Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1849 (31.1.1961)
- Date
- 1961-01-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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und tKUNST ®er Re9enscMm des Prime Ministers " Snontan kam mir damals. mi£. um ihn wirklich aufzu- Minister von England. Er genschirm sei doch der Nafheafer in Jerusalem tm V.«K,!n des RAYMIST **«. wi^Ar' ¡wählt. Man beschloss, i1.,1* Kazan „2 «ss. „wenn das Stück Er- " ('Haitis erlß % hat, ein . Theatcauf r‘ ßsserer Basis geschaffen déni gs« d 6 >»sieh freunde ,u, ■ ^ew York S lvríes Jl¡¿ st«‘ete Z ’des‘ speziell fût Ehrungen J s»dass die Ja"zen Lande iden können, soo keim -hkeiten le geei jDt. v<rtan. 'ESELLSCHFT »rden sollte.” )as Biblische Theater unkscheidet sich in vieler ihsicht von anderen Untfnehmen. Erstens ist es itn lukratives Theater. Es »ht nicht auf fioanzielle iiolge. Der erste künstleliche Erfolg und eine günsge Aufnahme 'beim Putkum soll als genügender ■lisporn für die Fortfühtog seiner Arbeit angeseln werden. Das Comité besteht aus «ben Personen. Sein Präsent ist Colin Gillon, iatsanwalt. und sämtliche wurde eine Gefegliedtr haben verant- 'r das Biblische örtliche öffentliche Aem- ¡nindet. als Ha- ¡rinne: trotzdem finden Idee Frau Ra- 8 noch Zeit für dieses wi. der Gattin 'dernetimen. Die Jewish Präsidenten, un- 'sency und die Jerusale- Sie lud etwa ®r Stadtverwaltung tragen sonen zu einem »finanzieller Hinsicht bei; :en ein und half 6 gewähren dem Theater der Bildung ei. «eh moralische Unterstüt- und Organisa- *£• was in diesem Falle Is. Der Jerusa- B*ht weniger wichtig ist als ermeisier. Herr c:‘ finanzielle Hilfe, n. stellte seine Auch das Touristenamt Hilfe und die Regierung bezeugt Inrwaltung in Aus. Presse für das Biblische Tieater als künftige Attrak- M Schritt be- 11(111 Touristen in Jeru- Comite die Pin- M;ern und Israel über-?s Änfan sbudl»Pt. Ein Theaterglas 1.000 1L für die *b a“f. blbbsfhe„ SL"ck€ elluns Hierfür ^zentriert, hat alle Chanischas'„Moses" ®- Besucher aller Rassen iud Religionen anzuziehen - iud kann möglicherweise der Hauptstadt Israels, die eit zu begnügen, feher noch kein eigenes il, sie leben ein ifeater besass, als starker Gegemvartsleben kiltureller Ansporn dienen, sehen Gemeinde. Die Förderer des Theaters ahr zu Jahr erglauben, dass es grosse Ansehungskraft aasüben kann uog und Liebe »d Gäste aus aller Welt ins irn* welche den lind führen wird, die bi- >n Glauben ha- Nische Stücke im Herzen traurigen Gegen- ®r Bibeltradition sehen •hältnissen ihre *t)llen- Man hofft, dass, u bewahren und renn das Unternehmen sich Posten auszuharft entwickelt, auch Stücke kürzlich verstor- “ anderen Sprachen als hekurznen Hisch dort aufgeführt und dass abbiner Dr. Gu- . ..dort hat dem Buch «»den können, uvort voran#- --- _ r schrieb: „Für der fehlen uns Ä m m m ' das Theater eine Tournée durch die Hauptstädte anderer Länder unternehmen kann. KEIN FESTES ENSEMBLE Noch in anderer Hinsicht weicht dieses Theater von allen anderen ah. Es hat nicht die Absicht, ein festes Ensemble zu begründen, sondern will Berufsschauspieler nur für jedes einzelne Stück engagieren. Für Nebenrollen und Massenszenen sollen geübte Amateure aus Jerusalem herangezogen werden, die bereits eine Art Schule für junge Talente eröffnet haben. Für die Hauptrollen sind schon führende Schauspieler von den grossen Theatern Israels gestellt worden. Es ist interessant, dass H3levy sogar für die Tanzszenen (und in biblischen Stücken gibt es regelmässig Tänze irgendeiner Art) seine eigens geschulte Amateurtruppe einsetzen will. Er verpflichtete auch Rina Nikowa, eine in biblischem Ballett seit langem spezialisierte Choreographin. Er lehnte ihre geschulte Tanzgruppe ab, um seine eigenen Amateurtänzer auszubilden. Der Erfolg