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Jüdische Wochenschau · 1961-01-27 · 1848 (27.1.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1848 (27.1.1961)
Date
1961-01-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 27 de Enero de 3961 LA SEMANA ISRAELITA An® XXII. — No. 1848 — 5 DIE EREIGNISSE DER WOCHE Ferienlager Ramah Die Congregación Israeli- 1a de la República Argentina teilt uns mit, dass sie am Ufer der Lagun" de los Padres an der Strasse, die von Mar del Plata nach Balcarce führt, ein Ferienlager eingerichtet hat, welches von 120 Kindern und Jugendlichen besucht wird. Erst Ende Oktober konnte die Congregación Besitz von dem Terrain nehmen, so dass in aller Eile die Gebäude erstellt werden mussten, um das Lager für die Ferien bereitzustellen. Die zeitgerechte Durchführung der Pläne ist nicht nur der Hilfe einer Kommission von freiwilligen Mitarbeitern, sondern im besonderen der Energie von Rabbiner Marshall T. Meyer zu verdanken. In diesem Jahr sind zwei Turnusse geplant. Der erste funktioniert seit dem 16. Januar. An ihm nehmen Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren von Mitgliedern und Förderern der Congregación teil sowie eir.e Gruppe etwas älterer Jugendlicher aus Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay, die in der Jugendgruppe der Centra, der Organisation zentraleurcpäischer Gemeinden in Südamerika z> sammengeschiossan sind. Diese Tatsache ist besonders erfreulich, weil dies die wachsende Zusammenarbeit zwischen den gemeindlienen Organisationen in Argentinien und den Nachbarländern beweist. Die zweite Gruppe wird Ende Januar abreisen, um 5 Wochen im Lager zu verbleiben. Ihr gehören Jugendliche von 15 bis 21 Jahren an. Die von Rabbiner Meyer vorbereiteten Programme sind intensiv. Auf den Morgengottesdienst folgen Unterrichtsstunden in jüdischen Fächern, es wird Sport und Turnen getrieben, und es finden kulturelle Veranstaltungen statt. Natürlich werden im Lager die Gesetze der Religion j beobachtet. der Schabbat I gehalten, und das Essen Lt! koscher. I Die offizielle -Eröffnung des Ferienlagers soll an ei-! nem noch nicht festgesetzten Datum im Fe' - uar stattfinden. Der genaue Tag wird noch bekanntgegeben werden, denn die Bestätigung verschiedener Vertreter der Behörde.!, die an diesem Akt teilnehmen werden, steht zur Zeit nocl aus. Trauerfeier für die Schiffsopfer Am 24. Januar fand im Tempel der “Congregación” in Anwesenheit des israelischen Botschafters und füh- 1 render Persönlichkeiten der j DAIA und der AMIA sowie eines zahlreichen Publikums i eine Trauerfei?u für die 43 Opfer 1er Schiffskatastrophe t an der marokkanischen ' Küste statt. Der Gedenkakt, 1 eingeleitet durch das werktägliche Mincha- und Maa- riwgebet, begann und schloss mit liturgischen Vorträgen : die Oberkantor Blecharowicz rezitierte. Im Mittelpunkt stand eine Gedächt-; nisansprache von Rabb. Dr. , Schlesinger, die bei aller i Kürze mit Deutlichkeit die; Hintergründe einer Politik! blosslegte, deren Opfer die 1 unglücklichen Juden Maj rokkos sind. Der Redner unterstrich die andauernden diskriminierenden Handlungen der marokkanischen Behörden, die sich über alle internationalen Verpflichtungen hinwegsetzen und die eigene Freiheit, noch nicht lange errungen, mit religiösen und rassemässigen Verfolgungen beschmutzen. Rücksichtslos würde sich die Willkür der Machthaber auch gegenüber Jeschiwoth und den Schulen der ,.Alliance Israélite Universelle“ bemerkbar machen. In ergreifenden Worten schilderte Dr. Schlesinger die Sehnsucht der Juden Marokkos, sich in Israel niederzulassen, um sich dort ♦ Pension Familiär X M Flamm j unter Aufsicht I. Ehrw , der Rabbiner $ Dr. J. Fink und Dr. J. Oppenheimer 1 CHASCOMUS — Cordoba | 1 QUADER VOM STRAND