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Jüdische Wochenschau · 1961-01-03 · 1841 (3.1.1961) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1841 (3.1.1961)
Date
1961-01-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Maitos. 3 de Fn<se de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII — No. 1841 A N- Atomz.eita.Uer mn^ •«. ton /\veTT’ttfTgrrTflfe-g**ii1nden. »wei Schlösser geöffnet werden. Das eine öffnete Max Planck 1900 durch die Entdeckungder Quantentheorie; den Schlüssel zum anderen fanden gemeinsam der Neuseeländer Einest Rutherford in England und Kanada w»d der Däne Niels Bohr, d«r bei ihm gearbeitet habe, in Kopenhagen. Futheiford hat das uns allen bekannte Aiommodell aufgestellt" Im Atom herrscht eine ungeheure Leere, nämlich wie im Sonnensystem, und wie die Planeten um die Sonne kreisen Elektionen um den Atomkern, in dem fast die ganze Masse des Atoms konzentriert ist. Aber damit konnte man nieht erklären, warum die Elektronen, die doch durch Ausstrahlung E’.nergie verlieren, nicht schwächer werden, sich allmählich dem Kern nähern und schliesslich in ihn bineinstiirzen. Ben richtigen Weg fand Niels Behr durch die An. Wendung der Plancksehen Quantentheorie auf die Energieverhältnisse im Atom. Im Juli 1913 begann er mit der Veröffentlichung einer Reihe von Aufsätzen, denen er den Titel gab: „Ueber die Konstitution der Atome und Moleküle”. Zehn Jahre später, als sich die Atomphysik gerade zu neuen umwälzenden Erkenntnissen ansehickte, schrieb Max Planck einen Aufsatz zum Gedenken an die bahnbrechende Leistung von Niels Bohr. Darin spiach er von der Kühnheit der Annahmen Bohrs, die völlig mit den geltenden Anschau- / singen gebrochen hätten und in der Geschichte der exakten Wissenschaft kaum ihresgleichen geturnten haben, Niels Bohr versuchte also deutlich zu machen, wie es überhaupt zur Aussendung von Strahlung und Licht aus den Atomen kommen kann. Und wie lange hatten andere nach der Erklärung gesucht! Das gilt in gleichem Masse von dem noch komplizierteren ProbJem. wie die Röntgenspektren entstehen. Dies ganz besonders schwierige Kapitel der Physik zunächst am W asserstoffatom aufgeklärt zu haben, wird seitdem als grosse geniale Leistung Niels Bobrs angesehen, Niels Bohr hat aber nicht nur das Verdienst an diesen unmittelbaren Ei Kenntnissen. gleichsam der Eroberung von Schlüsselstellungen auf dem Gebiet der Atomphysik, sondern er hat auch die philosophischen Folgerungen, die sich daraus ergeben müssen, schon fr ühzeitig erkannt. Denn in der atomaren Welt herrschen andere Gesetze als in der uns wohl vertrauten Welt des Alltags, die wir als die makrokosmische bezeichnen. Wo aber ist die Grenze zwischen atomarer und makrokosmischer Welt? Diese höchst schwierige Frage hat Bohr mit seinem Korrespondenzprinzip zu klären gew usst. Und wie, so musste man im weiteren Verlauf der Entwicklung fragen, kann es sein, dass man nie ein geschlossenes Bild von den Vorgängen in der Natur gewinnt, sondern immer nur von mehreren Gesichtspunk. 