war unerwartet gross. Die Amateure leisteten Gutes in der Tanzszene um das goldene Kalb bei der Aufführung des „Moses”, und der Erfolg des Stückes wurde durch die Einführung eines abweichenden Elements erhöht. Für das Drama „Moses” hatte Mark Lawry die Musik geschrieben; die Ausstattung übernahmen zwei Jerusalemer Maler. Miron Sima und Jossi Stern. Das Stück fand grossen Beifall, und nunmehr denkt das Biblische Theater an Ausdehnung und Konsolidierung auf festeren Grundlagen, die den Titel eines israelischen Nationaltheaters rechtfertigen. Doch es ist und wird immer das Biblische Theater der heiligen Stadt bleiben. Buecher gesucht H;n Erzieher.» .ehrer. Vo>'!eb- J nderlehrer. Am ten des K* |J Nachwuchs, .1 n: ein ' edles Dokumen jvor alJem werJen gebraucht: Treue und (Mich ’störten laufhörlich . :n. aucb-in dem J der Gemeind« , lenen lnior'V J i *ie Ausdrucke wie flitierlwi* ■ i HöUe". ^¡; f I rausgeber nicht- , die g snlcber, Tragödie -akiseben Worte der Ju- Grösse nur Memoiren - Werke Berichte früherer jüdischer Gemeinden * Statistische Werke Dissertationen über Themen Brief - Sammlungen * dass aa F,»- »“KÍÍ oben nsiovakí- I nnmstración der: 0 0 0 0 0 0 0 0 jüdische \ 0 0 0 1er snius f Angebote sind zu richten unter dem i Vermerk „BUECHER” an die Adbz«’- iuch * hen •«ftSiÄ b*1.# erlebei z“ u LA SEMANA ISRAELITA, jCAip. Fed„ Pueyrredón 2190, 1' izq.0 Spontan kam mir damals, auf der Bank im St. James Park in London, jene komische Szene in den Sinn, als ich viele Jahre vorher in einem Dorfe bei Bad Oeynhausen ein Riesenfirmensehild mit der feierlichen Signatur „Heinrich Heine” entdeckte und hinterher beim scheuen Eintritt ins Haus erfuhr, dass der Träger des Namens der Dorfbarbier war. Ein ziemlich ähnliches Gefühl überkam mich später in der Nebenstrasse einer Stadt in Mittelengland. Dort fand ich den Firmennamen „Winston Churchill” über dem Portal eines guten Eisengeschäftes. Diese kleinen Erlebnisse fielen mir, wie gesagt, ein, als mir im St. James Park zu London die folgende Sache passierte. Sie passierte mir an ci-* nem wunderschönen Septembertage des Jahres 1939, just nach dem Anbruch der Epoche grosser Sorgen und noch grösserer Ereignisse. Der St. James Park gehört zweifellos zu den wohltuendsten Anlagen der Welt. Wenn der feuchte englische Sommer in den warmen, sonnigen, englischen Herbst hinübergleitet, ist dieser Park am schönsten — wie überhaupt so alles, was man in jenem Park trifft und beobachtet, seinen eigenen, angenehmen Stil hat. Das mag gewiss von der Umgebung beeinflusst sein: Whitehall, Buckingham Palace, Westminster, .. Die ganze Atmosphäre hat Stil. Die Idee, dass hier in allen Winkeln und Ecken so etwas wie ein eigenartig anmutender Stil festgehalten ist, beschäftigte mich, als ich mich auf eine Bank setzte und ein paar Sekunden darauf — sozusagen aus dem Blauen heraus — neben mir einen Schirm liegen sah. Eigentlich hatte ich vor, an jenem Tage im September 1939 an ganz andere Dinge zu denken. Dieser Regenschirm, der so urplötzlich aufgetaucht war, wischte alles, was mir durch den Kopf ging, einfach weg. Ich empfand eine grosse Ernüchterung. In der Tat — es war ein fabelhafter Schirm, der Schirm eines Mannes von Format und Stil. Es fiel mir sofort auf, wie elegant, sach- und fachgemäss dieser Schirm zusammengerollt war. Wahrscheinlich, so argumentierte ich mit mir, war der Besitzer dieses famosen Gegenstandes ein feudaler Herr, vielleicht Mitglied eines exklusiven Klubs, der es sich zur Aufgabe gemacht, hatte, den Menschen dieses Zeitalters die wahrhaften Vorschriften zur Benutzung von Regenschirmen beizubringen. Schliesslich aber riskierte ich trotzdem, den Schirm in di« Hand zu nehmen und zu begutachten, und ich fand, dass er ganz und gar nicht zu mir passte. Ich bekam jedenfalls