961)
- Date
- 1961-03-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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P 2 — Vier»*«, 24'áe Marx« dr 1961 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Ala XXn. — Ha. IMS Ein Land gegen den Kontinent (Schluss von Seite 1) seiner Haltung gegenüber da Israel selbstverständlich 1 der Union stets weitgehennicht die Vorteile bieten j fen sind Dass sie aber auf i Rücksichten genommen, kann, die von Seiten Ameri-! i o„:.- i Gewiss gab es auch hierkas, Russland oder anderer! der falschen Seite stehen . , , . , . , . - | “'■"'•'ä is auu< urci- | nas, nussiana oaer anaerer ' ist auch nicht zu bezwei- _ {ilr andeie Gründe, wie ei- Grossmächte zur Verfügung , ieln. Denn sie gelten als i nen stillen Dank, den Isctehcn n;» Vnito. Af.-ito,, i Weisse und werden .obwohl lange genug von den weissen Antisemiten der Verwoerd - Partei bedrängt, trotzdem für die Rassenpolitik der Regierung mitver. antwortlich gemacht. Man muss kein „Ungliicksprophef’ sein, um für das Schicksal der südafrikanischen Juden zu fürchten. Sie, die seit langen Jahrzehnten mit dem Aufbau Erez Jisraeis und des jüdischen Staates in einem besonders engen Kontakt stehen. sie, die durch finannen stillen Dank, den Israel in Erinnerung an die Haltung des Feldmarschalls Smuts, eines der grössten Söhne Südafrikas und eines der besten und tatkräftigsten Freunde des werden, den Israel, abgestattet hat. Aber diese historisch bedingten Rücksichten konnten in Anbetracht der Hartnäckigkeit nicht aufrecht erhalten bleiben, mit der die Regierung Südafrikas ihren ( naK. rassistischen Standpunkt i gestellt wird, vertreten hat und weiterhin; Dasg diege stehen. Die Völker Afrikas verstanden, dass hier Be- : Ziehungen zwischen Völkern I angeknüpft werden, die im Aufbau sind und keine machtpolitischen Interessen,! Menschen suchen. Denn Ko- ' xistenz und Frieden werj den nur dann hergestellt ' sondern das Volk und seine werden können, wenn die ' gen und der Sender Kajro lnjeress®npollUk erklärten, das hiermit der aufhort und das internatioerste Sturmangriff der aranale Vertrauen wiederher- , bischen Länder gegen dje lg. raelisclie Position in Afrika durchsetzen will. Aus die- | Yass U1CÄC Annäherung i lanziert sei. Schon seien —- - . sem Grunde hat Israel — zwischen Israel und afrikasich die afrikanischen Staa. zielte Leistungen wie kaum . selbstvcrständlich — bei i nischen Nationen für Israel ten darin einig, dass sie sich eine andere Judenheit ihre der UN-Abstimmun«- {ür die i von einer eminenten politi- | von allen imperialistischen Verbundenheit mit Israel be , Re<;olution votiert I sehen Bedeutung ist, braucht ( Kräften und deren Agenten kündet haben, können jetzt i n..,. ,on ... nicht bestritten zu werden. 1 befreien müssten. Mit annoch ihr Leben und ihr Ei- | Zu diesei politischen Akj Fgr jede.s Land ist es wichderen Worten liess Kairo gentum retten. Eine Zukunft ( non war Israe-l aus vielen j {ig> Frelinde zu haben und sattsam bekannte Melodien in Südafrika haben sie nicht. Giunden \ ei pflichtet, in eimd anderen Völkern zusam- , erklingen, „Israel wird” so Das dürfte kaum zu bestreisfer Linie darf nla” 'v° menzuarbeiten. Für Israel sagten alle arabischen Provon uns Juden und erst war und ist dies von einer pagandisten, „aus einem einem unabh ngi überragenden Bedeutung, , Problem der Araber auch Voelkische Zeitungen eingestellt Linz. — Wie wir erfahren, hat der Eigentümer der Zeitschriften „Die Plattform” und „Die Grenzmark”, Siegfried Strigl, nunmehr beschlossen, die Herausgabe dieser beiden Druckerzeugnisse einzustellen. Die Zeitschriften verfolgten eine „völkische” Li. nie, indem sie — teils getarnt, teils offen — die nationalsozialistische Vergangenheit glorifizierten. Der Kreis, den diese Monatsschriften angesprochen haben, stand in einer gewissen Opposition zu den Neonazigruppen in Oesterreich; er vertrat eine eigene „nationale” Richtung und war mit der Strasser-Bewe. gung in Deutschland verbunden. (IPN) LA SEMANA ISRAELITA Biaemanarío — aparece ios Martes y Viernes, Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortiich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1’ izq. T, E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450.