Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1842 (6.1.1961)
- Date
- 1961-01-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes 6 de Enero de 1961 LA SEMANA ISRAELITA AHo XXII. No. m2 - Deutsche Eine ,,Invasion“ von Deutschen erlebt gegenwärtig Israel. Friedlich . freundlich durchaus. Die meisten dieser Deutschen muss man als jals dafj Land der Bibel be. „Pilger“ bezeichnen., wenn | sucilell, um das Wunder der eie natürlich auch nicht dem j Wiedergeburt des alten Bunvon SCHALOM BEN-CHORIN i liehe, vorwiegend protestnn-! tische Gruppen, die Israel archaischen Bilde des Pii gers mit Stab imd Kutte, Biisserstrick und Sandalen entsprechen, sondern mit Kamera und Tape-Recoi der in Touristenbussen durchs l.and fahren. Dennoch Pilger, denn meist sind es kirchdesvolkes Gotles i>m Gelobten Land in Augenschein zu nehmen. Die Gruppen werden meist von. TheologiePr ofessoren, von Pastoren oder Vikarinnen gefühlt und haben mit deutscher Gründlichkeit vorher die einschlägige Literatur über Israel studiert, sodass sie, vorbereitet in Arbeitsgemeinschaften. durchaus nicht in ein unbekanntes Land kommen. (Die amerikanisch-jüdischen Touristen in des Jahres ersten könnten da etwas lernen, da Stunden ' sie oft. vollkommen ahnungswieder in den Wirtschafts- |prozess einreilun, ..” j Ich verstummte. Ein Engel ging durchs Zimmer. Kein ■ schöner Engel übrigens. an der Freien Universität ■Berlin., an der Bloch heule Philosophie, Psychologie und V ei gleichende Rel ig, onsw issenschaft studiert. Diese Giuppe kam nun mit 30 IViann ins Land: dazu komml die 1959 gegründete D1S- LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN A.RIO INDEPENDIENTE Bs. Aire* - PUEYRREDON IR TevOi 5721 2190, 1« isq. — T. E. 83-26L t! Januar 1961 Appell an den König von 1961 woll'n wir unseren Kunden unser« Neujahrswunscii bekunden Alles Gute! Auf Ihr Wohl! Freudig soll das Jahr beginnen, glücklich sei es immerdar, friedlich möge es verrinnen. Gute Fahrt im Neuen Jahr! Das wünscht Stadt und Land: IHR Kleiderberater IHR Wäscheausstatter f&t\££vrt Malpú 484 I. TE. 31-7845 Maipú 982 TE. 31-0357 los nach dem Weg zur Klagemauer oder nach dem Nil fragen: bitte, das ist erlebt und nicht erfunden.) Manchmal kann man bei den Gästen aus Deutschland freilich auch recht unliebsame Ueberrascbungen erleben. Da besuchte mich vor einiger Zeit ein enthusiastischer Bibel-Christ, der an Hand der Propheten Daniel und Hesekiel und der Offenbarung Johannis „nachwies”. dass sich nun in Israel alles so erfüllt, wie es geweissagt ist. ..Es ist sicher ein giosses Erlebnis fiir Sie. das Land der Bibel, das Sie so lange mit der Seele suchten, nun selbst erleben zu dürfen!”, sagte ich gastfreundlich zu dem Pilger. „Jawohl”, enlgegnete er, „es war ja auch materiell nicht leicht fiir mieh, das Geld fiir diese Reise zusammenzusparen. Als ehemaliger SA-Mann und PG habe ich nach dem Kriege keine Stellung mehr gefunden und musste mich erst mühsam Zk den ei treulichsten Be- ¡KIHO dei Berliner Kirehlijehen Hochschule, an der Jochanan Bloch modernes Hebräisch lehrt. Uebrigens mit Erfolg, wie ich feststellen konnte- Diese Giuppe wird von einem Frolessor Harder, einem Neutestamentler, begleitet. der in den Hitlerjahren zu den Aktivisten der Bekennenden Kirche gehörte und im Zuchthaus dafür sass Jetzt schwelgt der Professor auf den Sputen seines Meisters in Nazaret und am Kinneret-See und preist das Wunder Israeis. | Deutsch - Israelische Studentengi uppen gibt es übrigens auch in Göttingen, Segnungen, gehören die mit Ideutscher akademischer Jugend, che in grossen Grupipen das Land besucht, in IKibbuzim aibeitet, an echten Aussprachen, interessiert ist. Die jungen "evangelischen Theologen überwiegen. .Sie wollen hier etwas mehr ¡Hebräisch lernen: und man- ¡che von ihnen sprechen es I schon sehr gut, und sie haben oft den Wunsch, ein oder zwei Semesier an der Hebräischen Universität in Jerusalem Bibel und Ar. chäolcgie zu sludieien. Es isi. eine reine Freude diese abgeschlossenen jungen Menschen zu erleben, die j Casablanca. — Die Verwandten des 15jähi igen Mädchens, Jeanette Cohen, das; kürzlich verschwunden ist. (haben sich an König Mohammed V.. gewandt, da alle Nachtorschungen - bisher ergebnislos verlaufen sind. Die Familie der Minderjänrigen nimmt an. dass sie von einem Moham.med.ner entführt worden ist. UTA) „die Schuld der Väter auf- Hamburg. Bonn. Frankfurt, Freiburg und München und an der Kirchlichen Hoch- UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM, Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung |; Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag voa 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 2$ 4 Quader vetr Station Urquiza « t «MODERNE WOHN. 