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Jüdische Wochenschau · 1961-02-28 · 1856 (28.2.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1856 (28.2.1961)
Date
1961-02-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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IHR .m KUNST lll(l seine ERBER. Tel Aviv riebfän^'1?^ Jung hiervon ein Mr. Sa. 1960 Wurri;et!l dinsky in Philadelphia eiähgeri«, di* nen Scheck auf die zweiten zwanzl;di* 55 000 Dollar gab; wie ein ■fste ITn?Jah?t ius Ponjewesz Ausgewan- Mndif "tfl dtrte.- 75.000 Dollar für den 650 Sehr“J4 Bau der Küche spendete, unter kurz wie die Krise über' igendaiü, ZlJ?" wunden wurde, vurden \Uili Die Jeschiwa hatte ein lisenhä,.. k monatliches Defizit von d MJ,er % JO 000 Dollar. In Ueberwin- Abso'ventp!?' dung dieses Defizits bew,ies '• Lar 7- Baw Kahaneman seine oko. manrif i‘ng(' lösche Begabung. Er teilte elWnrW bibet es auf 300 Dollar pro Tag . und organisierte 365 ,Netzi. ll"ah. die Talwim’, die alljährlich für die iscnule, Wur(|( Deckung der Betriebskosten hs Studenten«. eines Tages aufkommen, inst «ine Aufgabe dem sie jährlich 300 Dollar *n voll ausfüllt, zahlen. Die Schwierigkeit sw, eine Jeschii;egt nur darin, dass er Bachurim zu lej, selbst jedes Jahr kommen 'tro ganzen Lemuss, um das Geld einzu- ' nie so sehr das Kassieren, denn wenn er Arbeitsdranges, nicht kam. vergass mann dieses lebendL eher Mäzen seine Ver. 1 für Ponjewesi pfliehtung. So wurde in ■ für nichts an. New York ein besonderes er seither Inter. .Netziwim Dinner Commitur dieser Anfgi. tee! mit Chairman, Honoralie Kraft iu veriy Chairman und Co-Chair- »s er die schreck, man für die Veranstaltung der Katastrophe errichtet, die in Anwesentonnte. heit von Raw Kahaneman Raw Kahaneman jährlich stattzufinden hat, larauf, dass sie and natürlich ein Netziwim- :nten seiner nein Committee mit entsprechend a bereits selbst vieler‘ Ehrenämtern und ichiwot sind. son. Mitgliedern. ... darauf, dass die Der Natznv , |lelchr Jeschiwa nie »am der moralische Eigener Geldsamm tizmer der Jeschiwa fur den umgeschickt hat, Tag, den er gewählt und an fbringung der Fi- ‘’tn> er. de” L^ erba't de" Hipcpe »Milli. Baqhunm bezahlt hat, und tehmens K dadurch beispielsyveiahaneman selbst. den J^rzeitstag seiner seiner wüniig« Eltern würdigen. :eten Persönlich- DAS INVESTITION«; die Mo»- PROGRAMM grossen, Beträge - Um sich von Cer Veresen Zweck not. j flichtung des alljährligen 1 13 Jahre lauf Hinfahrens zur Sicherung Aiwa unter Geld- Geldes zu befreien, •her seit et»< ¿,jng Raw Kahaneman auf;n ist das Budget f;as gyStem der .ewigen Netm dem der Jon» züvim’ über. Statt für den zent beteiligt ist- Tag jecies Jahr 300 Dollar i laufenden Bubzu »e.’i)en, soll der Natziw (doch auch staujahreseinkünfte von 300 ivestitionen erior Dollar aus im Jeschiwain dem ks» viertel investierten BeträununterhMC» gtn 0^r aus einem Fonds, ird und fort*** der 300 Dollar jährlich ein. Häuser entstc p,ringt. laufend zur Verfügung stellen. Es werden mneman erzählt .ewige Netziwim’ geworben, l0te über eia« die z. B. den Bau von Häu-;?er«lge Alsfr sern in der Kirjat Hajeschiijeem reichen )«- wa finanzieren, deren Woh. Beitra? für ü* nungen an Mitglieder der lekommen könnt* Gemeinde des Raw Kahaner Geizhais bereit1 man vermietet werden, egleitete, hat ih* und aus deren Mietzins die* er möge ihn s(f Erhaltuhgskosten - der Je- . fragte w*“1!' rohiwa gedeckt werden, e«chämt: „W“1 Viele Häuser stehen bereits, 5 ein eiBia*; und wenn das Programm in , 2Ute «■ seiner Gänze durchgeführt »benen. *8rdi?M, sein wird, so wird die Kir- .