Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1859 (10.3.1961)
- Date
- 1961-03-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, I« de Mar*« de 1961 LA SEMANA ISRAELITA A fio XXII. — No. 1859 Neue Entwicklungsorte und ihre Aussichten von MEIR FAERBFR, Tel Aviv Die Ansiedlungsplanung erstrebt die Verteilung der | Bevölkerung über die noch j Million KW gesteigert wer. | bis zu den individuellen belaufen sich auf nicht nutzbar gemachten (jerl Negew soll dem- Bauerndörfern, in denen Menschen; davon werden in Oedländereien im Landes- ¡ nächst eine neue Kunstdünniemand nach seiner Partei- Industrie und Handwerk Süden und über gewisse fabrik zusätzlich zu der 1 Zugehörigkeit gefragt wird 14.000 gebraucht, in der dünnbesiedelte Gebiete Gagrossen haifaer „Chemicals_in jedem dieser Dü Landwirtschaft 2000, in Han. 33.000 auf liläas und stützt sich die Entwicklungspläne in allen Wirtschaftszweigen, jn Landwirtschaft, Industrie, Bergbau, Hafenbau, Export, förderung usw. All das muss gemeinsam betrachtet werden, denn das eine ist ohne das andere unmöglich Das Gesamtbild der wieklungsplanung ist so um. fangreich, dass es sich im Rahmen eines Arti strikte wird ein kleinstädti.! del, Bankwesen und Kleinscher Kern errichtet, in dem gewerbe 4000, in Transportsich das Wirtschafts- und diensten 4000, im Bauwesen. and Fertilizers“ zwischen Oron und Sodom errichtet werden, und jährlich soll - —„ 1,5 Millionen IL allein in Kulturleben konzentriert,; für Elektrizitats- und Wassystematische Forschung wo es Geschäfte und Fabriserwerke, 2000, in den Sofür die chemische Industrie ken und damit auch Arzial-, Erziehungs. und Reliinvestiert werden. , beitsplätze gibt. Diese Fagions-Diensten etwa 3000. au^die^ Exportwaren ^urch 1 dif^andwirtschafüiehe “und gTJSbe, besonders auch für E"'- das Rote Meer nach Afrika und Asien verschifft werden "elt es sie ln.. M gc_ sollen, wird weiter ausge. bung gibt. So finden wir un- —-:t ’— Baumwollfelder engen Raumen eines Am- - , weit ¿er Baumwollfelder kels nicht darstellen lasst, \ desdneuenj südlichen! Bauwoll . Separieranstalten Mittelmeerhafens Ashdod und .Spinnereien, in der beginnen, der etwa 30 km; Nähe von Zuckerrubenfel- -üdlich des Jaffaer Hafens1^™ Zuckerraffincnen, im wenn man nicht gar zu ober flächlieh und uninteressant werden soll. Dah.r wollen wir uns mit Hinweisen auf einige Wirtschaftszweige begnügen. Der Vorsitzende des vom Entwicklungsminister er. nannten technischen beratenden Comitees, Sir Ben- Lockspeiser, betonte. das und in leitenden Positionen 1000—2000. Dem steht die Schätzung des zu erwartenden Angebotes an Arbeitskräften mit 22.000 gegenüber, wenn Einwanderer (unter Abzug der ders für den Zitrusexport i Sortier, und Verpaekungsliegt Dieser Hafen soll bis , Gebiet der Agavenpflanzun- Auswanderer), heranwacli. 1964 65 mit einem Aufwand die Sisalhanf-Fabriken, sende und ins Erwerbsleben von 70 Millionen IL besonnahe den Erdnussfeldern eintretende Jugend, Heranziehung von momentan bei Notstandsarbeiten Beschäftigten zu den verschiedenen Facharbeiter-Kategorien von momentan und ein Teil der 15.000 nur beschränkt arbeitsfähigen Leute einbezo. hergerichtet werden. Etwa 2,5 Millionen t Felsen sollen für zwei Wellenbrecher ins Meer versenkt werden. In Israel grosse Möglichkeiten Ashdod selbst wird im nächfür die Kunstdüngermdu- | $ten Jahr mit der Durch. _ stne hat, denn als einziges führung eines grossen Wohn, tige Verteilung der Revolgen werden. T g VI7«1 lrnx» nn rlnnlr ® ° I__ .‘1 1_ _ __; r A L i L u hallen für Erdnüsse, Paekhäuser bei den Gemüsefeldern, usw. Dadurch wird nicht nur Transport gespart sondern man erzielt damit auch die für Israel so wich- Land der Welt kann es dank der Chemikalien des Toten Meeres und des Negew die drei Grundstoffe Pottasche, Phosphor und Stickstoff in Mengen produzieren, die nicht nur den Inlandsbedarf decken, sondern auch grosse Exportmöglichkeiten bieten. Die Produktionsreserve des Toten Meeres ist praktisch gesehen unerschöpflich. Die Entwicklungsunternehmen sollten im Jahre 1960 bereits einen Bruttogewinn von 50 Millionen IL kerung über weite, bisher unbesiedelte Gebiete. Die Baumwollpfianzung wurde nach den bisher erzielten Erfolgen nun wieder dem’in ständig wachsenden^ verdoppelt und soll um wei- Ma.