4 Glückwunsch-, Blumen-, Geschenk- und Reileid- ABLOESUNGEN i zu Gunsten der Asoc. Filantrópica Israelita Cangallo 1479 lç 40-4900 — 40.9535 ten aus zum Verständnis vordiingt? Dabei schliessen sich die verschiedenen Gesichtspunkte gegenseitig aus. jJe genauer man zum Bei. spiel den Zeitpunkt eines J Geschehens erkennt, desto ungenauer den Impuls und die Energieverhältnisse. Und trotzdem können nur beide Betrachtungsweisen zusnmmengenommen unsere Erkenntnis bis an den Punkt führen, der uns Menschen tibeihaupt erreichbar ist. Mit der Paradoxie, die dar- ¡m liegt und die unsere ge. samten philosophischen Voi-! Stellungen vom Erkennen ¡und Wissen grundlegend (ändern müssen. hat sich IBobr seit Jahrzehnten ausj einandergesetzt. Er selbst, be_ j zeichnete diese neue Denk-' jricbtung, die er auch auf die | Biologie und andere Berei- ¡che des Daseins anwandte, als Komplementaritäts-Prinzip. Dass ihm und den meisten Physikern der Gegenwart Albert Einstein nicht folgen wollte, sondern weiterhin unentwegt nach einer einheitlichen Weltformel (suchte, hat Bohr tief gejschmerzt. In einem umfangjreichen Beitrag zum Internationalen Einstein - Band, ¡hat er diese Auseinandersetjzung mit Einstein um die entscheidenden Fragen unserer Natur- und Wellerkenntjnis in ihren oft geradezu tiagischen Aspekten geschili. dert. Gegenüber den Fachphilosophen aber ha, er den Vorteil, dass er über die Geheimnisse der Naturvorgänge genauer Bescheid weiss als sie, dass er an der Quelle der unvorstellbar komplizierten Geschehnisse sitzt und deshalb vor Fehlschlüssen und lrrtümern, die den abstrakten Denkern so leicht unterlaufen, bewahrt bleibt. Die Wünsche, die Niels Bohr zu seinem 75. Geburtstag aus Israel empfing, galten nicht nur dem Wissenschaftler. sondern auch dem giossen Förderer des Weizmann-Instituts von Rechowot. NACHRICHTEN Frauen laate KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-94*6—9* Die Jüdische Gemeinde von Buenos Aires 3 fordert alle deutschsprechenden Juden auf, der<[ Kehilla als Mitglieder oder Protektoren beizutre-]; ten, der die Organisationen der deutschsprechen- J ( den Juden angeschlossen sind. Es ist die Pflicht eines jeden Juden, der Jüdi-<» sehen Gemeinde von Buenos Aires als Mitglieds anzugehören. Informationen und Antragsfomni-, > lare in unserem Büro, Pasteur 633, I. Stock. ,> LUACH (Eilender) Dienstag, den 3. Januar Mittwoch, den 4. Januar Donnerstag, den 5, Januar Freitag, den 6. Januar Sonnabend, den 7, Januar Î5. Tevet t€. Tevet 17. Tevet 18. Tevet 19. Tevet Parschat SCHMOT 2 B. M. 1 1 — VII Haftara Yeschayahu XXVII 6, XXVIII 13, XXIX 22 -23 Sonntag, den 8. Januar 20, Tevet Montag, den 9. Januar 21. Tevet Dienstag, den 10. Januar 22. Tevet Mittwoch, den 11. Januar 23. Tevet Donnerstag, den 12. Januar 24. Tevet Freitag, den 13. Januar 25. Tevet Sonnabend, den 14. Januar 26. Tevet Parsehat WA’ERA 2. B. M. VI 2 — IX 35 Haftara Yeeheske’el XXVIII 25 — XXIX 21 Neumondsverkündigung Sehwat Die jüdische Auswanderung London. — Nach Informationen des Jüdischen Weltkongresses hat die jüdische Auswanderung aus Polen im August wieder einen Höhepunkt erreicht. Im genannten Monat sind 700 Juden ausgewandert, davon 600 nach Israel und 100 in andere Länder. 90 Prozent von ihnen waren Rückkehrer aus Russland und zehn Prozent Einwohner Polens. In Singapore machte ein holländischer Dampfer halt, der eine Gruppe von 40 polnischen Juden nach Australien führte. Unter ihnen befinden sich Aerz-te sowie Uhrmacher und . andere Handwerker. Sie erklärten, dass in nächster Zeit nach weitere Gruppen auswan. dem werden, und zwar sowohl nach Australien als auch nach anderen Ländern. Die Mitglieder der betreffenden Gruppe gehen nach Australien, weil sie dort Verwandte haben. (AWZ) Israel in GATT vollberechtigt Tel Aviv. — Israel ist ab Januar 1961 vollberechtigtes