Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1862 (21.3.1961)
- Date
- 1961-03-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes, 21 de Mano de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1862 — 5 Ein Orchester geht um die Welt Literarische Notizen Ich wandte mich an den Primgeiger Zwi Haftel, den Sprecher unserer Philharmoniker: „Erzählen Sie, bitte, wie es auf Eurer Weltreise zugegangen ist, so als sprächen Sie zu Hause, mit Frau und Freunden!“ Gerade war das Orchester von dieser grossen Tournee aus den Vereinigten Staateir und dem Fernen Osten nach Israel zurückgekommen. Herr Haftel räusperte sich unterdrückte ein Gähnen, und erwiderte zunächst, er von SCHRAGA HAR-GIL abgeschlossen habe, der nur teilweise, mit 60.000 Dollar durch eine Spende des Norman Fonds gedeckt worden sei. Es wurden 48 Konzerte vor 162.000 Hörern in 38 Städten gegeben. Die Orchestermitglieder legten in Flugzeugen und mit der Eisenbahn nicht weniger als etwa 58.000 Kilometer zürnender arabischer Angriffe befasst, sondern auch mti Kultur. Uebrigens berichtig, te sich Herr Haftel in dielerische Erfolg in der amerikanischen Provinz, in Städten wie Philadelphia, Los Angeles, Chikago. Doch welche Strapazen waren damit verbunden! Jascha Heifetz 60 Jahre alt Der Violinvirtuose Jascha Heifetz beging Anfang Februar seinen 60. Geburtstag. Er hat sich fast ganz vom Konzertleben zurückgezogen und sich zur Aufgabe; I gesetzt, einen kleinen Kreis buk”, „The Marannes” und ein israelisches Stück von Jigal Mossinson aufgeführt werden. Der Impressario würde die Gruppe gern auch nach Russland führen, jedoch ist noch nicht einmal entschie. den, ob die Sowjetunion und Israel Gastvorstellungen der Habima für wiinschenssem Zusammenhang insoj Nächtliche Bahnfahrten: j begabter Schüler in den fern, als er hier einschal- 1 Proben am frühen Morgen, | yortrag d€r Standardwerke : wert erachten, tete, dass dieser „Amerika, j unter der Stabführung ®°! für Violine einzuführen. nische Kulturfonds für Is. i unerbittlicher Dirigenten wie jascha Heifetz stammt rael“ seinen ersten 60.000 : Carlo Mario Giulinis, Garri aus \yfinabereits mit fünf Dollar am Schluss der Tournee eine zweite Subvention rück. Es war eine Tournee in gleicher Höhe folgen liess auch von höchster politischer; Der Impresario Sol Hurok Bedeutung für Israel, eine Rundreise des „Guten Wilsei von all dem so erschöpft j lens<<> und davon zeugte> dass er zu Hause überhaupt noch nichts erzählt habe. Jede freie Minute benutze er dazu, um sein Defizit an Schlaf aufzuholen. Er ist, wie man dazu wissen muss, nicht nur Konzertmeister des I. P. O., sondern Vorsitzender der Leitung —aber da er die Verbindung zur Aussendass unterwegs 28 Medaillen Stiftungen des telaviver Bürgermeisters, an die übernahm die Organisierung das Aussenministerium sagte seine Hilfe zu und regte auch an, der Serie in den USA Konzerte in Japan und Indien folgen zu lassen. An Stadtoberhäupter der Städfangs hatte man an eine Bertinis und des Meisters Joseph Krips, abends die Konzerte, Empfänge, Gespräche und Händeschütteln mit unübersehbaren Scharen begeisterter Juden; zurück ins Hotel zu einigen Stuni d Künstlers nach Ameriden mühsam arbeiteten : Schlafs — und nach einer! neuen, wieder durchfahrenen Nacht neue Proben, Neues Buch von Yael Da jan Jahren wurde er ins Konser- . , Stadt auf- I Yael Dajan kehrte nach zweimonatigen Auf-! vatorium seiner i genommen. Leopold Auer : war einer seiner Lehrmeij ster. Die Familie zog nach der. stürmischen Erfolgen ka. te, in denen das Orchester konzertierte, feierlich verteilt w'urden. Tournee von nur vier Wochen gedacht, aus denen im Hinblick auf diese Erweiterung dann aber fast zwei Monate wurden. Die Sache begann übri- Konzerte, Empfänge, anderswo. Das Hauptproblem bestand für uns, erklärt Herr Haftel immer darin, mit dem Faktor der Müdigkeit fertig zu werden. DAS BEZWINGENDE ASIATISCHE LAECHELN „Als w'ir das japanische Habima geht nach Europa einem enthalt in Afrika nach Israel zurück. Sie hat Stoff für ein Buch über