Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1847 (24.1.1961)
- Date
- 1961-01-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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® — Martes,?4 de Enero de 1961 CA SEMANA ISRAELITA ASo XXII. — No, 1817 EIN APPELL DER DAIA Die verschärfte antijüdische Kampagne in Marokko, die systematisch und progressiv durchgeführt wird, hat sich in letzter Zeit bestätigt. Die ersten Vorfälle enthüllten mit dramatischer Beredsamkeit die Atmosphäre des Terrors, der Verfolgungen und Diskrimination, der die Juden ausgesetzt sind. Denjenigen, die das marokkanische Territorium verlassen, im besonderer, wenn sie nach Israel rer en wollen, oft um sich n.i* ihren Familien zu verewigen, wird die Passausgabe versagt. Dieser Umstand und die durch die Behandlung seitens der Behörden geschaffene Lage zwingen viele Juden, das Risiko der heimlichen Auswanderung auf sich zu nehmen. Es ist bedauerlicherweise so weit gekommen, dass die Entführung jüdischer Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren an der Tagesordnung ist. Nach ihrer gewaltsamen Bekehrung zum Islam bringt man sie in jlie Harems reicher Moham- Vnedaner. Wenigstens 2000 Juden sind in den letzten zwei Wochen von der Polizei in Marokko verhaftet und misshandelt worden. Briefe und Telegramme von Juden nach dem Ausland werden von der Post nicht befördert, sodass die Verbindungen der jüdischen Bevölkerung mit der Aussenwelt abgeschnitten und die Juden vom Rest der Welt und besonders von Israel abgeschlossen sind. Die Feindseligkeit gegen die Juden erstreckt sich auch auf das Gebiet der Erziehung, nachdem sich die Behörden nach und nach der jüdischen Schulen , bemächtigt haben, die von der Alliance Israelite Universelle gegründet wurden, deren bewunderungswürdiger Werk international anevkannt wird. Eine der tragischsten Konsequenzen dieses Terrors denen die Juden von Marokko unterworfen sind, war der Tod von 43 Juden, welche an der marokkanischen Küste ertranken, als sie versuchten, auf einem Segelboot dem Chaos in dem s,e lebten, und der ständigen Bedrohung ihrer persönlichen Sicherheit zu entfliehen. Angesichts dieser sprechenden Vorfälle, die in ahen internationalen Kreisen Bestürzung hervorgerufen haben, lenkt die DAIA im Namen der Judenheit Argentiniens die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf die Notwendigkeit. aus Gründer, der Menschlichkeit und in Erj füllung der Menschenrechte. der Diskriminierung in Marokko ein Ende zu setj zen. Sie hält es für angei zeigt, die marokkanische j Regierung darauf zu ver weisen. dass diese Massnahmen in offenem Widerspruch zu den Verpflichtungen stehen die Marokko be. Erlangung seiner Unabhängigkeit eingegangen ist. Gleichzeitig richtet sie sich an die öffentliche Weltmeinung mit dem Ersuchen, die Jude» Marokkos zu uu- _ te^stützen. die als Unglück- ' liehe Opfer der Verletzung der elementarsten Prinzij p:en der Toleranz und des i menschlichen Züsammenlej bens zur Schande unseres! Zeitalters die grausamen j Feigen einer unerbittlichen religiösen und kulturellen : Verfolgung zu erleiden ha- 1 ben. Deutsch-arabische Zusammenarbeit ^onn. — Den W uusch nach direkten deutsch-arabischen Verhandlungen über die Entwicklungshilfe und die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der j Deutschen Bundesrepublik! und der VAR brachte Bundeswirtschaftsminister Er- , hard in eirer Unterredung! mit dem Erziehungsminister der VAR, Hussein, zum Ausdruck. Er bat Hussein, dem stellvertretenden VAR- Ministerpräsidentcn und Wirtschafte - Minister eine Einladung zu solchen Gesprächen in Bonn zu übermitteln. (A WZ; Nelson Glueck segnet Kennedy Washington. —Dr. Nelson Glueck, der Präsident des Hebrew Union College, war bei der Zeremonie anlässlich der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Kennedy zugegen, über den er den Segen sprach. Dr. Glueck, ein protestantischer und ein katholischer Geistlicher repräsentierten bei dieser Gelegenheit die drei grössten Religionen in den Vereinigten Staaten. (ITA) Zoehlung der Flnechllinge Amman. — Der transjordanisehe Ministerpräsident Chahdschat Talhuni hat eine Zählung der arabischen Psiastina-Flüehilinge angekünöigt. Diese Mitteilung wird als sensationell empfunden, weil es bisher keine transjordanische Regierung gewagt hat, dieses