Courage ge- Da» Tote Meer schrumpft Tel Aviv. — Der Wasserspiegel des Toten Meeres, das seit jeher langsam, aber stetig zusammenschrumpft, geht in letzter Zeit sichtbar zurück und beeinflusst die Pottasche - Produktion an seinen Ufern. Geologen haben festgestelL, dass das Tote Meer einst fast 250 Kilometer lang war. Heute sind es weniger als 80 Kilometer. Um 1920 befand sich der Wasserspiegel unmittelbar am Eingang zur Sodom- Höhle. heute dagegen ist das Wasser fast 90 Meter entfernt; (ITA) nug, um ihn wirklich aufzurollen. Möglicherweise war da eine Adresse oder ein Zeichen zu bemerken. Ich spannte ihn auch völlig auf, und obwohl es grossartiger Sonnenschein war, nahm niemand der Spaziergänger von meinen seltsamen Manipulationen die geringste Notiz. Ich wusste damals noch nicht, dass man in London sogar an Hundstagen ungeniert mit Regenschirmen promenieren kann, ohne die Neugier der Umwelt zu erregen. Neugier? Halt — natürlich sah ich da etwas. ganz dicht unterhalb des Griffes, ein sehr zierliches Metallschild, winzig und unauffällig und dennoch originell, wie der ganze Gegenstand. Ich hatte einige Mühe, den Namen auf diesem Schildchen Zu entziffern. Ich traute meinen Augen nicht und las ein zweites Mal und buchstabierte erneut. Da war kein Irrtum möglich. Es war kein Traum, und ich war regelrecht wach, im St James Park in London. Der auf dem feinen Plättchen gedruckte Name lautete: Neville Chamberlain. Was blieb mir zu tun übrig? "Wie war meine Situation? Hielt ich in meinen Fingern ein Stück Zeitgeschichte? Etwa — jenen historischen Regenschirm von Godesberg und München? Ist dies hier das Requisit, über das sich Hitler lustig gemacht hat? ‘Wohin war ich — ein Neuling und Fremder in London — nichtsahnend geraten? Wäre es ratsamer gewesen, den Schirm erst gar nicht anzutasten? Hätte doch ein anderer Spaziergänger damit fertig werden sollen!... Und was je’xt tun? Ausgeschlossen. jetzt rasch fortzugctieh .. Leb war kein Experte im Sehirmrolien. Ich ballte ihn in der Faust zusammen, rannte ein paar Schritte auf und ah, hielt einen Mann an, der mich uninteressiert anstarrte. Ich sagte ihm, hier sei ein Schirm, der mir nicht gehöre. Der Mann murmelte etwas und ging weiter. Dann aber atmete ich auf: ein Parkwächter ging über den Rasen. Ich winkte aufgeregt, und er kam sehr langsam. So gut ich konnte, erklärte ich ihm die Sachlage, worauf er merkte, ich sei ein Fremder. und er beguckte mich und den Schirm abwechselnd und machte sonderbare Augen. Er öffnete den Schi’-m weit, drohte ihn hin und her und zeigte mir, dass er zwei Löcher hatte und an einer Stelle schlecht, geflickt war. Er las den Namen Neville Chamberlain und veränderte seine Mie. nen nicht im geringsten. Ich begann zu stottern: Neville Chamberlain sei doch der Prime Minister, und ich deutete mit der Hand gen Whitehall. Der Parkaufs'- her erwiderte bloss: ..So -wliot?” Und wendete den Schirm noch einmal und wies auf eine dritte durchlöcherte Stelle. Als er mit dem Begukker, fertig war, meinte er, ich solie den Schirm Nummer Zehn Downing Strec-t abgeben, falls ich tatsächlich der Ansicht sei. das Stück gehöre dem Prime Minister von England. Er wollte m,ch bei diesen Worten stehen lassen und weiter seine Runde machen, als vor uns zwei Schutzleute auftauchten. Ich begann zu schwitzen. Die Prozedur begann, indem der Parkwächter den beiden Polizisten eine detaillierte Schilderung der Lage gab. Man fragte hin und her, und der Schirm wurde von jedem Bobby einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Jeder entdeckte dabei eine Reihe neuer Flecken und Flicken und Risse, so dass es mir allmählich zu Bewusstsein kam, dass — ausser dem feinen, sauberen, feudalen Schildehen mit dem impressiven Namen — eigentlich doch gar nichts Feines und Feudales