«« eine landwirtschafttere 50 % erweitert wo bau-Projekts „egonnen werden. Die Südhäfen sind schon deshalb von grosser Bedeutung, weil es im Landessü- Masse eine landwirtschaftliche, industrielle und Bergwerks-Produktion gibt, die exportiert werden soll, und sich die Bevölkerung dort mit der Verwirklichung des Siedlungs. und Produktions-Programms ständig werden. Man erwartet von 200.000 t wovon 10.000 werden können. In der Besiedlung der Oel. lündereien richtet man sich nach einer detaillierten Pla- — vermehrt, also auch die Im. nung, innerhalb welcher abwerfenim Jahre vorher P0I'te für den Süden in nä. j grosse Wassermengen aus betrug dW Bruttogewinn heren Häfen ausgeladeu | ¿em Norden in den Negew 30 Millionen IL, nachdem 56 werden sollen, damit die : geleitet werden; Hierzu ge- Millionen IL in den Aushau teuien Transporte aus dem i bürt die Produktions- und der Betriebe investiert wor- Norden elngespart werden. Export-Förderung mit rela Die Ansiedlung in den Entwich'ungsgebieten erfolgt in landwirtschaftlichen Siedlungen aller Art — von den kollektiven Kibbuzim Die Aufhebung der Be- 1 Schränkungen bei Registrierung von Behinderten in den Aemtern für Arbeits-! Vermittlung hat die Zahl der eingetragenen, nur bej schränkt fähigen Arbeits- : suchenden um 10 'Ic erhöht, und das Arbeitsministerium t exportiert bemüht sich nun, das Pro. blem dieser Leute dadurch zu lösen, dass für sie in Zusammenarbeit mit der Histadrut und dem Indu-! striellen-Verband Arbeiten 1 ausfindig gemacht werden, die sie leisten können. I eine Ernte Baumwolle, den waren. j Der Elektrizitätskonsum wächst um 13—14 % jährlich und wird 1969/70 von den jetzigen 410.000 KW auf VERBRINGEN SIE FICE IM MODERNSTEN HOTEL M. FLAMM unter Aufsicht S. Ehrw. des Herrn Oberrabbiner Dr. J. FINK tiv gewaltigen staatlichen Mitteln, ferner die Erforschung der Bodenschätze sowie Industrie, und Agrar.! Forschung, die Ausbildung der erforderlichen Facharbeiter, eine ständige Kontrolle der Weltmarkttendenzen und -Konjunkturen, die Verbesserung der Verkehrsmittel, kurz eine Politik, die in der Frühzeit des Zionismus als Kolonisationsregime bezeichnet w'orden ist. Tatsächlich gelang es bereits im Lauf von elf Jahren, den Export von 11,7 % des Imports auf 41 % der Einfuhr zu steigern, obwohl bisher auch der Import ständig zunahm, der allerdings viel Investitionsgüter, Rohmaterial und Maschinen umfasst. In den dreissig Entwicklungsbezirken $ind heute 468 Betriebe tätig, xin die 230 Millionen IL investiert wurden und die über 14.000 Leute beschäftigen. 5000 weitere werden durch Heimindustrie und Anfertigung von Exportwaren in den Arbeitsprozess eingeordnet. ¡¡eingebettet zwischen herrlichen Bergend beschaeftigungs. j; umgeben von Wasser |iPlanung _ * 1 Jetzt fanden etwa weitere ¡¡vorzügliche Küche - geschultes Personal i26 000 Leute ständige Ar C { bei CHASCOMUS — Córdoba 38 1 QUADER VOM STRAND ZIMMER MIT PRIVATBAD — Alle Bequemlichkeiten Telefonische Auskünfte in Bs. Aires: 76-6623 u. 70-5805 Rechtzeitige Anmeldung erbeten bis 24. März y-’WW^WWWWVWW^V^WWWWVWWWWVWWWVVVV (TO T EL LAGO 1^3 i; LEON KAHN Rio Ceballos* SIERRAS DE CORDOBA — Casilla Correo 34 LACHISCH, BESSOR, ARAD Seit Beginn der Durchführung des Distrikts-Entwicklungsplans des Laehisch.Gebiets im Oktober 1955 wurden dort zusätzlich zu den damals bereits vorhandenen 31 weitere 25 Siedlungen gegründet und das Städtchen Kiryiat Gat, das Zentrum dieser Zone. hat etwa 11.000 Einwohner, während die umliegenden Dörfer ungefähr 14.500 Siedler haben. Das Lachiseh-Gebiet ist nur einer von vielen Distrikten, in denen die Entwicklung durch Ansiedlung und Wohnungsbau, Pflanzun. gen und Bewässerungsanla. jgen, Fabriksgründungen und Errichtung von Schulen, Kliniken, Kulturhäusern, etc. gefördert wird, und in denen die Bevölkerungszahl ständig wächst. Die weitere Intensivierung der Besiedlung dieser Gebiete hängt eigentlich nur davon ab, dass mehr Einwanderer in ■ Land kommen als in der letzten Zeit, denn es besteht bereits