#nen?" ®irJ* Hajesehiwa nicht nur , reman: ®egtit hunderte Häuser umfassen, ^phmcb'* sondern auch ihre wirt. is.5S „ «enscb» ,0 ’ Ziel, das dem greisen Raw schaftliche' Unabhängigkeit erreicht haben, -das grosse c Weint vorschwebt. fflt u>hten. Da nach der Berechnung itii:. des Raw Kahaneman 180 1J erz®. n jtlrt»- Wohnungen die Kosten von v«n ^.ßrinpnf 50 Tage» decken, müssen Ge'“a - Juden insgesamt 720 Wohnungen, ■ie er von also 120-Häuser, innerhalb rika an. . dieses Systems errichtet jekaim kJU|ei werden. Die Wohnungen i Leiter» werden natürlich ohne iechs Pchiüsselgeld, aber nur an Stadt" er* wie er y0lt Leute vergeben, die in die ein >n ‘ schul® besondere Atmosphäre des D Jesc-hiwa-Viertels passen. Ra* im Das Programm ist keines- ISr«el-»r wegs eine Theorie: Nach 55.000 O“ Y(r- Errichtung von noch 300 Bed**1®111 (¡je» Wohnungen wird das jetzi. ss er n_ierikari‘_ ge Rufende Budget der Je. tnen’ * jer <l~ schiwa beinahe gedeckt cm gebe® rein. Allerdings soll die Momentan haben die Taljmid-Thora-Schulen zusammen mit der Jeschiwa 960 Schü’er. Jetzt bekam das Investitions-Unternehmen der Jeschiwa von der Investitionszentrale des Handels- und Industrie-Ministeriums auch noch den Status eines als rational - ökonomisch erwünschten, approbierten Entwicklungs . Unternehmens zuerkannt und damit mehrjährige Steuerfreiheit c er Mietseinnahmen und sonstige Vergünstigungen. Am Tage meines Besuches bei Raw Kahaneman legte er drei Grundsteine für neue Gebäude, die sämtlich der Aufrechterhaltung der Er- Jrnerung an die Juden Litauens dienen sollen: 1. Ein Bankgebäude, in dem alle Gemilut-Chessed- Kassem die es in Litauen gegeben hat, neu belebt und weiter geführt werden sollen, womit ein Institut für Kreditgewährung zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde geschaffen werden soll. Yvenn man bedenkt, dass a lein die Handwerkerverbände in Litauen 68 solche zinsenfreien Anleihekassen hatten, kann man sich vorstellen, dass auch dieses neue Finanzinstrument dank der Gebefreudigkeit der aus Litauen in alle Welt ausge. wanderten Juden florieren kann. 2. Eine Gedenk-Synagoge . Ohel Kedosehim’ soll an die 700 jüdischen Gemeinden Litauens erinnern, die vntergegangen sind, und Nachkommen der litauischen Judenheit sollen sich hier andächtig in ihre Trauer pebete versenken ’können. . 3. Eine Zentral-Bibliothek für Schöpfungen litauischer Juden soll gebaut werden, in der Bücher, Schriften i.r.d Dokumente gesammelt werden sollen, aus denen de Geistesgeschichte der 650 Jahre jüdischer Siedlung in Litauen gelernt wer. den kann. Der grosse Saal der Jeschiwa .Ponjowesz’ ist von hunderten Schülern belebt, die entweder in Gruppen zu zwei und drei zusammenstehen und an Hand eines . auf dem Pult aufgeschlagenen Talmud-Folianten jahrhundertealte Probleme erörtern oder dem Vortrag eines Lehrers lauschen oder ihren Gottesdienst verrichten. »In-Paris wurde mit einem Aufwand von einer halben Million Dollar eine Jeschiwa gebaut, die leer steht utidlfür deren Lüftung und Instandhaltung bezahlte Wächter auf genommen werden mussten. Als ich? aber hier in Bne Brak unbemerkt die hundert kleinen , Bachurim - Gruppen beob. achtete, wie sie einander erklären und überzeugen wollten, vereinigte sich das Durcheinander-Summen der -vielen Knabenstimmen zu der Melodie eines kraftvoll und lebendig dahinströmenden Gewässers oder des ununterbrochenen Rauschens e5nes von . frischem Wind durchzogenen Waldes, sym- . bolisch dafür, dass die hier gepflegte Lehre nicht weniger ursprünglich und natürlich ist wie Strom und Wald. ihm il- Zahl der .Bachurim’ noch. und wesentlich erhöht werden. IHR INSERAT!