Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1855 (24.2.1961)
- Date
- 1961-02-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 24 de Febrero de lDfil LA SEMANA ISRAELITA Aflo xxii. — No. nr,5 en au Die ersten jüdischen Eini von Dr. FRITZ BERGER Wanderer kamen unter Pto- . lornaus i. aus Aegypten ganzen jnsel. Sie zerstörten kannte grösste Farm des nach Zypern. Sie lieierten „rosse Teile der damaligen i ganzen Landes in Fassouri, von dort Tempeiweine nach . jiauptstadt Salamis, in der ' auf einer Halbinsel bei Li. Jerusalem. ¡nach den Berichten des rümassol, gehört einer zynischen Historikers ca ' prisch-israelischen Gesellschaft, der von Simcha Am. LA SEMANA ISRAELITA BtS EM AN AttiO INDEPEN DIENTE Bi Air»! - PUEYRREDON 2190. 1» i«q. - I E 83.261 i 8. Adar 5721 24. Februar 1961 basch, dem Schwiegervater Abba Ebans gegründeten „Cyprus - Palestine Ltd.” Ueber ihre ausgedehnten In dem ersten Makkabä erbuch 15;23 sind die zyp. ^40 00t) ihrer Feinde in den rischen Judengemeinden er. Kä f umkamen. wahnt. Dann entwickelten die Friichte dieses s,.ch gr,^s%und; jüdischer Sieges hielten nur che jüdische Gemeinden kurze Ze.it an Trajans Nach- „„ob— — aut Zypern nac aer , ' lolger auf dem römischen; Zitrusplantagen und Wein Storung des Tempe s in - Kaiserthron. Hadrian, un- I berge bekommt man den rusalem. Lnd es »ab sog r i terdr.jcklp die Revo]{e mit besten Ueberblick, wenn eme zeit, in oer aie grosser Strenge und ver-1 man auf dem Festungsturm cer Juden und Griechen auf ' trieb atle ju{jen von der In. des alten Johanniterschlos. sel D is Wiederbetreten | ses von Kolossi steht und mit mer wieder nach kurzer Zeit infolge Weiterwanderung scheiterten. Im Jahre 1_--- ■ --—- - 1883 waren es russische 1 die temporäre „Massenali- 2tllM öfstan Mal GBWifUI Flüchtlinge, im Jahre 1885 ja” kam. reichten die Horumänische, 1906 hundert; telplätze in Nicosia nicht der Insel fast gleich gross 1 lV* unsere” Todesstra£e über die unternahmen sie gemein, sam mit den ägyptischen Jude . einer. Aufstand gegen die Herrschaft des römischen Kaisers Trajan und Lemächtigten sich sogar der Dieses gilt aucn für Schiffbrüchige. Erst im 3. Jahrhundert scheinen vereinzelt wieder Juaei nach Zypern gekommen zu sein. Der Talmud rühmt den zyprischen Wein. ses von grüne Farm Gesetz j dem Hintergrund eines blauen Salzsees blickt. In dem kleinen Museum von Alt-Paphos fand ich in einem grosen Saal mit antiken Inschriften unvermutet einen Stein mit einer xL .¡IM Saison-Aus- und Saison-Vorverkauf NUR NOCH BIS ENDE DIESES MONATS in unserer BEKLEaIjUXGS-ETAGE Maipü 484, I. auf alle Fertig - Kleidung (Sommer. 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Es gibt einen einzigen jü. te Judensekte, die die Fei- : dischen Friedhof auf der er des Schabbat nicht am Insel, bei einem kleinen Abend, sondern am Morgen : Dorf Margo südöstlich von des Schabbat begann und Nicosia, nicht weit von der am Sonntag früh beendete. Chaussee nach Larnaca. Er Der bulgarische Jude Leb ist vor weniger als hundert Mcsconi berichtet in seiner Jahren angelegt und liegt Reisecnronik aus dem 14. Jaarhjndert. dass er auf c.er damals sehr reicher. Insel Zypern Juden ir. grossem Wohlstand antraf und jüdische Aerzte in hohem Ansehen standen. Erst in den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts gab Zypern für einige Zeit einer grossen Menge vcr. Juden Obdach. Aber sie kamen nicht freiwillig und 'weit draussen zwischen den Feldern des Dorfes, vier, eckig von einer Mauer umgeben. Wer die Geschichte des zyprischen Judentums dieses letzten Jahrhunderts : studieren will, kann sie hier von den Grabsteinen ablesen. Man wird wehmütig | und traurig beim Anblick I von etwa hundert Kinderjgräbern. Hier ruhen die Opfer einer Dysentherie- Tel Aviv. — Zum ersten Familien aus dem Gouver. i aus, und 150 Israelis muss-. ^aben^ die^Bergbaunement Poltawa. Es folgten; ten 26 Kilometer über Land j / gteinbruchunternehmen Einwanderer aus White- „deportiert” werden, um in! N im vergangenen jchapel und Palästina. 