J < [ ZIMMER MIT PRIVATBAD ■— Telefonische Auskünfte in Buenos Aires: 76-2312 und 70-5805 <> < > o <► < > < i u O o < > < 1 < » < 1 <k <> 1' HOTEL LAGO eingebettet zwischen herrlichen Bergen!; . “umgeben .von Wasser vorzügliche Küche - geschultes Personal] LEON KAHN Río Ceba 1 los« f- ■;J : SIERRAS DE CORDOBA — Casilla Correo 34 WVi auranl »Paso* •HM 5 _ •*. ,,, Imr W j! Paso 452 ^>1 fondo); — T. E. 87-9259* Günter Aufsicht des Va«d Harsbonim' der Kehllla!» -i ■ »- ¡ : MITTAGS- und ABENDTISCH t : s Anrichten von kleinen Festlichkeiten *- * und Banketten mit Verwandten und Freunden zu vereinigen. Mit einem Appell an das Weltgewissen, die ..Charter der Menschenreehtt“ und mit einem Gebet für die Rettung unserer inglücklichen Schicksals- und Glaubensbrüder schloss die Ansprache. Nachdem noch der Öl. Psalm, von der Orgel begleitet, zu Gehör gebracht worden war und das „El Mole Rachamim - Gebet", sprach die Gemeinde den Trauerkadisch, womit eine feierliche Gedenkstunde zu Ehren jener 43 Märtyrer beendet wurde. C. W. Weltkongress der Einheitskampagne Die Leitung der Magbit I berief eine Pressekonferenz, | um über die Resultate des! kürzlich in Jerusalem ab- | gehaltenen Weltkongresses! der Vertreter der Einheits- I kampagnen aller Länder zu berichten. An diesem Kongress beteiligten sich Repräsentanten von 40 Ländern — ausser den Delegierten aus USA, die schon vorher einen Kongress veranstaltet hatten. Die argentinische Abteilung der Magbit war durch die Herren Ing. Isaak Lewin und Isaak Misrach vertreten, die jetzt über ihre Eindrücke berichteten. Ing. Zewin überbrachte die Grüsse des Staatspräsidenten Jizehak Ben Zwi für die argentinischen Juden und spri ch über die gigantische Aufbauarbeit, die mit den gesammelten Geldern in Israel verwirklicht werden konnte. Doch r-i die Tätigkeit der Einheitsj kampagne noch . keinesfalls | als abgeschlossen zu bei trachten, denn immer noch! kommen neue Einwandererj massen ins Land, die ihre I bisherigen Wohnländer zu! verlassen gezwungen sind und Israel als ihre Heim- I statte ansehen. Herr Lewin j hatte Gelegenheit, sich mit I Flüchtlingen aus Kuba zu unterhalten, die über Nacht aus reichen Menschen zu mittellosen Flüchtlingen ge > worden sind und nun die Hilfe der Einheitskampagne beanspruchen müssen. Das Budget Israels sei riesengross. so bemerkte er, und die Bürger des Landes zahlen unverhältnismässig hohe Steuern, so dass alle Jur’en in der Welt verpflichtet seien, ihren Brüdern zu helfen. Die Delegierten wurden überall in Israel herumgeführt, so erzählte Ing. Lewin. An den Beratungen des Kongresses nahmen 142 Delegierte aus der ganzen Welt teil, darunter auch aus Snanien und Portugal. Die Sitzungen wurden von Dr. Nachum' Goldmann geleitet. der richtig betonte, die Juden wollten es immer gern sehen, dass der Judenstaat ein Müsteistaät sei, dessen BewöLner in guten Verhältnissen leben sollen, utid wenn die Jüdin dies wollen, so; rniissen sie auch nach Kräften dazu beitbagen. Herr Misrach berichtete über die zahlreichen Proble- Foto Kasjer aVda. J. B. Justo 4363 T. E. 59 . 9105 FUER ALLE FESTLICHKEITEN me, die an die Einheitskampagne herantreten, sowie über die Erfolge der erweiterten Arbeit im letzten Jahr. Er stellte fest, dass die Juden in Argentinien nicht so eng mit der Einheitskampagne verbunden seien wie in anderen Ländern, weshalb die Judenheit Argentiniens noch immer prozentual in der Leistung in Lateinamerika an letzter Stel’e figuriert. Trotz aller Bemühungen könne man nicht mehr als 40 Prozent aller jüdischen Familien erfassen, obwohl es wohl niemanden gibt, der die Schwierigkeiten der politischen Lage der Juden in der Welt nicht kennt. Keine Wohltaetigkeit Die Einheitskampagne ist keine Wohltätigkeits-Organisation, der man