Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1852 (10.2.1961)
- Date
- 1961-02-10
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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mr* W$¡: a*Vi: A- * I — Viernes, lft de Febrero de ]!M>1 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1852 ■ ■ In den heissen Zonen der Erde treten in flachen Bckken am Meer, aber auch in der Wüste Ausscheidungen vor Salz auf. wenn das Wa sser verdunstet. Die Völker an den heissen Küsten benutzten diesen einfachen Weg. um Salz zu gewinnen. Sie wussten daher auch von jeher dass man das Meerwasser werden zum Bewässern für die Pflanze noch für Tier und Mensch als Trinkwasser gebrauchen kann. Heute dagegen beschäftigt uns intensiv die Frage, wie man das Wasser vom Salz trennen, also aus Meerwasser Süsswasser gewinnen kann. Vielfältige Anregung dazu hat die Technik gegeben. Wir benutzen die Destillation in der mannigfaltigsten Form, um Flüssigkeiten von festen Stoffen zu trennen. So ist auch die Herstellung von „destilliertem“ Wasser, dort, wo es auf besondere Reinheit ankommt, etwa bei chemischen Ar.alysen schon seit Jahrhunderten angewandt worden. Mit dem Ausbar der Technik nach allen Richtungen sind neue Verfahren zur Trennung von Salz und Wasser in eien Bereich des Möglichen gerückt. Zu denken ist an das Kristallisieren durch Ausfrieren, Diffusionen durch Membrane. Austausch von Ionen, bei dem einzelne der die Salze bildenden Molekülgruppen an kunststoffähnlichen organischen Stof- ER AUS DEM MEER . fen festg^halten und dann abgetrennt werden. In Nordamerika, aber auch in Israel, ist in den grossen Städten der Wasserverbrauch so gewaltig gestiegen, dass vielfach der Grundwasserstand in besorgniserregender Weise abgesunken ist. Ausserdem kostet das Heben des Wassers aus tieferen Schichten des Untergrundes erheblich mehr. Infolgedessen ist in dem Lande, das immer noch die Behebung aller Müngel von der Technik erwartet, die Frage aufgetaucht. ob sich nicht aus dem MeeT nunmehr Siisswasser billig herstellen lasse. Manche glaubten schon, das Meer als unerschöpfliche Süsswasserquelle anzapfen zu können. Der amerikanische Kongress bewilligte im Jahre 1952 bereits 10 Millionen Dollar, um Vorschläge in dieser Rich,ung zn erhalten. Allerdings war eine, wie sich inzwischen gezeigt hat, sehr schwer zu erfüllende Bedingung gestellt worden: der Preis für den kbm des so gewonnenen Wassers sollte nicht über 15 Agorot liegen und für Bewässerungswasser, an dessen Reinheit geringere Anforderungen gestellt zu werden brauchen, nicht über 7 Agorot. Heute, nach sieben Jahren ist noch kein Verfahren bekannt, dass diese Bedingungen erfüllt, obgleicn nicht weniger als 30 verschiedene Vorschläge gemacht worden sind, um die Aufgabe technisch z.i lösen. Sie sind alle noch zu teuer und nur wenige haben wohl überhaupt Aussicht, den genannten Preisgrenzen nahezukommen. Im Durchschnitt liegen die Kost“n des aussichtsreichsten Verfahrens noch bei etwa 1 IL für den Kubikmeter. Das ist für Sonderfälle wohl tragbar. Als man das Trinkwasser früher mit Schiffen vom Festland nach Helgoland brachte, kostete der Kubikmeter 350 IL! Bei der Rettung Schiffbrüchiger spielen c'e Kosten für die verhältnismässig geringen Mengen, die dafür als Trinkwasser benötigt werden, keine entscheidende Rolle, Ionenaustauscher können daher verwendet werden. MEHRSTUFEN DESTILLATION Als das aussichtsreichste Verfahren hat sich die so-; genannte Mehvstufen-Destili lation erwiesen. Zur Ent-! Wicklung dieser Methode haben die Ozeandampfer entscheidend beigetragen. Denn sie brauchen Süsswasser