— jährl. ten sein. Selten haben Juden als Kollektiv aus einer politischen Situation gemeinsa. ir.e Konsequenzen gezogen. Nach den geschichtlichen recht von gen jüdischen Staat erwar ] wed Israel in einen tragi- 1 zU einem Problem Afrikas!” ten, dass wir uns selbst und | gcben Konflikt mit den ara. Jetzt hätten die Völker unserer geschichtlichen Tra-) bjscben Ländern verstrickt j Afrikas zum ersten Mal erdition treu bleiben und mit | der vor allem deswegen kannt, dass Israel in Wirkaller Energie den StandtragiSeh ist, weil er nicht lichkeit ihr Feind sei, der - haben die Juden immer solange gewartet, bis es zu spät, oder doch beinahe zu spät, gewesen ist. Wir wol- 3en nur hoffen, dass sich diese Tragödie des Irrtums über die Lebensmöglichkeiisacn neu .| auer Knergie uen o<.awu ^_ Erfahrungen unseres ^okes j punkt oder das Gebot ver- I zw angsläufig auf allen Be-! mit den Imperialisten eng T„rton immer soteidjgen) dass alle Mentej]igten lastet, sondern ei- ' zusammenarbeite. sehen gleich und im Eben, j ner irrtümlichen und von Natürlich gab es auch im bild Gottes geschaffen wor- . Hass bestimmten Politik ge- 1 arabischen Lager StinK wiSSer arabischer Kreise men, die andere Auffassunentspringt. Diese Gegner Is. | gen und Zweifel äusserten. raels. vor allem der ägypti- 1 im Prinzip stimmte der sehe Diktator Nasser, hatransjordanische Sender seihen dann auch alles verj nem grossen feindlichen sucht, um die Freundschaf- Bruder in Kairo zu, aber ten zu zerstören, die Israel unterstrich, dass man die mit einigen afrikanischen , Beschlüsse von Casablanca Nationen herzustellen vernicht ernst nehmen dürfe, mocht hat. Ohne Zweifel ( jn den Moscheen von Dasind diese Anstrengungen maskus habe man die Kon- Nassers nicht ohne jeden ferenz und ihre Beschlüsse dieser steiiungnanmc j.^*« Erfolg geblieben. Auf der gelobt und gefeiert, gleichlen wir uns verpflichtet,; Konferenz jn Casablanca zeitig sei aber aus Accra, gleichgültig wer die Verfol. | haben selbst solche afrikader Hauptstadt Ghanas, die ger und wer die Verfolgten niscbe Länder antiisraelij Nachricht gekommen, dass sind. sehen Resolutionen zuge- 1 jn Ghana zahlreiche israeli- ~ Auch aus dieser Quelle stimmt, die in enger Freund- . sche Experten eingetroffen stammen die — man möch-! schaft zu Israel stehen. Was wären, um die Zusammen- — — natürwar geschehen? Haben diearbeit zwischen Ghana und UHU VJVtkVQ _ den sind. Das jüdische Volk war beinahe zweitausend über me .- , hfindurch das klassiten einer jüdischen Galut ' °pfe<" rassischer Vernicht auch in Südafrika ab- | ioJgu!}^hn- Es ware unYeR j stündlich, wenn wur nicht immer und überall auf Sei. israel hat auf die Lage ten derjenigen stehen würder in Südafrika lebenden den, die aus rassischen Gründen verfolgt, unterdrückt oder in ihren Rechten beschränkt werden. Zu dieser Stellungnahme fiihtJCl IU . jüdischen Gemeinschaft bei Dr. FREY j 4 Abogado ♦ •.«»vojipjjqH tl9Q nachm. IS—lé tThr REAL PENI Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 5ö9 T E. 49-5850 | wwwvwwwwvwwv J. Liebling j FOURNIERE — ’■ SPERRHOELZER \ DIAZ VELEZ 5224 al 46 i T. E. 43-2343/0340 y 3021? Ve beinahe sagen — naturwar geschehen? Oiuatuigcii, uiv J iocÂîeiwàcu xui _1 J .