an dem historischen Objekt zu sehen war. Natürlich wurde ein Protokoll aufgenommen. Datum, Stunde und Ort des Fundes, Namen, volle Adresse des ehrlichen Finders, und mir wurde in freundlicher Weise eröffnet, dass besagter Regenschirm aufs Fundbureau der Polizei genommen würde. Man W'olle mich schon benachrichtigen, wenn sich der Besitzer melden sollte, und wahrscheinlich würde mir auch eine Art Finderlohn zustehen. Als ich den schüchternen Hinweis riskierte, am bewussten Regenschirm sei doch der Name Chamberlein vermerkt, da erwiderte man logisch, es sei keinerlei Adresse angegeben. und man könne infolgedessen den Prime Minister, der diesen Namen führe, kaum behelligen. Obwohl es natürlich, wenn man alle Umstände in Betracht zieht, sehr gut möglich sein könnte, dass, etc. etc.... Ich sollte nur warten: Wait and fee. Ich wartete. Ungefähr acht Wochen lang, lebte ich unter dem Eindruck, mein armseliges Wandern hätte sich — vielleicht — mit dem ehernen Schritt der Geschichte gekreuzt. Dann traf ich den Besitzer des ominösen Regenschirms. Es war ein kleiner, äusserst sympathischer Angestellter eines Lebensmittelgeschäfts, und er war überglücklich, den Gegenstand — ein Erbstück vom seligen Vater —• wieder bekommen zu haben. Ich dachte nicht daran eine Belohnung anzunehmen. Statt dessen war ich eifrig bemüht, die ganze Affäre so schnell und so gründlich als möglich zu vergessen. Auf jener Bank im Park hafte ich gleich so eine Ahnung gehabt. Der sogenannte Schritt vom Erhabenen zum Alltäglichen ist immer weitaus kleiner, als man gewöhnlich zu glauben w ünseht. SEIT 5 JAHREN BESTEHT KIR1AT GAT Fünf Jahre nach seiner Gründung zählt Kiriat Gat 11.000 Seelen, bezw. 2.500 Familien, die aus den verschiedensten Ländern stammen. Es gibt heute in Kiriat Gat 2.500 Kinder im schulpflichtigen Alter, welche in 5 Volksschulen unterrichtet werden. Etwa 140 Jugendliche erhalten im Rahmen eines .Jugendzentrums” allgemeine Erziehung sowie fachliche Ausbildung. Die Zahl der Kindergärten beträgt .15. Von den 1.450 Erwerbstätigen sind 900 in der Industrie, 100 im Handwerk, 150 im Handel, 130 m öffentlichen Diensten und 150 in der Landwirtschaft tätig. Bei den Industriebetrieben handelt es sich zum Teil um landwirtschaftliche Industrie, die die Produkte tier Umgebung von Kiriat Gat verarbeitet. Es gibt 2 Baumwoll - „Gin” - Anlagen zur Separierung der Baurmvollfasern, Spinnereien. Webereien, zwei Konfektions - Unternehmen, eine Diamantenschleiferei, Möbeltischlereien der Gesellschaft ,Dijur Laole”. eine Anlage zur Sortierung von Erdnüssen usw. Hierzu kommen noch handwerkliche Betriebe wie eine Druckerei, eine Konditorei, Schlossereien. Garagen usw. In der letzten Zeit wurden auch öffentliche Gebäude und Insttiuticnen errichtet: ein Haus des Magen David Adom, eine Zahnklinik der „Kuptt Cholim ’ ioer allgemeinen Krankenkasse), Gebäude der örtlichen Gewerkschaft ind der öffentlichen Arbeitsvermittlung, ein von „OSE” errichtetes Gesundheitszentrum für Kinder, ein Heim ffit religiöse Jugend usw. Die. rasche Entwicklung von Kiriat Gat in wirtschaftlicrer Beziehung und die Tatsache, dass die Frage der Aibeitsbeschaffung dort bald völlig gelöst sein dürfte, verleiht dem Ruf na"h Zuzus. weiterer Einwohner besonderen Nachdruck. Geben Sie lnre FAMILIEN-ANZEIGE TELEFONISCH auf! Sie ersparen sich Zeit und Arbeit. . Rufen Sie uns an 83-2613 Jüdische Wochenschau Israel % grösster Auswahl: u a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN NMM 2 5 MER - MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (plsnchas: - VOLJ * 2 STAENDICrE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE ST.^ie1 * VORHANDEN - ~ , VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG \ -lfonso N!ORiTZSON Guanacache 2H5Î, tiep. 2; * etq- CA.3H.hO 1 2