Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1855 (24.2.1961)
- Date
- 1961-02-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes, Î4 t> Febrero de lí«l LA. SEMANA ISRAELITA ASe XXII. — Nn. Ihssi f** Das Wunder von Rechowot [! Eine notwendige Richtigstellung I [ Als die römischen Legio- Gebäudes des Sieff-Insti- ' nalisierung“ des Weiz-! von hier liegt eigentlich die! nitre im Jahre 70 unserer tutes. j niann-Instituts findet seinen ' nächste Basis feindlicher | Zeitrechnung Jerusalem be- , Im Jahre 1944 kam dann Ausdruck schon in der Zu- Düsenflugzeuge?“ Prompte ' lagerten, und der Fall der der Wendepunkt in der Ge-j sammensetzung seines Di. ¡Antwort auf diese vom Ver-! Stadt sowie die Zerstörung schichte des Weizmann-ln-! rektoriums, in dem sich 1 ständnis für die harten Re. j des Tempels unvermeidlich sütuts. Als in diesem Jah. v/urden. gelang es dem geire eine Gruppe von Freunstigen Führer der damali. den dem künftigen ersten gen Judenheit, Rabbi Jocha. Präsidenten des Startes Isnan, die Stadt zu verlasrael ein Geschenk zu seii Wissenschaftler wie Prof. ' alitäten des Nahen Ostens Niels Bohr (Kopenhagen), getragene Frage erhielt er Prof. Ernst B. Chain! von einem Mitarbeiter des (Rom), Prof. Linus Pauling Weizmann-Instituts, der ihn (USA), Prof. Sir Robert Ro-, ber seinem Rundgang be. sen und eine neue Schule in nem 70. Geburtstag machen . binson (England) — alle gleitete. ,.Sechs Minuten“. der kleinen Stadt Jawne zu errichten. So entstand im Süden des damaligen Palästina das letzte unabhängige jüdische Zentrum der Lehre. Nur wenige Kilometer von Jawne entfernt liegt die halbverschlafene Stadt Rechowot, wo fast 19 Jahrhunderte später das erste ■wissenschaftliche Zentrum wollte unu ratlos von ihm ' Nobelpreisträger — selber einen Vorschlag er- : finden, bat, was man ihm schenken könne, erwiderte Weizmann ..Für mich persönlich will ich nichts und brauche nichts. Aber wenn ihr wollt, so könnt ihr etwas für die Entwicklung des Sieff-Instituts tun“ befin. Aber sofort; Stolz hinzu: fügte er mit Aber die näch- Auch unter den Mitarbei- 1 ste ähnliche moderne Fortern des Instituts, unter den schungsstätte ist mehr als jungen Kräften, finden sich 3000 Kilometer weit ent-! Forscher aus vielen Ländern. 1 fernt“. Ein gerechtfertigter Einige von ihnen sind Ju- Einwand. Oder auch nicht? j den. die sich hier in Israel niedergelassen haben, andere wiederum sind For- Der Gedanke nahm bald 1 scher aus verschiedenen Gestalt an, und die Grün- Ländern, die kürzere oder des wiedererstandenen jüdidung des IVeizmann-Instijlängere sehen Nationalheims gegründet wurde, das Weizmann- Institut. Die Entwicklungsgeschichte dieses Instituts begann im Jahre 1933, als die ersten schwarzen Wolken am politischen Himmel Europas die Katas‘rophe anzudeuten beganren. die bald das ganze europäische Judentum befiel. Zeit in Rechowot arbeiten, bevor sie wieder in ihre Heimat zuriiekkeh. Die viel grundlegendere Frage, die jedoch oft nicht nur bei Besuchern des Instituts, sondern auch unter dessen Mitarbeitern auftaucht, ist das Problem, wie weit sich Israel, ein Land, das nur durch praktische, Seit einigen Tagen erscheinen in einer deutsefcgeschriebenen Tageszeitung in Buenos Aires Anzeigen eines „Rechtsanwalts aus Deutschland”, in denen auf die „bekannten Störungen in der bisherigen * Arbeitsweise bei der Bearbeitung von Anträgen für Entschädigung und Wiedergutmachung” hingewiesen wird. Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob diese Formulierung der Mitteilung absichtlich oder unabsicW. lieh irreführend ist. Es bleibt uns nur übrig, festzustellen, dass die beK-jnnten Störungen, auf die sich der „Rechtsanwalt aus Deutschland” bezieht, genau in demjenigen Büro oingetreten sine, mit dem er zusammengearbeitet hat und offensichtlich auch noch zusarrmenarbeitet »Eiiro Salewsky). Sonst ist uns von Störungen in der Arbeitsweise bei Anträgen lür Entschädigung und Wiedergutmachung nichts be-! kanr.t. Es wäre besser gewesen, der Oeffentlichkeit j aas Schauspiel zu ersparen, wie ein Familier.konflikt j auf dem Rücken Dritter ausgetragen wird. Die Ge-j ¿.enüberstellung der beiden Anzeigen des nunmehr! gespaltenen Büros in einer Tageszeitung macht einen 1 peinlichen Eindruck. j tuls wurde beschlossen. Aus dem ..etwas“ von Dr. Weizmann wurde, ein Mulren. Besondere Anstrengun. technische Patente den Man timillionen-Projekt, das erst gen wurden vom Weizmann. gel an Naturschätzen wettim Jahre 1949 fertiggestellt wurde, als der Staat Israel schon gegründet und Weiz. niann zu seinem ersten Präsidenten gewählt worden war. Inzwischen hat sich der grosszügige Rahmen dieses In diesem Jahr 1933 un-! Instituts noch wesentlich; ternahm der damalige Präerweitert. Aber selbst das sident der Zionistischen Orsich heute auf 7500 Dunam . ganisation, Dr. Chaim erstreckende Institut, in | Weizmann. einen inzwischen ' dem 240 Wissenschaftler] Institut für die Aufnahme von Wissenschaftlern ge- 1 macht, die mit den letzten Alija-Wellen ins Land ka-; men. So wurde unter ande- \ rem vor einigen Jahren ein Fonds gebildet, um Wissen. ' schattier aus verschiedenen; Ländern nach ihrer Einwanderung ein dreijähriges Studium, gefolgt von einer j Arbeitsperiode am Wtizmann-Institut zu ermöglij zumachen in. der Lage ist, den Luxus leisten kann, ein solches hochmodernes Institut in erster Linie für abstrakte Forschung, sogenannte „reine” Wissenschaft zu unterhalten, anstatt alle te, die entweder Wochen | israelische Ausstellung oder Jahre dauern können, ... befinden sich gegenwärtig , IH Uruguay in Rechowot in Bearbeitung! Montevideo. — Im Sitz Das Institut selberbesteht der Uruguayisch - Israeliaus neun Forschungsabtei-; sehen Handelskammer wurlungen, denen sich noch! de eine ständige Ausstellung weitere vier Sektionen anisraelischer Produkte eröff-! net. Bei der feierlichen Ein. sehliessen. Aber wichtiger noch als , weihung wurde der Israel. die verschiedenen For- I Botschafter zum Ehrenprä. zur Verfügung stehenden schungsstätten. Laboratorien sidenten der Kammer und Kräfte für die Lösung dringenderer praktischer Probleme des Alltags einzusetzen. Ein Bericht über Proble. und ulta-komplizierten Ein- Handelsattache Jacob Barrichtungen sind die Männer : more zum Ehrenmitglied ernannt. (ITA) Legende gewordenen Spa- und 400 Techniker und Hilfs- Z’ergang in einem londoner personal arbeiten, basiert Park mit zwei Freunden seine Tätigkeit noch immer Israel und Rebecca Sieff, : auf den Grundprinzipien von die kurz vorher ihren Sohn Dr. Weizmann: 1. dass „rei- Daniel verloren hatten. Dr. ne“ Wissenschaft, ohne je- Weizmann schlug seinen de Verbindung mit indu- Freunden vor, zum Anden- I striellen Verwendungsmög. ken an den Verstorbenen ein wissenschaftliches Institut in Israel zu bauen, das seinen Namen tragen würde. Und schon wenige Molichkeiten und ohne jede Restriktion das sine qua non jedes wissenschaftlichen i Fortschrittes darstellt, und 2 dass die wahre Wissennate später wurde inmitten schaft nur international under Dünen