Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-03-21 · 1862 (21.3.1961) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1862 (21.3.1961)
Date
1961-03-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612305--1186-9612309
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

,4 — Martes, 21 de Mane de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Afle XII. — No. IKt NEUE BUECHER Gerhard Schoenberner: i mussten.. DER GELBE STERN, Die ' hausen. Judenverfolgung in Europa 1933 bis 1945, Verlag Rütten und Löning in Hamburg, I960.— Dieser Tatsachen, und Bildbericht steht unter einem Motto Klabunds, einem Wort, das leider nur wenig beherzigt worden ist: „Deutschland, du sollst die Ermordeten nicht und nicht die Mörder vergessen”. Der Junge Autor Gerhard Schoenberner gehört zu den Kräften einer neuen Generation, die verstanden hat, dass die Vergangenheit nur dann überwältigt werden kann, wenn man den Mut hat, ihr zu begegnen. In diesem Bericht ,DER GEL¬ BE STERN” hat ein Deut, scher den Mut, die Schandtaten der Deutschen den Deutschen zu zeigen. Darin liegt zugleich das Besondere dieser eigenartigen Publikation, die Mahnung und Ruf zum Bekenntnis der Schuld und zur Umkehr bedeutet. Den ersten Teil Buches bildet eine zusammenfassende Darstellung des Geschehens, die Veröffentlichung wichtiger Dokumente, Dekrete, An- NACHRICHTEN AUS ISRAEL im KZ Sachsen- Und dann folgen die Bilder von der Verfolgung, der Vertreibung, von den Kon. zentrationslagern, den Gaskammern, der Vernichtung i des Warschauer Ghetto, den ,.Massenliquidationen”, all die Bilder von den unvor- ABRAHAM, ISAAK UN JAKOB ,,Und sein Name in Israel sei Isaak!” rief der Rabbiner mit einer Geste am En- I de der Brit-Mila aus. Isaak | Tritto erhielt diesen Namen zu Ehren des Staatspräsivon Israel, einem Freund der Familie Tritto, , seit sie vor zwei Jahren den I Sederabend im Hause des stolz seinen Sohn der Abendsonne entgegenhielt, sprach er lächelnd: ,,Ich wurde ein Jude und zog nach Kanaan wie Abraham, unser Stammvater. Nun wurde mir ein Sohn Isaak geboren wie Abraham, dem gesegneten Pa Hebraeisch ohne Lehrer Eine der Fragen, die schon vor Jahrtausenden unsere Ahnen quälte, war: „Womit haben die bne Israel- Sklaven in Aegypten die Befreiung verdient?” Es gab doch zu Millionen und Jahrhunderte lang Sklaven, doch warum wurden gerade unsere Vorfahren der Befreiung würdig befunden? Die Antwort lautet, weil sie in aller Not und Bedrängnis drei Gebote ihres nationalen Lebens tirarchenUUnd'^a'uclTer'wiid nicht aufgaben: erstens die Beschneidung, zweitens die eines Tages einen Sohn ha- I 1^br^ischeri^Narnen, drittens die_HfbraiSche Sprache, mit ben namens Jtcob, dessen der sie in ihren Familien während der mehr als vier stellbaren und grausamen ob€rrichters zusammen mit | Same das Land erben wird, j Jahrhunderte währenden Versklavung sprachen. i Verbrechen, wie sie einmai lig in der Geschichte sind. Das sind Bilder, zu denen ' man keine langen Kommen- I tare benötigt, die in ihrer Eindeutigkeit ein nicht be. | streitbares Zeugnis von Verfolgung und Leid, aber auch! von Verworfenheit und Verbrechen ablegen. Eine Zeittafel, Literaturi hinweise und eine Zusam-; menstellung der Quellen für die Bilder schliessen dieses j Buch ab, das man mit Recht als ein wertvolles und dokumentarisches Ge.! schichts - Werk bezeichnen