¡HA« Uniha o fri A . w __ Ausdruck verleihen wollten, ändert nichts an den nüchternen Tatsachen. Auch Halib Burguiba, der Präsident Tunesiens, äusserte sich recht kritisch. Er bezeichnete die Beschlüsse von Casablanca als „leere Redereien”; vor allem seien die Erklärungen gegen Israel unrealistisch und nicht beachtenswert. Dennoch wäre es falsch, die Augen zu verschliessen und sich nicht zu fragen,! aus welchen Gründen bei ihrer bekannten Grundhaltung und Einstellung zu Is- I rael manche afrikanischen Staatsmänner den Nasserschen Resolutionsvorschlag j angenommen haben. Errungene Positionen im politischen Leben müssen immer i und beharrlich verteidigt werden. Das ist die Aufgabe, die Israel heute gestellt * ist. Deswegen darf Israel seine afrikanischen Freunde nicht enttäuschen und muss i auf ihrer Seite stehen, wenn 1 sie für Freiheit und Recht! eintreten. In Wirklichkeit | ist dies auch das Anliegen und der Kampf Israels, das , um seine Freiheit gerungen! hat. seine Freiheit auch heute verteidigt, um sie für | seine Zukunft zu sichern. I Gerade in diese-n Tagen . hat Nkrumah erklärt, die afrikanischen Völker werden mit ihren politischen i Problem besser und allein I fertig werden, wenn sie Propaganda gegen Israel London. — Allwöchentlich strahlt jetzt Radio Bagdad eine halbstündige Sendung für die arabischen Palästina-Flüchtlinge aus, die angeblich von der „Palästinensischen Befreiungsarmee” zusammengestellt wird. In der ersten Sendung wurde betont, dass Ministerpräsident Kassem die Schlacht zur Rückkehr der Araber nach Palästina führen werde und dass jeder Araber verpflichtet sei, an diese Rückkehr zu glauben und notfalls sein Leben dafür zu lassen. Das Programm enthält zahlreiche der üblichen arabischen Propaganda-Parolen gegen Israel. (AWZ) I ten. „ Diese . Tatsache*steh’e , üiin^ie?nI8tePeÄt ¿gÍSKK i;? ' ' : . ”• berät Sie kostenlos und unv-. Min.cflir-ii peiiïi Kaut oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER ‘OESCHAEFTEN Manuela Pedrazav2S30 pi. b. Dp. B T. E. 70-7244 rael und einer Reihe afn-^scber Versprechungen ihre 1 ,:r~ ~'T,~ kamscher Nationen bestenoijtjsr.hp Grundlinie verlasejnem„nlcht zu uberbrufc. hen. Dass es nicht weittrai Sibe Uiundlime verlas-; kenden Gegensatz zu den gende politische Envägun-1 Is'rael setzte sich sofort ' Dafsbnirf!en K?nfi?re?zgen gewesen sind, die afn-; nach Bekanntwerden jj®“ It danier kanische Volker zu einer Resolutionen von Ca- 5,lermlt zugleich Kooperation mit Israe! vor. j fJSfnc” mÄi.Tvei-, t anlassten, durfte klar sein, j bindung und nahm Kontakt mit Guinea, zwei Ländern, : mit denen diplomatische und freundschaftliche Be.! Ziehungen unterhalten weri den. Ghana ist in mancher Hinsicht sogar ein Vorbild für andere junge afrikanische Staaten, da sein Präsident Dr. Nkrumah eine starke Persönlichkeit ist und über einen erheblichen per. sönlichen Einfluss verfügt. Inzwischen jubelte ■ die ägyptische Presse über den Erfolg Nassers. Die Zeitunwerden. Er trat für eine Art Monroe-Doktrin für Afrika ein. Zwei extreme Richtungen behindern aber diese Entwicklung mindestens ebenso stark wie die sichtbaren und unsichtbaren Interventionen der Weltmächte: die Politik Verwoerds in Südafrika und die Störungsversuche Nassers. Diese beiden extremen Tendenzen drohen Afrika ins Chaos zu stürzen. Wenige Länder sind wie Israel dazu berufen, hier einen Ausgleich zu schaffen, weniger durch "seine materielle Potenz als durch die geistige Kraft, cfie Israel repräsentiert. JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 - - . auch ihrer dieser Resolutionen von Ca- Gegnerschaft zu Nasser NERVENu. GEMÜTS. I KRANKHEITEN | Dr. M. J. KUHN ) VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY •L £r h&we&ux Ê HUTSÄLON! Jetzt in .; u £! f f 8 i' Ö MOLDES 2561 T. E. 73-9229" 73-9155 Jacobo M. Lapidiu dipl. riohel prov. 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