nicht nur als Trinkwasser und zur Speisezubereitung, sondern auch zum Betrieb der Dampfmaschi. nen Die Mehrstufen-Verdampfung beruht darauf, dass man die erhebliche Wärmemenge, die zum Verdampfen des Wassers in der ersten Stufe benötigt wird, in einer zweiten Stufe beim Kondensieren des Dampfes in einem Wärmeaustauscher wiedergewinnt. Den unvermeidlichen Wärmeverlust gleicht man dadaurch aus, dass die Verdampfung jn der zweiten Stufe unter vermindertem Druck, also unttr Vakuum ausgeführt wird Bekanntlich siedet das Wasser bei vermindertem Druck bei niedrigerer Temperatur. Auch das unter Vakuum verdampfte Wasser der zweiten Stufe wird kondensiert und gibt dabei wieder seine Wärme an Wasser ab, das nun unter noch stärkerem Vakuum verdamptt wird. So hat es die Technik fertig gebracht, Mehrstufen - Verdampfer mit 5 und 6 Stufen herzustellen. Die Anlagen sind zwar nicht billig, aber ein Schiff im Ostasiendienst kann durch dieses Verfahren der Süsswasserbereitung so viel Frachtraum gewinnen, dass nicht nur die Kosten gedeckt, sondern bei einer Reise Mehreinnahmen von einigen hunderttausend erzielt werden können. Lateinamerikanische Teilnehmer wurden bei der letzten CHAIL- Ziehung, die in Jerusalem durchgeführt wurde, berücksichtigt Unter denen, die verschiedene Preise in Dollar erhielten, befinden sich Inhoh^r von Titeln, die in Argentinien, Uruguay und Mexiko leben Lebhaftes Interesse erwecken die Ziehungen, die drei Mal im Jahr in Jerusalem mit der Intervention der Staatsbank von Israel und Repräsentanten des Zentral-Direk- .toriums von CHAIL, dem der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation zugehörigen Organismus, durchgeführt werden. ten Ländern wurden einige der Teilnehmer mit Prämien von tausend und fünftausend Dollar begünstigt. Bei der letzten Ziehung, — die, wie gesagt, am 15. Januar stattfand — erhielten unter den 100 Prämien in Dollar 9 Zeichner von ChAIL-Titeln aus 3 südamerikanischen Republiken, deren Namen wir im folgenden anführen, Preise: In Argentinien: die Herren Pablo Borujovsky, Grinman & Cia., Mauricio B. Hertzfeld, Roberto M. Hertzfeld und Gabriel Trainin; in Mexiko: Gaston Black, Rosa Heiblum-Darton und Cecilia Maus,- in Uruguay fiel der Preis Herrn Abraham Burcatovsky zu. Wie allgemein bekannt finden diese Ziehungen am 15. Januar, 15. Mai und 15. September eines jeden Jahres statt. Im Laufe des ersten Jahres der Arbeit von CHAIL fanden die Ziehungen zu den angegebenen Daten statt, und bei ihnen allen beteiligte sich eine grosse Anzahl von Glaubensgenossen aus Venezuela, Mexiko und vor allem aus Argentinien und Uruguay. In den beiden letztgenannt Dies sind die liun- JJ dert Nummern, die prämiiert wurden und J5 die ebenso viele Zeichj; ner von CHAIL-Titeln |j begünstigten. Die er. g sten 96 Nummern wur- H den mit 400 Dollar eilt ne jede prämiiert, und U die vier restlichen H Nummern, die getrennt H am Ende der Aufstelj; lung figurieren, mit p je 1.000, 2.500, 5.000 £ and 10.000 Dollar. ■ Q4ñ 3&2 G11G/S 49 üü44W 70 dn.Aoor» '1 00 w* H- Gfí¿>C3é> ■60 njJa 5 6 o M144 ,7 Ooas-Qj ££. 64 0€ OÍ fíDMlS -i; ndnteo flD¿3%0 .04*f&ib rf OO /343 4 OG in 4 6~/) 11 •H M A 441 ÖÖJ1GZ •y 04GG 36, U. 066683 flDtirlA $0 OIA 063 6 D06ÓS6 4± 001133 3Á 0 4*413 4 f)0047x3, <¡o oitebjs íTf 044 68 AT ODSfftf 7 G03fiJ$ ffst nisUd 04JZ6T-O oom’c f 04 3ä<?7 OOtti*' si GOGaZbO 2d 002403 /6 OAOtS3 n 0436/3 CC&DGfí 33 G/M4S A4 ÜOSAál 4# 0061L66 D4A509 48. (M&Cva íte' DA/4C3 64 CA06AJ 31 ÓOÍ436 /3 0 CAA 03 nomino / & í7QL ooa434 34 00.3014 Q4*sM n 0095 4.9 DO¿>¿ 3o2> 04A£4 (o /.