die Probleme der Jugend in der Welt gesammelt. Sie wird sich in Kürze in die Vereinigten Staaten begeben, wo ihr neues Buch „Er.vy the Frightened” in Kürze erscheinen wird. Bedeutender Der Gedanke dieser Touri nee war von den führenden gens damit, dass das Crweit, wie schon erwähnt, als j Fersönlichkeiten des Nor- | ehester ir Paris mit Verspä. ,Sprecher der Musiker“ , man-Fonds gekommen. Tretung eintraf. Herr Haftel pflegt, berichtete er fast im tet in den Vereinigten Staa- \ selbst hatte infolgedessen „,wo .... gleichen Atemzug zunächst, j ten auf, hatten sie vorge. | gewisse technische Schwie- , Flugzeug bestiegen, um über dass diese Reise des Orschlagen, um den Amerikarigkeiten, rechtzeitig zu eichesters um die Welt, eine j nern zu zeigen, dass sich nein angesetzten Emp- Fahrt von etwa zwei Mona, ' Euer Staat nicht nur mit | fang des Violinisten Isaac l^n< mit einem j den militärischen Fragen Fehlbetrag von ca 200.000 IL einer Abwehr etwa kom- HERM0S0S CONMOVEDORES CUENTOS DE ANA FRANK ACABAN DE APARECER Con un enjundioso v elegante prefacio del Dr. F. Escardó PASTEUR 341, piso 3’ — ” T. V*4*7-015» i Stern zu gelangen; er hatte nicht einmal mehr die Möglichkeit, sich seinen Frack aus dem Koffer zu holen. Dem pariser Konzert schloss sich eipe vom Botschafter Walter Eytan vorbereitete Cocktail-Party für die Spitzen der Diplomatie und vornehmen Gesellschaft Die Habima wird in diesem Jahr ein Gastspiel in iWesteuropa geben; vorerst t I sind London und Paris als i Augenarzt gestorben! Stationen vorgesehen. Der;! britische Impressario Peter! Im Alter von 83 Jahren starb der bedeutende Augenarzt, Forscher und Chirurg, Dr. Adolf Gutmann, früher Professor für Augenheilkunde an der Universität Berlin. Der Verstorbene, der sich auch in Chile einen Namen gemacht I Daubeny organisiert die Tournee, bei der der „Dybden Pazifik zu fliegen, schien; spieiten, erzählte Zwi Haies uns, als seien wir auf! tel in New Delhi und Bomeinen anderen Planeten ver- 1 bay Während des Konzerts setzt. Entzückende Hostesses | in New Delhi beglück- , , , in ihren Kimonos verwöhnj WÜBschte uns Minister-Prä- 1 hat stammt aus Vietz bei ten uns; ihr berühmtes Laj sident Nehru hinter den Ku-; blettlncheln war von solcher Un-! ]jssen. Er sprach seinen j f widerstehlichkeit, dass sich ( Dank aus Und liess sich mit : tl i unser aller im Handumdre- | llnt. fotoerafieren die Auf-! Bar nett Jänner hen eine brillante Stimmung j nahme, die in der dortigen bemächtigte. I presse erschien, wirkte als Als das Orchester in To- | demostratives Bekenntnis kio eintraf, erhielt jedes der : der freundschaftlichen Be an; Zwi Haftel hörte die Mitglieder eine Informations-; Ziehungen des Pandit zum MÀlMÔNI des charmantesten Komplimente, drückte Hunderte von Händen — aber an weitere Einzelheiten dieses Abends i kann er sich nicht erinnern. | Nur das weiss er: der Saal f hatte eine schlechte Akustik ' un<i so wardies erste Kon- £T|*ri«= tvon optimaler »»Mtlemcber Wirkung. Auch iiv Nordamerika, fährt er fort, war es kein Zuckerlecken. Am Anfang stand ein Galabend in der newyorker Metropolitan. Alle Karten — und sie kobroschüre mit genauen An- Staate Israel, gaben darüber, wie die Hoj Man sei in New Delhi im telarrangements vorbereitet | Begriff, erklärte Jawaharal waren, wann und wo die Nehru, einen ersten Kon- Proben stattzufinden hätten | zert-Saal zu bauen; und ob u. dgl. mehr. Aber das Puwjr Israelis dann bereit blikum war schlechthin . seien zu kommen und ihn hS'S Israel*haben,0wir _ ..Folgen Sie gewiss ein gutes Publikum, “ 'S" Japanern wird es an MUSlKver-stür.<i„is „ooh übertroffen. Dass einer dieser Konzertbesucher Beifall geklatscht hätte, bevor alle Sätze ein-ar Kompo steten zwischen 100 und 150! sition gespielt worden wa-! Dollar — waren restlos I ren, kam nicht in Betracht; 'V' <112 S .1*0* iln^CeOcnkbucl» $ c::.