Almosen gibt, so unterstrich der Redner, sondern eine Institution, für die. man sieh hoch besteuern muss. Die Magbit, d. h. der Keren Hajessod, hat seit der Balfour- Deklaration bis zur Staatsgründung. also in einem Zeitabschnitt von 30 Jahren, 28 Millionen Pfund und seit Gründung des jüdischen Staates den Betrag von 2f0 Millionen Pfund aufgebracht. Aus diesem Vergleich k'Jnne man ersehen, dass die Magbit zu einer Institution des gesamten jüdischen Volkes geworden ist. Aber trotzdem genügt alles Geschaffene n^cb immer nicht den Anforderungen, die an den Staat durch die Einwanderung gestellt I werden, denn die TmmiTran-! ton müssen schnellstens in!Wohnungen imternehvaeht : und in den Wirtschaftsnro-! zess ein geliefert werden.! Auf dem Kongress wurde ’ die Forderung gestellt, „ei- ■ ne Milliarde Dollar im Lauf ’ von zehn Jahren” zu sam- : mein, die den Verhältnissen! entsprechend absolut aufgej bracht werden muss. I „Die Juden in der Welt l fragen immer”, fuhr der Redner fort. ..wie lange denn eigentlich noch die Eiohaitskampagne dauern rc*. Und wir antworten darauf: Solange noch Einwanderermasse i nach Israel strömen, solange müssen die Juden Geld geben und helfen.” Es sei unmöglich, dass die Last der Einordnung auf das kleine Israel fällt. Die Israelis zahlen schwere Steuern und sie können nicht auch noch für die Kosten der Absorption der Neuankömmlinge aufknm"ien. Deshalb müsse die Kampagne mit unverminderter Kraft weitergeführt werden. Es wurde bestimmt, dass niemand in einer zionistischen oder pi'ozioniatis‘'>,y»n Institution ein Amt übernehmen darf, falls er nicht seine Pflicht der Magbit gegenüber erfüllt hat. und von den für die Eihheitäkampagne bestimmten' Gelder dürfen keine Beträge für lokale Institutionen verwendet werden. ' Al’e Vorstandsmitglieder lokaler Organisationen ' sind verpflichtet, für die Durchführung einer erfolgreichen ' Kafn-' pagne der Magbit zu sorgen. Neue Spenden für ORT New York. — Spenden für insgesamt 2.700.000 Dollar für die Tätigkeit des ORT im Jahre 1961 in 1£ Ländern wurden von den Delegierten zum 39. Jahrestag des jiordamerikapisch'ej! ORT angenommen. Ein Üebereinkommen . mit dem JOINT, der 1.800 000 Dollar zur Verfügung stellt, wurde von der Konvention ratifiziert. Man erwartet such Be? träge anderer Geselfsehäf» ten. (IjTA) . Leben und Ende einer Zeitung Nur rEcht wenigen jiidi-! Die meisten Arbeiter, die sehen Zeitungen, vor allem am Druck der Zeitung mitwenn s:e in d'uUcber Sp:a. arbeiten, verstehen gar kein che geschrieben sind, war j Deutsch. Sie wissen nicht, ein längeres Lebe*, beschiz. was sie produzieren. Koitk dm Viele mussten — auch | giert man einen Fehler, entin Deutschland selbst — :! stehen mitunter zwei neue, nach wenigen Monaten oder j Und so lässt sich dies an Jahren_ihr Ersehe n;n einj vielen Beispielen erklären. stellen. Die Schwierigkri- [ Es gehört schon eine groten si. d zu grosse und d e sse Portion Enthusiasmus Bereitschaft der Leszrschaft ' und Liebe zur Sache dazu, zu gering, um diese« Zeij eine deutschgeschriebene tuncen ein ¡arges Wirken Zeitung in Südamerika zu schreiben, zu drucken und ans Publikum zu bringen. Diesen Enthusiasmus hat der Herausgeber der Zeitschrift „Das Echo”, Herr Dr. Ludwig K. Stargardt, vie7e Jahre hindurch bewiesen. Er hat für eine kleine zu erhalten. Natürlich ist hi:r nur ven solchen Zeitungen und Zeitschriften die Rede, die unabbärgig sind, die nicht von einer Gemeinde, einer Partei oder einer g »essen Verein igu 'g herausgegefcen weiden. Die ehemalige cV-Zeitung öden | Kollektivität eine wichtige die frühere Jüdische Rundj ¿vbeit geleistet, indem er schau fallen nicht unter dieversuchte, Informationen zu se Kategorie, de. n sie waren | geben, Richtung zu weisen Organe der