■ der JUED1SCMEN WOCHENSCHAU f bring! immer Erfolg Auakttnft: T. E. M-J613 Literarische Notizen NEUE Bl ECISEli Jewish Book Annual herausgegeben vom Jewish Book Co ineil 1961, New York. Während die Amia jedes Jahr ein Mal eine Buchausstellung zur Verbreitung des jüdischen Buches veranstalvet, hat man in den Vereinigten Staaten schon seit längerer Zeit einen anderen Weg beschritten, um dem jüdischen Buch Verbreitung zu schaffen. Jedes Jahr erscheint ein Jahrbuch, in dem die neu erschienenen Bücher i». englischer, hebräischer und jiddischer Sprache angezeigt und teilweise auch besprochen werden. Daneben werden interessante Beiträge über die Arbeiten und Persönlichkeiten jüdischer Gelehrter und Schriftsteller veröffentlicht. In dem uns vorliegenden Jahrbuch werden Abraham Geiger, Henriette Szold als Schriftstel’erin und Theodor Herzl als Theaterschriftsteller gewürdigt. Das Jahrbuch sollte von allen, die an jüdischen Büchern interessiert sind, beachtet werden. Sofer in Pressburg und Akiba Eger in Posen einen überragenden Einfluss. Allmählich schwand das Talmudstudium in Deutschland. Eine Autorität war noch Mitte des 19. Jahrhunderts der Würzrurger Raw Baer Bamberger. Dagegen kann S R. Hirsch kaum als falrr.udische Autorität gellen. Die Führung ging auf den Osten, auf Polen und Litauen über. Heute leben grosse und deswegen leicht zu lesen ist, sodass dieses 110 Seiten umfassende Büchlein von einem breiten Publikum gelesen werden sollte, vor allem von denen, die mit Breslau durch Geburt oder andere Umstände verbunden sind. In diesem Buch wird das Talmudisten in Israel wie z. B. der kürzlich verstor. bene Chasan Iseh, den auch Ben Gurion zu konsultieren pflegte. Das Buch von Rabbi Freehof ist für La'en und Rabbiner wichtig und interessant. Dr. C. Vosel Todesfall in London In London verstarb unerwartet im 32. Lebensjahr der Wirtschaftsberater on der israelischen Botschaft in London, Dr. S. Gilat. Er erwarb seine Diplome an der Hebräischen Universität und an der Columbia- Universität, wo er auch Do. zent für Wirtschaftswissenschaften war. Im Unabhängigkeitskrieg diente er als Hauptmann. Spende aus Philadelphia Ein / rzt aus Philadelphia de»- in der ,.Jerusalem Post” zuerst von der im Entwicklungsgebiet des Negew liegenden Stadt Dimona las, wandte sich an den dortigen S'.adtrat, um Dimona den im Artikel als nötig bezeichneten Park zu stiften. Fi’m ueber Judenverfolgung Eine , italienische Produktions-Gesellschaft bereitet einen Film über die deutschen Judenverfolgungen in Italien vor. Regie und Hauptrolle wurde dem SchauspP er Renato Rascel überlrage. . Der Film heissl ..Das Mönchlein” und handelt von einem Juden, der in ein Kloster flüchtet, das jedoch v ja den Deutschen besetzt wird. Tod eines Richters ln Amsterdam starb im Alter von 74 Jahren Richter van Crefeld, der Gründer und langjährige Vorsitzende der Amsterdamer Riehter. vereinigung und seit 1946 der Vorsitzende der Organisation jüdischer Kinderfürsorgeeinrichtungen in