darf. i Eine Frage bedarf einer 1 besonderen Erläuterung: Woher stammen diese Bil- 1 der? War es denn möglich, dieses 1 solche Aufnahmen zu ma. kurze chen? Wie sind diese Bilder; erhalten geblieben?! Bei der überwiegenden Mehrheit der Bilder handelt i es sich um offizielle Aufordnungen etc. und Bil-; nahmen, die auf Veranlas. der aus den ersten Jahren i sung oder mit Erlaubnis der der Hitlerherrschaft über | Xazibehörden gemacht wor- Deutschland, Bilder, die uns oder viele von uns an Selbst, erlebtes erinnern und die aufregenden Tage der Jahre 1933 bis 1938 in die Erinnerung lebendig zurückrufen. Dann folgen Aufnahmen, die zeigen, wie die Juden mehr und mehr und völlig systematisch aus dem bürgerlichen Leben ausgeschlossen wurden, die Bänke in den Parks mit ihrer Aufschrift „Nur für Arier”, der gelbe Stern, das Kennzeichen der Juden, das sie vogelfrei gemacht hat, die Versuche und die Hoffnung auf Aus. Wanderung, ein Bild yon ^de Tien. die noch « konnten und wenn den sind. Es gab Propaganda-Kompagnien, die sich mit solchen Aufnahmen beschäftigten. In einem ver. lassenen Büro der Gestapo in Lettland fand man Aufnahmen über Massenhinrichtungen. Die Bilder über die Deportationen der Juden aus Holland wurden auf Weisung des damaligen Be. fehlshabers der Polizei und des SD aufgenommen. Auch di« Bilder von der Ankunft in Auschwitz usw. sind offizielle Aufnahmen. Be- , rühmt ist der Bildbericht des Stroop vom Warschauer ’ Ghetto. t.otchcc'i ys -¿o I Aufnahmen,-rter von der SS; ihm im Jerusalem verbracht hatte. Es war spät geworden. Draussen stimmte einer der Jungen eine galiläisehe Horra auf seiner Gitarre an. .Eine Ansprache!” sagte der tscherkessische Muchtar aus dem nahen Rehania. „Ja, lasst hören!” rief der Rabbiner. „Platz für Giuseppe”, 1 riefen nun die Jungen des I Dorfes aus, „er soll eine j Rede halten!” j Während der junge Tritto | sehen als eigenes Druckj werk unter dem Titel „Es ■ gibt keinen jüdischen Wohnbezirk mehr” erschienen.) I Nur die Aufnahmen, die | über die befreiten KZ er- I schienen, wurden von nicht.; : deutschen Soldaten ge- . macht. Sie bilden nur eine; Ergänzung des Bildmate-! rials, das uns hier in einer . ausgezeichneten Reproduktion vorgelegt wird. j JEDEM Deutschen, der . die" Wahrheit sucht, wird dringend empfohlen, diesen j Tatsachen- und Bildgericht , „Der gelbe Stern” genau zu i studieren. — genau wie es im Buch der 1 Bücher geschrieben ist!” „Amen!” sprach die Gemeinde von San Nicandro. EINORDNUNG VON MIT TELSTANDSFAMILIEN , Mehr als tausend Fami-; lien von Neueinwanderern aus Mittelstands - Kreisen, hiervon 100 Aerzte und Angehörige der freien Berufe, sind im Laufe der letzten drei Jahre in verschiedenen Wirtschaftszweigen im Linde einegordnet worden. Sie brachten aus dem Ausland ein Kapital von insgesamt 6.600,00 IL mit und erhielten als Beihilfe zu ihrer Einordnung Darlehen in der Höhe von 2.500.000 IL vom Fonds zur Förderung der Einwanderung von Angehörigen des Mittelstandes. Diese Darlehen werden zu einem Zinsfuss von 6 %■ in Beträgen bis 7.500 für eine Zeit bis zu sieben Jahren gewährt. 98 Prozent der Empfänger von Darlehen haben bereits mit ihrer Rückerstattung begonnen. . tflielvei es atnrh abgegeben worden und ernur nach Shanghai war, und halten geblieben ist. (Dieven denen, die bleiben j ser Bildbericht ist inzwifür den Hogar Infantil der Asoc. Filantrópica Israelita gesucht. 