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Nun, ich habe versucht, daizulegen. dass die Erwählung Israels nicht mit dem Superioritäts-Komplex der Deutschen („Am deutschen Wesen soll die Welt genesen”) verwechselt werden darf, dass die Thora selbst uns einsebärit: „Du bist das geringste unter den Völkern”, dass der Prophet Arnos uns sagt, das wir erkannt sind von allen Geschlechtern der Erde, auf dass alle unsere Verfehlungen an uns hekngesucht würden, dass Israel sich also als das mündigste dei Völker in erster Selbstverantwortung begreifen muss, und dass es der Objektivität seines Geschichts-Schicksals nicht entrinnen kann durch den immer wieder geäussersten Wunsch, zu werden „wie alle Völker.” Man greift die Antwort auf, man fragt weiter, hitzig und mit dem Elan der Jugend. Nachmitagsbesuche reichen bis in den späten Abend hinein. Briefe folgen, die beantwortet sein wollen. Echtes Gespräch wird hier Ereignis, und ich I glaube, dass es lohnt, dieses ’Gespräch zu führen. Auch für uns, denn diese neue Generation deutscher Menschen will durch Klarheit zur Wahrheit Vordringen. Der Simcha Tbora-Ab-"«d vereinigte den Schreiber d’o sor Zeilen mit zwei Studeru lengruppen aus Berlin, über fünfzig junge Männer und Mädchen, dig der DIS angehören. DIS heisst Deutsch- Israelische Studentengruppen. Sie wurden von dem israelischen Advokaten Jo- «hanan Bloch aus Kfar Schrnaryahu eggründet. 1957 ■entstand die erste Gruppe DIS-Gruppen die Wahrheit über Israel erfahren. Unser altbewährter Fieund Erich Liith bemchtet, wie die Araoer mit ihrem deutsch - arischen Harems. Anhang zu Vorträgen über Israel erscheinen und eine scharfe Klinge iiihren: arabische Flüchtling ... das ist ihr Hauptargument, . und „Wo bleibt die israelische Wiedergutmachung?” die oft berühmten Grünheuchlerisch gestellte Frage. Bethel bei Bielei schule in feld, der düng des Pastors Bodelschwing, die bekanntlich vor den Drohungen der Nazis nicht kapitulierte und die Geisteskranken des Siechenheims von Bethel nicht den Rassenfanalikern auslieferte, die kurzen Prozess mit ihnen machen wollten. 1957 kam Bloch mit der ersten DIS-Gruppe von vier deutschen Studenten ins Land; 1958 waren es ganze fünf Studenten, und 1960 hatte sich nun diese Zahl vervielfacht. Die Zahlen sprechen eine beredte Sprache. Jn Israel werden diese Gruppen von ISTA, dem israelischen Studenten . Ausschuss. betreut. Die DIS- Gruppen, die zu c*a. 85 Prozent aus Deutschen und höchstens 15 Prozent aus Israelis, die in Deutschland studieren, bestehen, sind insofern besonders wichtig, weil die ca. 6.000 arabischen Studenten in Deutschland eine scharfe anti-israelische Hochsehul. Propaganda entfesseln, der heute junge ohne diplomatische Bezie- Deutsche bereits entgegenjhungen gepflegt und geförtreten können, die in den .dert werden müssen. da wir ja wissen, dass die arabischen Politiker selbst Verhandlungen über diesen Gegenstand ablehnen. — Die DIS-Gruppen sind heute zusammen mit den Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit sozusagen israelische Brückenköpfe in Deutschland. Die deutschen Gäste werden hier freundlich aufgenommeri. Das Aussenministerium tut noch mehr. Der neue Leiter der zuständigen Abteilung im Auswärtigen Amt. Herr Varon, bringt prominente Gäste aus der Bundesrepublik wie Erich Liith oder den ehemaligen Chef der Reichskanzlei, Dr. h. c. Hermann Piinder, mit interessierten Korrespondenten zusammen. Israelische Minister aus dem deutschen Kulturkreis wie Justizminister Rosen oder Woblfahrtsminister Dr. Burg empfangen solche Gäste, und man ist sich sehr wohl bewusst, dass derartige Kontakte auch Israel-Fach ter im Fernen Osten Tel Aviv. — In Sing .porewurde dem Kapitän imo der 26küpiigen Mannschaft des israelischen Frachters ,,Ak~ ko” ein herzlicher Empfang von Seiten der jüdische« Gemeinde zuteil, bevor sich das Schiff ajuf seine Ritrkittse nach Elat über Penang, Rangoon. Colombo begab Kapitän' David "Chaihew ist der erste, der mit eine«« israelischen Schilf und einer fast nur aus Sabres bestehenden Mannschaft die Heute des Fernen Ostens befährt. Die Mannschaft nahm am Gottesdienst, in iter Synagoge von Singapoie teil. — (A WZ) Israelische Gäste der Swissair Tel Aviv. — Anlässlich rlcr Einführung der Cai avelie- ■ Maschinen auf ihrer Limo Zürich—Tel Aviv Juri die. Swissair 20 Vertreter israelischer Reisebüros zu einer Rundreise durch die Schwerz ein. (AW'Z) Wir suchen für Sie C3CZ> C,C DEN BESTEN WEG FEER ANGENEHMES REISEN Via jes Globus ALS1NA Mlfi, 6- Bf. Ae T. E. 38-5860 38-1447 — 38-8304 A 1 Í i $ t $ $ Í I t m V* I5TUDI0 JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Har dl Swarsensky Aiuntoi Europeo* exclunivamat« Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch n. Freitag v» 15—18 Uhr Vom 2. bis 15. Januar zu sprechen nur in EI LEAELLEN Dr. Gastier Frey Asuntos Argentinos y Sudamericaiioä Vom 6. bis 22. Januar VERREIST (GERICHTSFERIEN) ê * * * i t $ $ % * f «* $ PU KVEREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS - î F «um m m m w w «k * 20U v.