- VERLAG OMEGA. BUENOS AIRES verkauft; die Musikkritiker hatten gleichfalls zahlen müssen und waren darüber nicht wenig ungehalten. Auch hier liess die Akustik zu wünschen ührig rin der .Metropolitan“ werden ja Opern und keine Konzerte gegeben) und so schrieb der ■Rezensent der „New York Post“ am nächsten Morgen, dass bedauerlicherweise nur der Streichkörper die hochgespannten Erwartungen in der Ersten Symphonie von Brahms erfüllt habe. Auch die anderen Kriman hatte den Eindruck, dass die Hörer mit den Partituren innig vertraut waren“. | In Tokio wurde ein Empfang veranstaltet, an dem j neben den zahlreichen Mitj gliedern der dortigen ,,isj raelischen Kolonie“ der i Bruder des Kaiser teilnahm, \ einer der bekanntesten Muj sikfreunde Japans. Schon j vorher war er in der Pau- | se ins Künstlerzimmer ge. | kommen, um die Philharj moniker zu beglückwün-; sehen. Und die Japanerin Die englischen Zionisten wollen ihren Präsidenten, Sir Barnett Janne-r, und seine Frau, die sich ebenfalls in vielen Organisationen verdient gemacht hat, durch die Anpflanzung eines „Janner-Waldes” in Israel eh. ren. Tod eines Philanthropen dieser Einladung“, fügte | Anthony de Rothschild, I der Premier hinzu; „sie ist : früherer Senior-Partner von ernst gemeint. Sie sind willj N. M. Rothschild and Sons, i „Ich erwi-1 einer der wohlhabendsten! „ach, ’wären nur*WToiftl: j i ker bereit, die Musen regiej hielt die philanthropische ren zu lassen — dann wäre i Tradition seiner Eltern, soder Frieden der Welt gesi- | wohl innerhalb als auch auchert!“ Und Nehru: „Das sserhalb der jüdischen Geist völlig meine Meinung“. I meinschaft, aufrecht. OLGA and HELMUTH HEINEMANN geben die BAR-MITZWA ihres Sohnes . RUBEN OSVALDO bekannt, die am 25. März in der Lamroth Hakol stattfindet. Empfang 17—19 Uhr Emilio Mitre 1152, Martinez. QURRUCHAGA 2289 — T. E. 71*708 Zu beziehen durch alle einschlägigen Buch, handlungen und durch die JUEDISCHE WOCHENSCHAU PUEYRREDON 2198 1* — T. E. 83 2S13 tiker äusserten sich ahn-! nen! Mit ihrer Hilfsbereit, lieh. Aber als das I. P. O. scbaft. ihrer Grazie sind sie, dann in der Carnegie-Hall! wie einer der Musiker es auftrat, war die Akustik so I ausgedrückt hat, der Traum angemessen, dass bessere ) jedes Mannes, so wunder- Kritiken karrten. Ueberall, wo das Orchester in den USA auftrat, gestalteten sich die Konzerte zugleich zu jüdischen Höhepunkten, was beispiels- LU ACH (Kalender) Dienstag, den 21. März 4. Nissan Mittwoch, den 22. März 5. Nissan j Donnerstag, den 23. Mäi 6. Nissan! Freitag, den 24. März 7. Nissan! Sonnabend, den 25. März 8. Nissan Schabbat hagadol! Parschat Tzaw 3. B. M. VI 1 — VIII 36 i Haftara Mal'a chi III 4 — 24 I Sonntag, den 26. März 9. Nissan Montag, den 27. März 10. Nissan volle, schöne Geschöpfe Gottes . Die Kritik in der japanischen Presse überschlug sich mit Lobsprüchen. Man muss dazu wissen, dass alweise von der „Detroit Tilein in Toki0 fünf Symphomes“ mit den Worten benie.Orchester europäische kündet wurde; „Die Zioni- 1 bzw moderne Musik zu sten können auf diese Gä.! spiejen pflegen. Der Rezenste aus dem Lande ihrer I sent der Zeitung „Yomiuri“ Väter stolz sein“. Doch ' scbri€b: „Als ich die Israeebenso stark war der kunstj ]is den Feuervogel Strawin- ~ . — —— I skys spielen hörte, schien im Saal alles in Flammen aufzugehen . ISRAEL - BRIEFMARKEN AH WIEDERVERKAEUFER — ALLE HEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VlAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep. Argentina Suche jüdisches KINDER- MAEDCHEN mit hebräischen Kenntnissen. mit Wohnen, für vierjährigen Jungen, gute Referenzen. Vorzustellen zwischen 16 und 19 Uhr, Banta Fe 836, piso 8, dep. A. GRUESSE VON NEHRU! Und in New Delhi war in der „Times of India“ zu , lesen: „Wer keine Karte zu j diesem Konzert hat, kaufe; sie sich sofort und kann er | keine mehr bekommen, bett- ' le er seine Freunde darum | an, und versagen auch sie, | stehle er sich in Gottesnamen eine Karte — der Genuss wird das schlechte Ge-! wissen aufwiegen“. Wir Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 50 Centesimos Jahresabono 45.— $ urug. ABONOS — AVISOS — COBRANZA Sra. L Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK Constituyentes 1757 Tel. 42-640