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Jüdische Wochenschau · 1961-03-07 · 1858 (7.3.1961) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1858 (7.3.1961)
Date
1961-03-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Marte». 1 de Mar?;» de i*‘t L. A SEMANA lSRAEclíA Año xxif. — V». ms Neue Bemühung um Jerusalem. — Staatspräsiletit Ben Zwi unternahm len erfolglosen Versuch, die Parteien der scheidenden Koalition zur Beilegung ihrer Differenzen zu bewegen, um allgemeine Wahlen zu vermeiden. Ein Sprecher der Mapai /erwies auf die entscheiiende Opposition seiner Partei. irgendeinen anderen Führer als Ben Gurion mit der Kabinettsbildung zu be. auftragen. Er betonte, die Forderung anderer Parteien. einen anderen Regierungschef zu ernennen, sei als Absicht anzusehen, „der Mapai Bedingungen zu diktieren”. Er setzte hinzu, seine Fraktion würde natürlich eine Lösung der Krise im Verhandlungswege vorziehen. doch sei sie bereit, sich der Wählerschaft „mit Vertrauen” zu stellen. In seinem Appell forder. te Ben Zwi die Parteiführer zu einer nochmaligen Erwägung ihrer Haltung in letzter Minute auf, da neue Wahlen ungelegen und nicht im Interesse des Volkes seien. Wahlen, so setzte er hinzu, würden das Volksvermögen mit einer unnötigen Ausgabe belasten und einen internationalen Prestigeverlust bedeuten. Ferner müsste ein „plötzlicher Wahlfeldzug den Fortschritt des Landes und seine Entwicklungs-Aussichten hemmen.” Ben Zwi verwies darauf, dass die Wahlen in jedem Falle nur geringfügige Aenderungen im Gleichgewicht der politischen Kräfte verursachen könnten. Aus diesem Grunde empfehle er nochmals die Wiederherstellung der alten Koalition unter dem ausdrücklichen Einverständnis, dass der Kampf zwischen Ben Gurion und Pinchas Lavon als ab. geschlossen betrachtet werde und alle Parteie den Spruch der nterministeriellen Kommission als letztes Wort hierzu anerkenne;. In Entgegnung auf die Wolle des Staatspräsidenten gaben die Führer der scheidenden Koalition ihrer Ansicht Ausdruck, dass die Verantwortung für die jetzige Lage, die Neuwahlen als Ausweg aus der Krise erfordert, der Mapai ¿ugeschrieben werden miise. Mosche Carmel von der Achdut Awoda, der gleichzeitig im Namen der Mapam und der Progressiven sprach, unterstrich, dass die Mapai den Schlüssel zur Lösung der Krise ohne Wahlen in der Hand halte. Er hob hervor, dass die Mapai in der gleichen Koalition wie früher die Präsidentschaft des Miinisterrates haben könne, wenn sie irgendeinem anderen Manne als Ben Gurion die Führung zu übertragen gewillt wäre. Er beschuldigte Ben Gurion, das Ansehen der Regierung geschmälert und durch sei- Neue Politik des Vatikans Muebles Wäte^imohiv MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 nen Kampf gegen Lavon die 1 israelische Demokratie untergraben zu haben.! Sämtliche Parteien teilten dem Präsidenten mit. dass sie vor dem Herbst die \ Auschreibung von Neuwahlen wünschten. Mapam. Achdut Awoda und die Progressiven erklärten Ben Zwi, sie würden sich für ei- 1 nen früheren Termin, d. h. den 11. Juli einsetzen. I KEINE KRISE IN DER MAPAI Tel Aviv. — Eine Krise der Mapai wurde vermieden, als Pincha^ Lavon, der ehemalige Generalsekretär der Histadrtu, schriftlich davon Abs.and nahm, als Kandidat für die nächste Knesset aufgestedt zu werden. In einem an den Gene, ralsekretär der Mapai gerichteten Brief führte Lavon aus, er sei mit gewissen Tendenzen und Vorgängen in der Partei nicht einverstanden und kenne ein System nicht verteidigen, durch das die Fraktion Diktaten unterworfen werde und nicht frei entscheiden könne”. Aus diesen Gründen könne er im Namen der Mapai nicht kandidieren. Im weiteren teilte Lavon mit. er sei nicht gefragt worden, ob er mit einer Kandidalur einverstanden sei, aber er werde den Kampf Mieder aufnehmen, falls Ben Gurion ihn neuerlich während der Wahlkampagne angreifen sollte, und dieses Recht könne ihm auch die Parte' nicht nehmen, denn er müsse es ablehnen, nochmals die Rolle des „Opfers” zu spielen. EINE MOEGLICHE LOESUNG f (ihrer der scheidende-’ Koalition hegen weiter die Hoffnung, dass d e Mapai einen Ausweg aus der Sackgasse findet, in die die Bildung eines neuen Kabinetts geraten ist, indem sie jemand anderen als Ben Cunon zum Ministerpräsidenten be. stimmt, wodurch