politischen \ und die Verbindung mit der Gruppen oder Zweckverbän-; ¿p-r-sseren jüdischen Welt de, in d:ren Namen sie pu- aijfrecht zu erhalten oder bliziert wurden. J herzustellen. Hierfür ge- Die Zahl der deutschge- , bi hrt im Dank unc die Angeschriefcer.en Blätter ist sehr; erkennung gerade der jüdigering. Lässt man die Pubii-! sehen Presse, die am besten kationen ausser Betracht, die i die Schwierigkeiten kennt, von der Gemeinden in der ' die zu überwinden waren. Schweiz od:r in Südamsrikr j Dr stargardt, der sich veröffentl cht werden, oder ■ aug gesundheiti:chen Gründiejenigen, d.c von Regie, i den zurUckzieht, darf mit r »ngfn oder privaten »/er:.»- berechtigtem Stolz auf sein nigungen ihre Mittel bezie- Werk und seine Arbeit zuhen oder jedenfalls von ih-; r;.ickbiieken. „Das Echo” Ire-; gstrapn werden, oann : e,ne wichtige Furktion jieifcen se.r-r wenige ubug. sein Nichtersehei-;man kam. s=e an emer Hand ,rd e5ne cpül.bare! auiz^h,?n' Unud nun ist die; Lücke hinterlassen. : se Zahl noch geringsr g:~ ■; worden. j--! Eli“ jüdische Zeitu-g herj svs^ug'eben. war sc^c-n im-; /• U,,\l/j jT lyivA; mer ein Problem eigner Art. | 7»:c' /4nrro ¡Unwillkürlich muss man siiri! ’ »-J* t ** * itr*. New York. — Der Hauscas Scherzwort denken, da i man von eir.er Begegnung | Weidmanns mit Trurnan te- » haltsausschuss der Uis-Vollrichtet. Der amerikanische | Versammlung hat beschlos- Präsident iratuiierte dem so-?en> die Verws ltungskosten eben gewählten ersten Prä- . t».ir einen Sonderfonds zu sidenten Israels, d:r über j tragen, d.en die deutsche die ihm bevorstehende sehwe-; Bundesregierung für die re Aufgabe Klage führte. Entschädigung von Verfolg- Truman meint?, absr das se: j ten des NS-Regimes kürzdoch n'cht so schlimm, wa j lieh errichtet hat. Der Sonsolle er denn sagen, wo e: j derfonds in Höhe von 10.7 der Präside t von vielen; Millionen Dollar sieht Ent- Millionen nei, während W;iz. j schädigungs - Zahlungen an ira.nn r.ur dir Präsident von | Personen vor, die aufgrund 601.000 Einwohnern des neu-! ihrer Nationalität vom NS- Regime verfolgt wurden. Die auf rund 206.000 Dcllar geschätzten Verwaltungsausgaben sollen nunen Staates wäie. Aber wandl*4 Weizm-..in ein, Präside t Truman würde übersehen dass er, Weizmann, Präsident von 6CO.OOO Präsidenten : mehr von den Vereinten wäre... | Nationen übernommen wer- Die Bemerkung, wenn sie üen. Ein Zusatzantrag der gefallen ist, entfalt natiir- USA, der die teilweise Deklich einen wahren Kern, kung der Verwaltungsbodenn jeder Jude glaubt es?fen. aus Fonds der besser zu machen und bes- ' Bundesrepublik forderte, ser zu verstehen. Und so vom Ausschuss abgegeht es auch einer jüdischen | l^nn*- <AWZ) Zeitung. Sie wird gerade von denen kritisiert, die sie nicht lesen, die sie nicht kennen, die „mit ihrer Tendenz” nicht einverstanden sind, obwohl sie meistens auch diese Tendenz nicht Dortmund zeichnete 200.000 Mark Dortmund. — Die Ratsversammlung der Stadt verstehen odter zur Kennt- I Dortmund hat "beschlossen, nis nehmen wollen. Das ¡st; 200.000 Mark zu einer Isradie eine Seite der Angeleel-Anleihe des Deutschen genheit. | Städtetages beizusteuern. Unermessliche Schwierig- 'mit der der Wohnungsbau keiten erwachsen einer jri! in Israel gefördert werden' deutscher Spräche in Südsoll. Der Westberliner Seamerika erscheinenden Zei- | nat hätte kürzlich 300.000 tung aüs vielen anderen,; Mark für diesen Zweck bemeist technischen Gründen. 1 reitgest^üt. (AWZ) Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguav Einzelnummer 50 Centesimos 3aTiresabono 45.— $ urug. ABONOsl-r ÄjVISOS -4 (COBRANZA Srá. L.Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TIJREK Constituyentes 1757 Tel 42-619

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