Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1853 (17.2.1961)
- Date
- 1961-02-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA SEMANA ISRAELITA Viernes, Î < de Febrere de 1961 Añ# XXII. — Ne. 2853 Russische Lektion in Beirut Bald nach seiner E<röff- . nung haPe der II. Panara. bische Oelkongress in Bei-! rut seine Sensation. Man! war gerade mitten in der ' Debatte um das Problem! der Preisbildung für Rohöl aus dem Mittelosten. Die Tagung war gut angelaufen. : Das zentrale Thema war | interessant. Die arabischen : Staaten hatten sich vollzählig eingefunden, diesmal — i im Gegensatz zur ersten ’ Konferenz von Kairo — auch kpin* Tiw^^f^uL.Jewish Observer“ darauf und Persien war auch fern- Auch ein paap Neugierige aus Indonesien. Und um es gleich zu sagen — die Sowjets hatten ..Beobachter“ geschickt: zwar nicht in so imposanten Mengen wie ihre Kollegen vom Westen, dennoch aber, wie sich sehr bald heraussteilen sollte. Repräsentanten mit einem Zweck, eigentlich bloss um eine einzige prinzipielle Erklärung vom Stapel zu lassen. Mit Recht hatte der londoner geblieben. Dafür aber hatte man sonst grosses Publikum. 550 Menschen, im Saal. Da man wusste, dass finanzielle Streitfragen mit ausländischen Oelfirmen die Tagesordnung beherrschen seilten, waren die Amerikaner mit mehr als hundert Leuten aufmarschiert, alles Interessenten von Format und Fach und die Exper. ten aus Brasilien, Venezuela Mexiko und Argentinien waren ebenfalls gekommen. J 5 E N leicht gemacht durch Viajes Alsina 1418 - 6° piso T. E. 38-5886 — 18-1447 38-8304 — 37-7589 hingewiesen, dass im Grunde genommen diese eine eine russische Feststellung das bemerkenswerteste war, was die Konferenz von Beirut überhaupt zu hören bekam. und das merkwürdigerweise gerade darüber nur äusserst zaghaft berichtet worden ist. Was also war geschehen und worum ging es letzten Endes in Beirut? Der Punkte gab es viele auf der Tagesordnung, doch des Pudels Kern war die bedenkliche Entwicklung auf dem Gebiet der Preisreduzierungen. die den internationalen Oelhandel seit Februar 1959 mit wachsenden Sorgen unsicher macht — ganz abgesehen von sonstigen Folgeerscheinungen, die das Geschäft und damit die Wirtschaftstruktur Äs Mittelostens treffen können. Das Anwachsen des Verbrauchs hat nicht Schritt gehalten mit der immer gewaltiger ansteigenden Oel- 24 Millionen Dollar, Saudi- Arabien von 35 Millionen Dollar und Kuweit 46 Millionen Dollar zu rechnen haben. Dieser Gang der Dinge hat die Sorge um eine zweite, noch viel bedenklichere Entwicklung im Gefolge: das Eindringen der russischen Oelkonkurrenz auf den Weltmärkten. Diese Konkurrenz trägt einen ganz besonderen Charakter, denn man weiss nie, woran man ist, wieviel Sowjetöl und wo und zu welchen Preisen in die internationalen Märkte gepumpt wird; man letzten Weltkrieges verloren gegangenen Anteil an den öelmärkten der Welt, wo immer sie auch sein mögen, zurückzuerobern. Zwischen 1922 und 1940, so argumentierte Herr Gurov, beliefen sich die russischen Erdölexporte auf 14 bis 30 Prozent der Produktion. 1959 förderte die Sowjetunion 129 Millionen Tonnen Rohöl von denen 14 Millionen Tonnen, also nur 10,8 % zum Export gelangten. Die Weit sei daher noch nicht mit Sowjetöl überschwemmt worden. Die Wiedergewinnung der ehemaligen Posi- LA SEMANA ISRAELITA B1SEMANARIO INDEPENDÍENTE Bi. Airei - PUEYRREDON 2190. 1* utq. - I. E. 83 281? 