Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1859 (10.3.1961)
- Date
- 1961-03-10
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, 16 de Märze de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — N*. M59 Museum für japanische Kunst; Television in Israel? Kredit für Kairo von einem Sonderkorrespondenten scher Museum eröffnet. Dies ist die erste Gründung ihrer Art ausserhalb der Grenzen Japans; es ist eine Stiftung Herrn Tikotins, eines bekannten Sammlers japanischer Kunst. Er ist in Po- VERSTAENDIGUNG In Haifa wurde kü zlich 1 Es muss allerdings er. I FOERDERUNG ein ausschliesslich japani-! wähnt werden, dass dieses GEGENSEITIGER Kunst gewidmetes : Problem von jedem anderen | Museum ausserhalb Japans geteilt wird. Auch die älteren und berühmten Sammlungen von London. Paris. Boston und New York leiden am Mangel der Vollständigkeit. Japan war stets ein len geboren, lebte lange in : gestrenger Hüter seiner hi. Holland, wo er den grössten Teil seiner Sammlungen zusammentrug, und ist nun nach Israel gekommen. Die Sammlung besteht aus ungefähr 4000 Objekten, darunter 149 Malereien. 1500 Drucken, 234 Metall- und 193 Lackarbeiten und 107 Keramiken; sie umfasst viele seltene Erstdrucke und ist darum einmalig auf dem internationalen Kunstmarkt. Die Gründung des Museums geschah vornehmlich zum Zweck, den Israelis eine Gelegenheit zur Kenntnis der einzigartigen japanischen Kunst zu geben und das israelische Kulturleben zu bereichern, aber auch um die Verständigung zwi- Kunstgegenständen j sehen den Völkern Israels und Japans zu fördern. Herr Daniel Lewin. Israels Gesandter in Japan sagte kürzlich über die Bedeutung dieses neuen künstlerischen Unternehmens in Israel folgendes: ,,Vor allem bemüht sich das Museum dem israelischen Pu. bltkum eine Gelegenheit storischen und nationalen ' Schätze, und die Ausfuhr von wird durch eine besondere Regierungs - Kommission überwacht. Es ist heutzutage unmöglich, irgendwelche besonders wertvolle Kunstwerke zu kaufen nnd aus Japan zu exportieren. Besonders erwähnenswert von der Abteilung „Ukyo-e“ ist ein wunderbares Gemälde von Kaigetsudo-Ando „GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES MUSEUMS” Alle Debatten darüber, ob ' Television eine schädliche Einrichtung sei, die sich für die Erziehung der Kinder und Jugendliehen negativ auswirkt, sind im Grunde überflüssig. Auf die Dauer kann man sich keinem For-t schritt entgegenstellen, selbst dann nicht, wenn er noch so unsympathisch sein sollte — und unsympathisch ist die Television keineswegs. In Israel werden allerdings sowohl die Durch-; führung der Programm als auch die Anschaffung der Apparate durch die Bürger . auf erhebliche Schwierig- ' keiten stossen. Ernsthafte : Theatervorführungen sind; bei dem ausgezeichneten Stand der israelischen Büh. : nen nicht problematisch.! dagegen aber haben die Iszum Genuss der .einziger«-! raclis bjsh<fr noch niehr japanischer lernt Kleinkunst Doch das neue Museum hat einige Entwicklungspläne, und ein anderes einer stedie es mit Hilfe einer interhenden Frau von Hokusai. VOLLSTAENDIGKEIT DER ABTEILUNG “UKYO-E” Vom Standpunkt der historischen Vollzähligkeit ja. panischer Kunst ist diese Sammlung natürlich lange nicht komplett. Da ist nur eine einzige Bildhauerarbeit aus dem 11. Jahrhundert, und die ältesten Drucke sind nicht älter als vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die Sammlung ist besonders vollständig in der Kunst der letzten 300 Jahre, eine verhältnismässig „junge“ Epoche einer reichen und ehrwürdigen Kultur. Nur mit dem „Ukyo - e“ - Holzschnitten kommt das Museum der vollkommenen Darstellung irgendeiner Epoche japanischer Kunst nahe. nationalen ..Gesellschaft der Freunde des japanischen Museums in .Taifa“ zu verwirklichen gedenkt; diese besteht aus einer Gruppe aktiver Enthusiasten in Basel. Die Zuwendungen und Spenden, die rie dem Museum zukornmen lassen wollen. werden die Sammlungen sicher bereichern und eine gen Schönheit Kunst zu geben, und damit die gegenseitige Verständigung zwischen den Bürgern Japans und Israels und auf diese Weise auch zwischen den Völkern Ost. und 1 W’estasiens zu fördern, denn wenn der Frieden in dieser Zone walten wird, wird das Museum zweifellos zum Treffpunkt der Menschen des Mittleren Ostens werden, die an japanischer Kunst interessiert sind.