-r OAA<l4/l 91 (¡4 ñ4&aSLl 4o OOÍ>A(o4 46 1 OOñiSif f9 fíA b’b/új 4* 6A/0Q19 44 04330.5. Al ßßastA So t>4*>9W 64 oMe?o 4a coOa.40 A? nn?>3>8 U o40?¿*i. él no ¿a, 34 4? 040 433, 49 ooaSsQ 33, M 0D29A3 h DAß, A3 3 93 60 <{£/?> 61 004634 Alá. DQAddL £/, fíDOJlJ y/ 00636$ Ao A Ai i4/a¿ SIS, 9< OA/úA-h 44 000446 £l 2d. 94 fiA61>3¿> k OÚÍTbli ill 94 Wir veröffentlichen den vollständigen Extrakt der 100 ausgciösten Nummern, wie es unter diesen Umständen üblich ist. Diese Nummern haben Preise erhalten, die zwischen 400 und 10.000 Dollar, der Höchstsumme, schwanken. Süsswassertanks sind überflüssig geworden. Das Verfahren hat inzwischen auch an Land Schule gemacht. Ein vierstufiger Entspannungsdampfer arbeitet 1 auf der Insel Kuweit im Persischen Golf, um die dortigen Oelraffinerien und ihre Belegschaft mit Süssj wi sser zu versorgen. Dort werden täglich 400 Kubikmeter Süsswasser aus dem j Meer gewonnen. ' In der letzten Zeit tauch- : ten wiederholt Nachrichten , auf, die aus Nordamerika j über Verbesserungen und Verbilligung der Mehri stufen-Destillaticn des Meer-; wassers berichten. So soll; eine nordamerikanische . Firma, die durch ihr Verfahren auf einen Wasserpreis von 20 Agorot je Ku- ' bikmeter kommen will für die USA-Regierung ein Pro- 1 jekt bearoeitet, das täglich , 65 000 Kubikmeter liefern j soll. Einanderes nord- , amerikanisches Untern th- ' men erhielt einen Forj schungsauftrag für ihr Dünnschicht-Verdampf-Ver- ■ fahren. Für die Stufenverdamp- I fung gibt es verschiedene ' Varianten „um die fehlende i Wärme durch mechanische Arbeit zu ersetzen. Die De- | stillation mit Dampfkom- ‘ pression verdichtet den Dampf, bringt ihn dadurch auf höhere Temperatur und; erhält dann bei der Kondensation eine grössere j Wärmemenge. Die Kosten , dieses Verfahrens hängen ' naturgemäss auch von ört- ] liehen Umständen ab. Sie 1 können unter günstigen , Verhältnissen bis auf 35 [ Agorot heruntergehen. Dieser Preis liegt aber noch 130 Prozent über dem. der | vom nordamerikanischen Kongress als Bedingung gej stellt ist. Aber die Bearbei- : Jung des Problems läuft noch bis zum Jahre 1966. Es ist daher zu hoffen, dass j man dem gesteckten Ziel; noch näher kommen wird. j Von den 25 Anlagen, die; hü-zi-oh auf einer Tagung; der UNESCO über Preise- 1 me der aziden Zonen in einem der Hauptberichte über ' die Wasserentsalzung er- | wähnt wurden, waren neun . Anlagen Mehrstufen-Destil- I lationen mit zusammen 34.000 m3 Tageserzeugurg, 11 andere Destillationsverfahren mit 25.000 m3 Tageserzeugung und fünf Elektro- , dialyse-Anlagen mit 9.800 m3. Diese 25 Anlagen liefern! zusammen also jährlich 24 Millionen Kubikmeter Süsswasser! den Polarrjgionen. Der bisher grösste Kon’raM in Höhe von 140.000 Dollar zur Konstruktion eines Werkes fiii die direkte Umwandlung vor. Seewasser in Frischwasser nach einem Gefrierverfahren wurde jefzt vom USA-Innenminixtericm an die Blaw Knox Company in Pittsburgh < Pennsylvanien) vergeben. Das neue Werk, das bis Ende 1961 fertiggestellt sein soll, wird eine Produktionskapazität von 133.000 Liter Frischwasser pro Tag haben. Für die Wasserentsalzung ist der Gefrierprozess insofern ideal, als er reines Wasser in Form von Eiskristallen liefert. In der Praxis war es bisher sehr schwierig, die Eiskristalle vom Salz und von der Lauge zu trennen. In der neuen Versuchsanlage wird diese Trennung durch einen Waschprozess erreicht, wobei die Eiskristalle in den oberen Teil der Fraktionierkolonnen strömen und die schwereren Salzverbindungen sich unten sammeln. Vorteile sind der niedrige Energieverbrauch und die Tatsache, dass sich an den Röhren- und Kesselwandunpen weniger Rückstände ablagern