1. Adar I 5721 17. Februar 1961 OIE ÄFFflERE PIN Die lange Auseinanderj Die Affäre Lavon ist ein Setzung über die Tätigkeit j ir terner Kampf innerhalb von Pinchas Lavon als Verteidigungsminister im Jahre 1954, die zum Rücktritt der Regierung Ben Gurion geführt, hat. ist nunmehr mit dem Ausscheiden La. einer, allerdings der gross, ten Partei gewesen, innerhalb der Mapai, deren Veterxnen beinahe sämtlich au-' Seiten Lavons und gegen Ben Gurion standen. Eivor.s als Generalsekretär ne neue Generation ist her. der Histadruth ste-ns vorläufig wenigangewachsen, die sich hinter beendet * ®en Gurion gestellt hat, wie worden. Die Tatsache al-; rrait au-; diesem Kampf lein, dass Lavon Verteidi-i entnebmen konnte, gungsminister gewesen ist! Sicherlich ist die Karrie- und seit Jahren Generalse-' re Lavons nicht beendet. In kretär der Histadruth, der! weiten Kreisen seiner eigemächtigen Gewerkschaft Is. nen und der anderen Parteiraels war, unterstreicht die cn geniesst Lavon volles wichtige Rolle, die Pinchas Vertrauen. Es wäre auch Produktion Der Ueberfluss Lavon in Isael gespielt hat. bedauerlich wenn die ungeauf den Weltmärkten hat Galt er doch lange Zeit hin-! wohnliche Arbeitskraft und auf die Oelpreise gedrückt, durch als der mögliche Energie Lavons verloren Eng damit verbunden ist Nachfolger Ben Gurions. natüriieh der Ausfan in den | F(ir die Aussenstehenden, „royalties , die bisher über- ■ insbesondere für aUe, die nicht in Israel leben, ist «ie Affäre Lavon nicht recht 1 verständlich. Aus welchem Grunde. eine fehlgeschlagel e Aktion aus dem Jahre natürlich nicht weiter be, unruhigt. Aber die Oeltagung von Beirut empfand, dass Herr Gurov nicht alles zum Thema gesagt hat. Eine Reihe machtvoller Fragen bleibt offen, weil der russische Angriff in der internationalen Oelsphäre sich bei weitem nicht auf den Export von Oel oder Oelprodukten beschränkt. Man ist auch gar nicht so sicher, ob die Russen mit ihren Oelexport-Plänen nur an die ..Eroberung“ westlicher Märkte denken. Wie wenn zum Beispiel solche geschäftstüchtigen Transaktionen sich auch auf arabische Länder erstrecken sollten? Ging da nicht letzthin die kuriose Nachricht durch die Fachpresse, dass — ausser den Zufuhren aus dem arabischen Raum — der Staat Libanon, dessen Hauptstadt Beirut ist, im Laufe des Jahres 1959 rund 66.000 Tonnen Heizöl aus Russland und rund 50.000 Tonnen Benzin aus Rumä. nien eingeführt hat, und dass in beiden Fällen die Preise unter den Sätzen der : im Libanon selbst erzeugten 1 Raffinate lagen? I Natürlich werden die arabischen Oelproduzenlen weiter gegen die Preispolitik der „kapitalistischen“ Länder protestieren und sich über Preisreduktionen heftig ärgern Man wird das tun. weil es absolut zwecklos bleiben dürfte, gegen die Russen zu protestieren oder sich über die Lektion des Herrn Gurov in Beirut aufzuregen. reichlich in die Kassen der arabischen ölproduzierenden Staaten strömten. Eine Uebersicht schätzte z. B. dass Irak mit ¡dnem Ausfall von gehen sollte. Immerhin hat I diese bedauerliche Kris; die \ Kraft des demokratischen Gedankens und seine Verwurzelung in das Volksempfinden bewiesen. Lavon hat sich, obwohl als Generalsekretär der Histadruth CON T W i Teppiáhus - M. Hocüerffj 1K. ... ,. T . über viele Machtmöglich- 954, fur die Lavon angebkeiten verfiigend, 0hne weiteres dem Mehrheitsbe- , UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKrüPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung lieh verantwortlich sein soll, im Jahre 1960 wieder aufgetischt werden musste, versteht natürlich kein Me.isch der nicht in die