“ in der leichten und beschwingten ¡'Form darzubringen. die dieser Kunstzweig verlangt. Augenscheinlich ist ihr Hu- 1 mor.wenn man von einem; I solchen Begriff überhaupt reden kann, nicht so gela. 1; gert, um diese Form der ( künstlerischen Darbietung; im jüdischen Staate zu erreichen. Ohne Kleinkunst aber wäre jede Gestaltung von Televisionsprogrammen Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Ost Chisaburo Yamada geleitet, im Lande von vornherein Das Museum ist von Herrn zum Scheitern verurteilt. Ein Televisionsapparat und West bedeuten. Hierbei der speziell aus Japan einmüsste für den Bürger erist der wichtigste Faktor vielleicht die Existenz dieses neuen Museums in Israel, der Brücke zwischen Europa und Asien. Dieser Landstrich an den Ufern des i Mittelmeeres galt stets als Mittler östlicher Ideen und , Meinungen nach dem We- 1 sten, während die westliche , Welt in diesem alten Land l eine Station für die Aus- 1 breitung ihrer Kultur gegen den Osten zu sah. i traf, um die Direktion zu schwinglieh sein. Wenn man übernehmen. Die Ausstel. auch dabei einen Dollarkurs lungsobjekte sollen jeden von 7,50 IL zugrunde legen Monat erneuert werden. sollte, wie z. B. bei Privatautos, bleibt die Television einer ganz verschwindenden Schicht Vorbehalten und wird also ihren Sinn und Zweck nicht erfüllen können. In Europa macht der Preis eines billigen Tclevisionsapparates nicht mehr als etwa ein Monatsgehalt eines kleinen Beamten aus. Man müsste in Israel Mittel und Wege finden, um auch dort den Preis eines solchen Apparates auf dieser Basis halten zu können. Selbstverständlich ist, dass die monatliche Gebührenzahlung verhältnismässig hoch sein wird. Es ist kaum anzunehmen. dass nicht jeder Bürger versuchen würde, die dafür aufzuwendende Summe von anderen Budgetposten abzuspar n. Kürzlich weilte Ing. Me. nachem Abramowitz, Besitzer von Werken, die Televisionsapparate in den Vereinigten Staaten herstellen. im Lande. Er unter, breitete der Regierung Vorschläge zur Einführung rein pädagogischer Televisionsprogramme. Augenscheinlich will die Television über diese ..Hintertür“ in Israel einziehen, nachdem man den Eindruck im Ausland hat, die Behörden verhinderten aus bestimmten Gründen die Einführung der Television in Israel. Abramowitz will die Programme zu 90 Prozent von den Schulen selbst gestalten lassen. Er wendet sich ge. gen Programme, die auf I London. — Jugoslawien hat der Vereinigten Arabi-; sehen Republik einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Dollar gewährt. Der Kredit soll zum Ankauf von Maschinen, Industrieausrüstungen und Reserveteilen in Jugoslawien verwendet werden. (AVZ) kommerzieller Grundlage stehen, da ihr Niveau auf der ganzen Welt zu niedrig sei. Wie bekannt wurde, hat die Regierung an den Plänen des amerikanischen Fabrikanten Interesse gezeigt. Man dürfte sich aber wehl darüber klar sein, dass es ganz unmöglich ist, Television nur in einem einseitigen Sinne d. h. auf einen ganz bestimmten Zweig des Lebens, also in diesem Fall auf die Schüler, ausgeriehlet einzuführen. Wenn es dazu kommen sollte. Television im Lande zu schaffen, muss diese Einrichtung allen offen stehen, sonst würde sie sich nicht lohnen, und man kann auch kaum damit rechnen, dass sich jemand einen Televisionsapparat ansehaffei wird, nur um pädagogische Programme für seine Kinder zu empfangen. Die Schwierigkeiten, die der Realisierung des Planes der Einführung der Television in Israel entgegenstehen. sollen nicht übersehen werden. Andererseits ist die Television auf der ganzen Welt im Vormarsch. Sie wird auch an den Grenzen Israels nicht haltmachen. Die Geschichte der Dokumentensammlung von Yad Washem \Buecher gesucht!\ Etwa ein Drittel der Do. kumentation, di im Eichmann-Prozess vor Gericht gebracht werden wird, dürfte aus den Archiven von punkt aus interessant ist. j Dieses Material enthält i sehr wichtige Dokumente des Auswärtigen Amtes; nicht nur aus der Zeit der Yad Washem, des offiziösen! Massenvernichtung der Ju- Memoiren - Werke Berichte früherer jüdischer Gemeinden Statistische Werke Dissertationen über Themen Brief - Sammlungen « « t t t i1 1 t £ vor allem werden gebraucht: I I $ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 g Angebote sind zu richten unter dem g 0 Vermerk „BUECHER” an die Adg 0 ministracion der: g $ Gedächtniswerkes in Jeru- ■ salem stammen, und daher | dürfte die Geschichte dieses ArchivMaterials von Inter- : esse sein. '■ Man kann heute nieht wissen, wie gross der Teil des | deutschen Archivs ist, der vernichtet wurde, und wir wissen auch nieh^, wieviel die Russen an sieh genomi men haben, die nur einen . Teil veröffentlichten und! einen Teil geheimhalten. Die Amerikaner haben zurückgegeben, was sie nach der Besetzung genommen , hatten, nachdem auch sie! «.