Holland. Mahler auf Schallplatten ..Das Lied von der Erde” cvar GusViv Mahlers letztes künstlerisches Schaffen. Es war auch sein „Abschiedslied“ ven dieser Erde. Die Uraufführung, die im November des Jahres 1911, seinem Sterbejahr, stattfand, erlebre er nicht mehr. Nunmehr ist eine SchaiL plattenaufnahme mit dem Londoner Pnilharm cma- Orchestra mit englischen Eiäsern sowie Dietrich Fischer-Dieskau und Murray Dicklie als Solisten erfolgt. — :o: — The Responsa Literature von Salomon Freehof. Jewish Publication Society of America, Philadelphia 1959. Wenigen Lesern in Argentinien wird es bekannt sein, dass in den Vereinigten Staaten eine jüdische Buchgemeinschaft (Jewish Publication Society) schon seit mehr als 70 Jahren besteht. Diese Buehgemeinschaft hat sich die Aufgabe gestellt, alle wertvollen Werke der jüdischen Literatur ihren Mitgliedern und darüber hinaus auch dem jüdischen Publikum in englischer Sprache zugänglich zu machen. Niemand anderes als Henriette Szold war viele Jahre Redaktionssekretärin, und sie selbst hat auch viele Werke aus dem Deutschen ins Englische übertragen. In dieser jüdischen Buchgemeinschaf c ef schienen die Werke von Graetz, Dubnow und vielen anderen Forschern in englischer Ueber. setzung. Kürzlich ist dort ein sehr interessantes Buch erschienen, das auch viele religiös interessierte Leser bei uns beachten sollten. Es handelt sich um das Werk des bekannten liberalen Rabbiners S. Freehof über die Respon. senliteratur. Unter Responsen versteht man Werke grosser Talmudisten. in denen sie schwierige Rechtsfragen auf Grundlage des Schulchan Aruch und des Talmudsbeantworten. Rabbi Freehof beginnt seine bi. storische Darstellung mit den Werken der Gaonen in Babylonien, untersucht dann die Arbeiten der spanischen Tajmudisten. Auch die Arbeiten der Rabbinen im mittelalterlichen Deutschland, wie die Werke des berühmten Rabbi Meier von Rothenburg, -werden ausführlich besprochen. Eine grosse Rolle spielten Gelehrte in Polen wie Isserles und Luria. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ■hatten Männer w’ie Moses Studium des Siedlungswesens Tel Aviv. — Ein 20 Mann starke Delegation aus Aethiopien hält sich zu einem neunmonatigen Besuch im Lande auf, um das israelische Siedlungswesen zu studieren. (ITA) Goldene Medaille Brüssel. — Die belgische Vereinigung der Wiederstandskämpfer hat Ozer Figa aus Charleroi die goldene Medaille für seine aktive Teilnahme am Kampf gegen den Nationalsozialismus überreicht. (AWZ) h Leo 8eeci( institut sucht i __ _ ____________ i i folgende Jahrgänge der ZEITSCHRIFT j IM DEUTSCHEN REICH! 4. Jahrgang. 1898 5. Jahrgang. 1899 8. Jahrgang .. .. ... 1900 18. Jahrgang. 1912 28. Jahrgang .. ... 1922 Wer diese Jahrgänge besitzt oder wer auch nur einen 1er genannten Bände hat, wird gebeten, der Redaktion der JÜFOISCHEN WOCHENSCHAU hiervon Mitteilung zu machen (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel.: 83-2613) -;-* —. PUBLIKATIONEN DES IEO B4ECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES t»EO BAECK INSTITUTES J. C «. MOHR (PAUL S1RBECK.J TU EBING RN SOEBEN ERSCHIENEN Bulletin Nummer 11/1960 mit Btitraegtn v«n: Kurt Loewenslein, K. M. Gelber, Hans Trümer u.a. WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo ßaeck-Instituts Aftm«14»«f*ii im Bür« der JUEDISCHEH WOCHENSCHAU Pu«yrr<d«n 21W, 1? i»q. (»3 2*13)

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