internen politischen Angelebeiten und Auseinander. tmgen eingeweiht ist. Schluss unterworfen und damit gezeigt, dass die fiihj renden Männer Israels auch j für sich die Rechte wie die | Verpflichtungen -einer ecli. i ten Demokratie auf sich I nehmen. Auf Wunsch Zahlungserleichtenmgen j MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENE! ‘ VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CalJe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza kennt nicht die dahintertion unter den ölexportiesteckenden, politischen Klorenden Ländern sei eine VERLEIH VON GESEIJLSCRAFTS- ANZUEGEN KACNER Das einzige juin dieser Branche, dische Geschäft Cangallo 2553 — Tel.: 47-4709 Buenos Aires tive; man kann diese Konkurrenz mit keiner anderen vergleichen, auch nicht mit der, die sehr bald vom nordafrikanischen Raum zu drohen beginnen wird. Man weiss nur eines: diese russische Konkurrenz ist eine jener nicht-konventionellen Waffen, mit denen man den Westen und seine Wirtschaft desorganisieren und impotent machen will. Die arabischen Oelproduzenten ahne-n, was bevorsteht. In Beirut drückte man seinen Aerger über den Stand der gegenwärtigen Preis und Profitpolitik der durchaus legitime Angelegenheit, und was die Gestaltung der Preise betrifft, so gäbe es eben, wie die Erfahrungen heute zeigen, I eine ganze Skala von Prei- ¡ sen — genau so wie es eben ' nicht nur einen einzigen! Markt gibt. sondern eine j Auswahl von Absatzgebieten. Hier erinnerte der Sowjet- Beobachter, dass eigentlich! zwei Arten von Öelmärkten existieren: da ist erst mal jener Markt, der durch das Monopol von acht gigantischen Oelgesellschaften kon- LAS NUEVAS TARIFAS ECONOMICAS* Li PERMITIRAN VIAJAR CON RAPIDEZ westlichen Oelgesellschaften wird, und danu gibt I AUTO - REPARATUR . WERKSTATTÍ „BEÑO” j BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 aus. Den grossen Bruder vom Osten wagte man rieht laut zu kritisieren, und man hüllte sich auch dann in eisiges Schweigen, als — mitten in der heissen Diskussion um die künftige Gestaltung von Preisen, und Profiten — Herr E. P. Gurov, der Leiter der Sowjetes den Markt, auf dem Dut zende ,,unabhängiger“ Oelfirmen — zu deren er auch die Sowjet >i-Fxport-Organisatien rechnet — operieren. Das engmaschige Netz der Kontrolieinflüsse der „Grossen .Acht,“ gibt ihnen fabelhafte Chancen zu beliebigen Preismanipulatiouen, wäh. Oel-Export - Organisation/ i^nd.an-R‘rerseits die unahdas allgemeine Gerede unh;inS'Uen" Oelgesellschaften jeweils auf spezielle Marktbedingungen zu achten und zu Preisen zu verkaufen haben, die auf dem freien terbrach. Herr Gurov nahm kein Blatt vor den Mund. Klipp und klar gab er zu verste- ,, . . I ' hen, dass sich die arabischen Markt, gezahlt werden. Je. f | Oelproduzenten mit dem So- ' Wenfalls sei die Sowjetunion i i wjetwettbewerb auchin jeari {-CT künstlichen Staf nen Ländern werden abfin. I hih .¡erung hoher Preise in- I I den müssen, wo die ,.kapi- I tCi;ess,ert- '’'in sie * j talistischen“ Oellieferanlen |; ein traditionelles Privileg }* I zu haben scheinen. Moskau 4-*ientschlossen, den durch! __3 TIEMPO Y DINERO Consulte o su Agente de Viajes sobre las ventajas ¿|ue*ofrecen las nuevas tarifas scl.eirend von Ländern den. an. arabischen gefordert wer- - , .. —-- Das von Hern« Gurov ***••'1 dte Wirren und Folgen des tierte Zahlenmaterial hat AVENIDA CORDORA 315 - T, E. 32«40R&/' ~ MIENOS AIRIS - Ur viQor «4 1# * Marzo y 5« jetas a 1« Suparío* Gobtarno da i# 4s}acè<to. * V j 1 JIJI i