8 Stunden täglich. Deutsche Sprache nicht unbedingt erforderlich. Vorstellen mit Dokumenten und Zeugnissen von 8—11 Uhr: Vidal 2945. KINDERGAERTNERIN TOURISTEN Im Januar 1961 sind 5325! Touristen in Israel eingetroffen, gegenüber 3.314 im entsprechenden Monat des Vorjahres, was einer Zunahme von 60,7 Prozent entspricht. 50 FAMILIEN AUF MAJORCA Sine aus Vertretern cier Einwanderungs - der Jewish Ajency und des Verbandes für _ PrOSelyten zusammengesetzte Delegation sollte sich auf die Spai nien gehörende Insel Ma. j jorca begeben, um mit 50 I Familien von Bewohnern ' dieser Insel Fühlung zu 1 nehmen, die den Wunsch j geäussert haben, die jüdischen Heim Maure 2325 sche Religion anzunehmen unser traditioneller Seder-: und dann nach Israel zu abend statt. Wir bitten um kommen, um dort in ihrem sofortige Anmeldung im , angestammten Beruf — Ak. Sekretariat, da wir nur | Verbau — weiter zu arbeiüber sehr beschränkte : ten gje sjnd Nachkommen Maure 2325 RELIGIONSUNTERRICHT Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass wir unseren Religionsunterricht nicht in unserem provisori- PessachfetertsKe in den Räumen des Bet Hamidrasch, Cerrito 774, durchführen werden. SEDERABEND: Am Freitag, den 31. März, findet in unserem proviso- Zwei dieser nationalen Güter haben auch wir uns bewahrt: die Beschneidung und die hebräischen Namen (zumindest für religiöse Zwecke wie zum Aufrufen zur Tora); das dritte Gut, die hebräische Sprache, wird uns durch das intensive kulturelle Leben in Israel wieder } nahegebracht. Die Fülle der Fäden, die zwischen unse- , rem Kontinent und Israel gesponnen worden sind, brini gen uns mit vielen hebräischen Ausdrücken in Kontakt. I Das religiöse Gemeindeleben, das sich in unserer Mitte wieder entfaltet hat, ist voll von hebräischen Formulie. | rungen, die nicht auf das Gebet, sondern auch auf das Leben bezogen sind. Wir leben in einer modernen Epoche, in der das Studium einer Sprache durch die angewandten didakiorischen Mittel kein „Büffeln”, sondern eine wahre Freude und geistige Anregung ist, die sich der Mühe lohnt. Ein biss’chen Mühe bleibt dabei, denn man muss Stetigkeit beweisen: man kann nicht einmal lernen und das nächste Mal aussetzen, denn dann wird man mit Miss, fallen beim dritten Mal sehen, dass man nicht Schritt halten kann. Aber Stetigkeit ist eine grosse Tugend, der man naehjagen sollte. Wir dürfen uns freuen, dass die Schriftleitung der Semana Israelita nun auch in ihren Spalten einen „hebräischen Kurs ohne Lehrer” veröffentlichen will, wie das in vielen Ländern geschehen ist, in die wir vom Schicksal hingetragen worden sind. Der erste Kurs wird fünfzig Lektionen umfassen, einmal wöchentlich in diesem Blatt zu finden sein um am Schluss des ersten Jahres den Teilnehmern einen Wortschatz von ca. 500 Worten zu vermitteln, mit denen sie sich recht und schlecht auch in Israel zureehtfinden könnten, wenn sie das Glück haben, das Land betreten zu dürfen. Das hebräische Material ist von einem Fachmann der Erwachsenenbildung, Herrn Aharon Rosen, zusammengestellt und der Semana Israelita durch die Vermittlung des IICAI (Instituto de Intercambio Cultural-Argen. tino-Israeli) zugänglich gemacht worden. I Die Methode ist die der leichten Unterhaltung. Jede; Vokabel wird ins Spanische und ins Deutsche übersetzt ■werden, ausserdem sind Worterklärung von Eigenna- I men hinzugefügt, sodass selbst dem Fernstehenden keine Schwierigkeiten entstehen werden. Die phonetische Umschrift ist auf Grund der spanischen Aussprache gegeben, sodass das hebräische _c,h et oder^haj_rnifj oder'ssamech KEHILLA PASTEUR 633 : ♦ ♦ ♦ ♦ T. C. 47.9696—99 Die Jüdische Gemeinde von Buenos AiresJ fordert alle deutschsprechenden Juden auf, der* Kehilla als Mitglieder oder Protektoren beizutre-* ten, der die Organisationen der deutschsprechen-♦ den Juden angeschlossen sind. $ Es ist die Pflicht eines jeden Juden, der JUdi-| scheu Gemeinde von Büenos Aires als Mitglied anzugehören. Informationen und Antragsformu- J lare in unserem Büro, Pasteur 633, 1. Stock. Raumverhältnisse verfügen. Die Leitung des Seders hat Herr Ernesto Vogel. PESSACHGOTTESDIENST Am Freitag, den 5. April, um 19 Uhr, veranstalten wir im Logenhaus der Bene Berith Loge, Juncal 2573, einen Pessachgottesdienst mit Predigt und Seelenfeier unter Mitwirkung des Kinderchors für Mitglieder und Gäste. JUGENDGRUPPE ACIBA Zu der am 24. März um 21 Uhr stattfindenden Versammlung laden wir alle Eltern, besonders diejenigen, deren Kinder an unse. rem Campamento Monte Hermoso und unserer Colo. nie Banfield teilgenommen haben, in unserem provisoj rischen Heim Maure 2325, I herzlich ein. An diesem! Abend werden unsere Ju- | gendftihrer über das Ergeb- [ nis des Campamento und j über die zukünftige Arbeit I berichten. der vor hunderten Jahren zwangsweise zum Christen, tum bekehrten Juden, der sogenannten Marannen. wiedergegeben wird, da« mit 2T, während rft-i- — ■— mit s in der Umschrift geschrimeti werden. ~Üm~Te Wiederholung des schon Gelernten zu ermöglichen, empfiehlt es sieh, die einzelnen Lektionen, die immer an jedem Dienstag in der Semana Israelita erscheinen werden, auszusehneiden und zu bewahren. Wir nahen uns den Pessaehtagen. dem Fest des Frühlings und des Neubeginns; wir leben in einer Epoche unserer nationalen Wiedergeburt. Hier wird jedem, auch dem Meistbesehäftigten und stets Ueberlasteten die Möglichkeit geboten, das kulturele Band wieder zu flechten, das leider in den Tagen uns£'i*er Väter zerrissen wurde. Die Pflicht des Sohnes ist, die Tugenden der Väter nachzuahmen und da, wo sie lässig waren, sie durch die rechte Tat zu übertrumpfen. Denn da ist der wahre Fortschritt der Generationen. Rabb. Dr. MEIR ROSENBERG Der erste Lehrkursus erscheint am nächsten Dienstag, den 28. März. Israel - Marken und Marken aller Laentler — Neuigkeiten — “Temdticos” ln groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN¬ NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFONSO MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 esq. CABILDO WIR BITTEN unsere Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueber' Weisung der fälligen Abono-Gebühien frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono.Betrages in SCHECK — GIRO — BOHO POSTAL LA SEMANA ISRAELIT/ Pueyrredön 2190, 1* izq. Capital Hierdurch überweise ich Ihnen den Betrag von m$n . aus nachstehender Abrechnung, ln Erwart urg Ihrer Quittung begrüsse ich Sie (Maat«) (Adresse) H. B.: Wir bitten, Einzahlungen zu richten an: LA SEMANA ISRAE¬ LITA. 1. u. 2. Quartal 1961 mSn 150. Jahr 1961 . . m$n 300. (Nicht gewünschte Zahlung bitte ausftreicaen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.