Man. gel an Arbeitskräften in Stadt und Land. An das Lachiseh-Gebiet schliessen sieh zwei weitere Entwicklungs-Bezirke an, die nun erschlossen werden sollen, der Chevel Hab’sser und Chevel Arad, ersterei fast ausschliesslich für landwirtschaftliche Siedlung und letzterer vornehmlich für Industrie-Arbeiter, die Hilfswirtsehafien pfle. Systeme möglich, die auch 'miteinander verbunden werden können: 1. Zuleitung von Jcrdan-Jarkon-Wasser aus der grossen Landesleitung; 2. Abfangen und Aus. nüizen der Winter-Niederschläge, die durch Bäche und Wadis zum Meer abfliessen, durch Dammbau, Erbohrung der unterirdischen Wasseradern, Terras. senbau, etc. nach dem aus. gezeichneten Beispiel der Nabatäer, das selbst von den modernsten Methoden nicht Überboten wurde, und 3. Verwendung von Salzwasscr, wie es durch Bohrungen in diesen Gebieten leicht erschlossen werden kann, unter Hinzufügung von neutralisierenden Chemikalien und durch Verdünnung mit Süsswasser (Programm der israelischen Wissenschaftler Dr. Boyko und Prof. Heimann) zur Bewässerung der Pflanzun. gen. Allein im Chevel Bessor lassen sich 20—30 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich durch Heranziehung der Oberflächen- und der Un. | tergrund-Gewässer nutzbar machen, da mit einer Gesamtreserve von 50—100 . Millionen Kubikmeter Wasser in diesem Gebiet gerechnet wird. Naeh diesem Programm lassen sich im Chevel Arad 170.000 Dunam Boden bearbeiten, abgesehen von den Hilfswirtschaften der Fabrikarbeiter, die mit den Abwässern der Fabriken bewässert werden könnten. Sukzessive überzieht sich das Land, das noch vor einigen Jahren öde Steppe oder Steinwüste, Sanddünc oder kahles Gebirge war, mit grünen Pflanzungen und Siedlungen, Bergwerken und Fabriken, Städtchen und Verkehrsadern, ja sogar wirkliche Städte erstehen, wo Skeptiker und Pes. simisten dies vor wenigen Jahren noch für unmöglich hielten. An Plänen fehlt es Juden-Christen- Deutsche München. — Kürzlich begann der süddeutsche Rund- ■ funk mit der seit langem vorbereiteten Sendereihe „Juden — Christen — Deut, sehe”.! Im Vorwort zu einem Sonderprospekt schrieb der Leiter der Sendereihe, H. J. Schultz: ..Das Thema .Juden — Christen — Deutsche’ ist fragwürdig. Wer sollte; das besser wissen als die ¡Autoren, deren Referate auf \ den folgenden Seiten ange- I kündigt werden? Es sind nicht allein sachkundige Schriftsteller, Publizisten und Wissenschaftler, sondern persönlich in der in Rede stehenden Problematik engagierte Menschen. Sie haben sich zu dieser Arbeit zusammengcsehlossen, weil sie in der Ueberzeul gung übereinstimmen, dass mit diesem Thema eine der ( Entscheidungsfragen an uni sere Zeit zur Diskussion gestellt wird.” (AWZ) nicht, an Investitionsmitteln fehlt es kaum, das Hindernis bildet vor allem der Mangel an Arbeitskräften, und das Land lechzt nach Einwanderern. Jüdisches Reisebüro »■HiH Persönliche Beratung durch Reise experten Herrn Bernardo Bittermann und Moriono Feld CORRIENTES 2063 ot. 9, IO, 14 y 16 T. 45-7607/49-0433 49-1229/49-3491 Seguios Schottender Versicherungen jeder Art — JUNCAL 2170 T.E.: 82-1732 Restaurant »Paso | Paso 452 (al fondo) — T. E. 87 92591 Unter Aufrcht des Vaad Harabomm der Kehllla 5 MITTAGS- und ABKNDTISCH l Anrichten von kleinen Festlichkeiten \ und Banketten l beitsplätze (lt. Statistik des ganzen Landes), obwohl anfänglich nur mit 22.000 gerechnet worden war. Dadurch konnte die Zahl der Notstandsarbeiter um 40 % verringert werden. 'gen könnten. Für diese bei Die Schätzungen der in der den Bezirke ist die Lösung nächsten Zeit erforderlichen des Wasserproblems Vorbezusätzlichen Arbeitskräfte , dingung. Sie ist durch drei AUFGEWECKTER LEHRLING ZUM AM.ERNEN BEI EXPORTFIRMA, für sofortigen Eintritt gcsu'ht. Vorzuslellen : At. LID. GRAL. SAN MARTIN 222 5? VERLEIH VON GESELLSCRAFTS- ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Geschäft in dieser Branche. Cangallo 2553 — Tel.: 47-4709 Buenos Aires Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 50 Centesimos Jahresabono 45.— $ urug. ABONOS — AVISOS — COBRANZA Sra. L. Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK Constituyentes 1757 Tel 42-640