Reoho'wots das , ter weitgehender" Förderung ,.Daniel Sieff Research Institute“ eingeweiht und damit der Grundstein zu dem künftigen Weizmann-Institut gelegt. Das Institut widmete sich zuerst ausschliesslich der Forschung auf dem Gebiet der organischen Chemie, dem Studium von Karbon- Kompetenten, d. h. die Kar. br-nhydrate (Grundstoff deT wichtigsten Lebensmittel) und Hydrokarbonate (Grundstoff der Treibstoffe). Jahre gingen vorüber, und immer neue Gebäude wuchsen um das inzwischen von Weinstöcken umrankte der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aller Län- , der sein kann! Diese beiden Frinzipien bilden bis heute die Riehtj fertig eingerichtet vor bnie des Weizmann-Insti. chen. I me der Für diese ausländischen schung ■Wissenschaftler wurden fast ideale Arbeitsbedingungen geschaffen. Alle „praktischen“ Probleme wurden ihnen de facto abgenommen, damit sie sich ganz einer einzigen Aufgabe widmen konnten, ihrer wissen, schaftlichen Arbeit. Einer dieser ausländischen Wissenschaftler. der für ein Jahr in Rechowot arbeitet, erzählte mir heute noch überrascht, wie er am Mittwoch abend aus dem Flugzeug stieg, seine Wohnung im „Schikun der Wissenschaftler“ in Rechowot fix des Instituts. die WTissen. 1 schattier und Forscher, für i die das Institut entstand, und die ihrerseits dem Inl stitut neue Kräfte und einen Technik in Israel, der im ■ Tsich erneuernden vergangenen Jahr auf Ver. | nJ*>.u s f.®’. n‘ , , . , .; anlassung von Ministerprä-1 Die Wissenschaft sieht praktischen in Industrie For- und sident Ben Gurion ausgearbeitet wurde, stellt fest, dass im Gegensatz zu anderen Ländern Israels Industrie, sowohl der private als auch der Histadrut-Sektor, nur äusserst geringe Mittel für Forschungen aus. setzt und sich damit be- Ebbe und Flut Der elektronische Apparat .W'eizak”, der seit zwei Jahren am Weizmann.Institut Dienst tut, half Professor Pekeris. die Höhe der Gezeiten an jeder Küste sich in unserer Zeit mannigfaltigen neuen Aufgaben ' und in jedem Hafen genau gegenüber. Die „jungen zu berechnen und vorauszu- Männer vom Weizmann-In-; bestimmen. Die israelischen stitut“, die ihr Leben diej Wissenschaftler befassten sen Aufgaben und Zielen ge-! sich seit mehreren Jahren widmet haben und den Ho. mit diesem Problem, rizont des menschlichen j Wissens erweitern, leisten Auszeichnung 2nü2t mi+ seit langem beeinen wichtiSen Beitrag | Der israelische Botschafkannten Methoden & weher nicht nur zur Konsolidierung ter in Belgien. Emile Nazu arbeiten, oder nur wenn W P i"t pr — - des jüdischen Staates, son-'jar, erhielt die ..Grande tuts, das zu den modernsten wissenschaftlichen Instituten der ganzen Welt zählt. Wissenschaftler aus Rechowot können heute für Arbeits- und Studienperiofand und tatsächlich schon am nächsten Morgen piinkt. absolut notwendig, ausländische Patente übernimmt. Die beste Antwort auf meine Frage, ob sich das M'eizmann-Institut den „Luxus“ leisten kann, in erster dern auch zum Fortschritt j Croix de la Couronne”. die und zur Wohlfahrt der; höchste belgische Auszeich- Menschheit. ) nung. lieh um 8 Uhr seine P1"3*1- Linie theoretische „reine“ tische Arbeit aufnehmen Wissenschaft zu betreiben, konnte. gab mir in einer Unter- 100.000 Personen besuchen haltung der englische Noalljährlich „Jad^ Chajim belpreisträger, Prof. Blak- Weizmann in; belpreisträger, Prof. dpn in der ganzen Welt ee i n«1“1«““ *“ V'rNT'V”1’ kett. „Was heisst ob Israel oen in aer ganzen ... P. ¡<]en Ort, wo die sterblichen ¡ h , Listen kann*» Das funden werden, während | Prä. 1 such das .eisten kann . Das hier in Israel alljährlich Forscher und Wissenschaftler aus vielen Ländern tätig sind. Diese „Internatio- Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 50 Centesimos Jabresabono 45.