Mitglied der internationalen Handels, und Zollorganisa* tion GATT. (AWZ) „ELITE'-ERZEUGNXSSE Die Firma Elite beschäftigt gegenw artig fast 1000 Arbeit er; hiervon 650 in Ra. mal Gan. 280 in Nazaret und 55 in Sofed. Der Monatsumsatz beträgt etwa eine Million!L in Israel und 50.000 Dollar in 24 Staaten des Auslandes. Infolge der Zunahme der Produktion und der Ausfuhr will die Firma in Ramat Gan ein weiteres Fabi iksgebäude mit einer Fläche von 1200 Quadratmeter errichten. ln Nazaret hat man sich mit der Eizeugung von Schokoladespielsachen für (Weihnachten beschältigt. Die Fabrik in Safed ist auf die Erzeugung vori lösbarem Kaffeepulver. Expreso- Kaffeepulver und Teepulver spezialisiert. Dieser Betrieb setzt im Inland seine Froidukte hn Werte von 750.000 jlL ab; ausserdem exportiert ¡er sie nach 21 Ländern im Werte von 10.000 Dollar. STEIGERUNG DEF AUSFUHR Die Exportziffer für August i960 war 13.500.000 Dollar; das. ist um 2 Millionen mehr als im Vorjahr. Die landwirtschaftliche Ausfuhr — ohne die Produkte dvr landwirtschaftlichen Industrie und Weizen — belief sich auf 900.000 Dollar verglichen mit 500.0W im AuguSt 1959; auf diesem Gebiet ist also eine Zunahme von 80 % zu verzeichnen. ZUNAHME DES DIAMANTENEXPORTES Im August 1960 sind insgesamt für Dollar 4.800 000 Diamanten, verglichen mit 3.500.000 im August des Vorjahres ausgeführt worden. Wenn man die acht Monate: Januar bis August der beiden Jahre vergleicht, ergibt sich, dass dieses Jahr die Ausfuhr 38.300.000 Dollar und im Vorjahr 29.700.000 Dollar betragen hat INVESTITIONEN Es wird angenommen, dass die Gesamtsumme, der in ausländischer Währung vorgenommenen Investitionen 100 Millionen Dollar gegenüber 30 Millionen im Vorjahr betragen wird. Der —«*■ ¿i Unser Bild zeigt israelische Frauen, die vom Magen Da« vod Adom, der israelischen Schwesrer.Oroanisetion des Roien Kreuzes, für Hilfeleistungen ausgebilder werden. Strom der Investitionen aus Idem Ausland wird immer ■stärker. Es sei erwähnt, dass!Verhandlungen wegen einer ¡Fabrik zur Herstellung von ¡Rohstoffen für die antibioti-; sehe Industrie zum Abschluss gelangen düiften. : ERRICHTUNG VON I BETRIEBEN Die Investitionszentrale hat in den Monaten Januar bis September 1960 insgesamt 338 Projekte bestätig,, die die Errichtung von neuen, bzw. die Erweiterung von bestehenden Betrieben zum Gegenstand haben. Von den Investoien werden 83.209.000 Dollar und 45,800.000 TL zur ( Verfügung gestellt werden. In den entsprechenden Moinaten des Vorjahres wurden, j135 Betriebe mit einer Investition von 21.600.000 Dollar ¡und 52 Millionen 1L geneh. [migt. , ISRAEL - BRIEFMARKEN AM WIEDERVEHRAEUFSR — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEM PREIS Agencia Filatélica ©ficial del Estado de Israel, VSAMONTE S56, I/B — Btsene* Airea, Rep Argeatia* | IR BITTEN unsere Leser auf diesem Wege, vom der Möglichkeit direkter U<sbsi$* Weisung der fälligen Afoono-Gebühreii frdfl» Gebrauch machen au wollen, Direkte Einsendung de« Abono-Betrag«# in SCHECK - GmO - MOMO POSTA! LA 5EMANA JSBAEUTA PueyrredÄn 21%, l* *s<|- Capital Hierdurch überweis« ituum ttem Betrag wb no$n .». au» aachatehender Abreels mar. ia Ssr« warturg Ihrer Quittung begffts«* kfe m* (AKhn) N B.t Wir bitten, EinaniüuageB an richten m- LA SAMAN A «R4JL 4ÄA. 1. u. 2. Quartal 1961 m$n 150,- Jahr 1961.. m$n 300.- (X iefct teufcsaaMe WB* »aartfrtigwr»)

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