1921 ' dem idyllischen Hafenstadt. ' im JN€gew im versangeni.i 'gab es 195 Juden in Zy-, chen Kyrenia an der Nordipern, die grösstenteils be-! küste untergebracht zu werden, das mitsamt seinem Domhotel durch das Buch .Exodus” Weltruhm erlangt hat. Ich habe persönlich nie ganz die enorme Massenbegeisterung für diesein Sport verstehen können. Aber ich bin milder in meinem Ur. teil, seit ich vor Jai ren aus dem Munde eines tüchtigen Botschafters hörte, dass er den Fussballern viel mehr sich ein reges jüdisches Le. j völkerverbindende Kraft zuben an manchen Orten ent-! schreibe als aller Diplomawickelt. In die Gebirgsorte, i tc^kunst. Nun konnten wir besonders nach Platres, sind ebel?’ „ wle recbl der Tausende von Israelis ge-!Mann *;atte- . _ kommen. Dort grüssen die i ^as Haupt-„Vorspiel ues Einwohner schon mit „Scha- 1 %ross™ Spiel\ f“nd¥in den Geschäften statt. In den wichtigen Geschäftsstrassen, vor allem den beiden parallelen Strassenzügen der Ledra Strasse und der Onassagoras Strasse, prangten plötzlich in vielen Schaufenstern grosse Plaka. rael trifft man dort und im. {le’ dle es vorher nicht gab: .ur\- mer sporadisch organisierte1^31^ ~ Welcome to suchte sich Dinge aus, Gruppen aus Israel Cyprus . Den Trumpf hatte \ es daheim nicht gibt, oder Anlässlich des kürzlichen ein Geschäft in der Leda die hier ohne hohe Steuern reits 1925 n»ch Palästina 1 und Australien weiterwanderten. 1926 gab die ICA ihre .Kolonien auf. Auch die 1900 durch David Trietsch unternommenen Siedlungsversuche hatten keinen wesentlichen Erfolg. „SCHALOM, WELCOME TO CYPRUS” In den Sommermonaten der letzten beiden Jahre hat lom” auf der Strasse und der Postbeamte antwortet auf Fragen nach Briefsendungen: „Schum dawar bischwilcha”. In den Win'ermonaten ist Nicosia das Zentrum. Viele Geschäftsreisende aus Is- Finanzjahr einen Gewinn erzielt. (ITA) Polnisch« Stipendien Wien. — Die polnische Regierung ha. zwei einjährige Stipendien für israelische Studenten der Naturwissenschaften gestiftet. (ITA) te, dass man dort hebräisch spricht. Sonst bildet englisch die Mittlersprache zu griechisch und türkisch. Ueberall sah man Israelis, die in schweren Diskussionen erörterten, wie sie am günstigsten ihre zugeteilten Devisen investieren könnten. Denn jeaer hatte eine Freiquote. Der Hotelplatz, das Essen una die Fahrten v/aren im voraus in Israel bezahlt. Alle ähnelten ein wenig Kindern, denen der Vater Geld gegeben hatte, um sich etwas Schönes zu kaufen. In diesem Falle hless der gemeinsam«. Papa Levy Eshkol, und man die i icht als freie Menschen epidemie im Internierungshierher. Das traurige Ka-! laSer Famagusta. pitel de: er. die auf Flücht-1 In Margo selbst kann man Europa etwas Überraschendes eriestrebten ben: In diesem Lande, das mit einer griechisch-katholischen Bevölkerung als Mehrheit, moslemischen Türken als Minderheit und einem Prozent Armeniern bevölkert ist und in dem der Anteil der Juden kaum mit Bruchteilen von einem Prozent zu messen ist. gibt es ein rein jüdisches Dorf. Heute leben dort nur fünf Menschen. Der vor fünf tUm nach Erez Israel : un i in einem grossen In. ternierungs-ager in der Nähe von Famagusta zurückgehalten wurden, ist genügend bekannt. I Wenn man von diesen unj freiwilligen Gästen der Insel absieht, gibt es in unserer Zeit sehr wenig Juden , auf Zypern. Etwa 70 Familien dürften es sein. die verstreut im Lande leben. T , „ . Es gibt keine jüdische Ge- Jahre" aMs Par,s