— $ urug. ABONOS — AVISOS — COBRANZA Sra. L Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK Constituyentes 1757 Tel. 42-640 Ueberreste des ersten Pra. ganze Weizmann - Institut sidenten unseres Staates kostet Israel ja fast gar begraben sind, und wo sein njchts, sondern wird mit unsterblicher Traum von Ausnahme einer sehr kleider Ueberlegenheit der Wisren Regierungsunterstützung senschaft über die Politik von jjen Verbänden der : nach seinem Tode seine preuncje <jes W'eizmann.In- , Vollendung findet. Ein je- ( der dieser Besucher kann nicht umhin, nach einem Besuch dieser herrlichen Stätte der Forschung zu einem Bewunderer und Enthusiasten des Weizmann- Instituts zu werden. Aber selbst Bewunderer sehen sieh von Zeit zu Zeit ver. stituts in der ganzen Welt finanziert.“ Die BAR MITZWA unseres Sohnes ROBERTO EUGENIO findet s. G. w. am Schabbos „Ki Sisso”. den 4. März 1%1 (16. Adar 5721) in der Synagoe** „Achduth^ Jisroel”, Moldes 2449, statt. Ilse Meyer geb. Schottlaeader Ruperto M. Meyer Alvarez Thomas 2356, Dep. D. 51^018 T ‘6TCZ soo.iv ‘T96I £ v ‘gejsuies :Suejdui3 von 18 bis 20 Uhr. Ca. 150 Forschungsprojek. 5.500 Stipendien Jerusalem. — Ein Spre-; . . . eher des Ministeriums für! anlasst, realistisch zu den. Erziehung und Kultur gab ken und zuweilen unbequebekannt, dass im laufenden! me Fragen zu stellen. [ schuljahr etwa 5.000 Schü- 1 l So wollte vor einiger Zeit jer> zum gröSsten Teil Neu- I ein ausländischer Besucher ■ einwanc[erer oder Angehöri-;! des Instituts nach einem , ge orientalischen Lands. | Rundgang durch die herrlimannscbaften, Stipendien in STATT KARTEN WALTER LOHN SOFIA S. LOHN geb. SIGALOWSKI VERMAEHLTE Trauung: Sonntag, den 26. Februar, um 10 U>hr 30, in der Synagoge Tucumán 2186. chen Gärten, die wundeT- , jjühe von 300 bis 500 IL er vollen Laboratorien und die halten werden, um ihnen hochmodernen Forschung^ istätten wissen: „Wie weit Israel - Marken und Marken aller Laender — Neuigkeiten ‘‘Temáticos’ den Besuch von Mittelschulen zu ermöglichen. Sie werdenaus einem besonderen Fonds gezahlt, der gemeinsam vor sieben Jahren vom israelischen Staat und! der Jewish Agency errichtet 1 wurde und dem etwa 700.000 , IL jährlich zur Verfügung Wir gratulieren unserem Opa, Herrn FERDINAND LEVI zum 82. GEBURTSTAG Daniela und Susan ln groesster Auswahl: u a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN- NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) —• VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN —- WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFONSO MORITZSON ~ 1, <lep. 2 LDO stehen Aus diesem Fonds werj den ferner Stipendien an i 500 Hochschulstudenten ver- | liehen, die ebenfalls vor j kurzem eingewandert sind oder aus mohammedani. > sehen Ländern stammen. — (AW29 Am 4. März 1961 begeht s. G. w. Herr JOSEPH HESS (fr. Aurich i/Ostfrld.) in geistiger und körperlicher Frische seinen 90. GEBURTSTAG. Ciudad de la Paz 2046, 3? Piso - Dto. 13 EMPFANG: Sonnt*#,.den 5. März 1961 N.C.I., Arcos 2319 von 18—20 Uhr. m derei bens ist Sie lieh «och Schi* bund und lern An Lge (.her ■men; Bee Sie send nuch r.eke halt katho fien reich Die man 7.U beste sicht sehe Anre schei bare jemi 21. :(er stk rer spe Vei FC von lieh JUB Sein Groi sfapi Pole here: Cask Di \