heisse Eisen anzufassen. Die Flüchtlinge melden nämlich die Todesfälle in ihren Familien nicht an, um deren Lebensmittelratior.en vom FlüchTingshilfswerk der UN im Nahen Osten (UNRWA) weiter zu beziehen. Die UNRWA hat s,c-h deshalb bisher geweigert, die inzwischen geborenen Kinder in die juebensmittelverteilung einzubeziehen. Jeder Zählungs - Versuch scheiterte bisher an der drohenden Haltung der Flüchtlinge. (AWZ) BAR KO J BÄ. Corriti 3951 T. E. 87-7559 QUINTA Unsere Quinta steht allen unseren Mitgliedern zur Verfügung, und wir erwarten am Sonnabend und Sonntag zahlreichen Besuch Auch unsere Jugend kann sieb wie immer sportlich betätigen. Alle Freunde des Bar Kochba sind eingeladen. Omnibusdienst Jeden Sonntag fährt der Omnibus um 8.30 Uhr morgens von Corrientes und Uriburu ab: SITZUNG: Am Mittwoch, um 8.30 Uhr findet eine Sitzung statt; wir bitten alle Vorstandsmitglieder um pünktliches Erscheinen. EINHEITSKAMPAGNE: Wir fordern alle unsere Mitglieder auf, ihrer Ehrenpflicht der Kampagne gegenüber nachzukommen, zumal lt. Vorstandsbeschluss nur Kampaenebezahler Mitglieder unserer Institution sein können. Wir halten es für eine Ehrenpflicht, dass jeder Empfänger von Wiedergutmachungs - Geldern, au den Aufbau und die Weiterentwicklung in Israel denkt und eine Verbundenheit durch eine dementsprechende Zahlung unter Beweis stellt. Nahezu abgeschlossen Kiel. — Als erstes Land im Bundesgebiet hat Schleswig-Holstein die Entschädigung für die von den Nationalsozialisten Verfolgten nahezu abgeschlossen. Von 17.086 Verfahren mit 42.338 Ansprüchen waren Ende September 1960 nur noch 555 Verfahren mit 1.117 Ansprüchen nicht erledigt. Innenminister Lemke sagte vor der Presse in Kiel, Schleswig-Holstein habe an ci*- Opfer des Nationalsozialismus rund 173 Millionen Mark Entschädigung gezahlt, davon über 93 Millionen unmittelbar und fast 80 Millionen als Beitrag zu den Leistungen der anderen Länder. (AWZ) Gedenk-Gottes* dienst für Opfer Jerusalem. — Die jüdischen Gemeinden in vielen Ländern haben für die Opfer be’ dem Schiffsunglück an der marokkanischen Küste Gedenkgottesdienste veranstaltet. Wie die Jewish Agency mitteilt, haben viel protestantische Kirchen in der Schweiz auf Aufforderung des schweizer Oberrabbiners in ihren Gottesdiensten Trauergebete für die Toten dieser Katastrophe gesprochen (ITA) La Agrupación Juvenil ele la NCI te invita a asistir al fogón que realizará el próximo jueves 26, a las—20.30 horas en su Círculo Weekend sito en la calle Alberti, Olivos. findet s. G. w. am Sonnabend, den 4. Februar 1961 (18. Schwat 5721) in der Synagoge der N. C. I., Rio Branco 1168, statt. SUSANA BLOCK, geb. ZUTTERMANN Montevideo, Uruguay Leandro Gomez 2708 (früher Asuncion/Paraguay) Die BARMIZWAH meines Sohnes findet s. G. w. am Sonnabend, den 28. Januar, um 9 Uhr vormittags ln der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. Anschliessend an den Gottesdienst Empfang in den Synagogenräumen. GERARDO SCHLEIN MIR Y AM SCHLEIN, geb. KESTEN Cangallo 3830, 3o, C. Buenos Aires Die BAR MIZWAH unseres Sohnes CAMPAÑA UNDA PRO ISRAEL BEVOR SIE IN DIE i < ISRAEL - BRIEFMARKEN KA WIEDEBVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGAg H BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial I del Estado de Israel, | VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep Arpeníin« ¡? Glückwunsch-, Blumen-, Geschenk- und Beileid- ABLOESUNGEN zu Gunsten der Asoc. Filantrópica Israelita; FERIEN gehen! EINHEITSKAMPAGNE ERWARTET IHRE BE1STEEE EUER Cangallo 147S 1? 40-4900 — 40.9535 KEHILLA PASTEUR 633 T. £. 47-90*«—9* ♦ Die Ji^iche Gemeinde von Buenos Aires« ♦ fordert alle deutschsprechenden Juden auf. der, ♦ KehilJa als Mitglieder oder Protektoren beizutre-I ♦ ten, der die Organisationen der deutschsprechen-' ♦ den Juden angeschlossen sind. Es ist die Pflicht eines jeden Juden, der Jüdi-] ♦ sehen Gemeinde von Buenos Aires als Mitglied < X anzugehören. Informationen und Antragsformu-c X iare in unserem Büro, Pasteur 633, 1. Stock. »♦♦»♦♦*♦»»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦* AUFBAU und EINORDNUNG ™ ISIKAEL ANNAHMESTELLEN CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, Comité Centroeuropeo, Sarmiento 2376, 3?, T. E.: 47-3320 und sämtlicfep Sekretariate der angeschlossenen Orgc tionen und Gemeindexi.