gekommene Bauingenieur Aronowitsch, sein aus Russland stammender Vater und sein frischer 13jähriger Sohn be. griissen uns mit Herzlichkeit und erzählen uns die I Geschichte des Ortes. Vor etwa 80 Jahren wur.j de das Dorf mit 40 Häusern Fussballkampfes kam die | bisher grösste Zahl von Is- : rael-Gästen. In einer geraj dezu amphibischen Gross-; aktion landeten an einem ' Tage etwa 800 Israelis auf : der Insel, mit Flugzeugen I und mit Schiffen, eine fried-! liehe Miniatur.Nachahmung i der grossen Landungsaktionen im Weltkrieg. Nur war der Vorgang nicht so ge- | heim wie seine kriegeri- | sehen Vorbilder. Schon seit i Tagen redete man in der ' Hauptstadt Zyperns von I nichts anderem. Der israe.! lisc' Gesandte sprach daj von. die Aufseher der Se-. henswürdigkeiten, die Be. \ amten der Reisebüros und vor allem die Hoteliers. Wer : vorher da war. musste sich J seinen Wohnplatz gut sichern, um während der .Invasion” nicht auf der Stra-! sse zu sitzen. Und als dann Strasse, das in hebräischen und Zollbelastungen zu hagrossen Lettern ankündig—.„ben sind. ♦ J I Teppichbaus - M. Hocttergj ♦ UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGRKNÜPFTEN ♦ TEPPICHEN IN ERS1KLASSIGFN QUALITÄTEN J ♦ FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. ♦ j Eigen« Fabrikation — Unverbindlich» Vorführung £ ♦ i Auf Wunsch Zahlungserleichterungen ♦ ♦ MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND J ♦ GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS ♦ MIT REIN WOLLENEM VELOUR. t ♦ Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag J J von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus £ | CalJe ANDONAEGUI 2083 | J 4 Quader vo«- Station Urquiza £ ♦ i *♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦O meinde e-; gibt krine Synagoge. Eii.ige haben in den Hauptstrassen Nicosias Geschäfte. einige in Larnaca, darunter auch ein deutscher | Jude, eirige haben Fabrika- | tionsbetriebe. andere arbei- ....... 1 ten in der Landwirtschaft. Maipu 484 L TE. 31-7845.Fine grosse Farm im Nord. Maipu 982 TE. 31-0357. Sebil'ge auf dem Wege nach j Kyrenia wird von einem von Baron Zufluchtsort Rothschild als errichtet. Von Mufsus Walenmanni MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Juden geleitet, und die beden jüdischen Familien.: ¡die hier lebten, ist später ein Teil weggegangen. Nun , ist der Ingenieur Arono-! witsch, der in Deutschland und in Paris studiert hat, vor 5 Jahren mit seiner Fa. :! milie zurückgekommen, hat i das Haus, in dem einst sein 1 Grossvater lebte, von der Pica wieder gekauft und ' j betreibt hier eine Hühner- : farm mit 12.000 Hühnern! Cabildo 774 : £Ii^!'..hütet man auch den I Schlüssel des Friedhofsto- ****** I res. Gibt es einmal einen Todesfall auf deT Insel, so > kommen hier zehn Juden } AUTO - REPARATUR . WERKSTATT |; aus den verschiedenen Or. j n ri jk-r y-x ■> * , ^en zusammen und bilden t „ d L l>i U BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Miinroc) T. E. 51 - 2205 die Chewra Kadischa. Einen Rabbiner gibt es auf j der Insel nicht.! Das kleine Dorf in Mar. 1 go ist das einzige Uebcri bleibsel von den verschie. . denen Versuchen, die in I den letzten 80 Jahren unternommen wurden, jüdischen ’ Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben, die aber im. \ * — — — — _ _ w w — m m ü! ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL | Dr. Hardi Swarsensky | Asuntos Europeos exclusivamente 0 Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15_18 Uhr * _-_ I * Dr. Gunter Frey 0 Asuntos Argentinos y Sudamericanos * TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSAOTN í VERTRÄGE - VERWALTUNGEN 0 BUEROZEIT: 16—19 UIn 0 _ 0 0 PL EYRREDON 2190 esq. Av. LAS MERAS — T. E. 83.2G1.J WH