« ■» 1 w ■ einen Teil publizierten. Auch J||Q|££||Q 0; die ^kigländer gaben Bonn den, sondern auch angefan. gen von den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Darunter befand sich z. B. eine Anzahl von Akten unter dem Titel „Das französische Spionagegesetz” und „Französische Militärangelegenheiten” aus der Zeit von 1893 bis 1914, auch im Zusammenhang mit dem Dreyfus-Prozess. Aus dem ersten Weltkrieg gab es Material über die besetzten Gebiete in Osteuropa, aus Rumänien, Polen, der Ukraine, mit überraschenden geographischen, sozialen und die Organisation betreffenden Schilde derLgríisTteTefi"des Mate“ , ™nSen der jüdischen Siedg! rials zurück, das ihnen in 1 die Hände gefallen war. t 0 Vermerk 9,BUECHER” an (lie Administración der: i LA SEMANA ISRAELITA, .Cap. Fed.9 Pueyrredón 2190, 1' izq. Als Mosche Sharett noch Aussenminister war, verhandelte er mit England! um Ueberlassung von Material über die Judenfrage und schickte Prof. Verete i von der Hebräischen Unij versität Jerusalem nach : London, um das für Israel! relevante Material aus den ■ etwa 300 Tonnen Akten, die | die Engländer übernommen , hatten .auszuwählen. Dazu! gehört Material, das von jü. dischem, mittclöstlichem und israelischem Standlungen. Das gesamte diesbezügliche Material des Auswärtigen Amtes umfasst 250.000 Blätter, die auf Mikrofilm aufgenommen wurden und sich bei Yaw Washem befinden. Dem Büro „08”. das das Material für den Eichmann-Prozess vorbereitet, wurden . daraus 484 Dokumente äuf 882 Seiten zur Verfügung gestellt. M. F. I Israel - Markén und Marken aller Laender — Neuigkeiten — “Temáticos” ln groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLAITEN- S NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — $ VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE Sl SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG Guanacache 2351, dep. 2 esq. CABI LDO ALFONSO MORITZSON Neues Schiff für Israel Bremen. — In Bremen lief auf der Vulkanwerft ein 10.300-Tonnen-Frachter für die israelische Schiffahrts- Gesellschaft ZIM vom Stapel, der im Rahmen des Wiedergutmachungs . Abkommens gebaut und unter dem Namen „Beerscheba” laufen wird. Auf der Deutschen Werft in Hamburg lief für die israelische Gesellschaft El Yam ein 22.000 Tonnen grosser Frachtdampfer unter dem Namen „Har Sinai” vom Stapel. (AWZ) FLAVIUS JOSEPHUS Die jüdischen Altertümer (Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. H. CLEMENTZ 1 Bde. Kl. 8?, I, 646 Seiten, 2 Tafeln. II. 724 Seiten und 2 Tafeln auf holzir Papier, in Ganzleinen geh. DM 52.— Die „Jüdischen Altertümer” sind ein wichtiges Quellenwerk zur Erforschun. der antiken Geschichte und ganz oesonders zur Erkenntnis des nachbiQlischen Judentums, seiner oolitischen Strömungen und religiöeei Sekten sowie der Entstehung des Christentums. Die Funde am Toten Meer haben erneut die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit seiner Schilderungen bestätigt. Die Werke des Flavius Josephus »md daher für jeden, der sich mit dem für uns wichtigsten Zeitabschnitt der älterer Geschichte beschätigeB will, unentbehrlich. JAKOB LEVY Clialdäisches Wörterbuch über die TARGUMIM und einen grosser Teil des rabbinischen Schrifttums 2 Teile m I Band. L« . 8?, VI. 429 + VIII, 595 Seiten ca. 2.048 Spalten) — Mit Nachträgen von LeOerecßi Fleischer — Unveränderter Neudruck der dritten Alltage — ln Leinen geo und aut hoizfr. Papier gedruckt Subskriptionspreis DM 130.— Nach Erscheinen (15. Sept. 1959' DM 145 — Dieses seit Jah en vergriffene und gesuchte Wörterouch ist das bis jetzt erschöpfende Werk zur Ers.hiiessung der jüdischen Bibelexeges«. Früher erschienen: Geschichte des jüdischen Krieges FLAVIUS JOSEPHUS Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkurgen versehen von Dr. H CLEMENTZ Kl. 8°, 695 Seiten, 2 Karten aut noizfr. Papiei in Leiner geb. DM 25.— Joseph Melzer Verlag, Koeln MC ZARTSTRASSE 13