neue Wahlen vermieden würden. Wenn B^n Gurion das Amt i des Verteidigungsministers j annehmen würde, so könnte Levi Eshko] der Premier ‘des neugehildeten KabineP-! sein und gleichzeitig weiter als Finanzmiidster fungie. i reu. Es bestände auch die! Möglichkeit, dass der ehemalige Ministerpräsident und frühere Aussenmi^isler Mosche Sharett zum Ministerpräsidenten vorgeschla- I gen wird. Staatspräsident Ben Zwi j c-ctzle seine Beratungen mit ‘ den Parteiführern fort. Die Leiter der Cherut und der 1 Allgemeinen Zionisten be standen auf ihrer Forderung. neue Wahlen auszu. schreiben. (ITA) Bialik-Preis Der Bialik-Preis für Hebräische Literatur wurde an Schlotno Zemaeh für sein Buch „Seht. Baerev” und an Josef Braslavi für sein Buch „Bein Tabor we Her. Rom. — Die Politik oes Vatikans, die kürzlich bei dem Besuch des Erzbischofs von Canterbury als „Annäherungspolitik” bezeichnet worden ist, soll viel'Cicht auch auf andere Religionen ausgedehnt werden und zeichnet eine neue Episode in der Geschichte der Christenheit -b; derartiges war in einem Artikel von Filip. po Pucei in der „Stampa Sera” zu lesen, der Nachmittagsausgabe der zuver- Vertsilun»; der Entschaedigun »s^elder Athen. — Der griechische Aussenminister Averoff hat Beschuldigungen der Opposition zurückgewiesen, er verzögere die Einbringung des Ausführungs - Gesetzes über die deutsche Wiedergutmachung an Opfern des Nationalsozialismus in Grie chenland. Averoff sagte im Parlament, das Aussenministeriura habe in zehnmonatiger Arbeit über 200.000 Anträge ehemaliger Geiseln geprüft. Es sei nunmehr möglich, die von der Fundesregierung bereitgestellten Mittel so zu verteilen, dass die Hinterbliebenen je rund 4.300 Mark und die ehemaligen Geise'n je etw 3.000 Mark erhalten. Die Behauptung der Opposition, die Regierung habe einen Teil der Wiedergutmachungs - Gelder für andere Zwecke verwendet, sei eine Lüge. — f°»es* Jerusalem. — Die Partei Cabildo 771 VERLEIH VON «TESEI.i SCHAFTS ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Geschäft in dieser Branche. Cangallo 2553 Tel.: 47-4709 Buenos Aires Te&piciaiis - M. Hodiberfj UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN ♦ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN 2 FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4 Eigen« Fabrikation — rnverbindliche Vorführung 4 Auf Wunsch Zahlungserleichterungen * und für gut befunden “Oer gute Kamerad” %Ä/AS DE C.K lässigen Turiner Zeitung „La Stampa”. Pucei. der als ein massgeblicher und verantwortungsvoller Experte über Angelegenheiten des Vatikans gilt sagt wörtlich: „Es scheint, dass die Schaffung einer Art Unterkommission — innerhalb des Sekretariats der Union der Christen — besonders für die Beziehung zu den Juden reserviert sein soll. Es würde sich nctür'ich um eine rein religiöse Angelegenheit handeln, nur von religiösen Gesichtspunkten aus gesehen. die daher keinen Alarm von Seiten der arabischen Welt . provozieren könnte, in der es den Juden gelang, ein festes Staatsgebiet zu errichten.” Es scheint be: -.rer Teilung Puccis ausgeschlossen, dass er solche Informatione) an die Oeffentlichkeit gelangen lä«t. oh’e sie vorher mit den Ansichten der zuständigen Stellen abzustimmen. Ausstellung über Rassenhass Wien. — Das jüdische Staatsmuseum in Prag plant eine grosse Aussiedlung zum Thema „Rassenhass und der Kampf gegen Rassenhass”. Das Staatsmuse, um will zu diesem Zweck an ausländische Institutionen und Organisationen mit der Bitte herantreten, ihm leihweise Dokumentär material zur Verfügung zu steilen. (AWZ 1 ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 ,♦ «si r.*ryrm iL-UW/-- II -¡Sg für die kommenden Monate - ist der j % Tigerzwirn- MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CafJe ANDONAEGU1 2083 4 Quader vor Station Urquiza « 4 4 4 4 4 4 4 : * 4 4? anzug AUTO - REPARATUR _ WERKST ATT | „BEN0” ¡ BEÑO HUTSCHNECXER \ Avda. CONSTITUYENTES 4902 i (Ecke Monroe) t T. E. 51 - 2205! Dieser Anzug bedarf auf Grund der Erfahrungei unserer Kunden keine Wer. bung, weil dieser „gute Kamerad” mit 2 Jahren Garantie für sieh selbst spricht. Vorrätig in Fertigkleidung und reichhaltiger Musterung für Masskleidung. Neueingang an englischen Stoffen. 'CtvMcn fr 4t‘ Mcripü 484 I. 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