als bei den Destillationsverfahren bei hohen Temperaturen. Auf diesem Gebiet arbeiten die Russen sehr intensiv. Die Ionenaustauscher, die für die Versorgung von Schiffbrüchigen mit Trinkwasser in Frage kommen, haben nach dem heutigen Stand der Technik für die Entsalzung grosser Mengen von Meerwasser noch nicht die Bedeutung, die man diesen neuartigen Stoffen glaubte beimessen zu dürfen. Die Kosten für das Regenerieren der Ionenaustauscher, das aus wirtschaftlichen Gründen bei Dauerbetrieb unerlässlich wäre, sind vorläufig noch so hoch, dass ein Kubikmeter Süsswasser dieser Art 5 bis 8 IL kosten würde. Schuld daran sind in erster Linie die Kosten der Chemikalien um die belasteten Ionenaustauscher wieder betriebsbereit zu machen. Sollte es gelingen, das Regenerieren statt mit Chemikalien durch Wärme zu bewerkstelligen, woran gearbeitet wird, so könnte sieh ein wesentlich günstigeres Bild ergeben. Ausserdem sind die Ionenaustauscher, die sich vorwiegend von den Kunststoffen ableiten, noch in voller Entwicklung. Hier sind also bedeutsame Verbesserungen, die das Verfahren verbilligen, nicht ausgeschlossen. FRISCHWASSER AUS MEERESEIS Bei der nächsten Ziehung, die am 15. Mai stattfinden wird, wird auch der jährliche Hauptpreis ausgelost werden, der sich auf 25.000 Dollar beläuft. Das Ausfrieren von Eis wird man mit Aussieht auf; wirtschaftlichen Erfoig im ' allgemeinen nur dann be- | treiben können, wenn die , Natur selbst den Entzug der I Wärme übernimmt, wie in Jedenfalls ist der Anfang gemacht: das Meer liefert uns Siisswasser, wenn auch nicht kostenlos. Auf längere Sicht darf jedenfalls damit gerechnet werden, dass das Meerwasser überall dort als Süsswasserquelle wird angezapft werden können, wo man auf den kostenlosen Regen, den wir auch überwiegend dem Verdunsten von den Wasserflächen der % Meere verdanken, nicht zuriiekgreifen kann. ■ ' ' 4T ujj.füO.- C0¿ & A - 'üJM.OOO.' ¿400^ w cf lODÖr ClHtfUUf [vi ó.ooo~z00?>4*t a umtmwiuujuMUíutuwíü IWaWSVi-w * Es muss bei. dieser Gelegenheit hervorgehoben werden, dass trotz der kurzen Zeit, seitdem CHAIL seine Tätigkeit in diesem Teil der Welt aufgenommen hat, d. h. seit kaum mehr als einem Jahr, seine Aktion ein ausgedehntes Echo gefunden hat und tausende Juden seine Titel gezeichnet haben, die Werte mit der nötigen Deckung darstellen und zur gleichen Zeit dreimal im Jahr grosse Möglichkeiten bieten, bedeutende Prämien in Dollar zu gewinnen. Wie liegen die Feiertage? Mittwoch den 1. März Fasten Esther Donnerstag, den 2. März Purim Freitag den 31. März Erew Pessach j Sonnabend, den 1. April 1. Tag Pessach Sonntag den 2. April 2. Tag Pessach Freitag, den 7. April 7. Tag Pessach Sonnabend, den 8 April 8. Tag Pessach Ft eitag, den 21. April Yom haätzmaut (Unabhängigkeitstag Isriels Donnerstag, den 4. Mai Lag d Omer Sonnabend, den 20. Mai Ersw Schawuot Sonntag, den 21. Mai 1. Tag Schawuot Montag, den 22. Mai 2. Tag Schawuot Sonntag, den 2. Juli Schiwa asar b tamus Sunnaberd. den 22. Juli Erew Tiseha b Aw Sonntag, nen 23. Juli Tiscba b’Aw | Sonntag, den 10. September. I Erew Rosch Haschar.a 5722 —;—♦ - j H-1 1 -=- -4-M—au—»---— rs; - ~ [ £ Vier»* Madr’.d <¡ricli¡m Drom - juvenil cano des de lag“®?, der N'al ta vom stattgef der V« raltmer aus Bi Bio de Paulo, 0 aus - 14 aus 2fr 5l Hinte latbest r.e g?« arbeit, der Cei mische Präsidi Hirsch! der Fr< r.os Ai ist. In L hat dir Repübl ncs A „Rami ihres c Herrn Leben werter möglk durchs Am umgel ner s Prael innerl ein C allen mode spric! Haus* und für Chaw tenl, die e; für d: Ausse Plätze bad. 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